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Schweiz

Impf-Nachfrage in den USA steigt wieder

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Auch 2021 kein Super10Kampf

Der Super10Kampf der Schweizer Sporthilfe kann wegen der Corona-Pandemie auch in diesem Jahr nicht stattfinden. Wie die Organisatoren bekannt gaben, verzichten sie wegen der «zu grossen finanziellen Risiken und Unplanbarkeit» auf die Benefizveranstaltung zugunsten des Schweizer Sports.

Im Jahr 2019 fand der Super10Kampf im Zürcher Hallenstadion zuletzt statt. (Bild: Keystone)

Wegen der behördlichen Massnahmen müsste mit höheren Kosten (Schutzkonzepte) und geringerer Einnahmen (weniger Zuschauer) gerechnet werden. Die Sporthilfe als Stiftung können kein wirtschaftliches Risiko eingehen, das letztlich auch zu Lasten der Athleten und Athletinnen gehen würde, heisst es in der Mitteilung.

Der Super10Kampf hätte am 5. November stattfinden sollen. Durch die Absage dürften Einnahmen im tiefen siebenstelligen Bereich entgehen.

Deutsche Impfkommission noch zurückhaltend bei Impfung von Kindern

Die Ständige Impfkommission (Stiko) Deutschlands bleibt trotz politischen Drucks bei ihrer abwartenden Haltung zur Impfung von Kindern und Jugendlichen.

Der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens sagte am Montag dem Sender NDR Info, es gebe noch zu wenige Daten über mögliche gesundheitliche Folgeschäden für 12- bis 17-Jährige. «Wir sagen, wir können nicht eine generelle Empfehlung aussprechen, solange wir diesbezüglich nicht die notwendige Datensicherheit haben.»

Die Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna sind für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren bereits zugelassen. (Bild: Keystone)

Politischer Druck für eine schnelle Entscheidung habe keinen Einfluss auf die Stiko, machte Mertens deutlich. «Es kann durchaus sein, dass wir unsere Empfehlung ändern werden, aber sicher nicht, weil Politiker sich geäussert haben», sagte der Stiko-Vorsitzende.

An diesem Montag beraten die Gesundheitsminister von Bund und Bundesländern über Corona-Impfangebote für Jugendliche. «Es werden nunmehr alle Länder Impfungen für 12- bis 17-Jährige in den Impfzentren anbieten», schreibt das Bundesgesundheitsministerium in einem an die Länder versendeten Beschlussvorschlag.

Für Deutschland empfiehlt die Stiko die Impfung trotz heftigen politischen Drucks bisher jedoch nur vor allem Kindern und Jugendlichen mit bestimmten Vorerkrankungen wie Diabetes oder Adipositas, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf haben.

Pfizer und Moderna erhöhen Impfstoff-Preise für EU

Die Corona-Impfstoffhersteller Pfizer und Moderna sollen in den jüngsten Lieferverträgen für die EU die Preise angehoben haben. Wie die «Financial Times» unter Berufung auf Vertragsunterlagen berichtet, koste eine Dosis des Vakzins von Pfizer und Biontech neu 19,50 Euro statt 15,50 Euro. Der Moderna-Impfstoff soll demnach pro Dosis 25,50 Dollar statt bisher 19 Euro (22,55 Dollar) kosten. Der neue Preis von Moderna liege aber unter dem ursprünglich vereinbarten Betrag von 28,50 Dollar, weil das Auftragsvolumen gestiegen sei.

Lockdown im australischen Queensland verlängert

Wegen der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus in Australien gilt jetzt auch im nordöstlichen Bundesstaat Queensland ein strikter Lockdown. Die Massnahmen waren am Wochenende zunächst für drei Tage verhängt worden, sollen nun aber bis mindestens nächsten Sonntag verlängert werden, wie die Gesundheitsbehörden am Montag mitteilten. Im Süden der Region ist die Zahl der Infektionen mittlerweile auf 31 gestiegen. Sie hängen alle mit einem positiv getesteten 17-jährigen Schüler zusammen.

Unter den betroffenen Gebieten sind auch die Metropole Brisbane und die beliebte Urlaubsregion Gold Coast. Die Menschen dürfen nur noch in Ausnahmefällen ihre Häuser verlassen. Das tropische Queensland grenzt an den Bundesstaat New South Wales mit der Millionenstadt Sydney, die schon seit Wochen im Lockdown ist. Die Einschränkungen wurden hier zuletzt bereits bis Ende August verlängert.

Das 25-Millionen-Einwohner-Land hatte gleich zu Beginn der Pandemie extrem strikte Regeln eingeführt und verhängt schon bei wenigen Dutzend Fällen verschärfte Regeln. Seit der Ausbreitung der Delta-Variante häufen sich aber die Lockdowns. Landesweit wurden rund 34’000 Fälle verzeichnet. Mehr als 920 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Die Grenzen sind schon seit März 2020 geschlossen, viele Australier hängen seither im Ausland fest.

Impf-Nachfrage in den USA steigt mitten in neuer Corona-Welle wieder

Angesichts der rasch steigenden Zahl neuer Corona-Infektionen haben sich in den USA zuletzt wieder deutlich mehr Menschen impfen lassen. Die Impfkampagne war seit Juni ins Stocken geraten, mit zuletzt nur rund einer halben Million verabreichten Spritzen pro Tag. Der Trend kehrte sich nun jedoch angesichts der neuen Corona-Welle, die auf die besonders ansteckende Delta-Variante zurückgeführt wird, wieder um. Am Sonntag wurden 816’000 Impfungen verabreicht, darunter 517’000 Erstimpfungen, wie ein leitender Beamter des Weissen Hause auf Twitter schrieb. Die jüngsten Daten zeigten einen «steten Anstieg», erklärte Cyrus Shahpar.

(Bild: Keystone)

Dem Beamten zufolge lagen auch die Impfzahlen der vergangenen Tage deutlich über jenen der Vorwoche. Am Samstag etwa seien es 712 000 Dosen gewesen, ein Anstieg um 77 Prozent gegenüber der Vorwoche (403’000). Am Freitag habe es ein Plus von 43 Prozent gegeben. Im April waren täglich noch gut drei Millionen Dosen verabreicht worden.

Die Zahl der im Wochendurschnitt pro Tag registrierten Neuinfektionen, die im Juni zeitweise auf 11’000 gefallen war, liegt inzwischen wieder bei 72’000. Die Zahl der Neuinfektionen steigt landesweit an, aber besonders betroffen sind Bundesstaaten mit geringerer Impfquote, darunter zum Beispiel Louisiana und Florida.

In den USA sind bislang fast 50 Prozent der Bevölkerung von rund 330 Millionen Menschen vollständig geimpft, rund 58 Prozent haben mindestens die erste Spritze bekommen. US-Präsident Joe Biden hatte im Frühjahr das Ziel ausgegeben, dass bis zum Nationalfeiertag am 4. Juli 70 Prozent der Erwachsenen mindestens die erste Impfung erhalten haben sollten. Das Ziel wurde trotz reichlicher Vorräte und Impfanreizen verfehlt, es wurden nur 67 Prozent. Nun, etwa einen Monat später, sollte es bald soweit sein: der jüngste Anstieg liess die Quote unter Erwachsenen bis Sonntag auf 69,9 Prozent steigen.

SA droht nach Pause während Pandemie eine Welle an Zwangsräumungen

In den USA ist am Wochenende ein wegen der Pandemie verhängtes Moratorium für Zwangsräumungen von säumigen Mietern ausgelaufen. Experten zufolge könnten damit inmitten einer neuen Corona-Welle Hunderttausenden Mietern Räumungsklagen drohen – exakte Zahlen dazu gibt es allerdings nicht. Gleichzeitig werden Milliarden Dollar Hilfsgelder für Mieter nicht eingesetzt, weil Bundesstaaten und Kommunen die Mittel nicht abgerufen haben.

Das bisher gültige landesweite Moratorium der Gesundheitsbehörde CDC gegen Zwangsräumungen wurde wegen eines Einwandes des Obersten Gerichts nicht über Ende Juli hinaus verlängert. Bemühungen, eine gesetzliche Neuregelung zu verabschieden, waren am Freitag im Repräsentantenhaus gescheitert. Mehrere demokratische Abgeordnete schliefen daraufhin am Wochenende aus Protest auf den Stufen des Kapitols, dem Sitz des US-Parlaments in Washington. Die Gruppe linker Abgeordneter erklärte, bis zu sechs Millionen Mieter seien mit ihren Zahlungen im Rückstand und müssten nun die Räumung fürchten.

Corona-Proteste in Frankreich: Neue Gefahr für Macron?

Schon das dritte Wochenende in Folge haben in Frankreich Hunderttausende gegen eine Verschärfung der Corona-Regeln demonstriert. Bei gut 180 Protestaktionen taten nach Angaben des Innenministeriums am Samstag 204’000 Menschen ihrem Unmut kund – auch gegen die beschlossene Impfpflicht für Gesundheitspersonal und strengere Nachweispflichten. In Paris und anderen Städten waren Rufe wie «Freiheit, Freiheit» zu hören. Mancherorts war von einer Gesundheitsdiktatur die Rede. Für Präsident Emmanuel Macron bedeuten die Proteste neue Probleme.

Auslöser der Demonstrationen waren die von Macron Mitte Juli angekündigten strengeren Hygienevorschriften. Angesichts einer vierten Corona-Welle will die Regierung die Impfzahlen in die Höhe treiben. Menschen im Gesundheitswesen und im Kontakt mit Risikopatienten müssen künftig geimpft sein. Ein Nachweis über einen negativen Corona-Test, eine Impfung oder Genesung soll in Restaurants, Cafés und Fernzügen Pflicht werden. Für Museen und Kinos gilt dies bereits.

Impfanreize von Fahr- und Lieferdiensten für Junge in Grossbritannien

Um die Corona-Impfquote bei jungen Leuten zu steigern, bieten mehrere Fahr- und Essenslieferdienste in Grossbritannien nun spezielle Anreize. Bisher haben rund zwei Drittel (67 Prozent) der 18- bis 29-Jährigen eine erste Impfung erhalten. Zuletzt war das Impftempo aber gesunken. Die Regierung fürchtet zudem, dass einige junge Leute ihre zweite Impfung nicht wahrnehmen. Mit Hilfe von Unternehmen wie Uber, Bolt und Deliveroo will die Regierung nun diese Altersgruppe zur Impfung animieren.

In Grossbritannien werden als Impf-Anreize Gutscheine von Essensliefer-Services angeboten. (Bild: Keystone)

So bietet der Fahrdienstleister Uber günstigere Fahrten und Mahlzeiten für Menschen, die sich impfen lassen. Bei Konkurrent Bolt sind Fahrten zu Impfzentren kostenlos, Deliveroo verteilt Gratis-Gutscheine, und die Kette Pizza Pilgrims will zwei Filialen in Impfzentren umwandeln und dort kostenlose Pizzastücke verteilen.

Tschechen dürfen wieder in Disco

In Tschechien sind am Sonntag weitere Corona-Lockerungen in Kraft getreten. Wer geimpft, getestet oder von einer Covid-Erkrankung genesen ist, darf wieder in Diskotheken. Schwimmbäder dürfen wieder Badegäste ohne Beschränkung der Personenzahl aufnehmen. An Sport- und Kulturveranstaltungen dürfen wieder bis 7000 Menschen im Freien und 3000 in Innenräumen teilnehmen, wenn alle einen Covid-Pass haben.

Auch zahlreiche andere Begrenzungen der Besucherzahlen fallen weg oder werden abgemildert. Das gilt etwa für Ausstellungen sowie Kultur- und Sportveranstaltungen. Nicht in allen Fällen ist ein Covid-Zertifikat als Bedingung für die Lockerungen vorgeschrieben. So sind etwa Besichtigungen von Schlössern oder Führungen durch Zoos auch ohne Nachweis erlaubt, wenn die Teilnehmerzahl die 20 nicht überschreitet.

Italien: 60 Prozent voll geimpft - Proteste gegen Beschränkungen

Italien hat in seiner Impfkampagne gegen das Coronavirus ein Etappenziel erreicht. Mit 32,4 Millionen Menschen seien 60 Prozent der Bevölkerung über 12 Jahren vollständig geimpft, teilte der ausserordentliche Kommissar für den Corona-Notfall, Francesco Figliuolo, am Sonntag mit. Bis Ende September wolle Italien die Marke von 80 Prozent und damit ihm zufolge eine Herdenimmunität erreicht haben.

In Italien demonstrierten am Wochenende Tausende Menschen gegen die Corona-Massnahmen. (Bild: Keystone)

Am Wochenende demonstrierten in Italien wieder Tausende Menschen gegen die geplanten Corona-Massnahmen. Die Regierung hatte diese wegen der steigenden Fallzahlen beschlossen. Ab dem 6. August müssen Menschen, die etwa innen im Restaurant essen oder ins Museum wollen, einen Nachweis über mindestens eine Corona-Impfung, die Genesung von der Krankheit oder einen negativen Corona-Test vorlegen. Auch im Parlament kam es zu tumultartigen Protesten rechter Politiker gegen die Massnahmen.

Corona-Lockerungen in Dänemark: Immer seltener Impfnachweis nötig

Trotz vergleichsweiser hoher Infektionszahlen hat Dänemark am Sonntag mehrere Corona-Regeln gelockert. So gibt es etwa in öffentlichen Verkehrsmitteln keine Kapazitätsgrenzen mehr. Die Pflicht zu zwei Tests pro Woche für Schüler und Studenten wird in eine Empfehlung geändert. Veranstaltungsorte wie Theater und Kinos mit weniger als 500 Zuschauern sowie Museen, Vergnügungsparks und Zoos müssen keinen Impfnachweis oder Test mehr für den Eintritt verlangen.

Auch in Sportstätten ist kein Nachweis mehr nötig, in Fitnessstudios sind allerdings zufällige Kontrollen möglich. Bei Fussballspielen dürfen wieder Auswärtsfans ins Stadion kommen.

