Vladimir Petković soll es nach Frankreich ziehen. (Bild: Keystone)
Schweiz

Nati-Trainer Petković vor dem Absprung

Die Nati könnte nach der erfolgreichen EM ihren Trainer Vladimir Petković (57) verlieren. Girondins Bordeaux nahm Kontakt mit dem Schweizer auf.

Wie der SFV am Montagvormittag mitteilt hat sich Girondins Bordeaux beim Nati-Trainer gemeldet.

«Am Sonntagnachmittag hat sich der Sportdirektor von Girondins Bordeaux bei unserem Nati-Direktor Pierluigi Tami gemeldet und sein Interesse an unserem Nationalcoach kundgetan. Aktuell laufen Gespräche unter den involvierten Parteien. Fakt ist: Vladimir Petkovic hat einen laufenden Vertrag, der sich im Falle der Qualifikation für die WM automatisch bis Ende 2022 verlängert.», schreibt der Schweizerische Fussballverband.

Laut der französischen Sportzeitung «L’Equipe» steht praktisch fest, dass Vladimir Petković beim 12. der abgelaufenen Ligue-1-Saison Girondins Bordeaux mit dem Schweizer Verteidiger Loris Benito die Nachfolge von Jean-Louis Gasset antreten wird. Man stehe kurz vor einer Einigung.

Petkovićs Berater Vinicio Fioranelli bestätigte gegenüber dem «Blick» das Angebot, aufgrund dessen der Nationaltrainer beim Verband um die Auflösung seines noch im Fall einer Qualifikation für die WM in Katar bis Ende 2022 gültigen Vertrages gebeten haben soll. Mit Bordeaux soll sich Petković auf einen Dreijahresvertrag geeinigt haben.

Erfolgreichster Nationaltrainer der Geschichte

Vladimir Petković trat seinen Posten beim SFV nach der WM 2014 als Nachfolger von Ottmar Hitzfeld an. Er ist der erfolgreichste Schweizer Nationaltrainer der Geschichte und führte die SFV-Auswahl vor wenigen Wochen an der EM dank einem Erfolg im Penaltyschiessen gegen Weltmeister Frankreich im Achtelfinal erstmals seit 1954 wieder in einen Viertelfinal. Auch an der EM 2016 und an der WM 2018 hatte die Schweiz die K.o.-Phase erreicht, war aber jeweils im Achtelfinal gescheitert.

Vor seinem Wechsel zum SFV hatte Petković vom Sommer 2012 bis Ende 2013 Lazio Rom trainiert, mit dem er 2013 den italienischen Cup gewann. Zuvor war der in Sarajevo geborene Vladimir Petković unter anderen bei der AC Bellinzona, den Young Boys und Sion tätig. Dazwischen hatte er auch ein halbes Jahr in der Türkei bei Samsunspor gearbeitet.

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