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Schweiz

Gericht verurteilt zwei Maskenverweigerer nach Zugfahrt

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Anstieg der Corona-Zahlen in Spanien verlangsamt sich

Der rasante Anstieg der Corona-Zahlen in Spanien während der vergangenen Wochen hat sich etwas abgeflacht. Die Zahl der Neuerkrankungen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen stieg nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Madrid vom Donnerstagabend auf 333. Das war nur ein Zähler mehr als am Vortag.

Für die Balearen mit Mallorca als liebster Ferieninsel der Deutschen wurde der Wert mit 365 angegeben – eine Steigerung von 18 Zählern im Vergleich zu Mittwoch. Damit liegen Spanien insgesamt und auch 16 seiner 17 Regionen über dem Wert von 200, ab dem Deutschland ein Land oder eine Region zum Hochinzidenzgebiet erklären kann.

Bei der Entscheidung über die Frage, ob Spanien oder einzelne Regionen vom Risikogebiet zum Hochinzidenzgebiet hochgestuft werden müssen, sollen aber auch andere Faktoren als nur die Inzidenzen berücksichtigt werden. Dies könnten etwa die Lage im Gesundheitssystem, die Todesrate und der Stand der Impfkampagne sein.

In Spanien sind derzeit etwa 13,5 Prozent der Betten auf Intensivstationen mit Corona-Patienten belegt, binnen sieben Tagen wurden 78 Corona-Tote gezählt. 70 Prozent der 47 Millionen Einwohner haben mindestens eine Corona-Impfung verabreicht bekommen, 52,8 Prozent sind vollständig geimpft.

Israel will Grünen Pass wegen Corona-Neuanstiegs wieder einführen

Angesichts wieder steigender Corona-Infektionszahlen in Israel soll in dem Land der sogenannte Grüne Pass wieder eingeführt werden. Das Corona-Kabinett beschloss am Donnerstag, für Versammlungen von mehr als 100 Menschen erneut Beschränkungen zu verhängen. Teilnehmer, die älter als zwölf Jahre alt sind, müssen demnach am Eingang eine Bescheinigung für Geimpfte oder Genesene vorzeigen oder ein negatives Corona-Testergebnis. Dies soll unter anderem für Sport- und Kulturveranstaltungen sowie Fitnessstudios, Restaurants, Konferenzen und Gebetshäuser gelten.

Ausserdem beschloss das Corona-Kabinett neue Beschränkungen für Flugreisende. Die Liste «roter» Länder, die nur mit Sondergenehmigung besucht werden dürfen, wurde um Grossbritannien, Georgien, Zypern und die Türkei erweitert. Auch geimpfte Reisende müssen bei der Einreise nach Israel in Quarantäne, bis sie ein negatives Testergebnis haben. Nicht geimpfte Reisende müssen für eine Woche in Quarantäne.

Die neuen Vorschriften, die auch noch von der ganzen Regierung gebilligt werden müssen, sollen in einer Woche in Kraft treten. Am Mittwoch waren bereits Beschränkungen für Festhallen verhängt worden. Die im Juni aufgehobene Maskenpflicht in geschlossenen Räumen gilt inzwischen wieder. Laut der Entscheidung des Corona-Kabinetts müssen Menschen, die sich nicht gegen Corona impfen lassen wollen, vom 8. August an die Kosten für Tests selbst tragen.

Bezirksgericht Zürich verurteilt zwei Maskenverweigerer

Das Bezirksgericht Zürich hat am Donnerstagnachmittag zwei überzeugte Maskengegner schuldig gesprochen, weil sie im Zug keine Maske trugen. Das Gericht entschied damit anders, als andere Zürcher Bezirksgerichte zuvor in ähnlichen Fällen.

Das Bezirksgericht Zürich verurteilte in zwei unabhängigen Verfahren einen 69-jährigen und einen 41-jährigen Schweizer, weil sie im August 2020 ohne die wegen der Covid-19-Pandemie vorgeschriebenen Schutzmasken in Zügen gefahren sind. Auch vor Gericht erschienen beide konsequent ohne Maske.