Zahl der Corona-Schwerkranken in Israel überschreitet wieder 200

Die Zahl der Corona-Schwerkranken in Israel hat erstmals seit April wieder die 200er-Marke überschritten. Von insgesamt 362 Patienten, die im Krankenhaus behandelt werden, seien 212 schwer erkrankt, teilte das Gesundheitsministerium am Sonntag in Tel Aviv mit. 37 müssen künstlich beatmet werden. Auf dem Höhepunkt der Pandemie in Israel im Januar hatte die Zahl der Schwerkranken bei etwa 1200 gelegen.

Angesichts steigender Infektionszahlen hat Israel als erstes Land damit begonnen, Menschen über 60 Jahren eine dritte Impfdosis gegen das Coronavirus zu geben. Ein Expertenteam hatte eine solche Auffrischungsimpfung mit dem Biontech-Pfizer-Präparat empfohlen, obwohl es noch keine entsprechende Vorgabe der Arzneimittelbehörde FDA gibt.

Corona-Impfstoffhersteller Biontech expandiert

Der deutsche Corona-Impfstoff-Hersteller Biontech expandiert. Für die kommenden Monate sei ein umfangreicher Stellenaufbau geplant, erklärte das Unternehmen laut einem Bericht der deutschen Zeitung «Welt am Sonntag». 500 neue Stellen quer durch alle Abteilungen seien derzeit ausgeschrieben.

Vor der Corona-Pandemie beschäftigte Biontech gut 1300 Mitarbeiter. Das Unternehmen arbeitete in erster Linie an neuen Therapiemöglichkeiten gegen Krebserkrankungen.

Epidemiologe Marcel Tanner spricht sich für rasche Normalisierung aus

Die Epidemiologen, die in der Corona-Pandemie lange Zeit vor zu raschen Lockerungen der Massnahmen gewarnt hatten, sprechen sich nunmehr für eine rasche Normalisierung aus. Der Zeitpunkt sei gekommen, dass der Staat die Vorschriften lockere, sagte der Epidemiologe Marcel Tanner, ehemals Mitglied der Covid-19-Taskforce, gegenüber der «SonntagsZeitung».

Die aktuelle epidemiologische Lage erlaube es, dass der Bundesrat die Normalisierung bereits im Verlauf des Augusts einleiten könne. Ähnlich hatten sich zuvor bereits die Wissenschaftler Marcel Salathé und Andreas Cerny geäussert. Das Bundesamt für Gesundheit steht vorerst noch auf der Bremse.

Der Basler Epidemiologe Marcel Tanner spricht sich für Lockerungen aus. (Bild: Archiv Telebasel)

Kommunikation zwischen Bund und Kantonen harzt noch immer

Zwischen dem Bund und den Kantonen ist derzeit beim Übergang in die Normalisierung die Kommunikation nicht einheitlich. Der Bund wartet darauf, dass die Kantone ihm melden, ob alle Impfwilligen bereits geimpft sind. In den Kantonen fehle jedoch häufig das Bewusstsein dafür, schreibt die «NZZ am Sonntag».

Von jenen Kantonen, die geantwortet haben, stellen sich acht von dreizehn auf den Standpunkt, sie erfüllten die Kriterien des Bundes für die Normalisierung ganz oder beinahe. Drei Kantone geben an, dies auch gemeldet zu haben. Lukas Engelberger, Präsident der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektoren, warnt vor zu hohen Erwartungen.

HotellerieSuisse Graubünden setzt sich für hohe Impfquote ein

Dank strengen Regeln und mit Zertifikaten hofft der Schweizer Tourismus, den Aufschwung zu schaffen. Weil die Impfung eine wichtige Voraussetzung für die Normalisierung ist, setzt sich der Geschäftsführer von HotellerieSuisse Graubünden, Jürg Domenig, für eine möglichst hohe Impfquote bei Gästen und Angestellten ein.

Schweizer Touristiker setzen auf eine hohe Impfquote. (Bild: Keystone)

Die Impfung sei der Weg für sichere Ferien und gesunde Betriebe, sagte Domenig gegenüber der «SonntagsZeitung». Derzeit sei der Aufwand in den Hotels zum Schutz vor dem Coronavirus noch hoch. Mittelfristig sei die Impfung deshalb das Eintrittsticket für Hotels.

Einreise-Testpflicht in Deutschland gestartet

Seit Mitternacht gilt bei der Einreise nach Deutschland eine Testpflicht. Damit soll eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zum Ende der Sommerferien verhindert werden. Alle Menschen ab zwölf Jahren müssen bei der Einreise nachweisen können, dass bei ihnen das Übertragungsrisiko verringert ist – mit dem Nachweis einer Impfung, einem Nachweis als Genesener oder einem negativen Testergebnis. Eine solche Vorgabe gab es bisher schon für alle Flugpassagiere. Jetzt gilt sie für alle Verkehrsmittel, also auch bei Einreisen per Auto oder Bahn.

Bei einem Aufenthalt in Gebieten mit neuen, besorgniserregenden Virusvarianten ist ein Testnachweis Pflicht. Nachweise als Genesener oder Geimpfter reichen in diesem Fall nicht. Ausserdem gibt es nur noch zwei statt drei Kategorien für weltweite Gebiete mit höheren Infektionsrisiken: Hochrisikogebiete und Gebiete, in denen neue, besorgniserregende Virusvarianten kursieren. Alle Regeln gibt es hier im Überblick.

Bundespräsident Guy Parmelin stellt Gratis-Coronatests in Frage

Bundespräsident Guy Parmelin stellt in Frage, ob die Covid-19-Tests noch gratis sein sollen, wenn erst einmal alle geimpft sind, die das wollen. Noch ist es aber laut seinen Worten nicht so weit. Wenn erst einmal alle die Möglichkeit hätten, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen, komme sofort die Frage nach dem «wie weiter?», sagte Parmelin in einem von SRF am Samstag, 31. Juli, online veröffentlichten Statement aus der Sondersendung zum 1. August.

Bundespräsident Guy Parmelin stellt in Frage, ob die Covid-19-Tests noch gratis sein sollen, wenn erst einmal alle geimpft sind, die das wollen. (Bild: Keystone)

«Wir respektieren, dass sich Menschen nicht impfen lassen wollen, aber wer bezahlt die Tests? Der Steuerzahler? Da bin ich nicht sicher», sagte Parmelin. Mehr dazu lesen Sie hier.

CS: Viele dürften Rückzahlungsfrist für Notkredite nicht ausreizen

Laut Credit Suisse-Firmenkundenchef Andreas Gerber dürften viele Firmen die Rückzahlungsfrist von zehn Jahren für die Hilfsgelder in der Pandemie nicht ausreizen. Gerber gehörte im vergangenen Jahr zu den Mit-Architekten der vom Bund verbürgten Corona-Notkredite.

«Unsere Erfahrung zeigt, dass die Wirtschaft nicht gerne mit einer Bundesbürgschaft in den Büchern unterwegs ist. Das ist typisch schweizerisch», sagte Gerber in einem an Samstag auf blick.ch veröffentlichten Interview.

«Der Stolz, nicht auf Hilfe des Bundes angewiesen zu sein, ist bei einigen Firmen gross», sagte der CS-Manger weiter. Er hatte im letzten Jahr auf Geheiss von CS-Chef Thomas Gottstein das Programm mitausgearbeitet.

Tausende Menschen demonstrieren in Luzern gegen Corona-Massnahmen

Die Corona-Pandemie bewegt weiter: In Luzern sind am Samstagnachmittag über 5000 Personen zusammengekommen, um gegen die Impfkampagne und coronabedingte Einschränkungen zu demonstrieren. Ein Polizist wurde im Laufe der Kundgebung angegriffen und verletzt.

Organisiert worden war der Anlass vom «Aktionsbündnis Urkantone für eine vernünftige Corona-Politik». Das Bündnis war auch am Referendum gegen die Covid-19-Gesetzgebung beteiligt. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Wieder Grossdemonstrationen gegen Corona-Regeln in Frankreich

Erneut hat es in Frankreich Massenproteste gegen eine Verschärfung der Corona-Regeln gegeben. Es ist bereits das dritte Wochenende in Folge, dass viele Menschen gegen eine Impfpflicht für Gesundheitspersonal und eine Ausweitung der Corona-Nachweispflicht protestieren. Die Behörden rechneten für Samstagnachmittag mit etwa 160 000 Demonstrierenden im ganzen Land, wie französische Medien mit Verweis auf Polizeikreise berichteten. Auch am vergangenen Samstag waren so viele Menschen auf die Strassen gegangen.

Frankreich kämpft momentan gegen eine vierte Corona-Welle. Staatschef Emmanuel Macron hatte angesichts steigender Infektionszahlen Mitte Juli die neuen strengeren Hygienevorschriften angekündigt. Das Parlament billigte die kontroversen Neuerungen Anfang der Woche nach hitzigen Debatten. Die letzte Hürde muss das neue Gesetz am Donnerstag nehmen, wenn der von Premierminister Jean Castex ob der heftigen Kritik einberufene Verfassungsrat dazu Stellung bezieht.

Die Impfpflicht im Gesundheitswesen und die Ausweitung der Nachweispflicht über einen negativen Corona-Test, eine Genesung oder eine Impfung stossen nicht nur bei Impfgegnern und Corona-Leugnern an. So mischten sich bei den Demonstrationen Menschen verschiedenster Strömungen.

Roche-Partner erhält erweiterte Notfallzulassung für Coronamittel

Der amerikanische Roche-Partner Regeneron hat von der US-Arzneimittelbehörde FDA eine Erweiterung der Notfallzulassung für den Covid-Cocktail Regen-Cov (Casirivimab und Imdevimab) erhalten. Neu kann der Cocktail auch als Prophylaxe nach der Ansteckung mit Corona bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren mit einem Gewicht von mindestens 40 Kilogramm verwendet werden, die ein hohes Risiko für eine schwere Corona-Erkrankung haben, bei der ein Spitalaufenthalt oder der Tod droht.

Dies teilte die FDA in der Nacht auf Samstag mit. Gleichzeitig betonte die Behörde, dass Regen-Cov nicht als Prophylaxe vor der Ansteckung mit Corona zugelassen sei, sondern nur nach der Ansteckung verwendet werden dürfe. Der Cocktail sei kein Ersatz für eine Impfung gegen Corona. Die FDA empfiehlt dringend, sich impfen zu lassen.

Roche und das US-Unternehmen arbeiten zusammen, um die weltweite Versorgung mit Regen-Cov zu erhöhen. Regeneron ist für die Entwicklung und den Vertrieb der Behandlung in den USA verantwortlich, während Roche in erster Linie für die Entwicklung und den Vertrieb ausserhalb der USA zuständig ist.

Tausende Menschen demonstrieren in Luzern gegen Corona-Massnahmen

In Luzern hat am Samstag eine Kundgebung gegen die Corona-Einschränkungen begonnen. Tausende Menschen zogen durch die Altstadt zum Inselipark beim Bahnhof. Gleichzeitig versammelten sich auf der anderen Seeseite zunächst hundert Personen zu einer Gegenkundgebung.

Sowohl die Kundgebung des «Aktionsbündnis Urkantone für eine vernünftige Corona-Politik» sowie des «Bündnis Buntes Luzern» sind von der Stadt bewilligt worden.

In Luzern demonstrierten am Samstag Tausende gegen die Corona-Massnahmen. (Bild: Keystone)

Die Kritiker der Corona-Politik zogen durch die Altstadt zum Inselipark am linken Seeufer, um dort eine Kundgebung mit Reden abzuhalten. Der Zug wurde von «Freiheitstrychlern» angeführt. Das Aktionsbündnis, das die Demonstration organisiert hat, war am Referendum gegen die Covid-19-Gesetzgebung beteiligt. Man wolle sich unter dem Vorwand der Pandemie nicht länger bevormunden lassen, erklärte es.

Die Kundgebung des linken «Bündnis Bundes Luzern» fand auf dem Nationalquai am rechten Seeufer statt. Sie wandte sich «gegen rechte Hetze und Verschwörungsmythen». Die Anhänger werfen den Kritikern der Corona-Massnahmen vor, Neonazis in ihren Reihen zu tolerieren.

(Video: Keystone-SDA)

Corona-Massentests an Schulen nach Ferien könnten sich verzögern

Corona-Massentests an den Schulen nach den Sommerferien und bei Firmen könnten sich verzögern, da Material dazu fehlt. Anfang Juli waren Testkits wegen teils erhöhter Keimbelastung ausgetauscht worden. Nun kommt es zu Verzögerungen bei neuen Lieferungen.

 

Die Corona-Massentests an Schulen nach Ferien könnten sich verzögern. (Bild: Keystone)

Über die Lieferprobleme der Firma Disposan berichtete am Samstag Blick.ch. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) sprach in einer Stellungnahme gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA von einem ungünstigen Zeitpunkt. Das BAG stehe mit den Unternehmen und den Kantonen in engem Kontakt und werde über die Fortschritte bei der Lösung des Problems laufend informiert, hiess es.

Disposan soll dem Medienbericht zufolge den Kantonen in den vergangenen Tagen zehntausende Ersatzkits geschickt haben. Diese müssten aber wegen einer ausstehenden Swissmedic-Prüfung nun wieder zurückgeschickt werden.

Frankreich rüstet sich für erneute Corona-Massenproteste

Das dritte Wochenende in Folge werden in Frankreich Grossdemonstrationen gegen eine Verschärfung der Corona-Regeln erwartet. Die Behörden rechnen für Samstagnachmittag erneut mit etwa 160’000 Demonstrierenden im ganzen Land, wie französische Medien mit Verweis auf Polizeikreise berichteten. Bereits am vergangenen Samstag waren in Frankreich so viele Menschen auf die Strasse gegangen, um ihren Unmut über eine Impfpflicht für Gesundheitspersonal und eine Ausweitung des sogenannten Gesundheitspasses kund zu tun. Als Gesundheitspass wird in Frankreich der Nachweis über einen negativen Corona-Test, eine Genesung oder eine vollständige Impfung bezeichnet.

Angesichts eines Aufflammens der Coronavirus-Pandemie hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron Mitte Juli die neuen strengeren Hygienevorschriften angekündigt. Nach langen Debatten billigte Frankreichs Parlament die umstrittenen Neuerungen Anfang der Woche. Die letzte Hürde muss das neue Gesetz am Donnerstag nehmen, wenn der von Premierminister Jean Castex ob der heftigen Kritik einberufene Verfassungsrat dazu Stellung bezieht.

