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International

Basler Tierschutzorganisation hilft nach der Flutkatastrophe in Deutschland

Das Leid nach der Flutkatastrophe in Deutschland ist riesig. Auch bei den Tieren. Eine Basler Organisation half den Vierbeinern im Krisengebiet.

Nach der verheerenden Flutkatastrophe in Deutschland leiden auch die Tiere. Ein Team der Organisation Basel Animal Save reiste in das Hochwasser-Gebiet südlich von Köln. Dort sollte ein völlig zerstörter Gnadenhof unterstützt werden. «Viele Tiere ertranken in den Fluten, die Überlebenden versorgen wir mit Tierbedarf und Futter», so Olivier Bieli von der Tierschutz-Organisation gegenüber Telebasel. «Wir haben von tragischen Einzelschicksalen erfahren und sind glücklich, wenigstens ein kleines bisschen geholfen zu haben.»

Zehn HelferInnen hatten bei den vorgängigen Spendensammlungen in Basel, Zürich, Augst, Offenburg und Munchhouse im Einsatz gestanden. «Anschliessend waren wir mit insgesamt drei Helfern einen Tag im Katastrophengebiet, um direkt vor Ort zu unterstützen», so Bieli. Die gesammelten Sach- und Geldspenden wurden zu Betroffenen in der Hochwasser-Zone gefahren. «Die erste Station war Zülpich, wo es ebenfalls Tote zu beklagen gab.»

Futter, Medikamente und Bettchen

Zwei Polizisten boten den HelferInnen ihre private Garage als Lagerstätte für Spenden an, bei den Nachbarn wurden zudem zwei angespülte Schweine in Sicherheit gebracht, welche von der Organisation mit Futter versorgt wurden. Die Besitzer konnten nicht ausfindig gemacht werden.

In der Nähe des stark in Mitleidenschaft gezogenen Ortes Schuld unterstützte die Organisation einen Gnadenhof mit 400 Tieren. «Manche sind ertrunken, die Besitzerin tauchte unter Lebensgefahr nach ihnen», schildert Bieli. Mehrere Hunde, Nager und Vögel waren von den Fluten mitgerissen worden.

«Ursprünglich war abgemacht, dass wir beim Aufbau von neuem Inventar mithelfen werden, doch die Situation vor Ort liess unsere Arbeit nicht zu», erzählt er weiter. «Wir bemerkten jedoch schnell, dass wir auch mit Zuhören und Reden den Betroffenen helfen können.» Da die Tiere sowie die Menschen dahinter alles verloren hatten, brachten die Helfer dringend benötigte Sachspenden ins Gebiet: Futtermittel, Medikamente, Liegebettchen, Katzensand, Spielsachen.

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