«Ich bin jetzt 69 Jahre alt, habe noch nie eine Maske getragen, und werde auch nicht mehr damit anfangen», sagte der eine Beschuldigte. Er war ohne die vorgeschriebene Maske zur Verhandlung erschienen und wurde erst nach Diskussionen am Empfang überhaupt ins Gebäude eingelassen.

Mit Jesus argumentiert

Auch beim zweiten Prozess am Donnerstagnachmittag bei dem einem 41-jährigen Schweizer vorgeworfen wurde, ohne Maske in der S-Bahn gefahren zu sein, erschien der Einsprecher ohne Maske zur Verhandlung. Er berief sich auf «besondere Gründe», unter anderem religiöse. «Ich bin Christ, und Jesus hätte ganz bestimmt keine Maske getragen.»

Ein medizinisches Attest, welches von der Maskentragpflicht befreit, konnten beide nicht vorweisen. Beide Maskenverweigerer mussten den Gerichtssaal deshalb nach wenigen Minute wieder verlassen. Das Gericht bestand darauf, dass sie Masken tragen müssten, wenn sie bleiben wollten.

Beide Männer wehrten sich gegen ihre jeweiligen Strafbefehle des Statthalteramts Zürich, gemäss denen sie wegen Verstosses gegen die Maskentragpflicht zu einer Busse von 330 Franken und Gebühren in derselben Höhe verurteilt wurden.

Das Gericht bestätigte beide Strafbefehle und sprach die zwei Männer schuldig. In beiden Fällen wurden Bussen von 330 Franken gesprochen. Hinzu kommen Gerichtsgebühren in der Höhe von 600 Franken.

Die beiden verurteilten Männer haben sich nicht an die Maskenpflicht im Zug gehalten. (Bild: Keystone)
Coronafälle bei Schweizer Gruppengegnern

In Tokio sind gleich zwei Beachvolleyballer positiv auf das Coronavirus getestet worden, die in dieselben Vorrundengruppen zugelost wurden wie Schweizer Duos. Bis am Freitagmorgen können die Verbände Spieler nach-, respektive ummelden.

Aus dem tschechischen Team, das in Tokio besonders viele positive Corona-Fälle zu beklagen hat, ist Marketa Slukova betroffen, deren Ehemann und Trainer Simon Nausch zuvor bereits positiv getestet worden war. Slukova und ihre Partnerin Barbora Hermannova sollten am Montag die zweiten Gruppengegnerinnen von Nina Betschart und Tanja Hüberli sein.

Der positive Test sei eine «riesige Enttäuschung», teilte die 33-Jährige mit. Sie habe «geweint, geschimpft und wieder geweint». Nach Angaben eines Sprechers des Nationalen Olympischen Komitees (NOK) muss Slukova nun für zehn Tage in Quarantäne, ihre Teilnahme an den Spielen in Tokio sei damit praktisch ausgeschlossen.

Sicherheitstests decken 136 Schwachstellen bei Covid-Zertifikat auf

Sicherheitstests zum Covid-Zertifikat haben laut dem Bund bislang 136 mögliche Schwachstellen aufgedeckt. Angesichts der umfangreichen Menge an Programmiercodes und Infrastrukturen sei die Zahl der Befunde als «normal» einzustufen. Dies teilte das Nationale Zentrum für Cybersicherheit (NCSC) am Donnerstag, 22. Juli, auf seiner Webseite mit. In einem 16-seitigen Bericht gibt die Behörde einen Überblick zu den bis letzter Woche gemeldeten Schwachstellen. Mehrere kritische Mängel würden noch analysiert und aus Sicherheitsgründen vorerst nicht veröffentlicht, hiess es.

Sicherheitstests zum Covid-Zertifikat haben laut dem Bund bislang 136 mögliche Schwachstellen aufgedeckt. (Bild: Keystone)

Teilweise wurden die gemeldeten Probleme bereits behoben. Teils besteht laut NCSC kein Handlungsbedarf, da die Entwicklung nach expliziten nationalen oder europäischen Vorgaben durchgeführt wurde, oder es sich vereinzelt um Fehleinschätzungen der Meldenden handelte.

Getestet wurden unter anderem Systeme und deren Komponenten rund um das Ausstellen der Covid-Zertifikate. Ferner Dienste für die dezentrale Offline-Überprüfung gesperrter Zertifikate und die mobilen Apps für Zertifikatsinhaberinnen und -inhaber sowie für die elektronische Überprüfung der ausgestellten Zertifikate.