Berset: «Die Schweiz hat sich in der Krise bewährt»

«Die Schweiz hat sich in der Krise bewährt», sagt Bundesrat Alain Berset in seiner Rede zum 1. August. Doch die Krise sei noch nicht ausgestanden. Der Gesundheitsminister setzt auf Eigenverantwortung und sozialen Zusammenhalt, denn Zwang ist für ihn keine Option. Alles, was Berset zur Pandemie und zum Covid-Zertifikat gesagt hat, können Sie hier nachlesen.

Corona-Neuinfektionen in den USA deutlich gestiegen

Die Zahl der an einem Tag erfassten Corona-Neuinfektionen ist in den USA deutlich gestiegen. Die Behörden meldeten für Freitag 194 608 neue Fälle, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Samstagmorgen (MESZ) hervorging. Eine Woche zuvor waren es 118 797. Auch die Zahl der binnen eines Tages gemeldeten Toten mit einer bestätigten Corona-Infektion stieg im Wochenvergleich von 532 auf 891.

Die bisherigen Höchstwerte wurden am 2. Januar mit 300 462 Neuinfektionen sowie am 12. Januar mit 4460 Toten verzeichnet. Der allergrösste Teil der erfassten Infektionen im Land sind nach Schätzungen der Gesundheitsbehörde CDC auf die besonders ansteckende Delta-Variante zurückzuführen. Diese ist nach CDC-Einschätzung so ansteckend wie Windpocken. Bislang haben in den USA nach CDC-Daten 57,2 Prozent der Menschen mindestens eine erste Impfung gegen das Coronavirus erhalten, 49,4 Prozent sind vollständig geimpft.

Corona-Konfusion bei Tadesse Abraham

Seit Freitag weilt auch der Schweizer Marathonläufer Tadesse Abraham in Japan. Doch die Einreise des EM-Zweiten von 2018 verlief wegen eines angeblich positiven Corona-Tests alles andere als reibungslos.

Nachdem Tadesse Abraham noch in der Schweiz ein negatives Testergebnis abgeliefert hatte, folgte beim obligaten Corona-Test am Flughafen in Tokio die grosse Überraschung. «Eine ältere Frau, die sich als Krankenschwester ausgab, fragte mich, ob ich Fieber habe oder mich krank fühle», schrieb er auf Twitter. Abraham wunderte sich über die Frage, bis ihm die Frau von einem positiven Testergebnis berichtete.

 

Musste am Flughafen in Tokio wegen eines Corona-Tests zittern: Tadesse Abraham. (Bild: Keystone)

Der gebürtige Eritreer, der bereits im März während eines Trainingslagers in Äthiopien positiv getestet worden war, erkundigte sich bei der für die Covid-Tests zuständigen Person und wurde auf später vertröstet. «Eine Katastrophe» sei es gewesen, mit diesem Gefühl auszuharren.

Nach fast zwei Stunden des Bangens und Wartens folgte die Entwarnung: Der Test war doch nicht positiv. «Ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr ich mir den Kopf zerbrochen habe, wie sehr ich geweint habe», so Abraham, der die Schweiz nach seinem 7. Platz 2016 in Rio zum zweiten Mal bei Olympischen Spielen vertreten wird.

Halbes Jahr nach Militärputsch in Myanmar: Corona und Proteste

Ein halbes Jahr nach dem Militärputsch in Myanmar am 1. Februar setzen Junta-Gegner ihre Proteste fort. In den Städten Mandalay und Yangon gingen trotz Corona-Welle in dem Land auch am Freitag wieder Demonstranten auf die Strassen, wie örtliche Medien berichteten. Seit dem Coup versinkt das frühere Birma in Chaos und Gewalt. «Die Menschen müssen sich der Misshandlung durch (Juntachef) Min Aung Hlaing und der Misshandlung durch Covid-19 stellen», sagte Lin Aung Khant aus Yangon der Deutschen Presse-Agentur. Es gebe keine Zukunft, sagte der Mann, der freiwillig Menschen in seiner Gemeinde hilft. «Einige haben nichts zu essen.»

Myanmar leidet derzeit unter einer schweren Corona-Welle. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums unter Führung der Junta werden täglich Tausende positive Fälle und Hunderte Tote im Zusammenhang mit dem Virus registriert. Die Zahlen dürften noch höher liegen, da sich viele Bürger aus Angst vor dem Militär weder testen noch in staatlichen Krankenhäusern behandeln lassen. «Covid-19 ist überall und die Menschen sterben in ihren Häusern», sagte Lin Aung Khant.

Chinas Industrie wächst so schwach wie seit Februar 2020 nicht mehr

In China verliert die Industrie nach ihrer starken Erholung von der Corona-Krise wieder an Fahrt. Das zeigt der offizielle Einkaufsmanagerindex (PMI), den die Statistikbehörde am Samstag veröffentlichte.

Demnach sank das Barometer im Juli auf 50,4 von 50,9 Zählern im Vormonat. Der neue Wert ist der niedrigste seit Februar vergangenen Jahres, als die Volksrepublik mit den rabiaten Lockdowns zur Eindämmung des Coronavirus begann. Er signalisiert, dass die Geschäfte in der Industrie mittlerweile weniger kräftig zulegen. Werte über 50 zeigen Wachstum an.

Zu der Abschwächung trugen gestiegene Rohstoff- und Logistikkosten, Lieferengpässe im Welthandel sowie extreme Wetterlagen wie Hochwasser in Zentralchina bei. Analysten hatten mit einem nur minimalen Index-Rückgang auf 50,8 Punkte gerechnet.

Die weltweit zweitgrösste Volkswirtschaft hat sich inzwischen von den Verwerfungen der Corona-Krise weitgehend erholt. Aktuell bemühen sich die Behörden darum, einen neuen Ausbruch der als Delta-Virusvariante in der ostchinesischen Stadt Nanjing einzudämmen.

Vergiftetes gesellschaftliches Klima bereitet Salathé Sorgen

Die gesellschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie sind nach Ansicht des Epidemiologen Marcel Salathé besorgniserregend. Sie bereiteten unterdessen mehr Sorgen als die gesundheitlichen Auswirkungen des Virus.

Die Leute trauten sich kaum mehr, über die Impfung gegen Coronaviren zu diskutieren und Gespräche auszuhalten, bei denen nicht beide gleicher Meinung seien, sagte Salathé in einem Interview mit dem Zeitungen der Tamedia-Gruppe (Samstagausgabe).

Freundschaften gingen in die Brüche, Familien stritten sich und politisch werde das Klima zunehmend giftiger. Diese Entwicklung halte er für extrem gefährlich, da solche Tendenzen nicht einfach wieder verschwinden würden. In den USA habe er erlebt, was es heisse, wenn sich eine Gesellschaft polarisiere.

Derzeit scheine es viel schwieriger, nach einer Diskussion einfach tief durchzuatmen und sich wieder zu vertragen. Das liege wohl auch daran, dass viele Gespräche virtuell stattfänden. Von Angesicht zu Angesicht lösten sich solche Konflikte viel eher in Wohlgefallen auf.

Bundesregierung stuft Andorra als Corona-Hochinzidenzgebiet ein

Wegen der Zahl der Corona-Infektionen hat die Bundesregierung Andorra ab Sonntag als Hochinzidenzgebiet eingestuft. Das in den Pyrenäen gelegene Fürstentum war am Freitag aber der einzige Staat in Europa, für den das Robert Koch-Institut eine Veränderung der Lagebewertung mitteilte. Wer aus einem Hochinzidenzgebiet nach Deutschland zurückkehrt und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne, kann diese aber durch einen negativen Test nach fünf Tagen verkürzen.

Eine ganze Reihe afrikanischer Staaten wurde am Freitag wegen einer veränderten Lage vom Virusvariantengebiet zum Hochinzidenzgebiet zurückgestuft: Südafrika, Botswana, Simbabwe, Sambia, Mosambik, Malawi, Eswatini (das frühere Swasiland), Lesotho und Namibia. Nicht mehr Risikogebiet ist die auch bei Urlaubern beliebte Dominikanische Republik.

Ministeriumsbericht: Corona-Fallzahlen in Italien deutlich gestiegen

In Italien sind die täglichen Corona-Infektionszahlen zuletzt weiter gestiegen. In beinahe allen Regionen und Autonomen Provinzen hätten die Behörden wachsende Fallzahlen in allen Altersgruppen verzeichnet, hiess es im wöchentlichen Corona-Lagebericht des italienischen Gesundheitsministeriums in Rom am Freitag. Der zuletzt berechnete Sieben-Tage-Inzidenzwert lag bei landesweit durchschnittlich 58 Fällen je 100 000 Einwohnern. Die Delta-Variante ist in Italien nach jüngsten Ergebnissen am verbreitetsten. Am Freitag meldeten die Gesundheitsbehörden etwas mehr als 6600 Corona-Neuinfektionen und 18 Tote im Zusammenhang mit dem Virus.

Wegen der Infektionslage beschloss die Regierung unter Ministerpräsident Mario Draghi in der vergangenen Woche, ab dem 6. August Beschränkungen einzuführen. Wer ab dann innen im Restaurant essen, eine Sportveranstaltung besuchen oder in ein Museum gehen will, braucht einen Nachweis, mindestens einmal gegen Covid-19 geimpft zu sein. Rein darf auch, wer eine Genesung nachweisen kann oder ein negatives Corona-Testergebnis mitbringt, das nicht älter als 48 Stunden ist.

Englischen Corona-Experten belästigt: Acht Wochen Haft auf Bewährung

Weil er gemeinsam mit einem Kumpel den medizinischen Chefberater der britischen Regierung, Chris Whitty, belästigt hat, ist ein 24-Jähriger zu acht Wochen Haft verurteilt worden. Die Strafe wurde für zwei Jahre auf Bewährung ausgesetzt, wie ein Gericht in London am Freitag entschied. Der Mann, der wegen des Vorfalls seinen Job als Immobilienmakler verloren hatte, hatte sich zuvor der Körperverletzung schuldig bekannt. Er muss zudem rund 300 Pfund (350 Euro) Strafe und Gebühren zahlen. Whitty wurde bei dem Übergriff nicht verletzt.

Der 24-Jährige hatte zusammen mit seinem gleichaltrigen Freund vor gut einem Monat versucht, den Professor in einem Londoner Park zu einem Selfie zu zwingen. Die beiden Betrunkenen hielten Whitty, der oft mit Premierminister Boris Johnson bei Pressekonferenzen auftritt, fest und grölten triumphierend. Ein Video des Vorfalls verbreitete sich rasch und löste Empörung aus, auch Johnson kritisierte die Männer.

Der zweite Angeklagte plädierte auf nicht schuldig. Das Verfahren gegen ihn wird am 23. November fortgesetzt.

WHO erinnert an Schutzmassnahmen

Auf Facebook erinnert die WHO erneut an die Schutzmassnahmen gegen das Coronavirus. Die Tipps werden dieses mal in Anlehnung an die olympischen Spiele in Tokio in sportlichem Kleid präsentiert:

Auch New Yorker Broadway will Impf-Nachweise verlangen

Die Theater am New Yorker Broadway wollen bei der Wiedereröffnung im September nach rund anderthalbjähriger Pause während der Corona-Pandemie nur Zuschauer mit Impf-Nachweis zulassen. Auch alle Mitarbeiter und Schauspieler an den insgesamt 41 Theatern müssten geimpft sein, teilte der Branchenverband Broadway League am Freitag mit. Ausnahmen gebe es nur für Kinder unter zwölf Jahren, für die noch kein Impfstoff zugelassen ist, und für Menschen, bei denen medizinische Gründe oder religiöse Überzeugungen eine Impfung verhinderten – diese müssten einen negativen Test vorzeigen.

Zudem müssten Zuschauer im Theater Masken tragen und dürften diese nur zum Essen und Trinken abnehmen. Die Regelung gelte zunächst bis mindestens Oktober, Hintergrund sei die erneute Zunahme der Infektionen in den USA aufgrund der Delta-Variante des Coronavirus. Ab Mitte September wollen viele der in der Pandemie seit März 2020 geschlossenen Broadway-Theater den Betrieb wieder aufnehmen.

Zuvor hatten bereits unter anderem die Metropolitan-Oper und die Carnegie Hall angekündigt, mit dem Beginn der Saison zumindest vorerst nur noch vollständig geimpfte Zuschauer zuzulassen. Diese beiden Spielstätten schliessen Kinder unter zwölf Jahren sogar ganz aus, solange für sie noch kein Impfstoff zugelassen ist.

Bratwurst als Belohnung löst Ansturm auf deutsche Impfstelle aus

Eine Bratwurst als Belohnung hat einer Impfstelle im deutschen Bundesland Thüringen am Freitag einen regelrechten Ansturm auf Covid-19-Impftermine beschert.

Bis zum Nachmittag kamen nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) 250 Menschen, um sich in Sonneberg neben der Spritze in den Oberarm auch noch die kulinarische Spezialität abzuholen.

Normalerweise würden in der Impfstelle pro Tag durchschnittlich bis zu 140 Impfungen verabreicht, sagte der Leiter des KV-Pandemiestabs, Jörg Mertz, auf Anfrage. Die Thüringer Bratwurst geniesst in Deutschland einen geradezu legendären Ruf. Für Einheimische ist sie so etwas wie ein Nationalgericht. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Berlin will Clubs für Pilotprojekt öffnen

Mehrere Clubs in Berlin sollen für ein Pilotprojekt wieder drinnen öffnen dürfen – die Gäste sollen vorab zum PCR-Test.

Das Projekt solle unter wissenschaftlicher Begleitung der Charité aufzeigen, ob und wie Tanzveranstaltungen in Clubs «auch unter pandemischen Bedingungen in Zukunft sicher möglich sein können», teilte die Senatskulturverwaltung am Freitag mit.

Sechs Clubs sollen mitmachen, darunter das Kitkat, die Renate und das SO36 in Kreuzberg. Das Projekt soll von Freitagabend bis Sonntagmittag laufen (6. bis 8. August). Rund 2000 Besucherinnen und Besucher werden zugelassen. Sie sollen vorab mit PCR- anstelle von Schnelltests auf das Coronavirus untersucht werden.

