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Vom Schmerz zur Verherrlichung: In «Gloria» liess sich Richard Wherlock von der Pandemiekrise inspirieren. (Video: Telebasel)
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Exklusive TV-Premiere: Telebasel zeigt «Gloria» von Richard Wherlock

Seit 20 Jahren ist Richard Wherlock erfolgreicher Ballettdirektor am Theater Basel. Seine neue Choreographie «Gloria» thematisiert auch die Pandemiekrise.

Richard Wherlock «überlebte» drei Intendanten und alle Stürme. Kein Spartenleiter am Theater Basel erfreute sich in den letzten 20 Jahren einer vergleichbaren Beliebtheit – obgleich das Publikum der Stadt mit ihrer langen Ballett-Tradition beim Tanz verwöhnt ist. Im Telebasel-Talk vom 9. April 2021 sprach er von einer «wunderbaren Akzeptanz».

Ballettdirektor Richard Wherlock wollte die Ballett-Produktion «Gloria» eigentlich im Frühling 2020 choreographieren. Dann versetzte die Pandemie die Welt in den Ausnahmezustand. Die Themen Aufstieg und Kollaps einer Gesellschaft, die sich in dieser Arbeit widerspiegeln sollten, erhielten dadurch einen beispiellos aktuellen Charakter. Wherlock selbst steht in «Gloria» nach über dreissig Jahren wieder gemeinsam mit seinem Ensemble auf der Bühne.

Choreographie: Richard Wherlock, Jorge García Pérez, Debora Maiques Marin, Stefanie Pechtl, Frank Fannar Pedersen, Anthony Ramiandrisoa, Javier Rodríguez Cobos, Rachelle Scott, Andrea Tortosa Vidal.

Es tanzen das Ensemble des Ballett Theater Basel und Richard Wherlock. Es spielen La Cetra Barockorchester und Vokalensemble, Basel.

Sopran – Margriet Buchberger/Gunta Smirnova, Mezzosopran – Rachele Raggiotti, Countertenor – Carlos Mena

Musikalische Leitung – Andrea Marcon, Bühne – Bruce French, Kostüme – Richard Wherlock, Jorina Weiss, Lichtdesign – Yaron Abulafia, Dramaturgie – Gregor Acuña-Pohl, Bettina Fischer, Choreographische Assistenz – Cristiana Sciabordi, Manuel Renard

Video – Max Zachrisson, Rubén Bañol Herrera, Armando Braswell.

Eine in Trümmern liegende Welt

Das Ballett beginnt mit dem berühmten Schmerzensgedicht Battista Pergolesis «Stabat Mater» und endet mit Antonio Vivaldis «Gloria» in D-Dur. Die Choreograph*innen zeigen in Gloria den immer wiederkehrenden Prozess von gesellschaftlichem Aufstieg und Kollaps. Unermüdlich und beharrlich lassen sie die Tänzerinnen und Tänzer eine in Trümmer liegende Welt wieder und wieder aufbauen und spiegeln damit Bilder ihrer Empfindungen wider. So bilden Pergolesis ‹Stabat Mater› und Vivaldis ‹Gloria› den musikalischen Rahmen für die Kristallisierung der erlebten Erfahrungen und Empfindungen in einer aussergewöhnlichen Zeit.

Gloria unter besonderen Pandemie-Umständen: Konzeptuell auf Distanz und choreographisch im Kollektiv. Gemeinsam mit acht Tänzerinnen und Tänzern aus dem Ensemble, die von zu Hause und nach den Sommerferien wieder im Theater in kleinsten Gruppen am Stück weitergearbeitet haben. Wherlock selbst steht in ‹Gloria› nach über dreissig Jahren wieder gemeinsam mit seinem Ensemble auf der Bühne.

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