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Schweiz

Schweiz verpasst Impfziel

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Schweiz verpasst Impfziel

Laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) sind die Bedingungen für eine Aufhebung der verbliebenen Corona-Massnahmen nicht erfüllt. Das Ziel des Bundes, bis Ende Juli alle Impfwilligen zu impfen, ist nicht erreicht. Die Impfungen in den Kantonen laufen nach Angaben des BAG noch immer intensiv und gehen nach den Sommerferien weiter.

(Bild: Keystone)
US-Regierung prüft Corona-Impfpflicht für Mitarbeiter

Die US-Regierung erwägt, für ihre mehr als zwei Millionen Mitarbeiter eine Corona-Impfpflicht einzuführen. «Das wird zur Zeit geprüft», sagte US-Präsident Joe Biden auf die Frage einer Journalistin nach einer Impfpflicht für Angestellte des Bundes. «Aber falls Sie nicht geimpft sind, dann sind Sie nicht annähernd so intelligent wie ich dachte», sagte Biden am Dienstag (Ortszeit) bei einem Besuch des Büros der Geheimdienstkoordinatorin (ODNI) weiter.

(Bild: Keystone)

Der Demokrat Biden hat sich gegen eine allgemeine Impfpflicht ausgesprochen. Die Impfkampagne in den USA tritt inzwischen jedoch auf der Stelle – und das trotz einer Fülle an Impfstoffen und vielen Impfanreizen. Politisch könnte aber selbst eine auf die Angestellten der Regierung begrenzte Impfpflicht heikel werden: Viele Republikaner dürften dies als Eingriff in die individuelle Freiheit zurückweisen. Falls die Impfungen damit zum politischen Zankapfel werden sollten, dürfte es noch schwieriger werden, kritische oder zögernde Anhänger der Republikaner zu überzeugen, sich impfen zu lassen.

Ab August? - Erweiterte Testpflichten für Urlauber wohl früher

Urlauber müssen sich bereits ab kommendem Monat auf erweiterte Testpflichten bei der Rückkehr nach Deutschland gefasst machen. Der Bund habe zugesichert, er werde bis zum 1. August alles probieren, um eine einheitliche Testpflicht einzuführen, «nicht nur für Flugreisen sondern auch beispielsweise für alles, was an normalem Autoweg oder Bahnweg kommt», sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstagabend in den ARD-«Tagesthemen». Am Nachmittag sei ihm mitgeteilt worden, dass eine Rechtsgrundlage geschaffen werde, damit die Umsetzung zum 1. August klappe.

(Bild: Keystone)

Söder sagte: «Die Regel ist ja relativ einfach, jeder braucht einen Test, der sozusagen wieder anreist, ob er mit dem Auto, der Bahn oder mit dem Flugzeug kommt.» Er glaube, dass das jetzt verständlicher, klarer und sicherer sei. Derzeit gilt die Testpflicht nur für Menschen, die per Flugzeug nach Deutschland einreisen.

Söder äusserte sich nicht explizit dazu, wie Geimpfte und Genesene künftig behandelt werden. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte der «Bild» (Mittwoch) gesagt: «Wer nachweislich geimpft oder genesen ist, braucht natürlich keinen Test.»

Söder sagte weiter, das ursprünglich angedachte Datum für eine Einreiseverordnung ab 11. September wäre «ein Witz gewesen». «Da ist der Urlaub vorbei selbst in den Ländern mit späten Ferien.» Die Länder hätten Druck gemacht, weil sie eine verlässliche Basis für die Einreise bräuchten.

Seehofer und auch Söder sagten, die Kontrollen sollten im Individualverkehr stichpunktartig erfolgen. Stationäre Grenzkontrollen wolle keiner und mache auch keiner, sagte Söder.

São Paulo geht per Gesetz gegen «Impf-Feinschmecker» vor

Die brasilianische Metropole São Paulo will mit einem Gesetz verhindern, dass sich Menschen den Corona-Impfstoff für die eigene Immunisierung selbst aussuchen. Demnach rutschen die in Brasilien als «Impf-Feinschmecker» bezeichneten Menschen an das Ende des Impfkalenders, wenn sie erwischt werden. «Derjenige, der wegen Verweigerung der verfügbaren Impfung aus dem Impfplan gestrichen wurde, wird wieder in den Plan aufgenommen, nachdem die Impfung der anderen zuvor festgelegten Gruppen abgeschlossen ist», hiess es am Dienstag in einer Mitteilung im Amtsblatt der Stadt.

Wie das Gesetz gegen die «sommeliers de vacina» konkret durchgesetzt werden soll, geht aus der Mitteilung nicht hervor. Die Kontrollen dürften schwierig werden: Meistens erkundigen sich die Menschen gleich bei der Ankunft an einer Impfstation und noch vor der Anmeldung, welcher Impfstoff dort verabreicht wird. Als besonders beliebt gilt das Präparat von Biontech/Pfizer.

US-Behörde empfiehlt wegen Delta wieder Maskentragen

In einer Kehrtwende wegen der hochansteckenden Delta-Variante des Coronavirus wird die US-Gesundheitsbehörde CDC übereinstimmenden Medienberichten zufolge künftig wieder das Maskentragen empfehlen. Auch vollständig Geimpfte sollen nach dem Willen der CDC dann in einigen Teilen des Landes, in denen sich das Virus momentan besonders stark ausbreitet, in öffentlichen Räumen wieder Mund und Nase bedecken. Die Behörde hat für den Dienstagnachmittag eine Mitteilung angekündigt.

(Bild: Keystone)

Im Mai hatte die CDC für die allermeisten Situationen das Maskentragen in Innenräumen für vollständig geimpfte Personen nicht mehr für notwendig gehalten. Angesichts der deutlich ansteigenden Infektionszahlen wegen der Delta-Variante, die bereits mehr als 80 Prozent aller Neuansteckungen ausmacht, drehen die US-Experten ihre Einschätzung den Medien zufolge nun aber zurück.

Besonders stark war die Zahl der neuen Fälle zuletzt in vielen südlichen US-Bundesstaaten wie Florida, Missouri oder Arkansas gestiegen. Dort ist die Impfquote besonders niedrig. Die CDC gibt nur Empfehlungen ab. Letztlich entscheiden die US-Bundesstaaten selbst.

Irland erlaubt Corona-Impfungen für 12- bis 15-Jährige

In Irland dürfen bald 12- bis 15-Jährige eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Diesen Vorschlag unterbreitete die nationale Impfkommission der Regierung des EU-Staats. Der Nutzen der Impfung könne nun auf die jüngere Altersgruppe ausgeweitet werden, sagte Aussenminister Simon Coveney am Dienstag dem Sender RTÉ. Erwartet wird, dass damit etwa 250’000 Jugendliche bereits von der kommenden Woche an geimpft werden können.

In Irland dürfen bald 12- bis 15-Jährige eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten. (Bild: Key)

Sie sollen einen mRNA-Impfstoff erhalten, also das Mittel von Moderna oder Pfizer/Biontech. Für den vollen Impfschutz sind zwei Dosen im Abstand von mindestens vier Wochen nötig. Damit könnten die meisten Jugendlichen bereits vor dem Schulstart nach den Sommerferien geschützt sein, hiess es. Allerdings sind noch logistische Änderungen bei der Online-Anmeldung und in den Impfzentren nötig, weil Eltern der Spritze zustimmen müssen.

In Irland hat bisher etwa die Hälfte der 4,9 Millionen Einwohner zwei Impfdosen verabreicht bekommen. Sie dürfen – im Gegensatz zu Ungeimpften – in Pubs und Restaurants auch in geschlossenen Räumen bedient werden. Im Nachbarland Grossbritannien ist der Impfstoff von Biontech/Pfizer zwar für 12- bis 15-Jährige zugelassen. Weil allerdings unter Wissenschaftlern Uneinigkeit herrscht über die Notwendigkeit, Jugendliche zu impfen, wurde diese Altersgruppe bisher nicht zur Impfung eingeladen.

Israel erlaubt in Ausnahmefällen Corona-Impfung von Kindern

Israel will in extremen Ausnahmefällen eine Impfung von Fünf- bis Elfjährigen gegen das Coronavirus erlauben. Solche Ausnahmen könnten für Kinder gelten, die besonders gefährdet seien, im Falle einer Corona-Infektion schwer zu erkranken oder zu sterben, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag mit.

Dies könne zum Beispiel bei extremer Fettleibigkeit, schweren chronischen Lungenkrankheiten oder Herzproblemen der Fall sein.

Grundsätzlich sei eine Impfkampagne für Kinder in dem Alter derzeit kein Thema, hiess es in einer Anweisung an die Krankenkassen. Es gehe darum, die Zahl der Genehmigungen in solchen Fällen niedrig zu halten. Die Gruppe der bis Neunjährigen hat inzwischen im Altersvergleich den höchsten Anteil der registrierten Neuinfektionen. Laut Ministerium stellt sie mehr als zehn Prozent der Infizierten.

Aktuelle Impf-Zahlen des BAG

Wie das BAG am Dienstag, 27. Juli, mitteilt, wurden in der Schweiz und in Liechtenstein bereits 8’878’473 Corona-Impfungen verabreicht.

Kinder haben mildere Covid-Verläufe und eine stabilere Immunabwehr

Kinder sind gemäss einer deutschen Familienstudie deutlich besser gewappnet gegen das Coronavirus als Erwachsene: Sie stecken sich seltener an, haben mildere Symptome und ihre Immunabwehr ist nach durchgestandener Infektion stabiler als die der Grossen.

In Familien mit einer infizierten Person steckten sich im Schnitt ein Drittel der Kinder an, dieweil es von den Erwachsenen 58 Prozent traf. Während nicht einmal ein Zehntel der angesteckten Erwachsenen symptomfrei blieben, war 45 Prozent der Kinder nichts anzumerken.

Selbst die Kleinen, die Beschwerden entwickelten, litten viel weniger schlimm als die Erwachsenen: Während die Grossen über Fieber, Husten, Durchfall und Geschmacksstörungen klagten, manifestierte sich die Infektion bei den unter Zwölfjährigen laut Studie einzig in der Störung des Geschmackssinns; Husten und Fieber wurde nur bei über Zwölfjährigen festgestellt.

Ein Jahr nach der Infektion zeigten die Kinder zudem stärkere und länger anhaltende spezifische Antikörperspiegel als Erwachsene – sogar wenn sie nur geringe oder gar keine Symptome entwickelt hatten.

Das zeigte eine Studie der Universitätskliniken in Freiburg, Heidelberg, Tübingen und Ulm. Für die Studie wurden 328 Familien mit mindestens einem an Covid-19 erkrankten Mitglied mehrfach untersucht. Insgesamt nahmen 548 Kinder im Alter zwischen 6 und 14 Jahren und 717 Erwachsene teil.

52 Prozent der Aargauer Bevölkerung sind mindestens einmal geimpft

Im Kanton Aargau haben bislang knapp 52 Prozent Bevölkerung eine erste Impfdosis erhalten. Die Impfstandorte sind gemäss Kantonsbehörden auch während der Sommerferien offen.

Mehr als 75’000 Aargauerinnen und Aargauer erhielten im Juli ihre zweite Impfung, wie das kantonale Departement Gesundheit und Soziales (DGS) am Dienstag mitteilte. Die Anzahl wöchentlicher Erstimpfungen sei im Vergleich zum Rekordmonat Juni erwartungsgemäss während der Sommerferien zurückgegangen. Rund 500 bis 1000 Personen erhalten pro Tag den zweiten Stich.

(Symbolbild: Keystone)

Die Impfquote liegt bei den über 60-Jährigen bei über 77 Prozent. Über die gesamte Bevölkerung hinweg betrachtet, liegt der Anteil jener Personen, die bereits eine Impfung erhalten haben bei 51,7 Prozent. Nachholbedarf gibt es gemäss DGS besonders bei den unter 40-Jährigen. Über alle Altersgruppen hinweg zeigt sich folgendes Bild: Weniger als jeder zweite erhielt bislang eine erste Impfung.

