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Der Telebasel News Beitrag vom 20. Juli 2021.
Basel

Grenzacherstrasse wieder sicher – Fischergalgen kommen wohl nicht zurück

Drei Fischergalgen fielen dem Hochwasser zum Opfer, zwei weitere sind gefährdet. Dass die Galgen am gleichen Ort ersetzt werden, ist zu bezweifeln.

Drei Fischergalgen fielen in den letzten Tagen in den Rhein. Sie stehen im ältesten Naturschutzgebiet der Schweiz. Dass die Häuschen am gleichen Ort ersetzt werden, scheint unwahrscheinlich.

Verein hofft auf gute Alternative

Die Fischergalgen stehen schon seit über 100 Jahren unterhalb der Grenzacherstrasse. Der Verein Basler Galgenfischer 1920 rechnet nicht mehr damit, dass es einen Ersatz am gleichen Ort geben wird. «Wenn ich mir anschaue, wie der Hang jetzt aussieht, kann ich mir kaum vorstellen, dass man an diesem Ort wieder einen Galgen errichten kann. Ich glaube, das Risiko ist viel zu gross», so Vizepräsident des Galgenfischer Verein Roland Frank.

Falls es neue Galgen an einem anderen Ort geben soll, hofft der Verein auf eine gute Alternative. «Für viele ist es ein Bijou hier unten zu sein und seine Freizeit hier verbringen zu können. Wenn jetzt nichts mehr hier ist, muss man sich etwas anderes suchen. Wir wären froh, wenn uns die Stadt dabei unterstützen würde, einen tollen Standort zu finden», so der Vizepräsident des Vereins. Der Verein geht ausserdem davon aus, dass noch zwei weitere Galgen abbrechen werden. «Dann hätten wir fünf Verluste zu melden.»

Grenzacherstrasse wieder sicher

Das Bau- und Verkehrsdepartement kann zur Zukunft der Galgen nicht viel sagen: «Wie es mit den Fischergalgen weitergehen wird, ist Gegenstand einer aktuellen Interpellation im Grossen Rat. Die Regierung wird dann darauf Antwort geben», so Daniel Hofer, Sprecher des BVD.

Damit es nicht zu weiteren Schäden kommt, hat das Tiefbauamt Sofortmassnahmen getroffen. Es werden 150 Tonnen Steine ans Ufer gesetzt. Längerfristig soll es andere Lösungen geben: «Wenn das Hochwasser zurückgeht, kann man vom Böschungsfuss beurteilen, wie der Zustand ist. Dann muss man den Böschungsfuss neu aufbauen, um ihn wirklich langfristig sichern zu können. Wie das genau vonstatten gehen wird, ist jetzt noch offen», erklärt Hofer am Dienstag.

Die Strasse sei laut Hofer jedoch nicht mehr gefährdet. Sie bleibt jedoch gesperrt, bis die Arbeiten vorbei sind. «Wir wissen noch nicht genau wann. Aber ich denke, im Verlauf der Woche wird man sie wieder öffnen können.»

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