Die Credit Suisse leidet weiter unter den Folgen des Archegos-Debakels. (Bild: Keystone)
Schweiz

Credit Suisse kehrt in die schwarzen Zahlen zurück

Die Credit Suisse hat die Auswirkungen des US-Hedgefonds-Debakels auch im zweiten Quartal zu spüren bekommen. Die Bank schreibt aber wieder schwarze Zahlen.

Die Grossbank Credit Suisse erzielte noch einen Quartalsgewinn von 253 Millionen Franken, das war ein Rückgang von rund 78 Prozent zum Vorjahresquartal.

Beeinträchtigt wurde der Gewinn im zweiten Quartal von einer weiteren Archegos-Belastung von 594 Millionen, wie dem am Donnerstag veröffentlichten CS-Quartalsergebnis zu entnehmen ist. Diese fällt damit im erwarteten Rahmen aus – die Bank hatte bereits im April weitere Kosten aus dem Debakel in der Höhe von 600 Millionen angekündigt. Der Kollaps des US-Hedgefonds Archegos hatte bereits im ersten Quartal zu einer Belastung von 4,4 Milliarden Franken geführt und die Bank im Auftaktquartal in die roten Zahlen fallen lassen.

Trotz eines anhaltend guten Finanzmarktumfelds fielen zudem die Erträge der Bank von April bis Juni schwächer aus als noch im Vorjahr. Insgesamt erzielte die CS einen zum Vorjahresquartal um 18 Prozent tieferen Nettoertrag von 5,10 Milliarden Franken.

Die Bank habe ihre risikogewichteten Aktiven und die Risikoposition deutlich reduziert und das Risikoprofil des Prime-Services-Geschäfts – also des Geschäfts mit den Hedgefonds – verbessert, betont die Bank in der Mitteilung. Die Credit Suisse will nun in den nächsten Monaten ihre «langfristige Vision für die Bank» ausarbeiten.

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