Über vier Millionen Personen in der Schweiz vollständig geimpft

In der Schweiz sind mittlerweile über vier Millionen Menschen vollständig geimpft. Im Vergleich zur Vorwoche sank die Impfkadenz um 20 Prozent.

Vom 20. Juli bis 26. Juli sind 284’990 Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht worden. Damit sind 47,2 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. Dies geht aus den Angaben hervor, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag auf seiner Website veröffentlichte.

Insgesamt wurden seit Beginn der Impfkampagne 8’878’473 Impfungen verabreicht. 4’076’546 Personen haben zwei Impfdosen erhalten, bei 725’381 Personen wurde bislang nur die Erstimpfung vorgenommen.

Pro Tag wurden letzte Woche durchschnittlich 40’713 Impfungen durchgeführt.

BAG meldet 853 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag innerhalb von 24 Stunden 853 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG zwei neue Todesfälle und 14 Spitaleinweisungen.

(Bild: Keystone)
Auch während der Sommerferien wird geimpft

Die Aargauer Impfkampagne macht keine Sommerpause. Auch im Juli und August erhalten mehrere tausend Personen pro Tag eine Impfung. Viele erhalten aktuell ihre zweite Impfung, etwa 500 bis 1000 pro Tag eine erste. Knapp 52 Prozent der Bevölkerung im Kanton Aargau haben mittlerweile eine erste Impfdosis erhalten. Um diese Quote zu steigern, führt das Departement für Gesundheit und Soziales (DGS) eine zweite Kampagne durch, wie es am Dienstag in einer Medienmitteilung erklärt.

Unter dem Motto «Was pikst, das schützt» ruft ein Igel zur Impfung auf. Im Aargau ist das weiterhin an den Impfstandorten der Akutspitäler, in Hausarztpraxen und Apotheken möglich. Auch die beweglichen Impfstationen sind unterwegs.

Studie der ZHAW: Gesellschaftlicher Druck zum Impfen nimmt zu

Der gesellschaftliche Druck, sich impfen zu lassen, hat in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen. Eine ZHAW-Studie zeigt, dass jüngere Altersgruppen dabei mehr Druck verspüren als ältere. Lesen Sie hier mehr dazu.

(Bild: Keystone)
Italien prüft Corona-Impfpflicht für Lehrer

In Italien erwägt die Regierung nach einem Zeitungsbericht eine Corona-Impfpflicht für Lehrer und anderes Personal an den Schulen. Noch in dieser Woche könnte dazu ein Dekret erlassen werden, hiess es am Dienstag in der Zeitung «Corriere della Sera».

Zuvor solle es noch ein Treffen mit den Gewerkschaften geben. Gesundheitsminister Roberto Speranza sagte im Fernsehen, es werde geprüft, was das wirksamste Mittel sei, um Präsenzunterricht wieder zu ermöglichen.

Nach offiziellen Angaben sind 85 Prozent der Lehrer zumindest einmal gegen Covid-19 geimpft. Allerdings gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Regionen. Ministerpräsident Mario Draghi betonte in der Vergangenheit immer wieder, wie wichtig normaler Unterricht in den Klassen sei. Derzeit sind in Italien Ferien, noch bis September. Wegen der Pandemie mussten viele Mädchen und Jungen vergangenes Jahr zu Hause via Internet am Unterricht teilnehmen.

EU-Kommission erlaubt Millionen-Beihilfe für Ferienflieger Condor

Deutschland darf den Ferienflieger Condor mit einer staatlichen Beihilfe von 525,3 Millionen Euro unterstützen. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Lockdown in Melbourne endet – Sydney weiter mit Beschränkungen

Nach knapp zwei Wochen werden die strikten Corona-Beschränkungen im australischen Bundesstaat Victoria mit der Millionenmetropole Melbourne weitgehend wieder aufgehoben. Der Lockdown ende in der Nacht zum Mittwoch, teilte Regional-Premierminister Daniel Andrews mit. Zugleich appellierte er an die Bevölkerung, «wachsam gegenüber diesem Virus sein, der Delta-Variante, bis so viele Menschen wie möglich geimpft sind».

Am Mittwoch dürfen Schulen, Restaurants, Fitnessstudios und Geschäfte wieder öffnen. Zudem sind im Freien Treffen von bis zu zehn Menschen erlaubt. Zuhause darf man aber weiterhin keine Gäste empfangen. Auch im Bundesstaat South Australia mit der Grossstadt Adelaide ist die Lage wieder unter Kontrolle: Die vor einer Woche verhängten Beschränkungen enden hier ebenfalls am Mittwoch. Sydney bleibt hingegen nach einem guten Monat weiter im Lockdown.

Impfpflicht für Mitarbeiter von US-Krankenhäusern für Veteranen

Die medizinischen Mitarbeiter der Krankenhäuser für US-Veteranen müssen sich gegen das Coronavirus impfen lassen. Ärzte, Zahnärzte, Krankenschwestern und andere medizinische Angestellte haben nun acht Wochen Zeit, sich impfen zu lassen, wie das Veteranenministerium am Montag bekanntgab. Dies sei der beste Weg, um «die Sicherheit der Veteranen zu garantieren», erklärte Minister Denis McDonough. Bei der Anordnung handelt es sich um die erste Impfpflicht einer grösseren Bundesbehörde. Präsident Joe Bidens Regierung hat eine allgemeine Impfpflicht ausgeschlossen.

Die Gesundheitseinrichtungen des Veteranenministeriums beschäftigen nach eigenen Angaben rund 367 000 Menschen und sind für die Versorgung von mehr als neun Millionen Personen zuständig. Es handle sich um den grössten zusammenhängenden Gesundheitsanbieter in den USA, heisst es auf der Webseite des Ministeriums weiter.

Spanien und die Niederlande sind nun Corona-Hochinzidenzgebiete

Wer aus einem Hochinzidenzgebiet nach Deutschland zurückkehrt und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne, kann diese aber durch einen negativen Test nach fünf Tagen verkürzen. Kurz vor Inkrafttreten der neuen Einstufung Spaniens und der Niederlande hätten nur sehr wenige deutsche Touristen ihren Urlaub auf der spanischen Mittelmeerinsel Mallorca vorzeitig beendet, hiess es dort.

(Bild: Keystone)

Die Reisebranche hatte die Entscheidung der Bundesregierung kritisiert. Nach Angaben des Reiseverbandes DRV machten in der vergangenen Woche etwa 200’000 Pauschalreisende aus Deutschland in Spanien Urlaub. Hinzu kommen insgesamt geschätzt etwa 200’000 Individualurlauber aus Deutschland in dem Land.

Corona-Neuinfektionen in Türkei auf höchstem Stand seit Anfang Mai

In der Türkei ist die Zahl der innerhalb eines Tages gemeldeten Corona-Neuinfektionen auf mehr als 16’000 Fälle angestiegen – das ist der höchste Stand seit Anfang Mai. Zudem starben im gleichen Zeitraum 63 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19, wie das Gesundheitsministerium am Montagabend mitteilte.

Das Land mit rund 84 Millionen Einwohnern hatte Anfang Juli alle wegen der Pandemie erlassenen Ausgangsbeschränkungen aufgehoben. Seitdem steigen die Fallzahlen wieder. Die Türkische Ärztevereinigung TTB warf der Regierung am Montag eine falsche Pandemiepolitik vor. Sie forderte angesichts der steigenden Fallzahlen strengere Massnahmen. Etwa solle die Regierung von Einreisenden entweder zwei Impfungen oder eine zweiwöchige Quarantäne verlangen, so die TTB.

USA lockern Reisebeschränkungen vorerst nicht

Die USA wollen die wegen der Corona-Pandemie verhängten Einreisebeschränkungen für Reisende aus Europa und anderen Staaten vorerst nicht aufheben. «Wegen der Delta-Variante werden wir die bestehenden Reisebeschränkungen an dieser Stelle beibehalten», sagte die Sprecherin des Weissen Hauses, Jen Psaki, am Montag. Wegen der Delta-Variante würden die Corona-Fallzahlen steigen – vor allem unter den Ungeimpften. «Und es scheint wahrscheinlich, dass sich das in den kommenden Wochen fortsetzen wird», so Psaki weiter.

Die EU hatte die Mitgliedsstaaten bereits im vergangenen Monat aufgefordert, Beschränkungen für Reisende aus den USA und mehreren anderen Ländern schrittweise aufzuheben. Deutschland hatte daraufhin Einreisen unter anderem aus den USA «zu allen zulässigen Aufenthaltszwecken einschliesslich Tourismus» wieder erlaubt.

Dass die USA im Gegenzug ihre Einschränkungen für Reisende aus Europa nicht lockerten, sorgte für Kritik unter anderem aus der deutschen Wirtschaft. Eine Einreise aus dem Schengen-Raum in die USA ist für Ausländer in der Regel weiterhin nur mit Ausnahmegenehmigung möglich. Die Biden-Regierung hat stets betont, sie lasse sich bei ihren Entscheidungen in der Pandemie von wissenschaftlichen Erkenntnissen leiten.

USA öffnen noch nicht: Die Einreisebeschränkungen bleiben wegen der Delta-Variante vorerst bestehen, wie die Sprecherin des Weissen Hauses, Jen Psaki, mitteilte. (Bild: Keystone)
Covid-19 kann geistige Leistungsfähigkeit beeinträchtigen

Nach eineinhalb Jahren Pandemie weisen Studien vermehrt auf erste Folgeschäden einer Infektion mit dem Coronavirus beim Menschen hin. Rund 40 Prozent der Erkrankten leiden an langanhaltenden Symptomen und Beschwerden, auch Long-Covid genannt. Die Folgeschäden einer Covid-19-Infektion sind bislang noch nicht richtig abschätzbar.

Eine Untersuchung britischer Hirnforscher zeigt nun, dass Covid-19 auch Auswirkungen auf das menschliche Gehirn haben kann. Konkret untersuchten die Wissenschaftler des Imperial College in London, wie stark die kognitiven Fähigkeiten von Erkrankten durch Covid-19 beeinträchtigt werden. An der Studie nahmen 81’337 Personen teil. Zwischen Januar und Dezember 2020 absolvierten sie einen Intelligenztest. 12’689 Teilnehmende hatten sich mit dem Coronavirus infiziert und erkrankten unterschiedlich schwer an Covid-19.

Die Studie wurde nun im Fachmagazin «The Lancet» publiziert und «Watson» hat darüber berichtet. Sie liefert beunruhigende Ergebnisse. So schnitten Teilnehmende, die an Covid-19 erkrankt waren, beim Intelligenztest deutlich schlechter ab als nicht infizierte Personen. Laut der Studie hatten die Erkrankten bei Aufgaben, in denen logisches Denken, Planung und Problemlösung gefragt sind, die grössten Schwierigkeiten.

Am meisten Probleme beim Intelligenztest hatten jene Personen, die wegen Covid-19 auf der Intensivstation behandelt und beatmet werden mussten. Laut der Untersuchung weisen sie einen um etwa sieben Punkte niedrigeren IQ auf. Das entspreche einer Gehirnalterung von rund zehn Jahren. Ihre kognitiven Fähigkeiten sind damit stärker beeinträchtigt als bei Studienteilnehmenden, die angaben, einen Schlaganfall erlitten zu haben oder an einer Lernschwäche zu leiden.

Was macht Covid-19 mit dem menschlichen Gehirn? Studien deuten auf beunruhigende Folgen hin. (Symbolbild: Unsplash)

Luzerner Polizei reicht Anzeige gegen FCL und gegen Unbekannt ein

Wegen der unbewilligten Cupfeier vom Pfingstmontag in Luzern hat die Luzerner Polizei nun bei der Staatsanwaltschaft zwei Anzeigen eingereicht. Die erste richtet sich gegen die FC Luzern Innerschweiz AG wegen Widerhandlung gegen die Bundesgesetzgebung. Eine zweite Anzeige reichte sie gegen unbekannte Täterschaft wegen Widerhandlung gegen das Sprengstoffgesetz ein.