Stark gestiegene Corona-Zahlen auf Island

Island hat vier Tage in Folge jeweils mehr als 100 neue Infektionen mit dem Coronavirus verzeichnet. Das ging am Freitag aus den aktualisierten isländischen Corona-Zahlen hervor.

Was im ersten Moment nicht nach sonderlich viel klingen mag, ist für die Nordatlantik-Insel mit ihren rund 360’000 Einwohnern eine ganze Menge: Die inländische 14-Tage-Inzidenz, die die Isländer von den an der Grenze erkannten Fällen unterscheiden, stieg in den vergangenen Tagen auf 280,6 – zuvor hatte der Wert monatelang auf einem höchstens niedrigen zweistelligen Niveau gelegen.

Die 14-Tage-Inzidenz nähert sich somit dem Spitzenwert vom Oktober 2020 an. Damals hatte sie bei rund 292 Fällen pro 100 000 Einwohner gelegen. Einen Tag mit mehr als 100 Corona-Neuinfektionen hatte es auf Island nach Angaben des Rundfunksenders RÚV zuvor überhaupt erst zweimal gegeben, nämlich jeweils einmal im März und Oktober 2020.

Zürich Openair 2021 findet nicht statt

Das Corona-bedingt bereits in Zoalina umbenannte Zürich Openair 2021 findet nicht statt. Die Veranstalter haben das Festival, das vom 25. bis 28. August hätte stattfinden sollen, am Freitag abgesagt

Man habe alles versucht, ist in der Medienmitteilung zu lesen. Doch die strengen Reisebestimmungen für die Auftretenden sowie komplett abgesagte Tourneen hätten das Programm derart beeinträchtigt, dass «keine Chance» mehr bestehe, in so kurzer Zeit ein Line Up auf die Beine zu stellen, das den eigenen Qualitätsansprüchen entspricht.

Bereits gekaufte Tickets werden zurückerstattet. Das Zürich Openair 2022 soll am 24. bis 27. August stattfinden.

US-Gesundheitsbehörde: Delta so ansteckend wie Windpocken

Die Delta-Variante des Coronavirus ist der US-Gesundheitsbehörde CDC zufolge so ansteckend wie Windpocken und kann den Schutz von Impfungen leichter durchbrechen.

Die Virusmenge in Infizierten sei dabei deutlich höher als bei der ursprünglichen Variante und eine Ansteckung könne leichter weitergegeben werden, heisst es in einer internen CDC-Präsentation, die von der «Washington Post» veröffentlicht wurde.

 

Die Delta-Variante des Coronavirus ist laut der amerikanischen Gesundheitsbehörde so ansteckend wie Windpocken. (Bild: Keystone)

Die Erkenntnisse der Behörde stellen dabei allerdings nicht die Wirksamkeit der Impfstoffe in Frage: Diese schützten auch bei Delta weiterhin mit hoher Wahrscheinlichkeit vor schweren Verläufen oder dem Tod. Der Schutz vor Ansteckung besteht zwar auch, scheint aber schwächer. Zudem kommt die CDC zu dem Schluss, dass Delta wohl gefährlicher ist als das ursprüngliche Virus und Erkrankte eher schwere Verläufe erfahren. Es müsse «anerkannt werden, dass sich der Krieg verändert hat», hiess es auf einer der Folien.

Neue Regeln für Einreise-Testpflicht in Deutschland beschlossen

Der Weg für neue Corona-Testpflichten bei Einreisen nach Deutschland ab diesem Sonntag ist frei. Das Bundeskabinett beschloss am Freitag eine entsprechende Verordnung von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im Umlaufverfahren, wie die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer mitteilte.

Die Neuregelung diene dazu, die Eintragung zusätzlicher Infektionen nach Deutschland möglichst gering zu halten.

Von diesem Sonntag an müssen alle Menschen ab zwölf Jahren bei ihrer Einreise nachweisen können, dass bei ihnen das Übertragungsrisiko verringert ist: mit dem Nachweis einer Impfung, einem Nachweis als Genesener oder einem negativen Testergebnis. Eine solche Vorgabe gibt es bisher schon für alle Flugpassagiere. Künftig gilt dies für alle Verkehrsmittel, also auch bei Einreisen per Auto oder Bahn. Alle Hintergründe lesen Sie hier.

Verband der Pflegenden hält nichts von Lohnkürzungen bei Quarantäne

Der Verband der Krankenpflegerinnen und -Pfleger lehnt es ab, dass ungeimpftem Personal, das wegen Corona in Quarantäne muss, der Lohn während dieser Zeit gekürzt wird. Wenn jemand aufgrund einer Exposition am Arbeitsort in Quarantäne müsse, sei eine Lohnkürzung ein schwieriges Signal der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber.

Die Massnahme sei ungeeignet und kontraproduktiv, um Gesundheitspersonal für eine Impfung gegen SARS-CoV-2 zu motivieren, sagte Roswitha Koch, Leiterin Bereich Pflegeentwicklung beim Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner (SBK), auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Alles zum Thema lesen Sie hier.

(Bild: Keystone)
Sorge vor Delta: Strengere Corona-Regeln auf den Philippinen

Die Philippinen haben schärfere Corona-Regeln für die Metropolregion der Hauptstadt Manila angekündigt, um eine Ausbreitung der Delta-Variante zu verhindern.

Zwischen dem 6. und 20. August sind unter anderem Restaurantbesuche sowie religiöse Versammlungen untersagt, wie Regierungssprecher Harry Roque am Freitag mitteilte. Die Regelung betreffe auch weitere Aktivitäten zur Unterhaltung im Innenbereich.

Für Salons zur Körperpflege, Friseurgeschäfte und Touristenattraktionen im Aussenbereich sollten demnach Beschränkungen gelten. Es sei eine Auslastung von bis zu 30 Prozent erlaubt, sagte Roque. Zuvor hatten Experten einen zweiwöchigen Lockdown gefordert, um einen «katastrophalen» Anstieg der Fallzahlen aufgrund der Delta-Variante zu verhindern.

Das philippinische Gesundheitsministerium meldete am Freitag 8’562 neue Infektionsfälle innerhalb eines Tages, bisher steckten sich insgesamt mehr als 1,58 Millionen Einwohner des südostasiatischen Inselstaates an. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus stieg demnach um 145 auf 27’722. Im Rahmen der Impfkampagne seien seit März bisher mehr als sieben Prozent der knapp 109 Millionen Einwohner vollständig geimpft worden.

47,9 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft

In der Schweiz sind mittlerweile 47,9 Prozent des Bevölkerungsteils, der sich impfen lassen kann, vollständig geimpft. Im Vergleich zur Woche davor sank die Impfkadenz um 28 Prozent.

Vom 23. Juli bis 29. Juli sind in der Schweiz 230’434 Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht worden. Pro Tag wurden letzte Woche durchschnittlich 32’919 Impfungen durchgeführt. Dies geht aus den Angaben hervor, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag auf seiner Website veröffentlichte.

Insgesamt wurden seit Beginn der Impfkampagne 8’978’071 Impfungen verabreicht. 4’139’512 Personen haben zwei Impfdosen erhalten, bei 699’047 Personen wurde bislang nur die Erstimpfung vorgenommen.

BAG meldet 800 Neuinfektionen am 30. Juli

Das BAG hat am Freitag, 30. Juli 800 neue Corona-Fälle innerhalb der letzten 24 Stunden gemeldet. 20 Personen werden hospitalisiert und 2 Menschen sind mit einer Covid-19 Erkrankung gestorben.

Mehr dazu hier.

(Bild: Keystone)
Tschechien schenkt geimpften Staatsbeamten freie Tage

Die Staatsbediensteten in Tschechien erhalten eine Belohnung, wenn sie sich gegen das Coronavirus impfen lassen oder schon geimpft sind. Je Impfdosis gibt es einen zusätzlichen bezahlten freien Arbeitstag, wie die Regierung in Prag am Freitag beschloss.

Damit wolle man noch mehr Menschen zu diesem Schritt motivieren, betonte Ministerpräsident Andrej Babis. Er rief die Wirtschaft auf, diesem Beispiel zu folgen.

Die freien Tage werden auch rückwirkend für alle seit Jahresbeginn verabreichten Impfungen gutgeschrieben. Tschechien kämpft mit ersten Anzeichen von Impfmüdigkeit. Bisher sind 4,6 Millionen der 10,7 Millionen Einwohner vollständig geschützt. In der Hauptstadt Prag soll nun ein mobiler Bus eingesetzt werden, der die Spritzen gegen das Virus ohne Anmeldung anbietet.

In Tschechien stehen Anfang Oktober Parlamentswahlen an. Nach einer Umfrage der Meinungsforschungsagentur CVVM vom Freitag würde die ANO von Babis mit 23,5 Prozent die meisten Stimmen erhalten. Auf dem zweiten Platz würde das liberalkonservative Oppositionsbündnis Spolu (Gemeinsam) mit 21,5 Prozent landen.

Waadt schliesst mehrere Impfzentren

Der Kanton Waadt verringert die Zahl seine Impfzentren. Ende Juli werden drei, während des Augusts weitere vier Stationen im Kanton geschlossen.

Um die ansteckendere Delta-Variante zu bekämpfen und damit das Risiko einer Hospitalisierung zu begrenzen, setzten die Behörden ihre Bemühungen fort, möglichst vielen Menschen die Impfung anzubieten, teilte der Kanton Waadt am Freitag mit. Insgesamt acht Impfzentren in den verschiedenen Waadtländer Regionen bleiben bis nach Ende August geöffnet.

Bislang sind rund 853’000 Impfdosen an die Waadtländer Bevölkerung verabreicht worden. Dies entspricht mehr als 473’000 Personen, die eine Dosis erhalten haben, und rund 380’000, die zwei Dosen erhalten haben.

Insgesamt sind mehr als 70 Prozent der Bevölkerung ab einem Alter von 16 Jahren geimpft oder für eine Impfung registriert, was 58 Prozent der Gesamtbevölkerung entspricht.

SEM nimmt Ukraine von der Liste der Risikoländer

Die Einreise aus der Ukraine ist ab Montag wieder unbeschränkt möglich. Das Staatssekretariat für Migration (SEM) hat das Land von der Liste seiner Covid-19-Risikoländer genommen. Die Liste des SEM unterscheidet sich von jener des Bundesamts für Gesundheit (BAG), wie das Staatssekretariat am Freitag mitteilte.

Das SEM listet jene Länder auf, aus denen Reisende mit den nötigen Unterlagen direkt einreisen dürfen. Alle anderen Staaten gelten als Risikoländer. Die Einreise aus ihnen unterliegt Einschränkungen. Betroffen von den Regelungen sind sind Ausländerinnen und Ausländer. Für Schweizer Bürger und Menschen mit einer Aufenthaltsbewilligung ist die Einreise aus allen Ländern möglich.

Aus Risikoländern ist die direkte Einreise nur möglich, wenn ausländische Staatsangehörige ohne Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz einen Nachweis einer anerkannten Impfung erbringen. Anerkannt sind die beiden in der Schweiz zugelassenen Impfstoffe, von der Europäischen Arzneimittelagentur für die EU anerkannte Impfstoffe sowie gemäss der Dringlichkeitsliste der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zugelassene Impfungen.

Israels Präsident Izchak Herzog erhält dritte Corona-Impfung

Nach der Entscheidung Israels, älteren Menschen eine dritte Corona-Impfung zu geben, hat Präsident Izchak Herzog (60) am Freitag als erster seine Auffrischungsimpfung erhalten.

Israel hatte angesichts steigender Infektionszahlen zuvor als erstes Land mitgeteilt, 60-Jährigen und älteren Jahrgängen eine dritte Impfung gegen das Coronavirus zu geben. Dies gelte für Patienten, die vor mindestens fünf Monaten ihre zweite Impfdosis erhalten haben, teilte Ministerpräsident Naftali Bennett mit. Mit Herzog liess sich auch seine Frau Michal (60) erneut impfen.


(Bild: Keystone)

Ein Expertenteam hatte eine solche Auffrischungsimpfung mit dem Biontech-Pfizer-Präparat empfohlen, obwohl es noch keine entsprechende FDA-Vorgabe gibt. Die allgemeine Impfkampagne in den Krankenkassen soll laut Bennett binnen weniger Tage beginnen. Nach Angaben des Regierungschefs haben in Israel bereits 2000 Menschen mit Immunschwäche eine solche dritte Dosis erhalten, ohne dass es schwere Nebenwirkungen gegeben hätte.

Der Hintergrund für die Entscheidung sind Zahlen des Ministeriums, wonach die Effektivität der in Israel verwendeten Biontech/Pfizer-Impfung seit Anfang Juni stark nachgelassen habe. Nach Angaben des Ministeriums verhindert die Impfung eine Corona-Infektion nur noch zu 39 Prozent und schwere Erkrankungen zu 91 Prozent. Gleichzeitig verbreite sich im Land die ansteckendere Delta-Variante, hiess es. Allerdings kritisieren auch Experten der Regierung, dass die Zahlen zur Effektivität nicht wissenschaftlich erhoben seien.

Im Frühjahr hatte es dabei noch geheissen, die Impfung verhindere eine Corona-Erkrankung zu 95,8 Prozent. Krankenhausaufenthalte, schwere Erkrankungen und Tod würden zu rund 99 Prozent verhindert.

Die Zahl der innerhalb eines Tages gemeldeten Corona-Neuinfektionen in Israel hat bereits an vier Tagen in Folge die 2000er-Marke überschritten. Am Freitagmorgen meldete das Gesundheitsministerium 2140 neue Infektionen für den Vortag. 167 Corona-Patienten sind schwer erkrankt. Knapp 58 Prozent der Bevölkerung sind vollständig geimpft.

Sozialplan für Aargauer Contact Tracer wird erarbeitet

Die Personalkommission des Kantons Aargau (Peko) und das Gesundheitsdepartement verhandeln derzeit über einen Sozialplan für die vom Abbau des Contact Tracing Centers betroffenen Personen. 15 Personen erhalten die Kündigung, und 59 Personen eine Änderungskündigung.

