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Der Telebasel News-Beitrag vom 27. Juli 2021.
Basel

Unbeliebte Untermieter: Mörtelwespen bauen Nester in Wohnungen

Ursprünglich stammt die Orientalische Mörtelwespe aus dem asiatischen Raum. Seit einigen Jahren trifft man die Wespe immer häufiger bei uns an.

Ihren Ursprung haben die Mörtelwespen in Asien, seit einigen Jahren sind sie aber auch in Europa angesiedelt. Auch Basel ist bei den Wespen beliebt, meint Biosicherheitsinspektor Dirk Hamburger. «Das Tier ist sehr wärmeliebend, da bietet sich natürlich das Stadtgebiet als Ersatz für ihren ursprünglichen Lebensraum an.»

Mörtelwespen fallen durch ihre filigranen Körper und ihre Grösse auf. So können sie bis zu zwei Zentimeter lang werden. «Menschen bekommen oft Angst, wenn eine Mörtelwespe auf sie zufliegt. Sie denken dann, es sei eine gewöhnliche Wespe oder sogar eine Hornisse», sagt Dirk Hamburger dazu.

Unbeliebte Untermieter

«Orientalische Mörtelwespen fliegen an warmen Sommertagen bei geöffneten Fenstern in Wohnungen und sucht sich ein Plätzchen, wo sie ihre kunstvollen Lehmtöpfchen bauen können. Am liebsten bauen sie ihre Töpfchen an Bücherregalen, Fensterbrettern oder an Bettgestellen.

Den lehmigen Baustoff für ihre Brutzellen holen sie sich draussen an Pfützen oder ähnlichen Stellen. «Die Orientalische Mörtelwespe legt ihre Eier am liebsten in kleine Gefässe, die sie selbst baut. Diese sind nicht wetterfest und das heisst, sie muss ihre Lehmtöpfchen an einem geschützten Ort bauen. Und was gibt es da besseres als ein Haus? Wenn dann ein Fenster offen steht, dann ist das für sie wie eine Einladung.»

Anders als eine gewöhnliche Wespe stechen Mörtelwespen keine Menschen. «Der Stachel der Wespe kann die Haut der Menschen nicht durchstechen. Ihren Stachel braucht sie nur, um Spinnen zu stechen und zu lähmen. Sie legt die Spinnen dann in diese kleinen Tontöpfen und das ist dann das Futter für ihren Nachwuchs», so Dirk Hamburger weiter.

Wer den kleinen Untermieter loswerden möchte, sollte am Fenster ein Fliegenschutzgitter anbringen. Sollten bereits Lehmtöpfchen in der Wohnungen sein, kann man diese nach draussen bringen – möglichst jedoch an eine trockene, überdachte Stelle, da sie nicht wasserfest sind.

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