Denn mehrere unbekannte Täterinnen oder Täter hätten auf dem Sempacherplatz, auf dem Weg zur Messe Luzern und vor der Messehalle mehrere Feuerwerksbatterien, Feuerwerkskörper, Handlichtfackeln, Rauchpetarden und Knallkörper gezündet, teilte die Luzerner Polizei am Montag mit. Der FCL verstiess laut der Polizei gegen die damals geltende Covid-19-Verordnung.

Von der Polizei angezeigt: Die Cupfeier auf der Allmend hat für den FC Luzern Konsequenzen. (Bild: Keystone)

Ins Visier nahm die Polizei die unbewilligte Cupfeier in Luzern sowie die Präsentation des siegreichen Teams des FC Luzern auf der Allmend vor 10’000 Fans.

Im Vorfeld des Cupfinals hatte die Stadt Luzern darauf hingewiesen, dass wegen der Pandemie keine öffentlichen Feierlichkeiten erlaubt sind. Am Pfingstmontag kam es zuerst im Vögeligärtli und später auf der Allmend zu grossen Menschenansammlungen. Die Polizei hielt sich aus Gründen der Verhältnismässigkeit zurück, leitete aber in eigener Kompetenz eine Ermittlung ein.

Israel überprüft Corona-Quarantäne mithilfe von SMS und GPS

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen überprüft Israel künftig die Einhaltung der Quarantäne von Reiserückkehrern aus «roten» Ländern mithilfe von SMS und GPS. «Rote» Länder haben besonders hohen Inzidenzen. Dorthin dürfen Israelis nur mit Sondergenehmigung reisen.

Personen würden während der einwöchigen Quarantäne SMS mit einem Link erhalten, erklärte ein Sprecher des Ministers für innere Sicherheit, Omer Bar-Lev, am Montag. Sie müssten auf den Link klicken und würden damit ihre GPS-Koordinaten an die Behörden senden.

Wer nicht auf den Link klicke, werde so wie bisher Kontrollbesuche von der Polizei erhalten, sagte der Sprecher. Ab kommender Woche werde es dann die Möglichkeit geben, auf den Link zu klicken und ein Selfie mit den GPS-Koordinaten des aktuellen Aufenthaltsortes zu verschicken. Israel hatte im vergangenen Jahr die Einhaltung der Quarantäne auch mit der Überwachung von Handys durch den Geheimdienst überprüft.

Ausserdem dürfen ab sofort nur noch Reisende in das grosse Abfluggebäude des internationalen Flughafens Ben Gurion bei Tel Aviv. Begleiter müssen draussen bleiben, wie ein Sprecher der Flughafenbehörde bestätigte. Auch das Abholen von Reisenden ist demnach im Gebäude nicht mehr gestattet.

Griechenland startet Corona-Impfung für Kinder von 12 bis 15 Jahren

In Griechenland öffnet in den kommenden Tagen eine Online-Plattform, auf der für 12- bis 15-Jährige ein Termin zur Corona-Impfung gebucht werden kann. Das sagte der griechische Gesundheitsminister Vassilis Kikilias am Montag dem Fernsehsender Skai.

Erst vor kurzem hat das Land mit der Impfung von 16- und 17-Jährigen begonnen. In dieser Altersgruppe sind bereits rund 30’000 Termine vergeben worden. Kikilias geht davon aus, dass die Zahl vor allem zum Beginn des neuen Schuljahres im September noch weiter steigen wird. Ein Termin für Minderjährige kann nur vereinbart werden, wenn die Eltern zustimmen. Der Gesundheitsminister appellierte nochmals an die Menschen, sich vor der bevorstehenden Feriensaison impfen zu lassen.

Die Corona-Neuinfektionen schnellten in den vergangenen Wochen in Griechenland in die Höhe, nachdem die Regierung Massnahmen gelockert und das Nachtleben freigegeben hatte. Seither ist Athen bemüht, den Anstieg unter Kontrolle zu behalten. So wurde unter anderem für Beschäftigte im Gesundheitssektor eine Impfpflicht verfügt, und in geschlossenen Räumen von Gastronomie, Theatern und Kinos haben nur noch Geimpfte Zutritt.

Filmbiennale in Venedig wieder unter Corona-Bedingungen

Die 78. Ausgabe der Filmfestspiele in der italienischen Lagunenstadt Venedig startet in diesem Jahr erneut unter Corona-Bedingungen. Kontrollen seien wieder nötig und Tickets müssten vorab online gebucht werden, erklärte der Präsident der Biennale di Venezia, Roberto Cicutto, am Montag.

Die Filmfestspiele gehen vom 1. bis 11. September. Einige Vorführungen müssten ausserdem aus Zeitgründen ausfallen, sagte Cicutto zudem.

Die Corona-Pandemie schien dem Biennale-Direktor für den Bereich Kino, Alberto Barbera, zufolge für mehr Kreativität gesorgt zu haben. Die Qualität der Filme sei allgemein in diesem Jahr im Mittel höher, befand er. «Als ob die Pandemie die Kreativität aller stimuliert hätte», ergänzte Barbera.

1746 neue Fälle in der Schweiz

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag innerhalb von 72 Stunden 1746 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG fünf neue Todesfälle und 24 Spitaleinweisungen.

Iran: Delta-Variante führt zu neuem Corona-Höchstwert

Der Iran hat einen neuen Höchstwert bei den täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus erreicht. Als Ursache wird von den Gesundheitsbehörden eine zunehmende Verbreitung der Delta-Variante angegeben.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Montag wurden trotz eines Lockdowns binnen eines Tages 31 814 Neuinfektionen registriert. Im selben Zeitraum starben 322 Patienten im Zusammenhang mit dem Virus. Der bisherige Höchstwert lag bei 27 444 Fällen, registriert am letzten Dienstag. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionen im Iran liegt nun bei über 3,7 Millionen, die der Corona-Toten bei fast 89 000.

Der Iran ist von der Corona-Pandemie besonders hart betroffen, auch weil die Wirtschaftskrise und US-Sanktionen die Einfuhr von Impfstoffen für das Land erheblich erschwert haben. Die Impfkampagne für die mehr als 83 Millionen Menschen kommt daher auch nur schleppend voran. Bislang wurden ungefähr 13 Prozent der Iraner mit hauptsächlich chinesischen Vakzinen geimpft.

Deutsche Regierung will über zusätzliche Corona-Massnahmen beraten

Die deutsche Regierung will angesichts rasch steigender Corona-Infektionszahlen über ein stärkeres Gegensteuern beraten. Die aktuelle Lage biete trotz der niedrigen Inzidenzen durchaus Anlass zur Sorge, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Montag in Berlin.

Stand heute seien die Fallzahlen binnen einer Woche um 75 Prozent gestiegen. «Wenn sich diese Entwicklung so fortsetzt, müssen wir zusätzliche Massnahmen ergreifen.» Es gelte, alles zu tun, um eine Situation wie im Frühjahr zu vermeiden, sagte sie mit Blick auf die zurückliegende dritte grosse Corona-Welle. Sie betonte, die deutsche Regierung wolle «keine Impfpflicht durch die Hintertür».

Frankreichs Parlament beschliesst Impfpflicht für Gesundheitspersonal

In Frankreich gilt künftig für Beschäftigte im Gesundheitswesen eine Corona-Impfpflicht. Das Parlament in Paris stimmte in der Nacht zum Montag entsprechenden Plänen von Präsident Emmanuel Macron zu. Betroffen sind zum Beispiel Beschäftigte in Krankenhäusern und Pflegeheimen.

Die Abgeordneten billigten trotz landesweiter Proteste auch die Verschärfung anderer Regeln. Damit muss man im Alltag nun häufiger nachweisen, dass man negativ getestet oder geimpft ist beziehungsweise eine Erkrankung überstanden hat.

BAG: Covid-19 hat die Zahl anderer Infektionskrankheiten reduziert

Deutlich weniger Infektionen im vergangenen Jahr, mit Ausnahme solcher durch Zeckenbisse: Zu diesem Ergebnis kommt das Bundesamt für Gesundheit (BAG). Demnach gingen die meldepflichtigen Infektionskrankheiten im Vergleich zu 2019 um rund 20 Prozent zurück.

Erklärt werden könne dies durch den Rückgang der Übertragungen aufgrund von Massnahmen gegen Covid-19, heisst es im BAG-Bulletin, das am Montag veröffentlicht wurde. Im Jahr 2020 gab es demnach rund 65’000 Meldungen. Der Rückgang der Fälle reichte von 15 Prozent bis 90 Prozent im Vergleich zu den erwarteten Werten auf Basis der Jahre 2015 bis 2019. Einzig die Zahl der Fälle von zeckenübertragener Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) stieg im Jahr 2020 an (+13 Prozent).

Neben den verordneten Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus erklärt das BAG diesen Rückgang der Zahlen mit individuellen Verhaltensänderungen und mit einer vom Gesundheitssystem bedingten Untererfassung der Fälle. Dies seien aber lediglich mögliche Erklärungen.

Es gebe zwei verschiedene Mechanismen, die die Abnahmen begründen können, so das BAG: Erstens, dass bei gleicher Häufigkeit der Erkrankung in der Bevölkerung insgesamt weniger Fälle gemeldet wurden. Die tiefere Anzahl an gemeldeten Fällen müsse somit nicht notwendig eine Abnahme der Übertragungen widerspiegeln, sondern eine Untererfassung der tatsächlichen Fälle, weil Erkrankte keinen Arzt aufsuchten oder aufsuchen konnten.

Zweitens könne es sein, dass die 2020 erlassenen Massnahmen und Empfehlungen zur Kontrolle von Covid-19 auch zu einer Reduktion der Übertragung von anderen Erregern geführt haben. Für jede Krankheit dürften die beiden Mechanismen unterschiedlich stark die Fallzahlen beeinflusst haben, folgert das BAG.

Irland öffnet Innengastronomie für Geimpfte wieder

In Irland dürfen Restaurants und Cafés in Irland seit Montag auch in geschlossenen Räumen wieder Gäste bedienen. Zugelassen sind pro Tisch bis zu sechs Erwachsene, die vollständig geimpft sein müssen, sowie maximal neun Minderjährige als Begleitung. Kurzfristig änderten die Behörden die Regeln für die Kontaktnachverfolgung: Aus jeder Gruppe muss nur eine Person ihre persönlichen Daten angeben.

Erwartet wird, dass mehr als 3000 Pubs öffnen, die die bisher geltenden Abstandsregeln nicht erfüllen konnten oder wollten. Viele Kneipen hatten deshalb seit Beginn der Pandemie geschlossen. Bisher haben in dem EU-Staat knapp 2,4 Millionen Menschen – fast die Hälfte der Bevölkerung – zwei Impfungen gegen das Coronavirus erhalten.

Corona-Experte Fauci: USA bewegen sich in falsche Richtung

Der US-Gesundheitsexperte Anthony Fauci hat sich besorgt über das Tempo der Corona-Impfungen und steigende Infektionszahlen in den Vereinigten Staaten gezeigt. «Wir bewegen uns in die falsche Richtung», sagte er am Sonntag (Ortszeit) im Fernsehsender CNN. Der Berater von US-Präsident Joe Biden warnte vor einer «Pandemie der Ungeimpften». «Daher flehen wir die Menschen praktisch an, rauszugehen und sich impfen zu lassen.»

Die Zahl der Neuinfektionen steigt seit einigen Wochen in allen US-Bundesstaaten wieder an – verantwortlich dafür ist die Delta-Variante. Besonders angespannt ist die Lage in Staaten mit geringer Impfquote. Am Sonntag meldeten die Behörden insgesamt 15 711 neue Fälle, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität von Montag hervorgeht. Das sind etwa 3600 mehr als eine Woche zuvor. Die Zahl der Toten mit einer bestätigten Infektion sank von 138 auf 56.

