Am 3. September geriet der Mercedes in Liestal bei Driftmanövern ins Schleudern: Fahrer und Beifahrerin haben sich verletzt. (Archivbild: Kantonspolizei BL)
Baselland

Strafgericht will Kosovaren (29) nach Unfall des Landes verweisen

Im September 2018 verursachte ein 29-jähriger Kosovare einen schweren Selbstunfall. Das Baselbieter Strafgericht will den Mann nun des Landes verweisen.

Am 3. September 2018 verursachte ein Autofahrer in Liestal einen Selbstunfall. Der Lenker eines Mercedes und dessen Beifahrerin verletzten sich. Der damals 26-Jährige, der als Autohändler tätig war, war innerorts mit 108 Kilometern pro Stunde unterwegs und verlor bei Driftmanövern die Herrschaft über sein Fahrzeug. Auf der Rheinstrasse kollidierte er mit mehreren Strassenlaternen und einem Hydranten.

Der inzwischen 29-jährige Unfallverursacher wurde der qualifizierten groben Verletzung von Verkehrsregeln und Gefährdung des Lebens beschuldigt. Mit dem absichtlichen Driftmanöver, mit dem er laut Anklageschrift der Staatsanwaltschaft «der Beifahrerin die Leistungsfähigkeit des Fahrzeugs» demonstrieren wollte, habe der Kosovare das Leben der Beifahrerin vorsätzlich in Gefahr gebracht, hiess es in der Anklage.

Nun wurde der Fahrer für die Gefährdung des Lebens seiner Beifahrerin schuldig gesprochen. Ausserdem verurteilte ihn das Gericht wegen grober Verletzung der Verkehrsregeln. Die Staatsanwaltschaft wollte den Fahrer des Mercedes nicht ausschaffen, wie «20 Minuten» berichtet. Doch das Baselbieter Strafgericht bewertete den Fall anders und verfügte einen Landesverweis von fünf Jahren. Auch wurde der 29-Jährige zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 22 Monaten mit einer Probezeit von vier Jahren verurteilt. Die Verteidigung kündigte an, dass sie den Entscheid des Baselbieter Strafgerichts anfechten wird.

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