Facebook kann auch im zweiten Quartal 2021 ein Wachstum des Umsatzes verbuchen. (Bild: Keystone)
International

Facebook verdoppelt seinen Gewinn

Facebook hat im zweiten Quartal massiv von den steigenden Werbeausgaben im Internet profitiert. Der Umsatz verdoppelte sich im Jahresvergleich.

Der Umsatz des weltgrössten Online-Netzwerks kletterte im Jahresvergleich um 56 Prozent auf gut 29 Milliarden Dollar. Der Gewinn war mit 10,4 Milliarden Dollar doppelt so hoch wie vor einem Jahr. Den Ausschlag für diese Zuwächse gab vor allem ein Anstieg des durchschnittlichen Preises pro Anzeige um 47 Prozent, wie Facebook nach US-Börsenschluss am Mittwoch mitteilte. Die Zahl der dargestellten Werbeanzeigen stieg lediglich um 6 Prozent.

Die Anzeigenplätze bei Facebook werden in einem Auktionsverfahren vergeben. In der Corona-Pandemie versuchen immer mehr Werbetreibende, die Leute im Netz zu erreichen – der Wettbewerb um den Platz auf der Facebook-Plattform wird entsprechend schärfer.

Die Zahl der jeden Tag bei Facebook aktiven Nutzer stieg binnen drei Monaten um rund 30 Millionen auf 1,91 Milliarden. Monatlich greifen 2,9 Milliarden Nutzer auf die Plattform zu – 50 Millionen mehr als im ersten Quartal. Mindestens eine der Konzern-Apps wie etwa WhatsApp oder Instagram wird von 2,76 Milliarden Menschen benutzt – das sind 40 Millionen mehr als vor drei Monaten.

Kritik an Apple-Massnahmen

Die Werbeumsätze nahmen massiv zu, obwohl Apple mitten im zweiten Quartal seine Datenschutz-Neuerungen aktivierte, die Facebook scharf kritisiert. App-Entwickler müssen nun eine ausdrückliche Erlaubnis einholen, wenn sie das Verhalten eines iPhone-Nutzers beobachten wollen. Da viele dies ablehnen, warnt Facebook, dass die Fähigkeit des Online-Netzwerks, Werbung zielgenau bestimmten Nutzergruppen anzeigen zu können, darunter leiden werde.

Im laufenden Quartal werde der Effekt der Apple-Massnahmen stärker zu spüren sein als im vergangenen Vierteljahr, betonte Facebooks Finanzchef David Wehner. Die Facebook-Aktie fiel im nachbörslichen Handel zeitweise um 3,80 Prozent, obwohl die Quartalsergebnisse die Erwartungen der Analysten deutlich übertrafen.

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