Kanton Aargau führt zentrales Poolen ein

Im Kanton Aargau entfällt ab Montag für Betriebe und Pflegeheime das fürs repetitive Testen notwendige Poolen der Speichelproben von Testpersonen. Wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht, sollen diese künftig von einem Dienstleister zentral zusammengemischt werden.

Deshalb können neu auch Organisationen mit nur einer testwilligen Person teilnehmen. Die Schulen und sozialmedizinischen Institutionen starten das zentrale Poolen nach den Sommerferien am 9. August 2021.

18 Menschen trotz vollständiger Impfung im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben

Seit Beginn der Impfkampagne bis zum 22. Juli kam es in der Schweiz zu 300 Impfdurchbrüchen. Das zeigen die neusten Zahlen des BAG, die 20 Minuten vorliegen. Impfdurchbrüche sind Infektionen mit dem Coronavirus, die 14 Tage nach der zweiten Impfung stattfinden. In 78 Fällen musste die infizierte Person hospitalisiert werden, 18 Personen starben trotz vollständigem Impfschutz.

Insgesamt wurden bis zum 21. Juli 8’747’637 Impfdosen verabreicht, 3’985’251 Schweizer sind vollständig geimpft.

(Bild: Keystone)
Für Restaurantbesuche in Frankreich neu Gesundheitspass nötig

In Frankreich hat das Parlament das Gesetz zur Schaffung einer Impfpflicht für Mitarbeitende im Gesundheitswesen und der Ausweitung des sogenannten Gesundheitspasses verabschiedet. Das Zertifikat ist künftig auch in Restaurants und in Fernzügen vorgeschrieben. Hier lesen Sie mehr dazu.

(Bild: Keystone)

Mit 156 Ja-Stimmen, 60 Nein-Stimmen und 14 Enthaltungen wurde der Text am späten Sonntagabend von der Nationalversammlung angenommen. Gegen die Corona-Verschärfungen waren in Frankreich am Wochenende zehntausende Menschen auf die Strasse gegangen.

Tunesien: Proteste gegen Regierung wegen Corona-Welle

In Tunesien haben Hunderte Menschen wegen eines starken Anstiegs der Corona-Infektionen im Land protestiert und den Rücktritt der Regierung sowie die Auflösung des Parlaments gefordert. In der Hauptstadt Tunis blockierten Sicherheitskräfte am Sonntag die Strassen nahe dem Parlamentsgebäude. Hunderte drangen laut Augenzeugen trotzdem bis dorthin vor. Teils kam es dabei zu Rangeleien zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. Auch in anderen Teilen des Landes kam es zu Protesten. Berichte über Verletzte gab es zunächst nicht.

Tunesien erlebt derzeit einen starken Anstieg der Corona-Fallzahlen. (Bild: Keystone)

Tunesien erlebt derzeit einen starken Anstieg der Corona-Fallzahlen. Bisher wurden 555’000 Corona-Infektionen und etwa 18’000 Todesfälle gemeldet. Frankreich, Italien, Spanien sowie Länder im arabischen Raum lieferten Impfstoff, Beatmungsgeräte und anderes medizinisches Material, um das kleine Mittelmeerland zu unterstützen. Die Impfungen kommen nur langsam voran. Der Statistik-Website «Our World in Data» zufolge wurden bisher nur etwa sieben Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft.

Viele Urlauber nehmen Corona-Hochinzidenz in Spanien gelassen

Die Einstufung Spaniens als Corona-Hochinzidenzgebiet einschliesslich beliebter Urlaubsziele wie Mallorca, den Kanaren oder der Costa Brava haben viele deutsche Urlauber gelassen aufgenommen. Noch bis Montag, 23.59 Uhr, können sie unter Vorlage eines negativen Corona-Tests in die Heimat zurückzukehren. Ab Dienstag muss dann ein Nachweis über eine vollständige Impfung oder über eine überstandene Corona-Erkrankung erbracht werden, um einer zehntägigen Quarantäne zu entgehen.Erst nach fünf Tagen besteht die Möglichkeit, sich aus der Quarantäne freizutesten.

Dieselben Regeln gelten dann für die Niederlande und Georgien, die Bundesregierung erklärte auch diese beiden Länder zu Hochinzidenzgebieten. In den drei Staaten waren die Infektionszahlen zuletzt in die Höhe geschnellt.

Brasilianer gehen gegen Corona-Politik von Bolsonaro auf die Strasse

Die Corona-Politik von Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro stösst auf immer mehr Kritik: Erneut sind am Wochenende Tausende Brasilianer gegen die Regierung des rechten Staatschefs auf die Strasse gegangen. Bei Demonstrationen im ganzen Land forderten sie am Samstag ein Amtsenthebungsverfahren gegen Bolsonaro, mehr Impfungen gegen das Coronavirus und wirtschaftliche Hilfen in der Pandemie, wie das Nachrichtenportal «G1» berichtete.

Zu Protesten kam es in mindestens 27 Provinzhauptstädten, darunter Rio de Janeiro, São Paulo, Recife und Salvador sowie in der Hauptstadt Brasília. Nach Protesten im Januar, Mai, Juni und Anfang Juli war dies bereits das fünfte Mal, dass die Menschen im ganzen Land gegen Bolsonaro auf die Strassen gingen.

Slowakisches Parlament billigt Erleichterungen für Geimpfte

In der Slowakei soll das digitale Covid-Zertifikat der EU künftig als Eintrittskarte zum Beispiel für Geschäfte und Dienstleistungsbetriebe dienen können. Das Parlament in Bratislava schuf dafür am Sonntag die rechtliche Grundlage. Dafür stimmten nach Angaben der Agentur TASR 77 Abgeordnete des Nationalrats. Es gab 55 Nein-Stimmen und eine Enthaltung. Zum Einsatz kommen soll der sogenannte Grüne Pass erst im Fall einer weiteren Coronavirus-Welle. Das Zertifikat gibt Aufschluss über eine vollständige Impfung oder einen negativen Test.

Das Gesetzesvorhaben war von heftigen Protesten begleitet worden. Am Freitag hatte die Polizei Tränengas eingesetzt, um Hunderte Impfgegner an der Stürmung des Parlamentsgebäudes zu hindern. Bei den Zusammenstössen wurde eine Polizistin verletzt. Kritik an dem Gesetz übte auch der sozialdemokratische Ex-Ministerpräsident Peter Pellegrini: Er warnte vor der Aufspaltung der Menschen in zwei Klassen. Gesundheitsminister Vladimir Lengvarsky entgegnete, dass von Geimpften nur ein «minimales Risiko» ausgehe.

Britischer Gesundheitsminister verärgert mit Äusserung zu Corona

Mit einer Aussage zu Corona hat der neue britische Gesundheitsminister Sajid Javid Kritik auf sich gezogen. «Bitte lasst euch impfen, wenn ihr es noch nicht getan habt, während wir lernen, mit dem Virus zu leben, anstatt uns davor wegzuducken», twitterte Javid am Samstagnachmittag. Die Organisation Covid-19 Bereaved Families for Justice, die Angehörige von an Covid-19 Gestorbenen vertritt, bezeichnete den Kommentar als «zutiefst unsensibel», wie die BBC am Sonntag berichtete. Die Kritik bezog sich vor allem auf Javids Wortwahl: Er hatte das englische Wort «cower» benutzt, das sich im Deutschen mit «wegducken» oder «kauern» übersetzen lässt.

«Worte sind wichtig, und die Leichtfertigkeit und Nachlässigkeit dieser Aussage hat tiefes Leid verursacht», sagte der Mitgründer der Organisation, Jo Goodman. Auch der Labour-Politiker David Lammy kritisierte Javid und warf ihm vor, Menschen zu verunglimpfen, die sich und ihre Familien einfach nur schützen wollten. Immerhin seien unter der konservativen Regierung 129’000 Briten an Covid gestorben.

Demonstrationen gegen Corona-Massnahmen in Europa

In mehreren europäischen Ländern haben Tausende Menschen gegen wieder strengere Corona-Massnahmen und gegen Nachteile für Ungeimpfte demonstriert. In Frankreich gingen am Samstag landesweit mehr als 160’000 Menschen auf die Strassen, wie der französische Nachrichtensender Franceinfo berichtete. Sowohl dort als auch bei einer Demonstration von Impfgegnern in Athen kam es zu Ausschreitungen und Festnahmen. In Rom protestierten 3000 Menschen unter anderem gegen das digitale Corona-Zertifikat der EU, auch in anderen italienischen Städten wurde Medienberichten zufolge demonstriert.

In allen drei Ländern haben die Regierungen zuletzt die Corona-Massnahmen angesichts steigender Infektionszahlen wieder verschärft. In Frankreich wurde eine Impfpflicht für Gesundheitspersonal auf den Weg gebracht, in Griechenland ist eine solche bereits verfügt worden.

Zudem planen die Regierungen in Italien und Frankreich, den Zugang zu vielen Örtlichkeiten an den Nachweis einer Corona-Impfung, eines negativen Testergebnisses oder einer Genesung zu koppeln. In Frankreich könnten solche Nachweise bald etwa für Fernzüge und Einkaufszentren zur Pflicht werden, in Italien müssen entsprechende Nachweise ab dem 6. August etwa für den Besuch von Innenbereichen von Gaststätten und Fitnessstudios vorgelegt werden.

Republikanerin: «Es ist an der Zeit, den ungeimpften Leute die Schuld zu geben»

Im US-Bundesstaat Alabama steigen derzeit die Fallzahlen wieder stark an. Alabamas Gouverneurin Kay Ivey gibt Impfverweigerern die Schuld. Lesen Sie hier mehr.

In den USA herrschte Verwunderung über Iveys Aussage – solch drastische Worte ausgerechnet aus dem Mund einer Republikanerin? (Archivbild: Keystone)
Medienunternehmer Roger Schawinski lanciert Impf-Lotterie

Der Radiounternehmer Roger Schawinski lanciert eine Impf-Lotterie. Bares gibt es dabei zu gewinnen. Hier lesen Sie mehr.

Roger Schawinski lanciert eine Impf-Lotterie. Im Jackpot liegen zwei Mal 10’000 Franken und vier Mal 1000 Franken. (Archivbild: Keystone)
Nydegger: «Schweizer Tourismus muss sich in dieser neuen Welt zurechtfinden»

Bis sich der Schweizer Tourismus vollständig von der Covid-19-Pandemie erholt hat, wird es Jahrzehnte dauern. 2021 dürfte noch schlechter ausfallen als 2020. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
US-Golfstar DeChambeau positiv auf Corona getestet

Der amerikanische Golfstar Bryson DeChambeau wird die Olympischen Spiele in Tokio wegen eines positiven Corona-Tests verpassen. Beim letztjährigen US-Open-Sieger wurde die Infektion vor seiner Abreise in die japanische Hauptstadt festgestellt.

Damit fehlt einer der Favoriten auf die Goldmedaille bei dem olympischen Golfturnier (29. bis 1. August) im Kasumigaseki Country Club. Der Weltranglisten-Sechste DeChambeau wird nun durch seinen Landsmann Patrick Reed ersetzt.

Schwinger Remo Käser positiv auf Covid-19 getestet

Der Berner Schwinger Remo Käser ist positiv auf das Coronavirus getestet worden und muss für das Brünig-Schwinget am heutigen Sonntag Forfait erklären. Er hat Symptome von Covid-19. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Brasilianer protestieren gegen Corona-Politik von Präsident Bolsonaro

Tausende Brasilianer sind gegen die Corona-Politik der Regierung von Präsident Jair Bolsonaro auf die Strasse gegangen. Bei Demonstrationen im ganzen Land forderten sie am Samstag ein Amtsenthebungsverfahren gegen den rechten Staatschef, mehr Impfungen gegen das Coronavirus und wirtschaftliche Hilfen in der Pandemie, wie das Nachrichtenportal «G1» berichtete. Zu Protesten kam es in mindestens 13 Provinzhauptstädten, darunter Rio de Janeiro, Recife und Salvador.

