Noè Ponti schlug im Halbfinal über die längste Delfin-Distanz in 1:55,37 an. (Bild: Keystone)
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Bitteres Halbfinal-Out von Ponti und Ugolkova

Es will mit dem ersten Olympia-Final eines Schweizer Schwimmers seit 2008 weiter nicht klappen. Dem Schweizer Duo fehlt weniger als ein Zehntel für den Final.

Noè Ponti (10. über 200 m Delfin) wie Maria Ugolkova (9./200 m Lagen) kommen im Halbfinal nicht an ihre Bestzeit heran und verpassen die Top 8 um weniger als einen Zehntel.

Noè Ponti und Maria Ugolkova hatten im Vorlauf ihrer jeweiligen Paradedisziplin mit Schweizer Rekord und der fünftbesten Zeit aller Teilnehmer überzeugt. Das Schweizer Duo – er 20-jährig und aus dem Tessin, sie 32 Jahre alt und gebürtige Russin – durfte sich damit beste Chancen auf die Finalteilnahme ausrechnen.

Doch Ponti wie Ugolkova sollten äusserst knapp scheitern. Olympia-Debütant Ponti schlug im Halbfinal über die längste Delfin-Distanz als Zehnter an. In 1:55,37 blieb er um 0,32 Sekunden über seiner tags zuvor im Vorlauf aufgestellten Bestmarke. Wäre der Tessiner diese Zeit im Halbfinal geschwommen, hätte ihm dies Rang 3 und einen Auftritt auf grösstmöglicher Bühne eingebracht.

Sechs Hundertstel hier…

Zum Japaner Tomoru Honda, der sich als Achter gerade noch die Finalteilnahme sicherte, fehlten Ponti letztlich nur sechs Hundertstel. «Es tut natürlich ein bisschen weh, so knapp auszuscheiden. Aber so kann unser Sport halt auch sein», sagte der Tessiner Olympia-Debütant. Wo er die paar fehlenden Hundertstel hätte auftreiben sollen, wusste Ponti kurz nach dem Wettkampf nicht: «Ich habe vom Start weg alles gegeben. Leider war das nicht genug.»

…sechs Hundertstel auch da

Wenige Minuten nach Ponti gab es auch für Maria Ugolkova, die 2016 in Rio de Janeiro schon Olympia-Erfahrungen sammeln konnte, kein Happy-End. Die Schweizerin konnte genau gleich wie Ponti nicht an ihre Topleistung vom Vortag anknüpfen. Ugolkova blieb im Halbfinal in 2:10,65 gar um 0,61 Sekunden über ihrem Schweizer Rekord.

Die schnellsten acht Athletinnen der zwei Halbfinalserien über 200 m Lagen qualifizierten sich für den Final vom Mittwoch. Als glückliche Achte gelang dies Alicia Wilson in 2:10,59. Die Britin schwamm im zweiten Halbfinal gleich auf der Bahn neben Ugolkova.

Damit ist nach wie vor der St. Galler Dominik Meichtry der letzte Schweizer, der in einem Olympia-Final schwamm: 2008 in Peking als Sechster über 200 m Crawl.

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