Berufsverband für Pflege gegen Impfpflicht und Kennzeichnung

Der Schweizer Berufsverband der Pflegefachfrauen und -männer (SBK) unterstützt die Impfkampagne gegen das Coronavirus ausdrücklich und empfiehlt die Impfung allen Pflegenden. Ein Obligatorium für die Branche lehnt er aber ab. Auch eine Kennzeichnung geimpfter Pflegender kommt für den SBK nicht in Frage.

Der Schweizer Berufsverband der Pflegefachfrauen und -männer (SBK) unterstützt die Impfkampagne gegen das Coronavirus ausdrücklich und empfiehlt die Impfung allen Pflegenden. (Symbolbild: Keystone)

Dem Verband ist klar, dass die Covid-19-Pandemie nur mit einer sehr hohen Durchimpfung der Bevölkerung unter Kontrolle zu bringen ist, wie er am Donnerstag schreibt. Darum fordert der SBK seine Mitglieder zu einem Entscheid auf wissenschaftlicher Basis auf.

Das Resultat dieser Abwägung sei letztlich aber immer ein persönlicher Entscheid, den es zu achten gelte. Ein Impfobligatorium wäre deshalb in der aktuellen und bereits vor der Pandemie bestehenden Belastungssituation kontraproduktiv, schreibt er. Das Obligatorium könnte der «letzte Tropfen» sein, «der das Fass zum Überlaufen bringt und noch mehr Pflegende aus dem Beruf drängt», befürchtet der SBK.

BAG meldet 861 Neuinfektionen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem BAG am Freitag innerhalb von 24 Stunden 861 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 7 neue Todesfälle und 14 Spitaleinweisungen.

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Pandemie wirkte 2020 kostendämpfend auf Gesundheitsausgaben

Die Coronavirus-Pandemie hat sich im letzten Jahr insgesamt kostendämpfend auf die Gesundheitsausgaben ausgewirkt. Das ergab die am Donnerstag veröffentlichte «Krankversicherungsstudie Schweiz». Die Kosten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) stiegen 2020 gegenüber dem Vorjahr mit 1,2 Prozent deutlich weniger an als im langjährigen Durchschnitt von 3,9 Prozent pro Jahr, wie das Beratungsunternehmen Accenture in seiner Studie schreibt.

Am stärksten betroffen waren demnach aufgrund von ausbleibenden Behandlungen die Physiotherapeuten (- 2,7 Prozent). Auch bei Ärzten (+0,1 Prozent) und Spitälern (+0,5 Prozent) wirkte sich die Pandemie kostendämpfend aus, da Behandlungen vermieden oder aufgeschoben wurden. Dagegen konnten Pflegeheime/Spitex mit 4,9 Prozent und Apotheken mit 4,8 Prozent ein überdurchschnittliches Wachstum verbuchen.

Der Gesamtmarkt der Krankenversicherung in der Schweiz wächst gemäss der Studie. Bei den Gesundheitsausgaben stehe die Schweiz in der Rangfolge der OECD-Länder hinter den USA an zweiter Stelle mit Gesundheitskosten von etwa 12 Prozent des Bruttoinlandprodukts (USA: 17 Prozent). Dass Qualität aber nicht zwingend teuer sein müsse, zeige Japan auf Rang 15, das mit 83,6 Jahre weltweit die zweithöchste Lebenserwartung aufweise.

Jazz Festival Willisau nun doch abgesagt

Das Jazz Festival Willisau 2021 findet nun doch nicht statt. Die Festivalleitung möchte ein ganzheitliches Festivalerlebnis bieten, mit den aktuellen Vorgaben wäre dies aber nicht möglich, begründete sie am Donnerstag, 22. Juli, die Absage.

Der Entscheid sei ihm alles andere als leicht gefallen, wird Festivalleiter Arno Troxler in der Medienmitteilung zitiert. Er habe mit seinem Team «hart gerungen», Möglichkeiten gewälzt und Alternativen durchgespielt.

Daraus sei die erneute Absage des Festivals hervorgegangen. Vorgesehen war eigentlich, ein Festival ausschliesslich mit Schweizer Bands durchzuführen, weil ein internationale Beteiligung wegen der Corona-Einschränkungen kam planbar gewesen wäre. Das Jazz Festival Willisau hätte vom 1. bis 5. September stattfinden sollen.

Das Jazz Festival Willisau 2021 findet nun doch nicht statt. (Archivbild: Keystone)
Coronavirus-Infektionen um über 80 Prozent gestiegen

In der vergangenen Woche ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in der Schweiz und Liechtenstein um 85 Prozent gestiegen. Sie erreichte 3’795 Fälle. Neu ins Spital mussten 48 Covid-19-Patientinnen und -Patienten – über doppelt so viele wie in der Vorwoche. Ein Mensch starb an oder mit Covid-19.

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In der vergangenen Woche ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in der Schweiz und Liechtenstein um 85 Prozent gestiegen. (Bild: Keystone)
Taskforce will Risikoländer neu einordnen

Die wissenschaftliche Taskforce des Bundes schlägt aufgrund der vielen Virusvarianten vor, dass eine neue Berechnung eingeführt werden soll. Diese soll bestimmen, was als Risikoland gilt. Das schreibt «Blick» am Donnerstag, 22. Juli. Dabei werden die Länder in grün, rot, violett und grau eingeteit.

  • Grün: Länder, in welchen die Inzidenz kleiner als 60 ist. Für Ungeimpfte soll eine Quarantäne aus nicht-grünen Ländern eingeführt werden. Sowie die Nutzung der SwissCovid-App oder einer anderen kompatiblen Tracking-Software soll obligatorisch werden. Einreisende aus grünen Ländern sollen einen negativen Test vorweisen, der vor Abreise durchgeführt wurde.
  • Rot: Länder, in denen die Inzidenz  bei 60 oder höher ist.
  • Violett: Länder, in welchen eine besorgniserregende Virusvariante weitläufig zirkuliert. Die Inzidenz spielt dabei keine Rolle. Personen, die aus einem violetten Land in die Schweiz einreisen, müssen zusätzlich bei der Einreise einen Corona-Test machen. Womöglich sollen auch Geimpfte aus violetten Ländern in Quarantäne müssen.
  • Grau: Länder, in welchen weniger als 10’000 Tests pro 1’000’000 Einwohner durchgeführt werden. Bei diesen Ländern ist die Aussagekraft der Inzidenz deshalb unzuverlässig.

Jedes positive Resultat soll sequenziert werden, um herauszufinden werden, um welche Virusvariante es sich handelt.

Frauen sollen in britischen Quarantäne-Hotels besser geschützt werden

Nach Berichten von sexuellen Übergriffen in britischen Quarantäne-Hotels sollen alleinreisende Frauen künftig besser geschützt werden. Soweit wie möglich sollten sie weibliche Wachen zur Seite gestellt bekommen, wie die BBC am Donnerstag, 22. Juli, berichtete.

Das Gesundheitsministerium soll diese Änderung veranlasst haben, nachdem der Sender über mehrere Fälle berichtet hatte, bei denen männliche Wachen Frauen sexuell belästigt hatten. Sollte die Begleitung durch eine weibliche Wache nicht möglich sein, sollen alleinreisende Frauen den neuen Richtlinien zufolge stattdessen von zwei männlichen Wachen begleitet werden.

Grossbritannien schreibt bei Einreise aus Ländern auf der sogenannten «roten Liste» eine zehntägige Quarantäne im Hotel auf eigene Kosten (1’750 Pfund pro Person, umgerechnet rund 2’040 Euro) vor. Auf der Liste stehen vor allem Länder, in denen sich gefährliche Varianten des Coronavirus ausbreiten.

Thun in Quarantäne – Startspiel verschoben

Der Saisonstart in der Challenge League erfährt eine dritte Spielverschiebung. Die Partie Thun – Yverdon vom Freitagabend wird verschoben, weil sich die Thuner in Quarantäne befinden.

Die erste Mannschaft des FC Thun wurde durch den Berner Kantonsarzt bis auf wenige Ausnahmen in Quarantäne verlegt, nachdem ein Spieler positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Thun hätte am Freitagabend um 20:30 Uhr gegen Aufsteiger Yverdon-Sport spielen sollen.

Die erste Mannschaft des FC Thun wurde durch den Berner Kantonsarzt bis auf wenige Ausnahmen in Quarantäne verlegt (Bild: Keystone)

Schon am Dienstag wurden die Partien Schaffhausen – Kriens (wegen Coronafällen bei Kriens) und Neuchâtel Xamax – Aarau (wegen hohem Pegelstand am Neuenburger See) verschoben.

China lehnt Überprüfung der «Laborleck-Theorie» zum Coronavirus ab

China hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wegen der geplanten Inspektion von Laboren im Rahmen der Untersuchungen zum Ursprung des Coronavirus scharf kritisiert. Die WHO möchte erste Ergebnisse, welche die Theorie vom «Laborleck» ausschlossen, überprüfen.

Er sei «äusserst überrascht» über den Vorstoss, sagte der chinesische Vize-Gesundheitsminister Zeng Yixin am Donnerstag auf einer Medienkonferenz. Er warf der WHO eine «Missachtung des gesunden Menschenverstandes und eine Arroganz gegenüber der Wissenschaft» vor.

China hat die WHO wegen der geplanten Inspektion von Laboren im Rahmen der Untersuchungen zum Ursprung des Coronavirus scharf kritisiert. (Archivbild: Keystone)

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus hatte am Freitag gefordert, dass in der zweiten Stufe der Untersuchungen zum Corona-Ursprung auch Labore in China kontrolliert werden. «Audits der relevanten Labore und Forschungseinrichtungen» sollten eine Priorität bei der Untersuchung sein, sagte er.

Schon bald nach Beginn der Pandemie war darüber spekuliert worden, dass das Virus bei einem Unfall aus dem Institut für Virologie in Wuhan, in dem an Coronaviren geforscht wird, entwichen sein könnte. Die chinesische Regierung bestreitet dies energisch. Eine erste Überprüfung der «Laborleck-Theorie» durch Experten war gemäss WHO von China massgeblich behindert worden.

Positiver Corona-Test: Europameister Borodin verpasst Olympia

Der russische Schwimm-Europameister Ilja Borodin verpasst die Olympischen Spiele in Tokio. Der 18-Jährige, der bei der EM in Budapest im Mai Gold über 400 m Lagen gewonnen hatte, ist im russischen Vorbereitungscamp in Wladiwostok positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Borodin habe keine Symptome, berichtet die russische Staatsagentur Tass und beruft sich auf den Vizepräsidenten des russischen Schwimm-Verbands, Viktor Awdijenko. Das Fehlen Borodins bei Olympia sei «ein grosser Verlust», sagte Awdijenko. Gemäss dem russischen Verband sind alle anderen Schwimmer und Betreuer der olympischen Delegation negativ getestet worden.

Team aus Guinea reist nicht zu den Olympischen Spielen nach Tokio

Guinea wird nicht an den Olympischen Spielen in Tokio teilnehmen. Das teilte das Sportministerium des westafrikanischen Landes mit. Als Grund wurden die steigende Zahl der Corona-Infektionen und die Sorge um die Gesundheit der Athletinnen und Athleten genannt. Die Delegation hätte aus fünf Aktiven bestanden.

Guinea ist das zweite Land nach Nordkorea, das keine Sportler nach Japan entsendet. Damit sinkt die Anzahl teilnehmende Nationen auf 204.

Impfungen mit Pfizer und AstraZeneca hoch wirksam gegen Delta-Viren

Eine britische Studie bestätigt eine hohe Wirksamkeit der Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Astrazeneca gegen die Delta-Variante des Coronavirus.

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(Symbolbild: Keystone)
WHO Europa: Langzeitfolgen von Pandemie für psychische Verfassung

Das Europa-Büro der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weist auf die Langzeitfolgen der Corona-Pandemie für die geistige Gesundheit der Menschen hin. Es seien nicht nur die Infektionen und die Angst vor einer solchen Ansteckung, die auf die Psyche schlagen könnten, teilte das WHO-Regionalbüro Europa am Donnerstag, 22. Juli, mit. Auch von den psychologischen Effekten von Lockdowns und Selbstisolation, aber auch den Folgen von Arbeitslosigkeit, finanziellen Sorgen, sozialer Ausgrenzung und anderem sei jeder auf die eine oder andere Weise betroffen.