Die Regierung von Präsident Bolsonaro verharmloste die Pandemie von Anfang an und stemmte sich mit Verweis auf die wirtschaftlichen Folgen gegen harte Ausgangsbeschränkungen. Zuletzt zog Bolsonaro auch den Sinn von Impfungen in Zweifel. Mittlerweile prüft ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss Bolsonaros Krisenmanagement in der Pandemie.

Zuletzt zog Bolsonaro auch den Sinn von Impfungen in Zweifel. (Bild: Keystone)
Wieder Proteste gegen strengere Corona-Regeln in Frankreich

In Paris und anderen französischen Städten haben wieder Tausende Menschen gegen die Verschärfung der Corona-Regeln demonstriert. Das berichteten der französische Nachrichtensender Franceinfo und andere Medien am Samstag. Der TV-Nachrichtensender BFM zeigte Bilder, wonach es in Paris am Rande des Protests zu Ausschreitungen kam – die Polizei habe Tränengas eingesetzt, so der Sender. Vor einer Woche waren nach Angaben des Innenministeriums landesweit rund 114’000 Menschen auf die Strassen gegangen.

Die Mitte-Regierung von Premier Jean Castex hatte angesichts eines Anstiegs der Corona-Zahlen strengere Massnahmen auf den Weg gebracht. Das Land mit rund 67 Millionen Menschen kämpft nach Einschätzung von Castex mit einer vierten Corona-Welle.

Tui: Die meisten Urlauber wollen auf Mallorca bleiben

Nach der angekündigten Hochstufung Spaniens zum Corona-Hochinzidenzgebiet gibt es zunächst keine Hinweise, dass eine grössere Zahl von Menschen ihre Mallorca-Urlaub vorzeitig abbrechen oder gebuchte Aufenthalte stornieren wollen. Lesen Sie hier mehr.

Polen plant längere Isolierung bei Delta-Variante des Coronavirus

Im Kampf gegen die ansteckendere Delta-Variante des Coronavirus und andere neue Mutanten verschärft Polen seine Quarantäneregeln. Wenn bei einem Infizierten eine Variante mit erhöhter Ansteckungsgefahr festgestellt wird, kann das Gesundheitsamt künftig über eine Verlängerung der häuslichen Isolierung auf bis zu drei Wochen entscheiden. Das geht aus einer neuen Verordnung des Gesundheitsministeriums hervor, wie das Nachrichtenportal «Gazeta.pl» am Samstag berichtete.

(Bild: Keystone)

Die Änderung soll demnächst im Amtsblatt veröffentlicht werden und damit in Kraft treten. Bisher galt, dass die Isolierung bereits nach zehn Tagen beendet werden kann, wenn der Betroffene keine Symptome mehr zeigt. Das Gesundheitsministerium in Warschau meldete am Samstag 122 Neuinfektionen und sechs Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung innerhalb von 24 Stunden. Seit Beginn der Pandemie starben in dem EU-Mitgliedstaat 75 241 Infizierte. Polen hat knapp 38 Millionen Einwohner.

Schweiz schickt 600 Sauerstoffkonzentratoren nach Indonesien

Die Schweiz hat am Samstag 600 Sauerstoffkonzentratoren in das stark von der Covid-19-Pandemie heimgesuchte Indonesien geschickt. Die Geräte haben einen Wert von rund einer Million Franken. Sie sind die sechste Hilfsgüterlieferung nach Jakarta. Der Gesamtumfang der Hilfsgüterlieferungen ins Ausland beträgt über 15 Millionen Franken.

Die Humanitäre Hilfe des Bundes reagiert damit auf das Hilfsersuchen des asiatischen Landes, wie das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Samstag mitteilte. Das Frachtflugzeug der Swiss startete am Samstag in Zürich Richtung Jakarta.

Neben den Sauerstoffkonzentratoren war auch medizinisches Schutzmaterial an Bord, namentlich über 12’000 Schutzanzüge und mehr als 45’000 Masken. In Jakarta nehmen die örtlichen Behörden die Güter in Empfang und verteilen sie. Die Botschaft kümmert sich mit den Behörden um eine faire Verteilung nach humanitären Prinzipien.

Britische Regierung lockert Quarantäne-Regeln für weitere Berufe

Wegen massiver Personalausfälle in vielen Bereichen hat die britische Regierung die Corona-Quarantäne-Regeln für weitere Berufsgruppen gelockert. So dürfen in England auch Zugführer, Grenzbeamte oder Feuerwehrleute, die Kontakt zu Corona-Infizierten hatten, sich nun täglich testen, statt in Quarantäne zu gehen. Dies gab die Regierung am Samstag bekannt. Zunächst hatten diese Sonderregeln nur für Beschäftigte des Gesundheitsdienstes und später auch für Beschäftigte der Lebensmittelversorgung gegolten.

(Bild: Keystone)

Weil in Grossbritannien derzeit so viele mit dem Coronavirus infiziert sind und noch deutlich mehr Menschen mit diesen in Kontakt gekommen sind, hapert es an vielen Stellen des öffentlichen Lebens: Züge fallen aus, Supermarktregale bleiben zeitweise leer und Mülltonnen werden nicht geleert. Millionen Briten müssen sich zu Hause isolieren. Mitte August sollen die Quarantäne-Regeln in England für alle vollständig Geimpften gelockert werden.

Brasilien: Infektions-Zahl schnellt wegen Nachmeldungen nach oben

Aufgrund Zehntausender Nachmeldungen hat Brasiliens Gesundheitsministerium innerhalb eines Tages mehr als 100’000 Corona-Infektionen registriert. Bei der Veröffentlichung der täglichen Fallzahlen am Freitagabend (Ortszeit) nannte das Ministerium in Brasília 108 732 neue Fälle. Der plötzliche Anstieg kam dadurch zustande, dass der Bundesstaat Rio Grande do Sul seine über 500 Tage gesammelten Corona-Daten aktualisiert und mehr als 64’000 neue Fälle auf einmal übermittelt hatte. Am Vortag hatte Brasilien etwa 50’000 neue Fälle registriert. Insgesamt haben sich im grössten Land Lateinamerikas damit bislang mehr als 19,6 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert.

(Bild: Keystone)
Vier Wochen ohne - nun kehrt Island zu Corona-Beschränkungen zurück

Wegen steigender Corona-Zahlen führt Island wieder neue Beschränkungen im öffentlichen Leben ein. Ab Sonntag müssen Bars und Clubs ab Mitternacht schliessen, bei Veranstaltungen sind dann maximal 200 Teilnehmer erlaubt, wie die Regierung am Freitagabend laut Berichten des isländischen Senders RUV mitteilte. Ausserdem sollen die Isländer wieder mindestens einen Meter Abstand halten und in Innenräumen Masken tragen.

Island hatte sich erst vor vier Wochen von seinen Corona-Massnahmen verabschiedet. Nach 15 Monaten Abstand halten, Maske tragen und weiteren Massnahmen wurden alle Beschränkungen aufgehoben. Zuvor war eine Woche lang kein neuer Corona-Fall mehr auf der Nordatlantik-Insel gemeldet worden. Rund 90 Prozent aller Isländer über 16 Jahren sind mindestens einmal gegen Corona geimpft.

Seit einigen Tagen hat sich der Trend aber wieder gedreht. Die inländische 14-Tage-Inzidenz, die die Isländer von Fällen an der Grenze unterscheiden, ist zuletzt auf 83,7 angestiegen, für die Fälle bei der Einreise lag sie für denselben Zeitraum bei 16,1. In den vergangenen Tagen kamen jeweils einige Dutzend Neuinfektionen hinzu, was für die Insel mit ihren rund 360 000 Einwohnern recht viel ist. Mehr als 1000 Menschen befanden sich am Freitag in Quarantäne.

Rio erwartet Dominanz von Delta-Variante

Nach den ersten Todesfällen durch die Delta-Variante des Coronavirus hat die Stadtverwaltung von Rio de Janeiro vor deren weiteren Ausbreitung gewarnt. «Es wird erwartet, dass die Delta-Variante in der Stadt bald vorherrschend sein wird», sagte der Gesundheitssekretär Rios, Daniel Soranz, bei der Pressekonferenz zur Situation der Corona-Pandemie in der brasilianischen Millionenmetropole am Freitag (Ortszeit).

(Bild: Keystone)

Demnach dominiert in Rio de Janeiro noch die Variante Gamma. Am Vortag waren im Bundesstaat Rio de Janeiro die ersten vier Todesfälle im Zusammenhang mit der Delta-Variante B.1 617.2 des Coronavirus bekanntgeworden. Die vier ausserhalb der Hauptstadt Rio Verstorbenen waren noch nicht komplett gegen Corona geimpft gewesen.

USA kaufen weitere 200 Millionen Impfdosen von Biontech und Pfizer

Die USA kaufen weitere 200 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs der Hersteller Biontech und Pfizer. Damit treffe die Regierung Vorbereitungen für die Impfung jüngerer Kinder und möglicherweise nötige Auffrischungsimpfungen für Erwachsene, erklärte die Sprecherin des Weissen Hauses, Jen Psaki, am Freitag in Washington. «Wir bereiten uns auf alle Möglichkeiten vor.»

Gut die Hälfte der Dosen soll bis zum Jahresende geliefert werden, der Rest bis April 2022, wie das US-Pharmaunternehmen Pfizer erklärte. Damit seien von der US-Regierung bislang 500 Millionen Dosen bestellt worden. Washington hatte sich vergangenes Jahr Optionen für die Bestellung von bis zu 600 Millionen Dosen gesichert.

Die USA kaufen weitere 200 Millionen Impfdosen von Biontech und Pfizer. (Bild: Keystone)

Zusätzlich hat die US-Regierung 500 Millionen Dosen bestellt, die an andere Länder abgegeben werden sollen. Sie hat bereits damit begonnen, Impfdosen der Hersteller Moderna, Johnson & Johnson, Astrazeneca und Pfizer/Biontech zu verschicken. Allein in dieser Woche seien 22 Millionen Dosen verschickt worden, sagte Psaki. Alles dazu gibt es hier.

Coronavirus führt zu Streit und zerstört Freundschaften

Das Coronavirus belastet Staat und Gesellschaft – und es spaltet Familien oder entzweit Freunde. Das sind die Resultate einer SRG-Umfrage.

Sie ergab, dass 62 Prozent der Befragten schon in solche Konflikte involviert waren wegen unterschiedlicher Ansichten über den Umgang mit dem Virus. Fast die Hälfte (48 Prozent) erlebte solche Konflikte schon im engeren Umfeld, 26 Prozent brachen sogar Kontakte gänzlich ab. Dies ergab eine Spezialauswertung im Rahmen des 8. SRG-Corona-Monitors durch die Forschungsstelle Sotomo für die Sendung «Schweiz aktuell» von Fernsehen SRF. Alles dazu lesen Sie hier.

Corona-Neuinfektionen in Türkei auf höchstem Stand seit Mitte Mai

In der Türkei ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Monaten gestiegen. Das Gesundheitsministerium meldete am Freitag 11 094 Neuinfektionen – so viele wie seit Mitte Mai nicht mehr. Innerhalb eines Tages starben 60 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19. Das 82 Millionen-Einwohner-Land hatte Anfang Juli alle Ausgangsbeschränkungen wegen der Pandemie aufgehoben. Seitdem steigen die Fallzahlen wieder.

FDP fordert kostenpflichtige Tests für Personen ohne Covid-Symptome

Die FDP fordert, dass Personen, die geimpft werden könnten, dies aber ablehnen, Antigen-Schnelltests selber bezahlen müssen, wenn sie symptomlos sind.

Zudem sollen künftige Massnahmen nur noch für Personen ohne Covid-Zertifikat gelten. (Symbolbild: Keystone)

Weiter verlangt die FDP, dass Unternehmen im Gesundheitssektor dafür sorgen müssen, dass die Mitarbeitenden mit Kontakt zu Risikogruppen geimpft sind. Die Behörden müssten die Unternehmen dazu anhalten. Eine Impfpflicht für das gesamte Personal wird aber nicht gefordert, schreibt die Partei am Freitag in einer Mitteilung. Mehr dazu hier.

Vietnam verzeichnet so viele Corona-Neuinfektionen wir noch nie

Vietnam hat am Freitag innerhalb von 24 Stunden mehr als 7300 Corona-Neuinfektionen registriert – so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie.

 

Vietnam meldet einen neuen Rekord an Corona-Infektionen. (Bild: Keystone)

Die Zahl sei fünf Mal so hoch wie die im Gesamtjahr 2020 verzeichneten Infektionen in dem südostasiatischen Land, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Am schlimmsten betroffen ist die grösste Stadt Ho-Chi-Minh-Stadt. Hier, wie auch in der Hauptstadt Hanoi, gelten strenge Einschränkungen. Die Menschen sollen nur noch ihre Häuser verlassen, wenn es absolut notwendig ist.

Am Donnerstag waren alle 689 Patienten und Mitarbeiter eines Rehabilitationszentrums für Drogenabhängige in Binh Duong im Süden des Landes positiv auf das Virus getestet worden, wie lokale Medien berichteten.

Deutschland verschärft Corona-Bewertung für Spanien und Niederlande

Die deutsche Regierung stuft Spanien und die Niederlande von Dienstag an als Corona-Hochinzidenzgebiete ein. Das gab das staatliche Robert Koch-Institut am Freitag bekannt.

Die Entscheidung folgt auf einen deutlichen Anstieg der Infektionszahlen in beiden Ländern in den vergangenen Wochen. Wer aus einem Hochinzidenzgebiet nach Deutschland zurückkehrt und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne, kann diese aber durch einen negativen Test nach fünf Tagen verkürzen.

Verschleiert an Bord: Corona-Infizierter gibt sich als seine Frau aus

In Indonesien hat ein Mann in der Kleidung seiner Frau und mit ihrem negativen PCR-Test eine Flugreise angetreten.

Er sei am vergangenen Wochenende vollverschleiert von der Hauptstadt Jakarta auf die knapp 2500 Kilometer entfernte Insel Ternate geflogen, teilte am Freitag der Generaldirektor des Flughafens Halim Perdanakusuma in Jakarta mit. Wie Medien berichteten, wurde der Mann später positiv auf das Coronavirus getestet. Ein Flugbegleiter habe beobachtet, wie der Mann im Flugzeug kurz vorm Aussteigen die Kleidung wechselte und habe daraufhin die Flughafenbehörde alarmiert. Mehr dazu lesen Sie hier.

4300 Fälle von unerwünschten Nebenwirkungen
Bei 4’319 von 8’747’637 in der Schweiz verabreichten Corona-Impfungen traten unerwünschte Nebenwirkungen auf. (Bild: Keystone)

Bei den über 8,5 Millionen in der Schweiz verabreichten Impfdosen gegen das Coronavirus sind bislang 4319 unerwünschte Nebenwirkungen gemeldet worden. Zwei Drittel davon waren nicht schwerwiegend.

Betroffen waren vor allem Frauen und ältere Personen, im Mittel waren diese 60,2 Jahre alt, wie Swissmedic am Freitag mitteilte. 25,7 Prozent waren gar 75 Jahre oder älter. Bei den Meldungen, bei denen die Nebenwirkung als schwerwiegend eingestuft wurde, waren die Betroffenen im Mittel 63,7 Jahre alt.

In 128 der schwerwiegenden Fälle sind die betroffenen Personen in unterschiedlichem zeitlichen Abstand zur Impfung gestorben. Gemäss Swissmedic gibt es trotz der zeitlichen Nähe in keinem Fall konkrete Hinweise, dass die Impfung zum Tod geführt hat. Das mittlere Alter dieser Personen lag bei 80,5 Jahren.

Mehr Nebenwirkungen bei Moderna

Weiterhin führt der Impfstoff von Moderna häufiger (60,4 Prozent) zu Nebenwirkungen als jener von Pfizer/Biontech (37,8 Prozent). Bei 76 Fällen respektive bei 1,8 Prozent wurde der Impfstoff nicht angegeben.

Gemäss Swissmedic ändern die gemeldeten und analysierten Nebenwirkungen das Nutzen-Risiko-Profil der beiden in der Schweiz zugelassenen Impfstoffe nicht.

Delta-Variante dominiert in grossen Teilen Europas

Die ansteckendere Delta-Variante dominiert mittlerweile die Corona-Pandemie in grossen Teilen Europas. Das teilten die EU-Gesundheitsbehörde ECDC und das Europa-Büro der Weltgesundheitsorganisation WHO am Freitag mit.

Zwischen dem 28. Juni und 11. Juli erfasste Daten zeigten, dass Delta in 19 von 28 Ländern mit ausreichenden Informationen die dominierende Variante gewesen sei. Der durchschnittliche Anteil an den analysierten Corona-Fällen lag demnach in diesen 19 Staaten bei 68,3 Prozent. Die zuvor dominierende Alpha-Variante kam auf einen Anteil von 22,3 Prozent.

EU-Behörde empfiehlt Impfstoff von Moderna für Kinder und Jugendliche

Der Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna kann nach einer Empfehlung der EU-Arzneimittelbehörde EMA auch Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren gespritzt werden.

Die Experten der EMA bewerteten am Freitag in Amsterdam die entsprechenden Daten von Studien positiv und machten den Weg frei für die Zulassung des Impfstoffes für 12- bis 17-Jährige. Die EU-Kommission muss dem noch zustimmen, das aber gilt als Formsache.

Die EMA empfiehlt den Moderna-Impfstoff auch für Kinder und Jugendliche einzusetzen. (Bild: Keystone)

Das Präparat von Moderna «Spikevax» wäre damit der zweite Corona-Impfstoff, der auch jungen Menschen verabreicht werden darf. Ende Mai war der Impfstoff von Pfizer/Biontech auch für 12- bis 17-Jährige zugelassen worden. Grundlage des Antrags von Moderna war eine Studie bei 2500 Jugendlichen in den USA. Die Wirksamkeit lag nach Angaben des Unternehmens bei 100 Prozent.

Die Covid-19-Impfungen in der Schweiz im Überblick
(Quelle: Keystone-SDA, Quelle: BAG)
Russlands Zentralbank hebt Leitzins von 5,5 auf 6,5 Prozent an

Die russische Zentralbank hebt angesichts der hartnäckigen hohen Inflation ihren Leitzins so deutlich an wie seit 2014 nicht mehr. Der Satz steige von 5,5 auf 6,5 Prozent, kündigte sie am Freitag in Moskau an.

Die Währungshüter rechnen in diesem Jahr mit einer Teuerungsrate zwischen 5,7 und 6,2 Prozent, 2022 dann von 4,0 bis 4,5 Prozent. Eigentlich wird von der Notenbank ein Wert von vier Prozent angestrebt. Sie behielt sich deshalb weitere Zinserhöhungen vor.

Medaillenkandidat Geens positiv auf Corona getestet

Der belgische Triathlet Jelle Geens ist positiv auf das Coronavirus getestet worden und muss auf ein Antreten im Männer-Einzel am Montag verzichten. Der 28-Jährige galt als Medaillenanwärter. Er sei mit Corona infiziert worden, während er sich auf die Olympischen Spiele in Europa vorbereitete, teilte das nationale olympische Komitee mit.

Nach den Regeln sei eine Abreise nach Tokio nur möglich, wenn der Reisende 14 Tage vor der Abfahrt symptomfrei sei und zweimal negative Tests in den letzten 96 Stunden vor der Abreise bei einem von Japan anerkannten Labor absolviert habe. «Wenn möglich, wird er in den kommenden Tagen nach Tokio fliegen, sobald dies in Übereinstimmung mit den Regeln ist, um an der Mixed-Staffel am Samstag (31. Juli) teilzunehmen», erläuterte das Komitee. Geens sei symptomfrei.

BAG: 46,1 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft

Vom 16. Juli bis 22. Juli sind in der Schweiz 318’749 Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht worden. Damit sind 46,1 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. Dies geht aus den Angaben hervor, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag auf seiner Website veröffentlichte.

Insgesamt wurden seit Beginn der Impfkampagne 8’747’637 Impfungen verabreicht. 3’985’251 Personen haben zwei Impfdosen erhalten, bei 777’135 Personen wurde bislang nur die Erstimpfung vorgenommen.

Pro Tag wurden letzte Woche durchschnittlich 45’536 Impfungen durchgeführt. Im Vergleich zur Woche davor sank die Impfkadenz um 17 Prozent.

BAG meldet 791 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag innerhalb von 24 Stunden 791 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG zwei neue Todesfälle und 13 Spitaleinweisungen. Alles zum Thema lesen Sie hier.

(Bild: Keystone)
Schweden lässt Einsatz von Astrazeneca-Impfstoff auslaufen

Schweden verabschiedet sich allmählich vom Einsatz des Corona-Impfstoffes des britisch-schwedischen Pharmakonzerns Astrazeneca.

Wie die Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten am Freitag mitteilte, sind 89 Prozent der Menschen über 65 Jahre – die Bevölkerungsgruppe, die in Schweden hauptsächlich Astrazeneca erhalten hat – mittlerweile vollständig geimpft. Aus diesem Grund hat sich die Behörde nun dazu entschlossen, die Verteilung des Präparats an die einzelnen Regionen des skandinavischen EU-Landes zu beenden und die Verwendung des Mittels somit nach und nach einzustellen.

Die Regionen, die noch Astrazeneca-Impfstoff vorrätig haben, können demnach entweder diesen oder die Mittel von Biontech/Pfizer und Moderna verwenden. Ein Teil der verbliebenen Astrazeneca-Dosen soll gespendet werden.

Zugleich können Menschen im Alter von über 65 Jahren in der Region Stockholm bald wählen, ob sie die verbleibenden Astrazeneca-Dosen oder lieber Pfizer/Biontech oder Moderna bekommen möchten. Die Hoffnung ist, dass sich mehr Ältere so dazu entschliessen, sich vollständig impfen zu lassen, wie die Region mitteilte.

Slowakische Polizei setzt Tränengas gegen Impfgegner ein

Vor dem slowakischen Parlament ist es am Freitag zu Zusammenstössen zwischen Corona-Impfgegnern und der Polizei gekommen.

Die Beamten setzten Tränengas ein, um Hunderte Demonstranten an der Stürmung des Nationalrats in der Hauptstadt Bratislava zu hindern. Eine Polizistin sei verletzt worden, berichtete die Nachrichtenagentur TASR unter Berufung auf die Rettungsdienste. Die Protestierenden skandierten demnach Sprüche wie «Impffaschismus», «Gestapo» und «Wir geben nicht auf».

Hintergrund ist ein Gesetzesvorhaben, das Erleichterungen für Geimpfte zum Beispiel beim Einkaufen in Geschäften ermöglichen soll. Grundlage dafür soll das digitale EU-Impfzertifikat sein. Die Regierung erhofft sich davon, dass die Impfbereitschaft steigt.

«Wir ergreifen diese Massnahmen, um das Leben aller Bürger zu schützen – auch zum Schutz der Demonstranten», sagte Ministerpräsident Eduard Heger. In dem EU-Mitgliedstaat mit knapp 5,5 Millionen Einwohnern sind inzwischen mehr als 1,9 Millionen Menschen vollständig geimpft.

Protest gegen neue Corona-Regeln in Italien

In Italien haben Gegner des sogenannten Grünen Passes gegen strengere Zutrittsregeln zu Restaurants und Bars als Reaktion auf die Corona-Pandemie protestiert.

Etwa 2000 Menschen versammelten sich Medienberichten zufolge am späten Donnerstagabend zu einer Kundgebung in Turin. Nein zum Grünen Pass, forderten die Demonstranten, wie im Fernsehen zu sehen war. Das digitale Corona-Zertifikat der EU wird in Italien auch Grüner Pass genannt.

