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Der Telebasel News Beitrag vom 29. Juli 2021.
Basel

Sexualdelikt in Hauseingang im St. Johann erneut vor Gericht

Der Vergewaltigungs-Fall vom Februar 2020 im St. Johann steht erneut vor Gericht. Der 32-jährige Angeklagte beteuert weiter seine Unschuld.

Am Donnerstag wurde zum zweiten Mal ein Vergewaltigungsfall verhandelt, der sich im St. Johann zugetragen haben soll. Die Verhandlungen des Appellationsgerichts fanden in den Räumlichkeiten des Strafgerichts Basel statt. Da der Angeklagte weiterhin seine Unschuld beteuert, hat er gegen das ursprüngliche Urteil Berufung eingelegt. Im Urteil vom 26. August wurde er zu 4,25 Jahren Haft, einer Landesverweisung und einer Schadensersatzzahlung verurteilt.

Am 1. Februar 2020 soll eine 33-jährige Frau nach dem Ausgang von zwei Bekannten vergewaltigt worden sein. Sie hatte die beiden im Ausgang getroffen und wurde von ihnen bis zur Haustür begleitet. Dort soll es dann zur Vergewaltigung gekommen sein. Es handelte sich um einen 17- und einen 32-Jährigen. Die portugiesischen Verdächtigen setzten sich kurz danach ins Heimatland ab, stellten sich aber später dann doch der Basler Polizei. Der Fall des älteren Angeschuldigten wird nun erneut aufgerollt.

Der Angeklagte bleibt bei seinem Standpunkt, dass die sexuellen Handlungen zwar statt fanden, jedoch einvernehmlich waren. Er betonte heute im Gericht, dass es das mutmassliche Opfer sei, die die beiden Männer verführt habe. Neue Beweise von der Verteidigung gab es wenige. Zwei Nachbarn wurden jedoch zum ersten Mal aufgeboten. Sie meldeten sich nach dem ersten Urteil, um Aussagen zu machen, die auch gegen eine Vergewaltigung sprechen würden.

Das Problem mit den Aussagen des Paares: Die Frau hat seit Jahren Streit mit dem Opfer, der Mann sagt etwas aus, das mit dem Ablauf der Tat nicht zusammenpasst. Ausserdem versuchte die Verteidigung, die Glaubwürdigkeit des Opfers erneut zu untergraben, indem sie mehrmals platzierte, wie stark das Opfer alkoholisiert war. Ob das für ein anderes Urteil als in erster Instanz reicht, wird das Appellationsgericht voraussichtlich am zweiten Verhandlungstag entscheiden.

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