Featured Video Play Icon
Der Telebasel News Beitrag vom 19. Juli 2021.
Region

Unwetter sorgten für hohe Kosten im Baselbiet – kaum Schäden im Stadtkanton

Beide Basel kamen in puncto Hochwasserschäden mit einem blauen Auge davon. Im Baselbiet entstanden Schäden in Millionenhöhe, Riehen entkam einer Katastrophe.

Im Baselbiet verrechnet die Gebäudeversicherung aufgrund des Hochwassers eine Schadenssumme von rund 14 Millionen Franken. Die Schäden im Stadtkanton seien laut Direktor der Gebäudeversicherung Basel-Stadt, Peter Blumer, nicht einmal nennenswert. «Wir hatten in den letzten Tagen höchstens vierzig Schäden.» Laut Peter Blumer sei das im Vergleich zur restlichen Schweiz extrem wenig.

Hotspot Oberbaselbiet

Ein Drittel der Schäden im Baselbiet entstand in den Gemeinden Zunzgen, Hölstein, Ober- und Niederdorf. Bemerkenswert hierbei ist, dass der Grossteil der Schäden am 23. Juni entstanden sind und damit nicht zum Zeitpunkt des schweizweiten Hochwassers und der Überschwemmungen.

Solche Hochwasserschäden gab es im Baselbiet zuletzt im Jahr 2016. Damals wurde das Baselbiet vier Mal vom Wasser überwältigt. Dabei entstanden Schäden von 20 Millionen Franken. In Laufen trat die Birs im Jahr 2007 über Ufer. Die Kosten damals lagen bei über 50 Millionen Franken.

Riehen hätte grosse Probleme bekommen können

In Riehen hätte die Situation der letzten Tage auch ins Auge gehen können. Die einzelnen Bäche, welche unterirdisch durch das Dorf fliessen, hätten ab einem gewissen Punkt nicht mehr genügend Platz. «Da hatten wir dieses Jahr sehr Glück. Vom Hangwasser hätte in Riehen eine sehr hohe Schadensumme zusammenkommen können», weiss Peter Blumer.

Laut Blumer sei das Tiefbauamt aber drauf und dran, dort Hochwasserschutz mit Rückhaltebecken zu realisieren. Blumer fügt an, dass in Riehen eine Schadensumme möglich sei, die er gar nicht benennen möchte.

Noch keine Entwarnung

Laut Mediensprecher des Sicherheitsdepartements, Toprak Yerguz, habe sich die Lage um das Hochwasser entspannt. Zeit für Entwarnung sei es laut Yerguz aber noch nicht. Der Rheinpegel ginge zwar zurück, sei aber noch immer hoch.

Das Justiz- und Sicherheitsdepartement appelliert im gleichen Zug an die Bevölkerung, weiterhin die Absperrungen zu beachten und sich noch nicht an das Rheinboard zu setzen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel