Der Lokführer-Mangel hatte zu diversen Zugausfällen geführt. (Symbolbild: Keystone)
Schweiz

SBB bahnt sich den Weg aus dem Lokführer-Mangel

Der Lokführer-Mangel bei den SBB ist bis Ende dieses Jahres beseitigt. Das berichtet das Bahnunternehmen gegenüber der «NZZ am Sonntag».

Nachdem der Personalmangel im Führerstand zu Zugausfällen geführt hatte, konnte die Bahn das Problem nach eigenen Angaben mit einer Rekrutierungsoffensive lösen und bildet nun mehrere Hundert Bewerber aus.

12’800 Personen haben sich seit Anfang 2020 für eine Ausbildung zum Lokomotivführer oder zur Lokomotivführerin gemeldet, wie SBB-Sprecher Martin Meier einen Bericht der «NZZ am Sonntag» bestätigte.

Ausgleich Ende 2021

Im November 2019 hatte die Bahn Massnahmen ergriffen und den Ausbildungslohn um rund 10’000 Franken angehoben, worauf sich schon drei Wochen später rund 1600 Interessierte meldeten. Derzeit sind mit 300 Auszubildenden alle Klassen besetzt. Ausgeglichen wird der Personalbestand aber erst Ende dieses Jahres sein. Rund 2500 Angestellte fahren für die SBB Personenzüge und etwa 1000 Personen Güterzüge.

Den erwarteten Überbestand ab nächstem Jahr wollen die SBB nutzen, um angehäufte Überzeiten im Führerstand abzubauen und Angestellte auf zusätzlichen Strecken und Fahrzeugen auszubilden.

Vor zwei Jahren fehlten den SBB jeden Tag rund 30 Lokführer im Personen- und Güterverkehr. Einer der Gründe dafür waren Planungsfehler, wie Meier bestätigte. Im Oktober 2019 hatte die Bahn selbst eingeräumt, zu wenig Personal ausgebildet zu haben.

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