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Der Telebasel News Beitrag vom 20. Juli 2021.
Region

Können die Badis die Saison noch retten?

Es ist Mitte Juli und somit die Hochsaison aller Gartenbäder. Wegen des dauerhaft schlechten Wetters droht die Badesaison allerdings ins Wasser zu fallen.

Statt Sommer, Sonne und Wasserspass heisst es in diesem Jahr Regen, Regen und nochmals Regen: Das kühle Wetter schlägt sich auch in den Eintrittsstatistiken der regionalen Gartenbäder nieder.

Sonnenbad St. Margarethen: «Erst 7’000 Eintritte»

Das Sonnenbad St. Margarethen in Binningen blickt auf einen bisher mageren Saisonverlauf zurück. «Wir hatten bis jetzt lediglich 7’000 Eintritte. Zum Vergleich: Im Hitzesommer 2018 hatten wir 24’000 Eintritte und im letzten Jahr waren es rund 18’000», sagt Thomas Holinger, Vizepräsident des Vereins Sonnenbad. Als privat geführtes Gartenbad spüre man die wegfallenden BesucherInnen umso stärker. «Wir müssen in den restlichen zweieinhalb Monaten der Saison noch 13’000 Eintritte erreichen. Nur so verhindern wir einen Verlust», rechnet Holinger vor.

Auch im Liestaler Gartenbad Gitterli sehen die Zahlen nicht besser aus. Im Zeitraum vom 1. bis 18. Juli kamen in normalen Jahren rund 15’000 BesucherInnen. In diesem Jahr waren es lediglich 3’500, gibt Geschäftsführer Christian Stäubli gegenüber Telebasel Auskunft. Auch die Monate Mai und Juni verliefen deutlich schlechter als in den vorherigen Jahren.

Die gleiche Situation lässt sich laut dem Erziehungsdepartement Basel-Stadt in den städtischen Badis feststellen. Im Zeitraum, in dem eigentlich Hochsaison ist, wurden in den Gartenbädern Bachgraben, Eglisee und St. Jakob erst rund 140’000 Eintritte registriert. (siehe Statistik)

Die Badesaison schlägt noch keine hohen Wellen. (Bild: Telebasel)

Corona-Massnahmen nicht mitschuldig am Rückgang

Nebst dem schlechten Wetter gibt es in den Badis auch strikte Corona-Massnahmen. Diese seien allerdings nicht Schuld am Rückgang der Besucherzahlen. «Mit den Corona-Massnahmen ist es viel einfacher als letztes Jahr. Es ist alles offen und wir müssen nicht mehr zählen, wie viele Leute ins Schwimmbecken gehen», sagt Thomas Holinger.

Anita Da Ruos, Leitern des «Joggeli», gewinnt dem schlechten Wetter auch positive Seiten ab: «Wenn wir heisses Wetter gehabt hätten, dann wäre es schwieriger geworden, die Corona-Massnahmen einzuhalten. So hat das eine mit dem anderen zusammengespielt».

Für beide ist klar: Bringt die laufende Saison noch gutes Wetter mit sich, könnte es einen versöhnlichen Abschluss geben. Laut den aktuellen Wetterprognosen sollte es aber bereits nächste Woche wieder vermehrt regnen.

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