Featured Video Play Icon
Der Telebasel News Beitrag vom 26. Juli 2021.
Basel

Wie die Buvetten den Regensommer meistern

Die Basler Buvetten wollen dieses Jahr das Defizit aus dem Pandemie-Jahr aufholen. Das aktuelle Wetter macht die Sache allerdings nicht einfacher.

Insgesamt sieben Buvetten gibt es in Basel rund um den Rhein. Unterhalb der Pfalz empfängt seit zwei Jahren die Sommerbar Fähribödeli durstige und hungrige Gäste, Viele davon seien  Touristen, die mit der Fähre hierhin kommen würden, erklärt der Besitzer Roger Greiner. Nach dem Pandemie-Jahr 2020, wo weniger Touristen kamen, ist es jetzt das schlechte Wetter, dass dafür sorgt, dass die Leute fehlen.

Hoffnung, dass man dieses Jahr noch schwarze Zahlen schreiben wird, hat Besitzer Roger Greiner nicht: «Wenn man nur Aussenbestuhlung hat, dann kriegt man ja keine Unterstützung vom Bund. Also es ist nicht so, dass wir letztes Jahr alle wunderbar Umsatz machten. Und durch das muss man sehen, dass es für uns zwei Jahre nacheinander desaströs ist. Dieses Jahr wird es auch nicht reichen.»

100 Tage und nicht mehr

Neben dem Fähribödeli betreibt Greiner auch die Buvette «Bollwerk». Wobei erstere eigentlich gar keine Buvette ist. Das Fähribödeli ist nämlich ein Eventbetrieb. Dadurch ist die Lokalität anderen Bestimmungen untergeordnet. Exakt 100 Tage darf Roger Greiner hier wirtschaften. Danach muss sie wieder verschwinden. Auch Regentage, an denen die Bar gar nicht aufmacht, zählen dazu. Hier wünschte sich Greiner, dass die Allmendverwaltung mehr entgegenkommen würde. Insbesondere im Hinblick auf die schwierige wirtschaftliche Situation. «Wir bezahlen jeden Tag das gleiche, ob wir geöffnet haben oder nicht.»

Anderen geht es besser

Etwas weiter den Bach hinunter liegt die Saint-Louis-Buvette. Hier erhält man eine andere Antwort, wenn man die Verantwortlichen nach der momentanen Situation fragt: «Wir sind ein Saisonbetrieb. Und ein Schönwetterbetrieb. Das heisst, das Wetter ist immer ausschlaggebend. Und klar ist es jetzt nicht optimal. Aber wir sind eigentlich sehr optimistisch. Wir hatten mehr gute Tage als schlechte, also sehen wir es gut.» Lina Rummer von der Saint-Louis-Buvette erklärt, dass nicht unbedingt Umsatzeinbussen gemacht werden. Die Basler Buvetten durften dieses Jahr früher starten und auch zwei Monate länger, also bis im Oktober geöffnet haben.

Bei allen Buvetten-Betreibern ist aber ein gewisse Optimismus spürbar. «Man muss einfach ruhig bleiben und schauen, dass es nächstes Jahr funktioniert. Und ich glaube nach diesen zwei Jahren, kann es nur besser werden», meint Greiner.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel