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Der Telebasel News Beitrag vom 19. Juli 2021.
Basel

Ferienstrassen im Quartier sollen im Sommer zum Verweilen einladen

Gesperrte Quartierstrassen während der Sommerferien? SP-Grossrätin Salome Bessenich erklärt, weshalb sie vom Konzept Ferienstrassen für Basel überzeugt ist.

Federball spielen, picknicken oder einen Liegestuhl mitten auf der Strasse aufstellen. Ein parlamentarischer Vorstoss von SP-Grossrätin Salome Bessenich soll das und mehr möglich machen.

Acht Quadratmeter Platz braucht ein Auto. In den Sommermonaten nimmt der Verkehr in der Stadt aber um rund 15 Prozent ab. Das heisst, dass es also mehr Platz haben sollte, um den Sommer in Basel zu geniessen. Der Vorstoss fordert deshalb, dass geprüft wird, ob gewisse Strassen im Sommer gesperrt und umgenutzt werden könnten.

Wir wollten von der SP-Grossrätin Salome Bessenich wissen, wie solche Ferienstrassen aussehen könnten. Wir haben sie an der Kleinbasler Hammerstrasse, wo das Verkehrsaufkommen aktuell sehr gering ist, getroffen. Neben den Anwohnenden könnten an dieser Stelle ihrer Meinung nach auch die Kita oder das Altersheim profitieren. Ein Wasserspiel oder ein Schachfeld im Schatten sind zwei Nutzungen, die sich Bessenich hier vorstellen könnte. Umgesetzt werden sollen die Umnutzungen aber immer in Absprache mit der Nachbarschaft.

Auch gewerbliche Nutzungen schliesst Bessenich sie nicht aus. Die Ecke St. Johanns-Ring/Mittlere Strasse würde sich hierfür anbieten, findet die Grossrätin. «Hier hat es ein Café, einen Laden mit Lebensmitteln und eine Vinothek. Man könnte mit den Läden gemeinsam entscheiden, wie der Platz genutzt werden könnte.»

Braucht Basel «Ferienstrassen»?

Freibäder, Ferienpass, Spielplätze – die Stadt bietet eigentlich schon viel für Daheimgebliebene. Braucht es wirklich noch mehr? Laut Bessenich ersetzen die bestehenden Angebote nicht unbedingt jenes Angebot, das im direkten Wohnumfeld durch Ferienstrassen gegeben wäre. «Darum war es mir auch ein Anliegen, dass gerade in den Quartieren, die sehr dicht bewohnt und nicht in unmittelbarer Nähe eines Parks oder Spielplatzes sind, der Schwerpunkt gesetzt wird», erklärt sie weiter.

Dabei meint sie die Quartiere Kleinhüningen, Gundeldingen oder das St. Johann. Der erste Anzug der im Mai für Sebastian Kölliker nachgerutschten Grossrätin wird dann in der September- oder Oktobersitzung diskutiert. Unterzeichnet wurde der sommerliche Vorstoss bereits von einem breiten politischen Spektrum.

12 Kommentare

  1. Das geht eindeutig zu wenig in die Tiefe. Mann sollte viele Strassen in Basel begrünen. Ziergärten anlegen, Gemüse anbauen, Grillplätze schaffen und noch viel mehr! Denkt doch mal etwas kreativer. Nicht immer beim Alten bleiben.Report

  2. mehrerer stäten auf dem Welt attraktiver wen die Bewohner an ihrem haus Tor setzen und begrüssen die vorbei kommen , die Idee ist menschlich , und zeigt die Menschen menschlicherReport

  3. Alles zielt darauf ab, die autos wegzuhaben. Und velos dürfen durchfahren?.ach ja , die machen das sowieso.und sind diese feriensrrassen mal eingerichtet,weden sie wohl bleiben. Also nein zu diesem vorhabenReport

  4. Weltfremd wie immer. Die Strassen müssen für die Polizei, die Krankenwagen und die Feuerwehr mit ihren extra-breiten Fahrzeugen weitgehend frei gehalten werden. Es gibt in Basel sehr viele schöne Parks, wo es sich angenehmer und in aller Ruhe chillen lässt.Report

  5. Die Beobachtungen an der Rheingasse zeigen, dass sich bald keineR Rollende mehr um gewisse Vorschriften kümmert, während sich dann Kinder und Mütter Gefahren ausgesetzt sehen. Wer kümmert sich denn schon um die temporären Fristen??? Zudem gibt es immer mehr rollende Fortbewegungsmittel… Schön ausgedacht ist nicht immer auch in Realität umsetzbar.Report

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