Junge Erwachsene in England am stärksten von Corona betroffen

Junge Erwachsene sind in der jüngsten Infektionswelle in England am stärksten betroffen. Das geht aus Zahlen der Gesundheitsbehörde Public Health England hervor, die in dieser Woche veröffentlicht wurden.

Demnach lag die Zahl der Neuinfektionen auf 100’000 Menschen innerhalb einer Woche in dieser Altersgruppe bei zuletzt knapp 1155 – der höchste je festgestellte Wert seit Ausbruch der Pandemie im vergangenen Jahr. Insgesamt wurde die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz in Grossbritannien zuletzt mit 488 angegeben.

(Bild: Keystone)

Gründe für die hohe Ansteckungsrate dürfte nach Ansicht von Experten unter anderem sein, dass die Impfrate bei jüngeren Menschen niedriger ist als bei den Älteren. In Grossbritannien wurde streng nach Altersgruppen geimpft, angefangenen bei den Ältesten. Knapp 60 Prozent der 20- bis 29-Jährigen haben erst eine Impfung bekommen. Hinzu komme, dass Menschen dieser Altersgruppe mehr soziale Kontakte pflegen als ältere Menschen.

Mehr Zahlungen ohne Bargeld im Euroraum im Corona-Krisenjahr

Der Trend zum Bezahlen ohne Scheine und Münzen hat in der Corona-Krise im Euroraum einen weiteren Schub erhalten. Im vergangenen Jahr wurden Zahlungen im Umfang von fast 102 Milliarden nach zuvor 98 Milliarden Euro bargeldlos abgewickelt, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Freitag mitteilte. Der Gesamtwert der Transaktionen stieg gegenüber dem Vorjahr um 8,7 Prozent auf gut 167 Billionen Euro. Lesen Sie hier mehr.

Bargeldloses Bezahlen erlebte in der Pandemie einen Aufschwung. (Bild: Keystone)
Rund 73 Prozent der Freiburger Bevölkerung hat Covid-19-Antikörper

Sieben von zehn Freiburgern im Alter von über 20 Jahren wiesen im Juni Antikörper gegen Covid-19 auf. Bei den über 65-Jährigen sind es gar 90 Prozent, wie die vorläufigen Ergebnisse der Corona-Immunitas-Studie für den Kanton Freiburg zeigen.

In der Altersgruppe der 20- bis 64-Jährigen verfügten fast 69 Prozent der Bevölkerung über Antikörper. Keine Unterschiede gab es zwischen den Geschlechtern, wie die Universität Freiburg am Freitag mitteilte.

Die relativ hohen Raten erklären die Wissenschaftler mit der grossen Zahl an Geimpften insbesondere bei den über 65-Jährigen, aber auch mit dem Anstieg der mit dem Virus Infizierten.

Nach der ersten Welle der Epidemie lag der Antikörper-Anteil in der erwachsenen Bevölkerung im Sommer 2020 noch bei 8 Prozent. Nach der zweiten Welle anfangs 2021 stieg die Quote auf 19 Prozent. Bis im September werden weitere Analysen durchgeführt, um die Rolle der ausschlaggebenden Faktoren für die steigende Immunität zu bestimmen.

Dann sollen auch Vergleiche mit anderen Regionen in der Schweiz möglich sein. Die steigende Immunität sei zwar sehr erfreulich, sie reiche aber wahrscheinlich nicht, um die Zirkulation des Virus blockieren, heisst es in der Mitteilung weiter.

Frankreichs Nationalversammlung stimmt strengeren Corona-Regeln zu

Die französische Nationalversammlung hat die von der Regierung angestrebte Verschärfung der Corona-Regeln gebilligt. In erster Lesung stimmten die Abgeordneten am frühen Freitagmorgen einem Gesetzesvorhaben zu, das die Ausweitung der Nachweispflicht über einen negativen Coronatest, eine Impfung oder Genesung vorsieht.

Auch der Impfpflicht für Gesundheitspersonal gaben die Abgeordneten ihre Zustimmung. Nun muss noch der Senat als zweite Parlamentskammer die neuen Regelungen genehmigen, damit ein Nachweis ab August auch für Fernzüge, Bars, Restaurants und Einkaufszentren nötig wird.

Angesichts eines Aufflammens des Coronavirus in Frankreich hatte Staatschef Emmanuel Macron unlängst eine Verschärfung der geltenden Hygienebestimmungen in dem Land angekündigt. Bereits seit Mittwoch muss etwa in Kinos und Museen ein negativer Corona-Test oder ein Impf- oder Genesungsnachweis gezeigt werden. Zuletzt hatte es auf 100 000 Menschen innerhalb einer Woche landesweit etwa 87 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gegeben. Die Delta-Variante macht eine deutliche Mehrheit der Fälle aus.

Mehr Corona-Fälle in den USA – niedrige Impfquote beunruhigt

In den USA nimmt die Zahl der an einem Tag erfassten Corona-Neuinfektionen weiter zu. Die Behörden meldeten am Donnerstag 56’069 neue Fälle, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Freitagmorgen (MESZ) hervorging.

Das sind etwa 27 600 mehr als vor genau einer Woche. Die Zahl der Toten mit einer bestätigten Corona-Infektion stieg im Wochenvergleich von 283 auf 330. Die bisherigen Höchstwerte wurden am 2. Januar mit 300’462 Neuinfektionen sowie am 12. Januar mit 4461 Toten verzeichnet.

(Bild: Keystone)

Wie der Corona-Koordinator der Regierung, Jeff Zients, am Donnerstag in einer Pressekonferenz mitteilte, steigt die Zahl der Neuinfektionen in Landesteilen mit niedrigerer Impfquote besonders stark an. Derzeit machten die Gliedstaaten Florida, Texas und Missouri, die im landesweiten Vergleich weniger Impfungen verzeichneten, rund 40 Prozent aller neuen Fälle in den USA aus. Nach Schätzungen der Gesundheitsbehörde CDC ist die besonders ansteckende Delta-Variante inzwischen für rund 83 Prozent aller erfassten Infektionen im Land verantwortlich.

Autobauer Volvo macht mehr Geschäft als vor der Corona-Krise

Der zum chinesischen Geely-Konzern gehörende schwedische Autobauer Volvo hat im ersten Halbjahr dank der Markterholung mehr Umsatz und Gewinn gemacht als vor der Krise. Offen bleibt noch, ob Volvo an die Börse gebracht werden soll.

Der Umsatz von Volvo Cars kletterte gegenüber dem pandemiebedingt sehr schwachen Vorjahreszeitraum dank gestiegener Verkäufe um ein gutes Viertel auf 141,1 Milliarden schwedische Kronen, wie das Unternehmen am Freitag in Göteborg mitteilte. Das sind umgerechnet knapp 15 Milliarden Franken und es sind mehr als vor der Corona-Krise in den ersten sechs Monaten 2019 umgesetzt wurden.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern lag bei 13,2 Milliarden Kronen, was einer operativen Marge von 9,4 Prozent entspricht. Unter dem Strich stand ein Nettogewinn von 9,6 Milliarden Kronen, bei dem auch ein positiver Bewertungseffekt der Elektro-Luxustochter Polestar zum Tragen kam. Vor einem Jahr hatte Volvo wie die meisten Autohersteller rote Zahlen geschrieben.

Neuseeland setzt Corona-Regelung mit Australien aus

Nach einem Anstieg der Corona-Neuinfektionen in Australien wegen der hochansteckenden Delta-Variante hat Neuseeland das quarantänefreie Reisen zwischen beiden Ländern vorerst ausgesetzt. Die Regelung gelte ab Freitagnacht (Ortszeit) für mindestens zwei Monate, kündigte die neuseeländische Ministerpräsidentin Jacinda Ardern an. «Dies ist keine Entscheidung, die wir leichtfertig getroffen haben, aber es ist die richtige Entscheidung, um die Sicherheit der Neuseeländer zu gewährleisten», betonte sie.

In Australien sind die Corona-Zahlen zuletzt gestiegen. Besonders betroffen ist der Bundesstaat New South Wales mit der Metropole Sydney. Landesweit befindet sich etwa die Hälfte der Bevölkerung in Down Under im Lockdown. «Meine starke Botschaft an jeden Neuseeländer in Australien, der nicht auf Dauer dort bleiben möchte, ist: Komm nach Hause», sagte Ardern.

Beide Länder hatten Mitte April erstmals wieder quarantänefreies Reisen zwischen beiden Ländern erlaubt. Ansonsten sind die Grenzen seit März 2020 weitgehend geschlossen.

US-Immunologe Fauci wird von New Yorker Museum geehrt

Der US-Immunologe und Präsidentenberater Anthony Fauci (80) wird von der New Yorker Historical Society für seine Verdienste um das amerikanische Gesundheitswesen ausgezeichnet. Fauci solle bei einer Gala im Oktober mit dem «History Maker Award» ausgezeichnet werden, teilte das Museum in Manhattan am Donnerstag mit.

(Bild: Keystone)

«Es ist uns eine grosse Ehre, Dr. Fauci für seine jahrzehntelange Arbeit auszuzeichnen und unsere Dankbarkeit für einen Mann auszudrücken, der unserer Nation in einigen ihrer dunkelsten Stunden Hoffnung gegeben hat», sagte die Vorsitzende des Museumskuratoriums, Pam Schafler.

Weihnachts-Show der New Yorker «Rockettes» ist zurück

Nach einer Pause wegen der Corona-Pandemie soll die in New York seit Jahrzehnten beliebte Weihnachts-Tanzshow der «Rockettes» in diesem Jahr wieder zurückkehren.

Vom 5. November bis zum 2. Januar würden die «Rockettes» in der berühmten Radio City Music Hall wieder ihre Beine in die Luft schwingen, teilten die Veranstalter am Donnerstag mit.

Im vergangen Jahr hatte die Show, die seit 1933 aufgeführt wird und insgesamt bereits von rund 70 Millionen Zuschauern gesehen wurde, wegen der Pandemie abgesagt werden müssen.

Die Metropole New York war im vergangenen Frühjahr zum Epizentrum der Pandemie in den USA geworden. Nachdem das Infektionsgeschehen zuletzt weitgehend unter Kontrolle gebracht worden war, waren so gut wie alle Einschränkungen aufgehoben worden.

Kennzeichnung Ungeimpfter «hochproblematisch»

Die Schutzwirkung und die Langzeitfolgen von Covid-19 sind noch nicht abschliessend untersucht. In einer solch unsicheren Situation ein Impfobligatorium zu fordern, ist laut der Ethikerin Ruth Baumann-Hölzle heikel. Das berichtet die «Neue Zürcher Zeitung» am Freitagmorgen. Ungeimpfte Personen zu kennzeichnen impliziere, dass die Geimpften moralisch die besseren Menschen seien. Das sei hochproblematisch.

IWF bescheinigt Fed hohe Effektivität in Corona-Pandemie

Das Gremium des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat der US-Notenbank Fed eine hohe Effektivität bei der Bewältigung der Corona-Pandemie bescheinigt. Das Gremium veröffentlichte am Donnerstag (Ortszeit) seinen Bericht über die jährliche Bewertung der US-Wirtschaftspolitik.

Im Bericht erklärte der IWF, dass die Fed ihre Überlegungen zukünftig sorgfältig kommunizieren müsse, um sicherzustellen, dass der eventuelle Rückzug der geldpolitischen Anpassung und der Ankäufe von Vermögenswerten geordnet und transparent verlaufe.

Nur so könne man Missverständnisse am Markt, Volatilität in der Marktpreisbildung und/oder eine ungerechtfertigte Verschärfung der finanziellen Bedingungen vermeiden.

Der Vorstand des Fonds hiess die Vorschläge der US-Regierung, in die Infrastruktur zu investieren, gefährdete Haushalte zu unterstützen, die Erwerbsbeteiligung zu erhöhen und die Produktivität zu verbessern, willkommen.

Der IWF merkte an, dass die Vereinigten Staaten ihre Ausgaben auf Programme konzentrieren sollten, die Einfluss auf die Produktivität, die Erwerbsbeteiligung, die Armutsbekämpfung und den Übergang zu einer emissionsärmeren Wirtschaft hätten.