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(Bild: Keystone)
Fast die Hälfte der Briten fand Ende der Corona-Massnahmen zu früh

Die Aufhebung fast aller Corona-Massnahmen in England findet unter den Briten einer aktuellen Umfrage zufolge längst keine flächendeckende Zustimmung. 46 Prozent von 1500 Befragten fanden das Ende der Beschränkungen «zu früh», wie aus einer am Freitag veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Redfield and Wilton Strategies für das Magazin Politico hervorgeht. 33 Prozent fanden den Zeitpunkt richtig und nur zwölf Prozent zu spät.

Am 19. Juli hatte Premierminister Boris Johnson in England trotz extrem hoher Corona-Zahlen fast alle noch geltenden Massnahmen aufgehoben. Nachtclubs öffneten wieder und Masken sowie Abstand sind nun an vielen Orten eine persönliche Entscheidung. Die Auswirkungen sind bislang noch unklar: Zur Überraschung vieler lag die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen Tagen deutlich unter jenen der Vorwoche, die Sieben-Tage-Inzidenz im Vereinigten Königreich lag zuletzt bei 297 (Stand: 30. Juli). Ob der Trend anhält, lässt sich noch kaum absehen.

(Bild: Keystone)

Schottland, Nordirland und Wales entscheiden eigenständig über ihre Corona-Politik und gehen etwas vorsichtiger vor. Aus der Umfrage geht auch hervor, dass viele Briten sich weiterhin vorsichtig verhalten und grössere Menschenansammlungen meiden, auch wenn dies gesetzlich nicht mehr verpflichtend ist.

Deutschland will Einreise ab Sonntag erschweren – auch für die Schweiz

Die ab diesem Sonntag (1.8.) in Deutschland geplante Ausweitung der Einreise-Testpflichten soll laut Gesundheitsminister Jens Spahn eine stärkere Corona-Ausbreitung verhindern.

«Alle nicht geimpften Einreisenden nach Deutschland müssen sich künftig testen lassen – egal ob sie mit dem Flugzeug, Auto oder der Bahn kommen», sagte der CDU-Politiker am Freitag. «Damit reduzieren wir das Risiko, dass zusätzliche Infektionen eingetragen werden.»

Generell gelte, dass Reisen mit Impfung leichter sei: «Geimpfte sparen sich das Testen und müssen grundsätzlich auch nicht in Quarantäne», sagte Spahn. «Das Impfangebot an alle im Sommer steht. Wir haben genügend Impfstoff.»

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(Bild: Keystone)
Über 200 Corona-Infizierte nach Ausbruch an Flughafen in China

Nach einem Ausbruch am Flughafen der Metropole Nanjing breitet sich die Delta-Variante des Coronavirus in China weiter aus. Wie chinesische Staatsmedien am Freitag berichteten, wurden mindestens 200 Infektionen in fünf chinesischen Provinzen nachgewiesen, die mit dem Ausbruch in Nanjing in Verbindung stünden. Die ersten Infektionen waren vergangene Woche bei Flughafen-Mitarbeitern in der Neun-Millionen-Metropole nachgewiesen worden. Es wurde vermutet, dass das Virus über einen Flug aus Russland nach Nanjing gelangte.

Ein Grossteil der entdeckten Fälle beschränkt sich weiterhin auf Nanjing, doch wurden einzelne Infektionen auch in anderen Städten bei Reisenden festgestellt, die aus der Region zurückgekehrt waren. Auch in der Hauptstadt Peking wurden zwei Infizierte gemeldet.

Die Behörden riefen dazu auf, auf unnötige Reisen zu verzichten. Zudem wurden strenge Quarantäne-Regeln für Rückkehrer aus Nanjing verhängt, wo sich die gesamte Bevölkerung seit der vergangenen Woche gleich zweimal auf das Virus testen lassen musste.

(Bild: Keystone)

Seit mehr als einem Jahr hat sich das Leben in China, wo im Dezember 2019 weltweit die ersten Infektionen mit dem neuen Virus entdeckt worden waren, wieder weitgehend normalisiert. Die Behörden verfolgen eine strenge «Null-Covid-Politik»: Bei Ausbrüchen wird sofort mit Massentests, Ausgangsbeschränkungen, Kontaktverfolgung und Quarantäne reagiert. Auch gelten scharfe Beschränkungen für Einreisende, die mindestens zwei Wochen in eine Quarantäneeinrichtung müssen.

Die stark ansteckende Delta-Variante hat die Behörden zuletzt jedoch mehrfach an ihre Grenzen gebracht. So hatte es in den vergangenen Wochen bereits lokale Ausbrüche der Variante in den südchinesischen Provinzen Guangdong und Yunnan gegeben.

Holcim mit starker Erholung von Coronakrise

Der Zementkonzern Holcim ist nach dem Einbruch im Vorjahr wegen der Coronakrise wieder durchgestartet. Umsatz und Gewinn schossen im ersten Halbjahr steil nach oben. Auch die Finanzziele für das Gesamtjahr hat sich der Branchenprimus erneut höher gesteckt.

Insgesamt erzielte das Unternehmen mit Sitz in Zug in den ersten sechs Monaten einen Umsatz von 12,56 Milliarden Franken, wie Holcim am Freitag in einem Communiqué bekannt gab. Das sind 17,4 Prozent mehr als im Vorjahressemester, als der Umsatz wegen der Pandemie abgesackt war.

(Bild: Keystone)

Der wiederkehrende Betriebsgewinn EBIT kletterte um 66,1 Prozent auf 1,98 Milliarden Franken. Darin sind Restrukturierungs-, Prozess- und andere Einmalkosten sowie Wertminderungen auf Betriebsanlagen nicht enthalten. Die wiederkehrende EBIT-Marge stieg auf 15,8 Prozent von 11,2 Prozent im Vorjahressemester

Unter dem Strich erzielte der grösste Zement- und Baustoffkonzern der Welt einen Reingewinn von 839 Milliarden Franken. Im Vorjahreszeitraum waren lediglich 347 Millionen Franken in der Kasse geblieben. Mit den Zahlen hat Holcim die Erwartungen der Finanzgemeinde übertroffen mit Ausnahme der wiederkehrenden EBIT-Marge.

Rio impft Bewohner von Armenviertel für Corona-Studie

In einem Modellprojekt sollen Tausende Bewohner eines Armenviertels in der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro gegen das Coronavirus geimpft werden. Bei dem Feldversuch soll die Wirksamkeit des Impfstoffs von Astrazeneca unter besonderer Berücksichtigung der Lebensbedingungen in dem Armenviertel Maré und neuer Covid-19-Varianten studiert werden, hiess es zum Auftakt der Kampagne in einer Mitteilung der Stadtverwaltung Rios am Donnerstag (Ortszeit).

Das Armenviertel Maré ist mit rund 130 000 Bewohnern einer der grössten Favela-Komplexe Rio de Janeiros. Bis Sonntag sollen mehr als 30 000 Bewohner im Alter von 18 bis 33 Jahren geimpft werden. Sie werden dann über sechs Monate lang begleitet.

Der Feldversuch sei Teil einer Studie der Forschungseinrichtung «Fundação Oswaldo Cruz» (Fiocruz) in Zusammenarbeit mit dem städtischen Gesundheitssekretariat und der Nichtregierungsorganisation «Redes da Maré», hiess es weiter.

Rios Bürgermeister Eduardo Paes hat erklärt, er wolle die Bevölkerung der Stadt rechtzeitig bis zum Karneval im kommenden Jahr durchimpfen. Am Donnerstag kündigte Paes eine schrittweise Aufhebung der Corona-Einschränkungen ab September an.

US-Regierung drängt Mitarbeiter zur Corona-Spritze

Angesichts einer neuen Corona-Welle und einer stockenden Impfquote drängt die US-Regierung mehrere Millionen Mitarbeiter mit neuen Regeln zur Impfung. Angestellte, die keinen Impfnachweis vorlegen können, sollen künftig stets eine Maske tragen müssen und ein bis zwei Mal pro Woche auf eine mögliche Infektion getestet werden, wie US-Präsident Joe Biden am Donnerstag (Ortszeit) erklärte. Um die Impfquote in der Bevölkerung anzuheben, fordert er Bundesstaaten und Kommunen zudem auf, jeder neu geimpften Person eine Belohnung von 100 US-Dollar (85 Euro) zu zahlen.

Die Regelung für die mehr als zwei Millionen zivilen Angestellten der Regierung gilt demnach auch für Mitarbeiter von Vertragspartnern, die in Einrichtungen der Regierung arbeiten. Ungeimpfte Mitarbeiter sollen in Bezug auf Dienstreisen zudem starken Beschränkungen unterliegen. Das Weisse Haus will mit den strengen Regeln Impfungen offenbar zur einzig bequemen Lösung machen – allerdings ohne dabei explizit auf eine politisch umstrittene Impfpflicht zu setzen.

(Bild: Keystone)

Biden betonte aber, die Regierung unterstütze Firmen, die eine Impfpflicht für ihre Mitarbeiter verhängen wollten. «Wir alle wollen, dass unsere Leben wieder normal werden und vollständig geimpfte Arbeitsplätze werden schnell dafür sorgen.» Am Mittwoch hatten zum Beispiel Google und Facebook eine Impfpflicht angekündigt.

Biden wies nun auch das Verteidigungsministerium an, zu prüfen, ab wann die Streitkräfte eine Corona-Impfpflicht verhängen könnten. Das Pentagon beschäftigt rund drei Millionen Menschen, darunter rund zwei Millionen Soldatinnen und Soldaten. Biden erklärte im Weissen Haus zudem, die Regierung prüfe, auch von Zulieferern Impfnachweise der Mitarbeiter oder regelmässige Corona-Tests zu fordern.

Biden forderte die Amerikaner mit Nachdruck auf, sich rasch impfen zu lassen. «Impfungen sind die allerbeste Verteidigung, um nicht schwer an Covid-19 zu erkranken.» Die Impfung sei der einzige Weg, die Pandemie zu besiegen. Die Delta-Variante des Coronavirus sei «hoch ansteckend» und führe zu vielen Erkrankungen unter Ungeimpften. Es handle sich in den USA nun um eine «Pandemie der Ungeimpften», betonte Biden. Rund 99 Prozent aller Corona-Toten seien nicht geimpft gewesen. «Das ist eine amerikanische Tragödie. Menschen, die nicht sterben müssten, sterben und werden sterben», sagte Biden.

Corona-Impfgegner blockieren Verkehr in Bratislava

Aus Protest gegen die Corona-Politik der slowakischen Regierung haben Demonstranten am Donnerstag den Verkehr in einem Teil des Stadtzentrums von Bratislava lahmgelegt. Die nach Polizeiangaben rund 1500 Menschen forderten vor dem Amtssitz von Präsidentin Zuzana Caputova die Rücknahme eines umstrittenen Impfgesetzes und blockierten ab Mittag einen der wichtigsten innerstädtischen Verkehrsknoten. Am Abend kündigte ein Teil der Protestierenden an, die Blockade auch während der Nacht und der nächsten Tage fortzuführen.

Das am Sonntag vom Parlament abgesegnete und am Montag von der Präsidentin unterschriebene Impfgesetz erlaubt den Gesundheitsbehörden im Falle einer Verschlechterung der Corona-Pandemiesituation weitreichende Einschränkungen für all jene Menschen, die nicht vollständig gegen Covid-19 geimpft sind. Unter anderem könnte ihnen dann der Zutritt zu Geschäften oder der Weg zur Arbeit nur mit regelmässigen Corona-Tests erlaubt sein.

Die Demonstranten riefen Regierung und Präsidentin auf, die Macht «dem Volk» zu übergeben. Kundgebungsteilnehmer beschimpften anwesende Journalisten und warfen der Polizei vor, einer «Diktatur» zu dienen, die eine «Apartheid» einführe. Das Impfgesetz schaffe zwei Klassen von Bürgern, nämlich Geimpfte und Ungeimpfte.

Die beiden sozialdemokratischen Oppositionsparteien hatten gegen das Gesetz gestimmt. Inzwischen kündigten sie eine gemeinsame Klage vor dem Verfassungsgericht an, weil das Gesetz eine indirekte Impfpflicht einführe. Die rechtsextreme Parlamentspartei LSNS lehnt überhaupt alle Corona-Regeln ab und bezeichnete die Pandemie wiederholt als «Erfindung», die zur Unterdrückung der Bürger diene.

Israel will über 60-Jährigen dritte Corona-Impfung geben

Angesichts steigender Infektionszahlen will Israel als erstes Land über 60-Jährigen eine dritte Impfdosis gegen das Coronavirus geben. Regierungschef Naftali Bennett teilte am Donnerstagabend mit, dies gelte für Patienten, die vor mindestens fünf Monaten ihre zweite Impfdosis erhalten haben. Ein Expertenteam in Israel hatte zuvor eine solche Auffrischungsimpfung mit dem Biontech-Pfizer-Präparat empfohlen, obwohl es noch keine entsprechende FDA-Vorgabe gibt.

Bennett sagte, die Impfkampagne in den Krankenkassen solle binnen weniger Tage beginnen. «Ich rufe ältere Menschen, die schon die zweite Dosis erhalten haben, sich auch zum dritten Mal impfen zu lassen», sagte er. «Dies schützt vor schwerer Erkrankung und Tod.» Bisher hatten in Israel bereits mehrere Hundert Menschen mit Immunschwäche eine solche dritte Dosis erhalten.

Israel will als erstes Land über 60-Jährigen eine dritte Impfdosis gegen das Coronavirus geben. (Bild: Keystone)

Der Hintergrund dafür sind Zahlen des Ministeriums, wonach die Effektivität der in Israel verwendeten Biontech/Pfizer-Impfung seit Anfang Juni stark nachgelassen habe. Nach Angaben des Ministeriums verhindert die Impfung eine Corona-Infektion nur noch zu 39 Prozent und schwere Erkrankungen zu 91 Prozent. Gleichzeitig verbreite sich im Land die ansteckendere Delta-Variante, hiess es. Allerdings kritisieren auch Experten der Regierung, dass die Zahlen zur Effektivität nicht wissenschaftlich erhoben seien.

Im Frühjahr hatte es dabei noch geheissen, die Impfung verhindere eine Corona-Erkrankung zu 95,8 Prozent. Krankenhausaufenthalte, schwere Erkrankungen und Tod würden zu rund 99 Prozent verhindert.

