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Der Telebasel News Beitrag vom 29. Juli 2021.
Basel

RS-Virus bei Kindern breitet sich in Basel aus

Eigentlich ist das RS-Virus eine Wintererscheinung. Doch im Zuge der Corona-Pandemie taucht es nun auch im Sommer auf.

60 Fälle registrierte das Universitäts-Kinderspital beider Basel (UKBB) diesen Sommer. «Was sich jetzt abspielt, gab es noch nie», sagt Ulrich Heininger. Er ist der Leitender Arzt Infektiologie und Vakzinologie am UKBB. Denn normalerweise breitet sich das RS-Virus im Winter aus. Beim Virus entzünden sich die Bronchien und die Bronchiole. Deshalb bildet sich dann ein Sekret, welches Kinder und Säuglinge nur schwer aus der Lunge bekommen.

«Weil die anatomischen Verhältnisse so klein sind, kann das Sekret nur schwer abgehustet werden», sagt Ulrich Heininger. Die Folge: Sauerstoffmangel und Atemnot. Manche Kinder und Säuglinge wollen dann auch kein Trinken mehr zu sich nehmen, erklärt Heiniger. Doch mit einem kurzen Spitalaufenthalt, der auch einen Tag dauern kann, lässt sich die Sache meist klären.

Dass es ausgerechnet im Sommer zu diesen Ausbrüchen kommt, liege an der Corona-Krise. «Im Winter waren durch die Corona-Massnahmen die zwischenmenschlichen Kontakte eingeschränkt», sagt Heininger. Nun hat sich das wieder geändert. Ausserdem halten sich die Kinder wieder vermehrt in Gemeinschaftseinrichtungen auf, was so einen Ausbruch befeuern kann. Doch Anlass zur Sorge müsse das nicht geben. Im Kinderspital habe man genügend Betten und Personal. Heiniger rät lediglich zur Wachsamkeit. Deuten die Symptome auf das RS-Virus hin, dann sollte man einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen.

1 Kommentar

  1. Verrückt, dass manche Leute (und dazu noch Medienschaffende) auch nach über eineinhalb Jahren Pandemie noch immer «infisziert» sagen…Report

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