Featured Video Play Icon
Der Telebasel News Beitrag vom 19. Juli 2021.
International

Basler Forschende leiden unter Scheitern des EU-Rahmenabkommens

Aufgrund des Scheiterns des Rahmenabkommens wird die EU die Schweiz bei «Horizon Europe» ausschliessen. Das stellt die Forschung vor grosse Probleme.

Die Schweiz ist bei «Horizon Europe» dieses Jahr nur noch ein nicht assoziierter Drittstaat. Das bedeutet, dass sich Schweizer Forschende bei der EU nicht mehr für die wichtigen Einzelprojekte bewerben können. Diese Projekte gelten quasi als «Champions League der Wissenschaft». Entsprechend enttäuscht ist auch LDP Grossrätin Catherine Alioth. «

Basel gilt in der Schweiz als ein sehr wichtiger Forschungsort. Für uns ist das eine sehr schlechte Nachricht. Seit 15 Jahren gibt es diese Ausschreibungen der ‹Horizon Europe›. Da war Basel immer dabei und hat renommierte Auszeichnungen erhalten. Diese Auszeichnungen sind auch mit beträchtlichen Forschungsgelder verbunden.»

«Schwerwiegende Folgen»

Die Schweiz strebe weiterhin eine Vollassoziierung an, schrieb das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI). Um die aktuelle Finanzierungslücke zu überbrücken, springt nun der Bund ein. Und doch haben die fehlenden Gelder auch essenzielle Folgen für die Uni Basel meint Dr. Dominik Zumbühl, Professor der Uni Basel.

«Das hat sehr schwerwiegende Folgen für uns. Ein grosser Teil unserer Finanzierung kommt über Drittmittel. Insbesondere auch über EU-Projekte. Die Projekte, die bereits unterschrieben wurden, laufen noch weiter. Aber wir können jetzt keine neuen Projekte eingeben. Ausserdem sind wir jetzt bei den Verbundprojekten ein Drittstaat. Das heisst ohne EU-Finanzierung.»

Standesinitiative beim Bund

Nicht nur die finanziellen Einbussen erden den Basler Forschenden fehlen. Auch der wissenschaftliche Austausch zwischen den Forschenden wird nicht mehr im selben Mass stattfinden können. «Als Drittstaat wird man nicht mehr überall zu Meetings und Reviews eingeladen. Da hat man schon klar einen Nachteil. Ich denke es wäre wichtig, dass wir so schnell wie möglich wieder dabei sind.»

Dieser Meinung sind auch Catherine Alioth und Beat von Wartburg, Ende Juni reichten die LDP Grossrat Mitglieder beim Bund eine Standesinitiative ein. «Die Forschung ist sehr, sehr wichtig. Also eigentlich ein Rohstoff den wir in der Schweiz haben. Und die muss gefördert werden. Deshalb haben wir diese Standesinitiative eingereicht. Damit das eine oberste Priorität beim Bund bleibt. Dass der Bund schaut, dass die Schweiz bei «Horizon Europe» weitermachen kann,» so Catherine Alioth im Interview.

1 Kommentar

  1. Ihr seht was die Eu für einen Partner ist! Seit froh Unabhängig zusein! Der Schweizer weg hat aber ihren Preis! Aber die Welt ist noch gross und andere werden wichtiger.Report

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel