Der Algerier Azzedine Lagab wurde vom Sportdirektor der deutschen Rad-Equipe als Kamelreiber bezeichnet. (Bild: Keystone)
International

Sportdirektor nach «Kameltreiber»-Entgleisung heimgeschickt

Die Empörung und der Druck waren gross, nun hat der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) den Sportdirektor der deutschen Rad-Equipe, nach Hause geschickt.

Im Einzelzeitfahren sorgte der 54-jährige Patrick Moster für einen Eklat, als er Niklas Arndt mit rassistischen Worten anfeuerte, die vor ihm gestarteten Radler aus Algerien und Eritrea einzuholen. Moster: «Hol die Kameltreiber, hol die Kameltreiber, komm.»

Ausschluss des Sportdirektors

Später entschuldigte sich der Sportdirektor. Er habe sich «im Eifer des Gefechts» in der Wortwahl vergriffen. «Es tut mir unendlich leid, ich kann nur aufrichtig um Entschuldigung bitten. Ich wollte niemanden diskreditieren», sagte Moster. Mit dem DOSB gab es ein klärendes Gespräch, erst später folgten vor den anstehenden Bahnrennen der Ausschluss.

Der verunglimpfte Algerier Azzedine Lagab nahms auf Twitter gelassen: «Es gibt bei den Olympischen Spielen kein Kamelrennen, deshalb betreibe ich Radsport. Wenigstens war ich in Tokio dabei.»

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