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Das Europa-Büro der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weist auf die Langzeitfolgen der Corona-Pandemie für die geistige Gesundheit der Menschen hin. (Symbolbild: Keystone)
Haus- und Kinderärzte unterstützen Impfkampagne

Die Haus- und Kinderärzte Schweiz unterstützen die Impfkampagne des Bundesamts für Gesundheit (BAG) gegen die Covid-19-Pandemie, und zwar aus Überzeugung. Gerade in Zeiten steigender Infektionen mit der Delta-Variante des Coronavirus sei eine gute und rasche Durchimpfung der Bevölkerung essenziell.

Nur so könne die zurückgewonnene Normalität erhalten bleiben, schreibt die Organisation am Mittwoch. Viele der wieder erlangten Freiheiten wie Familienfeste, Konzerte oder Sportanlässe seien noch vor einem Jahr gar nicht denkbar gewesen.

Die Vereinigung ruft deshalb eindringlich zum Impfen auf. Die Infizierten seien derzeit jünger und die Verläufe weniger schwer. Das heisse noch lange nicht, dass die Krankheit keine Schäden wie Long-Covid hinterlasse. Zudem könne die Infektion Folgen für das Gehirn haben, die auch Junge schwer beeinträchtigen könnten, warnt die Organisation.

Tessin: Knapp 700 Jugendliche haben sich zur Impfung angemeldet

Bis Dienstagmorgen haben sich im Tessin 694 Jugendliche für eine Impfung im Impfzentrum angemeldet. Wie viele 12- bis 15-Jährige sich bei einem Kinderarzt impfen lassen, wisse man noch nicht, hiess es am Mittwoch bei der Abteilung Militär und Bevölkerungsschutz.

Für das Impfen der 12- bis 15-Jährigen seien im Tessin zehn Kinderartzpraxen zugelassen, erklärte der Leiter der Abteilung Militär und Bevölkerungsschutz, Ryan Pedevilla, auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Jugendliche, die ein Impfzentrum bevorzugen, müssen nach Giubiasco reisen.

(Bild: Keystone)

Am vergangenen Freitag startete das Tessin mit dem Impfen der 12- bis 15-Jährigen. Für die Jugendlichen sind ab dem 4. August im Impfzentrum Giubiasco der Mittwochnachmittag und der Samstag reserviert, wie die Behörden am Freitag vor den Medien erklärten. Sie riefen die Jugendlichen sowie deren Eltern dazu auf, die Impfung nicht länger aufzuschieben.

Trotz einer schweizweiten Verlangsamung der Impfkampagne zählt das Tessin noch immer zu den schnellsten Kantonen der Schweiz. Stand Freitag haben 198’678 Tessiner mindestens eine Dosis der Covid-19-Impfung erhalten, über 164’000 seien komplett geimpft, wie Kantonsapotheker Giovan Maria Zanini vorrechnete. Dies entspricht 47 Prozent der Bevölkerung.

Aargauer Contact Tracing Center: 15 Personen erhalten die Kündigung

Der Kanton Aargau schickt 15 Mitarbeitenden des Contact Tracing Centers die Kündigung. Weitere 59 Personen erhalten eine Änderungskündigung, weil sie künftig auf Abruf arbeiten sollen. Das Kernteam besteht gemäss Kanton künftig aus 41 Mitarbeitenden.

Für die vom Abbau betroffenen Personen werde ein Sozialplan erarbeitet, teilte das kantonale Departement Gesundheit und Soziales (DGS) am Mittwoch mit. Die Kündigungen würden per Ende August ausgesprochen. Das DGS begründete den bereits in der vergangenen Woche angekündigte Abbau mit den anhaltend tiefen Corona-Fallzahlen.

Der Kanton bietet 59 Mitarbeitenden einen neuen Anstellungsvertrag in der Form der «Arbeit auf unechten Abruf» an. Dieser Vertrag erlaube es dem Contact Tracing Center, auf steigende Fallzahlen zu reagieren und mehr Personen einzusetzen, hält das DGS fest. Die Personen könnten im Anwendungsfall frei entscheiden, ob sie dem Abruf folgten.

