Regisseur und Drehbuchautor Philippe Lacote posiert für Porträts für den Film "La Nuit Des Rois". (Bild: Keystone)
International

Ivorische Fabel La Nuit des Rois gewinnt den Grand Prix des FIFF

Der ivorische Spielfilm La Nuit des Rois von Philippe Lacôte erhält den Grand Prix des FIFF. Damit geht der Hauptpreis zum zweiten Mal nach Afrika.

Der ivorische Spielfilm La Nuit des Rois von Philippe Lacôte (Elfenbeinküste, Frankreich, Kanada, Senegal) erhält den Grand Prix der 35. Ausgabe des Internationalen Filmfestivals Freiburg (FIFF). Damit geht der Hauptpreis des FIFF zum zweiten Mal nach Afrika.

Der Film sei eine «politische Fabel von shakespearescher Schönheit», schreiben die Organisatoren am Samstag in einer Mitteilung. Der Sonderpreis der Jury geht an die «überraschende schwarze Komödie» Bad Christmas von Gastón Portal (Argentinien, Uruguay). Weiter hat der Kurzfilm Monsters Never Know von Yang Ming (China) den Preis für den besten internationalen Kurzfilm abgeräumt. Dabei handelt es sich um eine «etwas andere Initiationsgeschichte» im Westernstil.

An der Schlussfeier der 35. Ausgabe des FIFF hoben die Mitglieder der Jurys gemäss Mitteilung die «hohe Qualität» der Wettbewerbsfilme und «die Tatsache, dass kein Film dem anderen gleiche», hervor.

Die preisgekrönten Filme sind am (morgigen) Sonntag, dem letzten Tag des Festivals, noch einmal zu sehen. Anschliessend werden noch rund fünfzehn Filme online gezeigt.

Publikumspreis für Film zu Srebrenica

Der Film Quo vadis, Aida? von Jasmila Žbanic – eine Hommage an die Opfer und die Überlebenden des Massakers von Srebrenica – gewinnt den Preis der Jugendjury COMUNDO und den Publikumspreis.

Nach den Preisverleihungen wurde als Überraschungsfilm Aline gezeigt, die Schweizer Premiere des neuen Films von Valérie Lemercier, der vergangene Woche in Cannes präsentiert wurde und im November in die Schweizer Kinos kommt. Der Spielfilm ist vom Leben der Sängerin Céline Dion inspiriert.

Rund 33’000 Eintritte verkauft

Das Organisationsteam schätzt, dass an der 35. Ausgabe des Festivals «vorsichtig geschätzt» rund 33’000 Eintritte verkauft wurden. Das sei ein riesiger Erfolg angesichts der Corona-Situation und der Tatsache, dass das Festival in den Sommer, in die Ferien- und Hitzezeit verschoben worden sei, liess sich Philippe Clivaz, der operative Leiter des FIFF, in der Mitteilung zitieren.

Das nächste Internationale Filmfestivals Freiburg ist vom 18. bis zum 27. März 2022 geplant.

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