Italien verschärft Corona-Massnahmen – Neue Zutrittsregeln

Angesichts steigender Infektionszahlen verschärft Italien die Corona-Regeln. Ab dem 6. August ist unter anderem für Restaurantbesuche im Innenbereich, in Museen, Fitnessstudios und Schwimmbädern mindestens ein einfacher Impfnachweis, ein negativer Corona-Test oder ein Genesungsnachweis notwendig. Dies gab der italienische Ministerrat am Donnerstagabend bekannt. Der Notstand wurde einer Mitteilung zufolge bis zum 31. Dezember verlängert

In dem Land mit rund 60 Millionen Einwohnern ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen zuletzt wieder gestiegen. Experten zufolge wurden vor allem bei jungen Menschen mehr Ansteckungen registriert. «Die Delta-Variante ist bedrohlich, weil sie sich schnell ausbreitet», sagte Ministerpräsident Mario Draghi bei einer Pressekonferenz am Abend. Gesundheitsminister Roberto Speranza betonte, dass sich die Menschen impfen lassen sollten.

Wegen steigender Neuansteckungs-Zahlen sollen in Italien in Innenräumen von Restaurants bald strengere Corona-Regeln gelten. (Bild: Keystone)

Den Angaben zufolge sollen für die Einteilung der Risiko-Zonen gegen die Pandemie (weisse, gelbe, orangene und rote Zonen) ab August neue Regeln gelten. Statt der Inzidenz werden demnach künftig die Auslastung der Krankenhausbetten auf den Covid-19-Stationen sowie auf den Intensivstationen die entscheidenden Parameter sein.

Am Donnerstag registrierten die Gesundheitsbehörden in Italien knapp 5’057 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages und 15 Tote. Mehr als 53 Prozent der Bevölkerung über zwölf Jahre wurden bislang vollständig geimpft.

Anstieg der Corona-Zahlen in Spanien verlangsamt sich

Der rasante Anstieg der Corona-Zahlen in Spanien während der vergangenen Wochen hat sich etwas abgeflacht. Die Zahl der Neuerkrankungen je 100’000 Einwohner binnen sieben Tagen stieg nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Madrid vom Donnerstagabend auf 333. Das war nur ein Zähler mehr als am Vortag.

Für die Balearen mit Mallorca als liebster Ferieninsel der Deutschen wurde der Wert mit 365 angegeben – eine Steigerung von 18 Zählern im Vergleich zu Mittwoch. Damit liegen Spanien insgesamt und auch 16 seiner 17 Regionen über dem Wert von 200, ab dem Deutschland ein Land oder eine Region zum Hochinzidenzgebiet erklären kann.

Nach einem rasanten Anstieg flachen die Fallzahlen auf der beliebten Ferieninsel Mallorca langsam ab. (Bild: Keystone)

Bei der Entscheidung über die Frage, ob Spanien oder einzelne Regionen vom Risikogebiet zum Hochinzidenzgebiet hochgestuft werden müssen, sollen aber auch andere Faktoren als nur die Inzidenzen berücksichtigt werden. Dies könnten etwa die Lage im Gesundheitssystem, die Todesrate und der Stand der Impfkampagne sein.

In Spanien sind derzeit etwa 13,5 Prozent der Betten auf Intensivstationen mit Corona-Patienten belegt, binnen sieben Tagen wurden 78 Corona-Tote gezählt. 70 Prozent der 47 Millionen Einwohner haben mindestens eine Corona-Impfung verabreicht bekommen, 52,8 Prozent sind vollständig geimpft.

Israel will Grünen Pass wegen Corona-Neuanstiegs wieder einführen

Angesichts wieder steigender Corona-Infektionszahlen in Israel soll in dem Land der sogenannte Grüne Pass wieder eingeführt werden. Das Corona-Kabinett beschloss am Donnerstag, für Versammlungen von mehr als 100 Menschen erneut Beschränkungen zu verhängen. Teilnehmer, die älter als zwölf Jahre alt sind, müssen demnach am Eingang eine Bescheinigung für Geimpfte oder Genesene vorzeigen oder ein negatives Corona-Testergebnis. Dies soll unter anderem für Sport- und Kulturveranstaltungen sowie Fitnessstudios, Restaurants, Konferenzen und Gebetshäuser gelten.

Ausserdem beschloss das Corona-Kabinett neue Beschränkungen für Flugreisende. Die Liste «roter» Länder, die nur mit Sondergenehmigung besucht werden dürfen, wurde um Grossbritannien, Georgien, Zypern und die Türkei erweitert. Auch geimpfte Reisende müssen bei der Einreise nach Israel in Quarantäne, bis sie ein negatives Testergebnis haben. Nicht geimpfte Reisende müssen für eine Woche in Quarantäne.

Die neuen Vorschriften, die auch noch von der ganzen Regierung gebilligt werden müssen, sollen in einer Woche in Kraft treten. Am Mittwoch waren bereits Beschränkungen für Festhallen verhängt worden. Die im Juni aufgehobene Maskenpflicht in geschlossenen Räumen gilt inzwischen wieder. Laut der Entscheidung des Corona-Kabinetts müssen Menschen, die sich nicht gegen Corona impfen lassen wollen, vom 8. August an die Kosten für Tests selbst tragen.

Bezirksgericht Zürich verurteilt zwei Maskenverweigerer

Das Bezirksgericht Zürich hat am Donnerstagnachmittag zwei überzeugte Maskengegner schuldig gesprochen, weil sie im Zug keine Maske trugen. Das Gericht entschied damit anders, als andere Zürcher Bezirksgerichte zuvor in ähnlichen Fällen.

Das Bezirksgericht Zürich verurteilte in zwei unabhängigen Verfahren einen 69-jährigen und einen 41-jährigen Schweizer, weil sie im August 2020 ohne die wegen der Covid-19-Pandemie vorgeschriebenen Schutzmasken in Zügen gefahren sind. Auch vor Gericht erschienen beide konsequent ohne Maske.

«Ich bin jetzt 69 Jahre alt, habe noch nie eine Maske getragen, und werde auch nicht mehr damit anfangen», sagte der eine Beschuldigte. Er war ohne die vorgeschriebene Maske zur Verhandlung erschienen und wurde erst nach Diskussionen am Empfang überhaupt ins Gebäude eingelassen.

Mit Jesus argumentiert

Auch beim zweiten Prozess am Donnerstagnachmittag bei dem einem 41-jährigen Schweizer vorgeworfen wurde, ohne Maske in der S-Bahn gefahren zu sein, erschien der Einsprecher ohne Maske zur Verhandlung. Er berief sich auf «besondere Gründe», unter anderem religiöse. «Ich bin Christ, und Jesus hätte ganz bestimmt keine Maske getragen.»

Ein medizinisches Attest, welches von der Maskentragpflicht befreit, konnten beide nicht vorweisen. Beide Maskenverweigerer mussten den Gerichtssaal deshalb nach wenigen Minute wieder verlassen. Das Gericht bestand darauf, dass sie Masken tragen müssten, wenn sie bleiben wollten.

Beide Männer wehrten sich gegen ihre jeweiligen Strafbefehle des Statthalteramts Zürich, gemäss denen sie wegen Verstosses gegen die Maskentragpflicht zu einer Busse von 330 Franken und Gebühren in derselben Höhe verurteilt wurden.

Das Gericht bestätigte beide Strafbefehle und sprach die zwei Männer schuldig. In beiden Fällen wurden Bussen von 330 Franken gesprochen. Hinzu kommen Gerichtsgebühren in der Höhe von 600 Franken.

Die beiden verurteilten Männer haben sich nicht an die Maskenpflicht im Zug gehalten. (Bild: Keystone)
Coronafälle bei Schweizer Gruppengegnern

In Tokio sind gleich zwei Beachvolleyballer positiv auf das Coronavirus getestet worden, die in dieselben Vorrundengruppen zugelost wurden wie Schweizer Duos. Bis am Freitagmorgen können die Verbände Spieler nach-, respektive ummelden.

Aus dem tschechischen Team, das in Tokio besonders viele positive Corona-Fälle zu beklagen hat, ist Marketa Slukova betroffen, deren Ehemann und Trainer Simon Nausch zuvor bereits positiv getestet worden war. Slukova und ihre Partnerin Barbora Hermannova sollten am Montag die zweiten Gruppengegnerinnen von Nina Betschart und Tanja Hüberli sein.

Der positive Test sei eine «riesige Enttäuschung», teilte die 33-Jährige mit. Sie habe «geweint, geschimpft und wieder geweint». Nach Angaben eines Sprechers des Nationalen Olympischen Komitees (NOK) muss Slukova nun für zehn Tage in Quarantäne, ihre Teilnahme an den Spielen in Tokio sei damit praktisch ausgeschlossen.

Sicherheitstests decken 136 Schwachstellen bei Covid-Zertifikat auf

Sicherheitstests zum Covid-Zertifikat haben laut dem Bund bislang 136 mögliche Schwachstellen aufgedeckt. Angesichts der umfangreichen Menge an Programmiercodes und Infrastrukturen sei die Zahl der Befunde als «normal» einzustufen. Dies teilte das Nationale Zentrum für Cybersicherheit (NCSC) am Donnerstag, 22. Juli, auf seiner Webseite mit. In einem 16-seitigen Bericht gibt die Behörde einen Überblick zu den bis letzter Woche gemeldeten Schwachstellen. Mehrere kritische Mängel würden noch analysiert und aus Sicherheitsgründen vorerst nicht veröffentlicht, hiess es.

Sicherheitstests zum Covid-Zertifikat haben laut dem Bund bislang 136 mögliche Schwachstellen aufgedeckt. (Bild: Keystone)

Teilweise wurden die gemeldeten Probleme bereits behoben. Teils besteht laut NCSC kein Handlungsbedarf, da die Entwicklung nach expliziten nationalen oder europäischen Vorgaben durchgeführt wurde, oder es sich vereinzelt um Fehleinschätzungen der Meldenden handelte.

Getestet wurden unter anderem Systeme und deren Komponenten rund um das Ausstellen der Covid-Zertifikate. Ferner Dienste für die dezentrale Offline-Überprüfung gesperrter Zertifikate und die mobilen Apps für Zertifikatsinhaberinnen und -inhaber sowie für die elektronische Überprüfung der ausgestellten Zertifikate.

Berufsverband für Pflege gegen Impfpflicht und Kennzeichnung

Der Schweizer Berufsverband der Pflegefachfrauen und -männer (SBK) unterstützt die Impfkampagne gegen das Coronavirus ausdrücklich und empfiehlt die Impfung allen Pflegenden. Ein Obligatorium für die Branche lehnt er aber ab. Auch eine Kennzeichnung geimpfter Pflegender kommt für den SBK nicht in Frage.

Der Schweizer Berufsverband der Pflegefachfrauen und -männer (SBK) unterstützt die Impfkampagne gegen das Coronavirus ausdrücklich und empfiehlt die Impfung allen Pflegenden. (Symbolbild: Keystone)

Dem Verband ist klar, dass die Covid-19-Pandemie nur mit einer sehr hohen Durchimpfung der Bevölkerung unter Kontrolle zu bringen ist, wie er am Donnerstag schreibt. Darum fordert der SBK seine Mitglieder zu einem Entscheid auf wissenschaftlicher Basis auf.

Das Resultat dieser Abwägung sei letztlich aber immer ein persönlicher Entscheid, den es zu achten gelte. Ein Impfobligatorium wäre deshalb in der aktuellen und bereits vor der Pandemie bestehenden Belastungssituation kontraproduktiv, schreibt er. Das Obligatorium könnte der «letzte Tropfen» sein, «der das Fass zum Überlaufen bringt und noch mehr Pflegende aus dem Beruf drängt», befürchtet der SBK.

Was bisher geschah

Die bisherigen Kurzmeldungen aus der Schweiz und der Welt zu Corona finden Sie hier.

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