Knie-Premiere in Rapperswil trotz Corona-Auflagen ausverkauft

Nach Monaten pandemiebedingter Wartezeit hat der Circus Knie am Donnerstagabend seine diesjährige Tournee gestartet. Zur Premiere in Rapperswil SG freute sich der Traditionszirkus über ein volles Zelt.

Die Vorstellung sei trotz der Covid-Auflagen für Grossveranstaltungen wie in andern Jahren ausverkauft, sagte vor dem Tourneestart eine Knie-Sprecherin der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Im Zelt gab es Platz für rund 2300 Zuschauerinnen und Zuschauer.

Eingelassen wurde nur, wer geimpft, genesen oder getestet war und beim Eingang ein Covid-Zertifikat vorzeigte. Zuschauerinnen und Zuschauer konnten sich auch vor Ort testen lassen.

Die rund zweieinhalbstündige Show versprach neben den traditionellen Pferdevorführungen der Familie Knie, Clowns, Comedy und Nervenkitzel mit waghalsigen Akrobaten auf Motorrädern sowie in der Luft. Als Stargast angesagt war der Schweizer Musiker Bastian Baker.

Eintrittskontrolle an der Premiere vom Circus Knie in Rapperswil am Donnerstag. (Bild: Keystone)

Nach der Premiere in Rapperswil reist der Zirkus nach Bern, Genf, Lausanne, Zürich, St. Gallen und Luzern, wo die Saison an Silvester zu Ende gehen wird. In der Deutschschweiz mit dabei ist das Comedy-Duo «Full House». In der Romandie mischt der Komiker und Pantomime Peter Shub die Manege auf. Im Tessin finden dieses Jahr keine Vorführungen statt.

Im vergangenen Jahr dauerte die Tournee nur gerade sieben Wochen. Wegen der Corona-Pandemie konnte die Premiere erst Anfang September stattfinden. Nach 65 Vorstellungen in vier Deutschschweizer Städten musste das Familienunternehmen mit seinen rund 200 Mitarbeitenden die Zelte in Zürich vorzeitig abbrechen.

Mehr als 200 Corona-Fälle in Österreich nach Festival in Kroatien

In Österreich sind 215 Corona-Infektionen unter Reiserückkehrern nach einem Festival in Kroatien registriert worden. Die Veranstaltung «Austria goes Zrce» fand vorige Woche auf der Insel Pag statt.

Knapp 8’000 Menschen im Alter zwischen 19 und 27 Jahren waren zu der mehrtägigen Strandparty gereist, wie der Veranstalter Martin Reitstätter am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur sagte. Österreichische Gesundheitsbehörden haben Besucher nun aufgefordert, sich testen zu lassen, um weitere mögliche Infektionen aufzuspüren.

In Österreich fielen 215 Corona-Tests von Reiserückkehrern, die an einem Festival in Kroatien waren, positiv aus. (Bild: Keystone)

Laut Reitstätter wurden alle Partygäste vor dem Betreten des Geländes zwei Mal überprüft, ob sie geimpft, getestet oder von Corona-19 genesen waren. «Wir haben uns an die Vorgaben der österreichischen und kroatischen Regierungen gehalten», sagte er.

Reitstätter wies Vorwürfe einer Besucherin zurück, die im Gespräch mit der Zeitung «Der Standard» über teils laxe Kontrollen berichtete. Rund 60 Prozent der Gäste waren laut einer von den Veranstaltern durchgeführten Umfrage zumindest teilgeimpft. «Was uns am allermeisten schreckt: Dass es so viele Geimpfte unter den positiv Getesteten gibt», sagte Reitstätter.

Rund ein Drittel der Neuinfektionen in Österreich sind laut Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) derzeit auf Auslandsreisen zurückzuführen. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg zuletzt auf 32.

Nestlé-Management: Detailhandel wird nach Corona schneller wachsen

Nestlé erwartet auch nach der Pandemie weiterhin starke Wachstumsraten im Detailhandel. Das Wachstum werde sich zwar etwas abflachen, aber auf einem erhöhten Niveau bleiben, sagte Finanzchef François-Xavier Roger an einer Investorenkonferenz am Donnerstag.

«Einige Trends sind hier, um zu bleiben», so Roger. Dazu zählt er etwa Home-Office, die steigende Zahl an Haustierhaltern sowie die Nachfrage nach Gesundheitsprodukten. Auch mit dem Wachstum des Onlinehandels von rund einem Fünftel im ersten Halbjahr zeigte er sich zufrieden: Die Vergleichsbasis sei sehr hoch gewesen und man gewinne weiterhin Marktanteile.

Der Ausserhauskanal erhole sich derweil, ergänzte Nestlé-Chef Mark Schneider. Doch er sei noch nicht zurück auf dem Vorkrisen-Level. Die Leute verbrächten immer noch mehr Zeit zu Hause. Der erhöhte Heimkonsum kommt Nestlé generell zu Gute, so etwa beim wichtigen Kaffeegeschäft: «Hier sind wir beim Heimkonsum am stärksten», sagte Schneider.

Gegenwind droht Nestlé aber von den steigenden Preisen. Nachdem es jahrelang keine Inflation gegeben habe, sei diese nun sehr steil angestiegen. Das Margenziel für dieses Jahr hat der Konzern denn auch gesenkt auf 17,5 Prozent von zuvor über 17,7 Prozent. Laut Schneider handelt es sich aber nur um eine temporäre Delle, während sich Nestlé der neuen Situation anpasst.

Mit Preiserhöhungen, Kosteneinsparungen, zentralisiertem Einkauf und einem vorteilhaften Produktmix will das Management die höheren Kosten ausgleichen. Dabei zeigte sich Schneider unbesorgt, dass die Detailhändler und Konsumenten auf andere Produkte ausweichen könnten: «Die höheren Inputkosten treffen alle, nicht nur uns.» Bei den Premiumprodukten sei Nestlé ohnehin weniger anfällig dafür, ausgetauscht zu werden. Aber bei den erschwinglichen Produkten sei es wichtig, diese auch erschwinglich zu halten, da sich die Leute diese sonst nicht mehr leisten könnten.

US-Wirtschaft wächst im zweiten Quartal erneut solide

Die US-Wirtschaft erholt sich weiter von dem schweren Einbruch durch die Corona-Pandemie im vergangenen Jahr. Im zweiten Quartal des laufenden Jahres nahm die Wirtschaftsleistung auf das Jahr hochgerechnet um 6,5 Prozent zu, wie am Donnerstag aus Daten der US-Regierung hervorging.

In den USA werden Wachstumszahlen für die Quartale stets auf das Jahr hochgerechnet. Sie geben damit an, wie sich die Wirtschaft entwickeln würde, wenn das Wachstumstempo ein Jahr lang anhielte. In Europa wird auf diese Methode verzichtet, weshalb die Zahlen nicht unmittelbar miteinander vergleichbar sind.

Bereits im ersten Quartal war die US-Wirtschaft solide gewachsen, nachdem sie im vergangenen Jahr coronabedingt in historischem Ausmass eingebrochen war.

Coronavirus hat in der Schweiz rund 390 Mal Impfung durchbrochen

In der Schweiz sind bislang rund 390 Personen trotz vollständiger Impfung am Coronavirus erkrankt. Die Zahl bewegt sich gemäss Bundesamt für Gesundheit (BAG) auf tiefen Niveau und im zu erwartenden Rahmen.

Auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA gab das BAG am Donnerstag bekannt, dass bislang 391 Personen trotz vollständiger Impfung an Covid-19 erkrankt sind, 92 in Spitalpflege mussten und 18 verstorben sind.

Das BAG weist darauf hin, dass die Zahl der Fälle eine Unterschätzung sei. Es gebe Personen mit Impfdurchbrüchen, die weder in einem Spital noch ambulant erfasst worden seien. Die Zahlen liegen deshalb etwas höher. Trotz dieser Unschärfe seien die Fälle von vollständig Geimpften, die sich infizieren, gering. Sie würden sich im zu erwartenden Rahmen bewegen.

In der Schweiz wurden bislang fast 8,95 Millionen Impfdosen verabreicht. 47,66 Prozent desjenigen Teils der Bevölkerung, der sich impfen lassen kann, gilt als vollständig geimpft.

Mindestens 390 Personen sind in der Schweiz trotz vollständiger Impfung am Coronavirus erkrankt. (Symbolbild: Keystone)
BAG meldet 827 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag innerhalb von 24 Stunden 827 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Zudem registrierte das BAG zwei neue Todesfälle und 24 Spitaleinweisungen.

Ausserdem meldete das BAG am Donnerstag 18 Todesfälle und 51 Spitaleinweisungen nach. Am Donnerstag vor einer Woche waren 861 neue Ansteckungen, sieben Todesfälle und 14 Spitaleinweisungen gemeldet worden.

Mehr zu den aktuellen Corona-Fallzahlen hier.

Zahl der Corona-Fälle in Afrika sinkt leicht – 1,6 Prozent geimpft

Obwohl in Afrika erst 1,6 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen Corona geimpft sind, beginnt die Zahl der Fälle leicht zu sinken. Im Wochenvergleich gingen die Neuinfektionen laut John Nkengasong von der Gesundheitsorganisation der Afrikanischen Union (Africa CDC) um 15 Prozent auf insgesamt 239’000 Fälle zurück. Allerdings warnte am Donnerstag die Regionaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation WHO, Matshidiso Moeti: «Der Kontinent befindet sich noch immer im Griff der dritten Infektionswelle, wir sind definitiv noch nicht aus dem Gröbsten raus.»

Die Anfang Mai erstmals registrierte Infektionswelle wird von der hochansteckenden Delta-Variante getrieben und führt nun im Westen des Kontinents zu steigenden Fallzahlen. Bisher hat Afrika 82 Millionen Impfdosen beschafft. «Wenn wir eine zweimalige Impfung ansetzen, benötigen wir 820 Millionen Dosen Impfstoff, um bis zum Jahresende das Ziel einer komplett geimpften Bevölkerung auf dem Kontinent zu erreichen», sagte Moeti.

Als einer der letzten Staaten in Afrika hat Tansania nun eine landesweite Corona-Impfaktion ausgerollt. Damit hat neben Eritrea nur noch Burundi keine landesweiten Impfaktionen gestartet. Es plane aber entsprechende Schritte, so Nkengasong.

Pflicht für Corona-Tests im Gesundheitswesen umstritten

Während die Kantone im Moment gegen ein Obligatorium für Corona-Tests beim nicht geimpften und nicht genesenen Gesundheitspersonal sind, sperren sich die Spitex und der Spitalverband H+ nicht gegen eine allfällige Pflicht. Eine solche würde aber einen höheren Aufwand bedeuten, der über die heutigen Tarife nicht abgegolten wäre.

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(Symbolbild: Keystone)
Zahl der Personen auf Intensivstationen um 33 Prozent gestiegen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind die Zahlen der Ansteckungen mit dem Coronavirus und die Hospitalisierungen im Wochenvergleich angestiegen. Letztere erhöhte sich in der Woche vom 19. bis 25. Juli von 48 auf 63 Fälle. Die Zahl der Personen auf den Intensivstationen nahm um 33 Prozent zu.

32 Patientinnen oder Patienten lagen in der Berichtswoche auf einer Intensivstation, wie am Donnerstag dem wöchentlichen Corona-Bulletin des Bundesamts für Gesundheit (BAG) entnommen werden konnte. Das mittlere Alter aller wegen Personen, die wegen Covid in Spitalpflege sind, lag bei 56 Jahren. Das heisst, die eine Hälfte war älter, die andere jünger als 56 Jahre. Die Hospitalisierungen nehmen seit der Woche vom 14. Juni wieder stetig zu.

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(Archivbild: Keystone)

Die Anzahl Todesfälle blieb auf tiefen Niveau stabil. Sie stieg in der Berichtswoche von einem auf vier Todesfälle. Stark gestiegen ist die Zahl der gemeldeten Ansteckungen: Sie nahm in der Berichtswoche um satte 30 Prozent auf 4’940 Fälle zu. Weiterhin erkranken Personen mit mindestens einer Vorerkrankung häufiger (85 Prozent) als Personen ohne (15 Prozent).

Am häufigsten steckten sich Personen zwischen 20 und 29 Jahren an, es wurden fast 1’700 neue Fälle gemeldet. Am wenigsten jene zwischen 70 bis 79 Jahren. Die meisten Tests wurden in der Altersklasse der 10- bis 19-Jährigen gemacht. Gleichzeitig wurde 15 Prozent weniger getestet.

Die regionale Aufschlüsselung der neuen Fälle zeigt, dass die meisten Angesteckten im Kanton Genf gemeldet wurden (174 pro 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner). Am wenigsten gab es in Appenzell Innerrhoden (12).

Von den untersuchten 264 Virusvarianten wurden 83 Prozent der Delta-Variante zugeordnet, die schneller übertragbar ist.

Corona-Aufregung an Olympiade: Stabhochsprung-Weltmeister Kendricks positiv

Der positive Corona-Test des amerikanischen Stabhochspringers Sam Kendricks zieht weite Kreise. Das australische Leichtathletik-Team muss wegen Kendricks kurzzeitig in Isolation, drei Athleten befinden sich noch auf ihren Zimmern.

Das amerikanische Olympische Komitee hatte Kendricks› positiven Befund am Donnerstagmorgen publik gemacht. Der Weltmeister im Stabhochsprung ist ins Quarantäne-Hotel transportiert worden und wird nicht an den Wettkämpfen teilnehmen können. Kendricks galt als grösster Herausforderer von Weltrekordhalter Armand Duplantis. Gemäss Scott Kendricks, dem Vater des Stabhochspringers, geht es dem 28-Jährigen gut, sein Sohn zeige keine Krankheitssymptome.

Der US-amerikanische Stabhochspringer Sam Kendricks ist an den Olympischen Spielen positiv auf Corona getestet worden. (Archivbild: Keystone)

Wenige Minuten nach Kendricks positivem Befund überschlugen sich auch im Lager des australischen Leichtathletik-Teams die Ereignisse. Zuerst bestätigte das Olympische Komitee Australiens, dass «Mitglieder des Leichtathletik-Teams sich gemäss den Vorgaben» ebenfalls auf das Coronavirus testen lassen würden. Dann berichteten australische Medien, dass sich in Zusammenhang mit dem positiven Testergebnis des Amerikaners sogar das gesamte 63-köpfige australische Team in Isolation befinde. Unterdessen haben bis auf drei Mitglieder, die zwar ebenfalls negativ getestet wurden, alle Australier ihr Hotelzimmer wieder verlassen dürfen.