Der Kanton Aargau baut Personal beim Contact Tracing Center ab. Der Grund sind die niedrigen Corona-Fallzahlen. (Bild: Keystone)

In Einzelfällen konnten den betroffenen Mitarbeitenden andere Stellen in der Verwaltung angeboten werden. Das Departement von Regierungsrat Jean-Pierre Gallati (SVP) bemüht sich gemäss eigenen Angaben zudem um die Weitervermittlung der betroffenen Mitarbeitenden.

Das DGS konsultierte die Personalkommission des Kantons Aargau als Sozialpartner und besprach mit der Kommission, wie Kündigungen vermieden oder die Folgen von Entlassungen gemildert werden können. Das Konsultationsverfahren ist abgeschlossen, während die Gespräche über einen Sozialplan für die Betroffenen andauern. Die Mitarbeitenden des Contact Tracing Centers seien an verschiedenen Veranstaltungen über das Vorgehen informiert worden, hiess es.

Solothurner Impfzentren ziehen um: Neustart erfolgt im August

Der Kanton Solothurn schliesst die Impfzentren in Breitenbach, Olten und Solothurn. Dafür eröffnet der Kanton in Selzach und Trimbach neue Zentren. Im Impfzentrum Solothurn werden am Donnerstag und im Impfzentrum Olten am Freitag die letzten Impfungen verabreicht, wie die Staatskanzlei Solothurn am Mittwoch mitteilte.

Danach wird die Infrastruktur abgebaut und für den Umzug in die neuen Impfzentren bereit gemacht. In der letzten Juliwoche werden wegen des geplanten Umzugs keine Impfungen in den bestehenden Impfzentren durchgeführt.

Der Kanton Solothurn macht es wie ein Zirkus: Drei Impfzentren schliessen, dafür werden zwei neue Zentren an anderen Standorten eröffnet. (Symbolbild: Keystone)

Ab dem 3. August kann sich die Bevölkerung in den beiden neuen Impfzentren Selzach (Zentrum Solothurn West) und in Trimbach (Mühlemattsaal) impfen lassen. An beiden Standorten wird medizinisches Fachpersonal für die Durchführung der Impfungen verantwortlich sein.

Für Erstimpfungen können sich die Einwohnerinnen und Einwohner der Bezirke Dorneck und Thierstein im Impfzentrum in Muttenz anmelden.

BAG meldet 773 Neuinfektionen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem BAG am Mittwoch innerhalb von 24 Stunden 773 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG keine neuen Todesfälle und 15 Spitaleinweisungen.

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Südkorea meldet neuen Höchststand bei täglichen Corona-Neuinfektionen

Die Zahl der täglich erfassten Corona-Neuinfektionen hat in Südkorea einen Rekordwert erreicht. Am Dienstag seien 1’784 Fälle gemeldet worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Mittwoch mit. Die Gesamtzahl erhöhte sich auf mehr als 182’000.

Südkorea ist zwar bisher relativ gut durch die Pandemie gekommen, sieht sich mittlerweile aber einer vierten Infektionswelle ausgesetzt. Seit zwei Wochen werden täglich mehr als 1’000 Neuansteckungen erfasst, viele davon in der Metropolregion Seoul.

Die Behörden sind besorgt, dass sich die Infektionswelle nun auch stärker auf andere Landesteile ausbreiten könnte. Als Gründe werden neben lokalen Ausbrüchen und der stärkeren Verbreitung der Delta-Variante des Virus auch die zunehmenden Reiseaktivitäten der Menschen im Inland genannt. Lediglich 32 Prozent der 51,3 Millionen Einwohner wurden bisher einmal geimpft.

Die schärfsten coronabedingten Kontaktbeschränkungen gelten für den Grossraum Seoul. Dort müssen die Bars und Nachtclubs geschlossen bleiben. Zusammenkünfte von mehr als zwei Menschen sind nach 18 Uhr untersagt.

Arsenal sagt US-Tour ab

Arsenal hat seine geplante Reise in die USA während der Saisonvorbereitung wegen einigen Corona-Fällen kurzfristig abgesagt. Alle Betroffenen würden sich derzeit isolieren und zeigten keinerlei Symptome, liess der Premier-League-Klub aus London verlauten. Welche Spieler oder Mitarbeiter positiv getestet wurden, gab Arsenal nicht bekannt.

