Das «Bratwurst»-Impfen im deutschen Bundesland Thüringen war ein voller Erfolg. (Bild: Keystone)
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Bratwurst-Fans stürmen deutsche Impfstelle

Eine Bratwurst als Belohnung hat einer Impfstelle im deutschen Bundesland Thüringen am Freitag einen regelrechten Ansturm auf Covid-19-Impftermine beschert.

Bis zum Nachmittag kamen nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) 250 Menschen, um sich in Sonneberg neben der Spritze in den Oberarm auch noch die kulinarische Spezialität abzuholen.

Normalerweise würden in der Impfstelle pro Tag durchschnittlich bis zu 140 Impfungen verabreicht, sagte der Leiter des KV-Pandemiestabs, Jörg Mertz, auf Anfrage. Die Thüringer Bratwurst geniesst in Deutschland einen geradezu legendären Ruf. Für Einheimische ist sie so etwas wie ein Nationalgericht.

Kampf gegen Impfmüdigkeit

Das erstmals angebotene «Bratwurst-Impfen» ist eine von mehreren Ideen, mit denen Thüringen der zunehmenden Impfmüdigkeit begegnen will. Dazu gehören nach Angaben des Gesundheitsministeriums auch Impfangebote bei Fussballspielen des Viertligisten FC Carl Zeiss Jena oder solche des Nachts.

Insgesamt gehen die Impfzahlen in Deutschland seit Wochen zurück, obwohl inzwischen genügend Impfstoff vorhanden ist. Am Mittwoch – dem stärksten Tag der Woche – wurden 536 343 Impfdosen verabreicht. Am 9. Juni wurde ein Tagesspitzenwert von 1 418 128 Dosen erreicht.

61,5 Prozent der Bevölkerung in Deutschland haben schon mindestens eine Impfdosis erhalten, 51,5 Prozent sind vollständig geimpft.

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