Astrazeneca macht dank Corona-Impfung Umsatzsprung

Der Pharmakonzern Astrazeneca profitiert von einer weiter steigenden Nachfrage nach seinem Corona-Impfstoff. Aber auch wichtige Krebsarzneien verkaufen sich gut. In den Monaten April bis Juni zog der Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 31 Prozent auf 8,2 Milliarden Dollar an, wie Astrazeneca am Donnerstag mitteilte. Allein mit der Impfung setzte der Konzern knapp 900 Millionen Dollar um – mehr als dreimal so viel wie im ersten Quartal. Ohne das Vakzin betrug das Umsatzplus 17 Prozent.

Steigende Ausgaben und die freiwillige Selbstverpflichtung des Konzerns, mit dem Corona-Impfstoff keinen Gewinn zu machen, drückten allerdings auf die Profitabilität. Unter dem Strich ging der Gewinn von 756 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum auf 550 Millionen Dollar zurück.

Astrazeneca hat der Corona-Impfung einen satten Umsatzsprung zu verdanken. (Bild: Keystone)
Israel: Grüner Pass soll steigende Corona-Zahlen bremsen

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen gilt in Israel seit Donnerstag wieder der sogenannte Grüne Pass. Bei Versammlungen von mehr als 100 Menschen müssen Teilnehmer, die älter als zwölf Jahre alt sind, eine Bescheinigung für Geimpfte oder Genesene vorzeigen oder ein negatives Corona-Testergebnis.

Dies gilt unter anderem für Sport- und Kulturveranstaltungen sowie Fitnessstudios, Restaurants, Konferenzen und Gebetshäuser. Der Grüne Pass, der Erleichterungen für Geimpfte und Genesene brachte, war in Israel im Februar eingeführt worden. Nach einem deutlichen Rückgang der Infektionszahlen waren die meisten Beschränkungen jedoch wieder aufgehoben worden.

Kantone können vorläufigen Verzicht auf Lockerungen nachvollziehen

Die Kantone können den Entscheid des Bundesrats, die Corona-Massnahmen vorerst nicht zu lockern, nachvollziehen. Das sagte der Präsident der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK), Lukas Engelberger, am Donnerstag

«Ich teile die Einschätzung, dass die aktuelle Situation unsicher ist, und finde deshalb den Entscheid, vorerst auf weitere Lockerungen zu verzichten, richtig», sagte Engelberger in der Sendung «Heute Morgen» von Radio SRF.

Am heutigen Donnerstag hätten die Kantone die Vorschläge des Bundesrats für den nächsten Lockerungsschritt der Corona-Massnahmen erhalten sollen. Gesundheitsminister Alain Berset hatte die GDK jedoch am Mittwoch darüber informiert, dass wegen der gestiegenen Fallzahlen keine Lockerungen angezeigt seien.

Gleichzeitig schlug der Bund eine Testpflicht für ungeimpfte Gesundheitsfachleute bei der Arbeit vor. Darauf reagierte Engelberger zurückhaltend. Er ist der Meinung, «dass wir jetzt nicht den Druck auf einzelne Mitarbeitende erhöhen sollten, sondern dass wir beharrlich das Impfangebot in Erinnerung rufen müssen, für all diejenigen im Gesundheitswesen, die nicht geimpft sind».

Lukas Engelberger, Oberster Gesundheitsdirektor der Kantone, kann den vorläufigen Verzicht des Bundesrats auf Lockerungen nachvollziehen. (Bild: Keystone)
Wolfgang Schäuble fordert Corona-Einschränkungen in Deutschland nur noch für Nichtgeimpfte

Im Zuge der Diskussion um eine Impfpflicht in Deutschland fordert Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) Corona-Einschränkungen bald nur noch für Nichtgeimpfte. Die Impfpflicht-Debatte gehe in die falsche Richtung, sagte Schäuble im Interview mit der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Donnerstagsausgabe). Er sprach sich für eine Aufhebung von Corona-Auflagen nur für Geimpfte aus, um Impf-Unwillige zur Immunisierung zu bewegen.

Da die Gefahr der Ansteckung durch Geimpfte oder Genesene geringer sei, könnten diese Gruppen nicht dauerhaft allen Beschränkungen unterworfen werden, die für Nichtgeimpfte gelten müssten, um die Pandemie zu bekämpfen, sagte der CDU-Politiker.

«Für eine solche unterschiedliche Behandlung von Getesteten einerseits und Genesenen und Geimpften andererseits, sehe ich keine verfassungsrechtlichen Probleme, da das Risiko des Impfens nach heutigem Wissensstand extrem gering ist.»

Frankreich, wo Nichtgeimpfte nicht länger freien Zugang etwa zu Restaurants oder Kulturveranstaltungen erhalten, könne ein Vorbild für Deutschland sein.

(Bild: Keystone)

Der 78-Jährige zeigte sich enttäuscht über die gesunkene Impfquote in Deutschland. «Ich kann die mangelnde Impfbereitschaft nicht nachvollziehen. Das macht mich masslos traurig», sagte der Bundestagspräsident der Zeitung.

Darin zeige sich die tiefe Widersprüchlichkeit der Gesellschaft. Zu Beginn des Jahres hätten die Menschen es nicht erwarten können, die rettende Spritze zu bekommen. «Und jetzt verzweifeln Hausärzte, weil Impfdosen massenhaft bei ihnen liegen bleiben», sagte Schäuble.

Google und Facebook verhängen in den USA Impfpflicht für Mitarbeitende

Die Mitarbeitenden der Internetriesen Google und Facebook in den USA müssen sich vor einer Rückkehr in die Büros gegen das Coronavirus impfen lassen. Das teilten die Unternehmen unabhängig voneinander am Mittwoch (Ortszeit) mit. Google-Chef Sundar Pichai erklärte, die Regelung betreffe zunächst die USA, werde in den kommenden Monaten aber auch für andere Regionen gelten, sobald dort Impfungen weithin verfügbar seien.

Bei Facebook erklärte Personalchefin Lori Goler, die Umsetzung der Impfpflicht für Mitarbeitende in den US-Büros werde von «örtlichen Bedingungen und Vorschriften» abhängen. Es werde auch eine Vorgehensweise geben für jene, die aus medizinischen oder anderen Gründen nicht geimpft werden können. Das Vorgehen mit Blick auf Standorte ausserhalb der USA würde weiter geprüft, hiess es.

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Die Mitarbeitenden von Google müssen sich vor der Rückkehr in die Büros gegen Corona impfen lassen. (Bild: Keystone)
Google verhängt Impfpflicht für Arbeit im Büro

Der US-Internetkonzern Google hat für Mitarbeiter, die nicht im Homeoffice arbeiten wollen, eine Impfpflicht verhängt. «Jeder, der zum Arbeiten auf unsere Campus kommt, muss geimpft sein», erklärte Firmenchef Sundar Pichai in einem Blog-Eintrag am Mittwoch. Die Homeoffice-Regelung werde wegen der erneut steigenden Corona-Zahlen bis 18. Oktober verlängert.

«Wir werden diese Regelung in den kommenden Wochen in den Vereinigten Staaten einführen und in den kommenden Monaten auf andere Regionen ausweiten», erklärte Pichai. Die Bestimmungen sollen demnach aber an die jeweiligen Corona-Regelungen der einzelnen Länder und die Verfügbarkeit von Impfstoff angepasst werden.

Google hatte seinen Mitarbeitern vergangenes Jahr schon früh die Möglichkeit eingeräumt, von zuhause aus zu arbeiten. Wegen der Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante des Coronavirus steigen die Fallzahlen vielerorts wieder.

Zertifikat-Vorschrift in der Swiss Football League

Ab dem kommenden Mittwoch, 4. August, müssen sich sämtliche Spieler der Super League und der Challenge League mit einem Covid-Zertifikat ausweisen können.

Dies hat das Komitee der Swiss Football League im Nachgang zu den jüngsten Ereignissen beschlossen. Am letzten Wochenende musste zum Auftakt der Challenge League zwei Spiele verschoben werden, weil Mannschaften nach Infektionen einzelner Spieler in Quarantäne gehen mussten.

Wie die SFL in einem Communiqué ausführt, herrscht derzeit allgemein Unsicherheit über die Corona-Situation (Impfquote, Auswirkungen der grassierenden Delta-Variante).

An einer ausserordentlichen Sitzung hat das Komitee das Covid-19-Schutzkonzept der SFL geprüft und so angepasst, dass künftig die Spieler wie auch der Staff jederzeit über ein gültiges Covid-Zertifikat verfügen müssen.

Erneuter Anstieg der Coronafälle in der Türkei

Wenige Wochen nach der Lockerung von Coronamassnahmen in der Türkei ist die tägliche Fallzahl erstmals seit Anfang Mai über 20’000 gestiegen. Laut dem Gesundheitsministerium wurden am Mittwoch 22’291 neue Fälle gemeldet. Anfang des Monats hatte die Zahl noch zwischen etwa 5’000 und 6’000 gelegen. In Deutschland mit ähnlicher Bevölkerungsgrösse meldeten die Gesundheitsämter am Mittwoch binnen eines Tages 2’768 Corona-Neuinfektionen.

Anfang Juli hatte die türkische Regierung Ausgangsbeschränkungen aufgehoben, die mehr als ein halbes Jahr gegolten hatten. Auch Obergrenzen für Restaurantbesucher wurden aufgehoben, Büros, Kinos und Theater wieder geöffnet. Etwa die Hälfte der Bevölkerung hat sich bisher mindestens einmal impfen lassen. Die Türkei setzt die Präparate von Sinovac und BioNTech/Pfizer ein.

Staat New York verlangt von medizinischem Personal künftig Impfungen

Im Kampf gegen die rasche Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus werden Impfungen im Bundesstaat New York für Teile des medizinischen Personals künftig Pflicht.

«Der Staat New York verlangt, dass sich Mitarbeiter des Gesundheitswesens mit Patientenkontakt in staatlichen Krankenhäusern impfen lassen, um die Sicherheit von Patienten und Mitarbeitern zu gewährleisten», schrieb Gouverneur Andrew Cuomo am Mittwoch bei Twitter. Alle anderen Beamten in allen Bereichen müssten entweder geimpft sein oder regelmässig einen Covid-Test vorlegen. Diese Regelung werde am 6. September zum Labour Day in Kraft treten.

Alain Berset will vorerst keinen weiteren Lockerungsschritt

Über neue Lockerungen der Corona-Massnahmen berät der Bundesrat am 11. August. Auf Twitter machte Bundesrat Alain Berset bereits bekannt, dass es dann aber nicht zu weiteren Lockerungen kommen wird.

Grund sei die «negative Dynamik» schreibt Berset am Mittwoch. «Wir verfolgen die Entwicklung sehr eng. Vorerst keine Konsultation zur Massnahmen-Anpassung» heisst es weiter.

Bund schlägt Testpflicht für Gesundheitspersonal vor

In der Schweiz sollen sich ungeimpfte Gesundheitsfachleute künftig bei der Arbeit obligatorisch auf das Coronavirus testen müssen. Dies schlägt der Bund neben einer Zertifikatspflicht bei Besuchen in Spitälern, Pflegeheimen und Betreuungshäusern den Kantonen vor.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) machte am Mittwoch den Kantonen in einem Schreiben mehrere Vorschläge für Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus, wie das BAG auf seiner Internetseite mitteilte. Der Bund will, dass die Kantone in den kommenden Wochen in verschiedenen Bereichen Massnahmen ergreifen, um Kinder, Jugendliche und besonders gefährdeten Personen zu schützen.

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Ausweitung der Testpflicht in Frankreich wohl ab zweiter Augustwoche

Frankreichs Regierung plant die Ausweitung der Nachweispflicht über einen negativen Corona-Test, eine Impfung oder eine Genesung nun erst zum 9. August. Das gab Regierungssprecher Gabriel Attal am Mittwoch in Paris bekannt.

Ursprünglich war die Verschärfung der Hygienevorschriften für den Besuch von Bars, Cafés und Restaurants sowie Fahrten mit Fernzügen und Reisebussen zum Monatsanfang vorgesehen gewesen. Der von Premierminister Jean Castex eingeschaltete Verfassungsrat will sich jedoch erst am 5. August zu den beschlossenen Regelungen äussern.

Die von Staatschef Emmanuel Macron angekündigten strengeren Corona-Regeln sind in Frankreich umstritten. Landesweit mehr als 160’000 Menschen gingen am vergangenen Wochenende inmitten der Urlaubssaison dagegen auf die Strasse. Die Mobilisierung für erneute Proteste am kommenden Samstag läuft. Erst zu Beginn der Woche hatte das französische Parlament das Gesetz gebilligt, das die Ausweitung der Nachweispflicht sowie eine Impfpflicht für Gesundheitspersonal festschreibt.

Niederlande: Weiter starker Rückgang der Corona-Neuinfektionen

In den Niederlanden geht die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter stark zurück. Zuletzt wurden 3513 Fälle innerhalb eines Tages gemeldet, fast 500 weniger als am Vortag, wie das Institut für Gesundheit und Umwelt RIVM am Mittwoch bekanntgab.

In den vergangenen sieben Tagen ging den Angaben sank die Zahl der positiven Testergebnisse um fast 50 Prozent im Vergleich zur Vorwoche. Grund für den rückläufigen Trend sind nach Angaben der Behörden die verschärften Massnahmen vor allem für Nachtclubs und Diskotheken.

Dagegen stieg die Zahl der Covid-Patienten in Krankenhäusern weiter an. Zur Zeit werden 629 Menschen behandelt, 13 mehr als am Vortag. In den vergangenen sieben Tagen waren im Schnitt vier Menschen an Covid-19 gestorben, in der Vorwoche waren es zwei am Tag.

Die Niederlande waren am Dienstag vom Nachbarland Deutschland wegen der sehr hohen Infektionszahlen zum Hochinzidenzgebiet erklärt worden. Die Infektionszahlen waren zuvor explosionsartig gestiegen. Daraufhin hatte die Regierung zum 10. Juli die Notbremse gezogen und vor allem das Nachtleben wieder stark eingeschränkt.

Während Corona massiv mehr Inserate für Mietwohnungen

Die Zahl der im Internet ausgeschriebenen Mietwohnungen ist laut dem Online-Wohnungsindex (OWI) von April 2020 bis März 2021 massiv gestiegen. Insgesamt wurden rund 513’000 Wohnungen inseriert. Das sind rund 13 Prozent mehr als in der entsprechenden Vorjahresperiode.

Gleichzeitig habe sich die durchschnittliche Zeit der aufgeschalteten Annoncen (Insertionszeit) um zwei auf 32 Tage verkürzt, wie einer Mitteilung des SVIT Schweiz vom Mittwoch zu entnehmen ist.

Die Zahl der im Internet ausgeschriebenen Mietwohnungen hat seit der Corona-Pandemie massiv zugenommen. (Bild: Keystone)

Die markante Belebung des Mietwohnungsmarkts wird dabei auf das Bedürfnis der Bevölkerung, in der Coronazeit die eigene Wohnsituation zu verändern, begründet: «Es ist davon auszugehen, dass die Pandemie für viele Mieter der Auslöser war, die eigene Wohnsituation zu überprüfen und anzupassen», heisst es im Communiqué weiter.

Hinsichtlich der Insertionszeiten sei zudem der Unterschied zwischen Deutsch- und Westschweiz bemerkenswert. Während in der Romandie die Insertionszeiten laut SVIT auf dem Vorjahresniveau verharrten, verkürzte sich die Dauer einer Inseratschaltung in der Deutschschweiz in allen Kantonen deutlich.

In den zwölf grössten Städten hat das Coronajahr am Mietwohnungsmarkt zu einem sprunghaften Anstieg der Wohnungsinserate um fast ein Drittel geführt. Dabei stieg aber die durchschnittliche Insertionsdauer kaum. Dies deute darauf hin, dass Mieter die Stadt nicht verlassen würden, hiess es. Vielmehr würden sie innerhalb der Stadt eine neue Bleibe suchen.

Norwegen verschiebt Corona-Lockerungen wegen Delta-Sorgen

Die Menschen in Norwegen müssen wegen Sorgen vor der Delta-Variante des Coronavirus länger auf die Lockerung weiterer Corona-Massnahmen warten.

Die Umsetzung der vierten Stufe des Öffnungsplans der Regierung wird auf Empfehlung der norwegischen Gesundheitsbehörden um mindestens zwei Wochen aufgeschoben, wie Gesundheitsminister Bent Høie am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Oslo bekanntgab.

Im Zuge der Delta-Ausbreitung sehe man eine beunruhigende Entwicklung in mehreren europäischen Ländern, darunter auch in Staaten mit höheren Impfzahlen wie etwa Grossbritannien und den Niederlanden, sagte Høie. Ob man in Stufe vier eintreten könne, solle nun Mitte August neu bewertet werden. Jetzt weiter zu öffnen, würde das Risiko erhöhen, dass Kinder und Jugendliche nach den Ferien nicht mit einem relativ normalen Schulalltag ins neue Schuljahr starten könnten.

Schweiz schickt Beatmungsgeräte und Antigentests nach Thailand

Die Schweiz unterstützt Thailand im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie. Die Humanitäre Hilfe des Bundes hat rund 100 Beatmungsgeräte und über eine Million Antigentests nach Bangkok geschickt.

Ein Frachtflugzeug mit mehr als 26 Tonnen medizinischem Material an Bord verliess am Mittwoch Zürich in Richtung Bangkok, wie das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) mitteilte. Die rund 100 Beatmungsgeräte stammen aus den Beständen der Armeeapotheke und die über eine Million Antigentests vom Bundesamt für Gesundheit (BAG). Der Wert der medizinischen Hilfsgüter beträgt rund 9 Millionen Franken.

Das Material wird in Bangkok von den thailändischen Behörden in Empfang genommen. Die Schweizer Botschaft in Thailand stehe in engem Kontakt mit den lokalen Behörden, um eine bedarfsgerechte und faire Verteilung der Hilfsgüter nach humanitären Prinzipien sicherzustellen, schreibt das EDA.

EU-Kommission unterschreibt Vertrag für Corona-Medikament

Die EU-Kommission hat einen Rahmenvertrag mit der Pharmafirma GlaxoSmithKline unterschrieben, um ein Medikament gegen Corona zu beschaffen. 16 EU-Länder beteiligen sich an der Ausschreibung für den Kauf des Mittels Sotrovimab für voraussichtlich 220’000 Behandlungen, wie die Brüsseler Behörde am Mittwoch mitteilte. Das Medikament wird derzeit von der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA geprüft. Es kann den Angaben zufolge zur Behandlung bei leichten Symptomen verwendet werden.

Patienten die keinen zusätzlichen Sauerstoff benötigten, aber ein hohes Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf hätten, könnten von der Behandlung profitieren. Laufende Studien deuteten darauf hin, dass eine frühzeitige Behandlung die Zahl der notwendigen Krankenhaus- oder gar Intensivstationsaufenthalte reduzieren könnte. Gemäss dem Vertrag können die EU-Staaten Sotrovimab erwerben, sobald es entweder in dem betreffenden Land eine Notfallgenehmigung oder eine bedingte Marktzulassung der EMA erhalten hat.

McDonald's überwindet Corona-Geschäftseinbruch

Der weltgrösste Fast-Food-Konzern McDonald’s hat im zweiten Quartal dank der Erholung von der Corona-Krise wieder deutlich bessere Geschäfte gemacht. Der Gewinn kletterte verglichen mit dem Vorjahreswert um mehr als das Vierfache auf 2,2 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Mittwoch, 28. Juli, in Chicago mitteilte. Die Erlöse legten um 57 Prozent auf 5,9 Milliarden Dollar zu.

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McDonald’s hat im zweiten Quartal dank der Erholung von der Corona-Krise wieder deutlich bessere Geschäfte gemacht.(Bild: Keystone)
Bei der WHO gemeldete Corona-Todeszahlen stark gestiegen

Die Zahl der gemeldeten Covid-19-Toten weltweit ist innerhalb einer Woche stark angestiegen: um 21 Prozent auf 69’000 in sieben Tagen, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Mittwoch, 28. Juli, in Genf berichtete.

Die WHO bezieht sich auf Regierungsangaben für die Woche vom 19. bis 25. Juli. Insgesamt seien bislang mehr als vier Millionen Menschen weltweit nach einer Infektion gestorben. Experten verweisen darauf, dass nicht alle Menschen, die nach einer Infektion mit dem Coronavirus an Covid-19 sterben, gemeldet werden. Andererseits hatten einige Gestorbene schwere Vorerkrankungen.

Die Zahl der in der vergangenen Woche gemeldeten Infektionen lag bei 3,8 Millionen, das waren acht Prozent mehr als in der Vorwoche. Auf dem amerikanischen Kontinent stiegen sowohl Infektions- als auch Totenzahlen deutlich. Ebenso starben mehr Menschen in Südostasien. Seit Beginn der Pandemie Anfang 2020 sind fast 194 Millionen Infektionen gemeldet worden.

In der Schweiz müssen gewisse Geimpfte weiterhin zum Corona-Test

In der Schweiz müssen gewisse Geimpfte vor der Einreise ins Land oder vor Grossveranstaltungen weiterhin zum Corona-Test. Ein Schweizer Covid-Zertifikat erhält gemäss Angaben des Bundes nur, wer mit einem in der Schweiz zugelassenen Wirkstoff geimpft ist.

Die Medienstelle des Bundesamts für Gesundheit (BAG) bestätigte der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Mittwoch entsprechende Informationen des Schweizer Radio und Fernsehens (SRF).

Der Sender hatte den Fall einer Auslandschweizerin publik gemacht, die in Jordanien zweimal mit dem Wirkstoff des britisch-schwedischen Pharmakonzerns Astrazeneca geimpft worden war und danach trotzdem in der Schweiz kein Zertifikat erhielt. Sie muss sich vor dem Besuch von Grossveranstaltungen weiterhin einem Schnelltest unterziehen.

Die Ausstellung eines Covid-Zertifikats durch die Schweiz im Fall einer Impfung im Ausland sei möglich, wenn der Impfstoff in der Schweiz zugelassen und die Impfung vollständig sei, teilte das BAG mit. Die Anzahl Impfdosen müsste jener der Empfehlungen des BAG entsprechen und ausreichend belegt werden können.

Hingegen akzeptiert die Schweiz indirekt trotzdem Impfungen mit hierzulande nicht zugelassenen Impfstoffen, nämlich dann, wenn Betroffene ein Zertifikat aus einem EU- oder EFTA-Land vorlegen können. Die EU anerkennt das Schweizer Covid-Zertifikat seit dem 9. Juli offiziell als gleichwertig. Die Schweiz ihrerseits akzeptiert Zertifikate, die durch EU- und EFTA-Mitgliedstaaten ausgestellt wurden.

BAG meldet 771 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch innerhalb von 24 Stunden 771 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG drei neue Todesfälle und 17 Spitaleinweisungen.

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Deutsche Bahn fährt im ersten Halbjahr Milliardenverlust ein

Die Deutsche Bahn kommt in der Corona-Krise nicht aus den roten Zahlen. In den ersten sechs Monaten des Jahres steht unter dem Strich ein Minus von über 1,4 Milliarden Euro, wie aus Konzerndokumenten hervorgeht, die der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch vorlagen. Die Bahn will ihre Halbjahresbilanz am Donnerstag vorstellen.

(Bild: Keystone)

Vor allem der Fernverkehr mit ICE und IC war dafür verantwortlich. Hier wirkte sich aus, dass die Bahn ihre Züge trotz geringer Auslastung auch auf Wunsch des Bundes ohne grosse Einschränkungen weiterfuhr. Immerhin blieb der Verlust im Gesamtkonzern deutlich unter dem Vorjahres-Wert von 3,7 Milliarden Euro, den allerdings Sondereffekte wie Abschreibungen erhöht hatten. Nun muss die Bahn die Milliardenschäden der Flut beheben.

Italiens Arzneibehörde gibt Moderna-Vakzin für Jugendliche frei

Die italienische Arzneimittelagentur Aifa hat den Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna für die Altersgruppen zwischen 12 und 17 Jahren freigegeben.

Die technisch-wissenschaftliche Kommission habe die Auffassung der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA vollständig akzeptiert, teilte die Aifa am Mittwoch in Rom mit. Die verfügbaren Daten hätten die Wirksamkeit und Sicherheit des Impfstoffs für diese Altersgruppe gezeigt.

Die EMA hatte am vergangenen Freitag empfohlen, das Vakzin von Moderna auch Kindern und Jugendlichen ab zwölf Jahren zu spritzen. Die Experten bewerteten die Daten positiv und machten damit den Weg frei. In Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) die Impfung gegen Covid-19 bisher nur für Kinder und Jugendliche mit Vorerkrankungen.

Mehr als die Hälfte der Deutschen vollständig geimpft

Bei den Corona-Impfungen in Deutschland hat jetzt mehr als die Hälfte der Einwohner den kompletten Schutz. Vollständig mit der meist nötigen zweiten Spritze geimpft sind nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums von Mittwoch 41,8 Millionen Menschen oder 50,2 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Mindestens eine erste Dosis erhalten haben demnach inzwischen 50,9 Millionen Menschen oder 61,1 Prozent der Bevölkerung.

Gesundheitsminister Jens Spahn rief erneut dazu auf, Impfangebote zu nutzen. «Je mehr sich jetzt impfen lassen, desto sicherer werden Herbst und Winter!», schrieb er bei Twitter.

Schweiz verpasst Impfziel

Laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) sind die Bedingungen für eine Aufhebung der verbliebenen Corona-Massnahmen nicht erfüllt. Das Ziel des Bundes, bis Ende Juli alle Impfwilligen zu impfen, ist nicht erreicht. Die Impfungen in den Kantonen laufen nach Angaben des BAG noch immer intensiv und gehen nach den Sommerferien weiter.

(Bild: Keystone)
Zahl der Corona-Neuinfektionen in den USA steigt deutlich

In den USA steigt die Zahl der an einem Tag erfassten Corona-Neuinfektionen an. Die Behörden meldeten am Dienstag 70 740 neue Fälle, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Mittwochmorgen (MESZ) hervorging.

Das sind etwa 28’000 mehr als vor genau einer Woche. Die Zahl der Toten mit einer bestätigten Corona-Infektion stieg im Wochenvergleich von 286 auf 533.

Die bisherigen Höchstwerte wurden am 2. Januar mit 300’462 Neuinfektionen sowie am 12. Januar mit 4460 Toten verzeichnet. Mehr als 83 Prozent aller erfassten Infektionen im Land sind nach Schätzungen der Gesundheitsbehörde CDC auf die besonders ansteckende Delta-Variante zurückzuführen.

Stimmung der Finanzanalysten leicht von Delta-Variante getrübt

Die Erwartung unter Schweizer Ökonomen in Bezug auf die Wirtschaftsentwicklung hat sich im Juli etwas eingetrübt. Das Stimmungsbarometer CS-CFA bleibt aber trotz erneuter Virussorgen im optimistischen Bereich.

Der von der Bank erhobene, vorausschauende CS-CFA-Index für die Schweiz ist im Juli um 8,5 auf 42,8 Punkte gesunken. Damit notiere er in etwa auf dem Niveau von letztem Sommer, bevor die zweite Coronawelle einen Einsturz herbeiführte.

Eine derartige Korrektur vermag die neue Delta-Variante des Coronavirus bisher aber nicht auszulösen, erklärte die Credit Suisse am Mittwoch. Eine Rezessionsgefahr sei nicht in Sicht. Die Durchschnittsprognosen der Analysten für das Bruttoinlandprodukt lägen bei 2,88 Prozent für 2021 und 2,29 Prozent für 2022.

Was bisher geschah

Die bisherigen Kurzmeldungen aus der Schweiz und der Welt zu Corona finden Sie hier.

1 Kommentar

  1. Am Dienstag innert 24 Stunden 853 neu Ansteckungen und am Mittwoch innert 24 Stunden 771 neu Ansteckungen? Und keine Lockerungen? Diese Statistik verwirren mich. Ich habe den Überblick verloren und weiss nicht was ich jetzt machen soll.Report

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