Die Gunners, bei denen der Schweizer Nationalmannschafts-Captain Granit Xhaka vor dem Absprung zur AS Roma stehen soll, wollten noch in dieser Woche in die USA fliegen, um in Orlando bei einem Vorbereitungsturnier gegen den Ligakonkurrenten Everton, Italiens Meister Inter Mailand und den FC Millonarios aus Kolumbien zu testen.

Beschwerden zu kantonalen Corona-Massnahmen abgewiesen

Es besteht eine ausreichende gesetzliche Grundlage für die Anordnung von Massnahmen durch Kantonsregierungen, um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen. Dies hat das Bundesgericht in drei Urteilen aus den Kantonen Schwyz und Freiburg entschieden. Die dort erlassenen Massnahmen zu Veranstaltungen und zur Maskentragepflicht waren verhältnismässig.

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Es besteht eine ausreichende gesetzliche Grundlage für die Anordnung von Massnahmen durch Kantonsregierungen, um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen. (Bild: Keystone)
Ferien in der Schweiz bleiben beliebt

Sommerzeit ist Reisezeit und viele Schweizerinnen und Schweizer werden ihre Sommerferien erneut in der Schweiz verbringen. Der Tourismussektor gibt sich daher trotz neuer Virusvarianten und weniger Gäste aus dem Ausland vorsichtig optimistisch für die Hauptferienzeit.

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Sommerzeit ist Reisezeit und viele Schweizerinnen und Schweizer werden ihre Sommerferien erneut in der Schweiz verbringen. (Bild: Keystone)
Corona-Anstieg in Israel: Neue Beschränkungen für Festhallen

Angesichts wieder steigender Corona-Infektionszahlen in Israel sind in dem Land am Mittwoch neue Beschränkungen in Kraft getreten. Diese gelten vor allem für Festhallen und bei Versammlungen von mehr als 100 Menschen in geschlossenen Räumen. An solchen Veranstaltungen dürfen ab sofort wieder nur Geimpfte, Genesene oder Menschen mit negativem Testergebnis teilnehmen. Die im Juni kurzfristig aufgehobene Maskenpflicht in geschlossenen Räumen gilt inzwischen wieder.

Angesichts wieder steigender Corona-Infektionszahlen in Israel sind in dem Land am Mittwoch neue Beschränkungen in Kraft getreten. (Symbolbild: Keystone)

Der israelische Sender Kan berichtete, Hunderte Polizisten sollten dafür sorgen, dass die neuen Regeln eingehalten werden. Bei Verstössen drohen Bussgelder: Etwa umgerechnet 260 Euro für Bürger, die ohne Genehmigung an Feiern oder Versammlungen von mehr als 100 Menschen teilnehmen. Und bis zu 2’600 Euro für Veranstalter, die Impfpässe oder Testergebnisse nicht vorschriftsgemäss prüfen.

Die Zahl der innerhalb eines Tages gemeldeten Corona-Neuinfektionen in Israel hat zuletzt wieder die 1’000er-Marke überschritten. Am Mittwoch teilte das Gesundheitsministerium mit, binnen 24 Stunden seien 1’400 neue Fälle gemeldet worden. Für den Neuanstieg wird vor allem die Delta-Variante verantwortlich gemacht, die als besonders ansteckend gilt.

Frankreich verschärft wieder Corona-Regeln

Im Kampf gegen eine neue Corona-Welle gelten in Frankreich verschärfte Corona-Regeln. Im Kino, Theater oder Museum ist vom Mittwoch, 21. Juli, an ein negativer Corona-Test oder ein Impf- oder Genesungsnachweis notwendig. Das gilt, sobald mehr als 50 Menschen zusammenkommen. Die Änderungen hatte Staatschef Emmanuel Macron in der zurückliegenden Woche angekündigt. Betroffen sind laut Amtsblatt auch andere Veranstaltungen oder Orte wie beispielsweise Messen oder bestimmte Sporteinrichtungen.

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Im Kampf gegen eine neue Corona-Welle gelten in Frankreich verschärfte Corona-Regeln. (Symbolbild: Keystone)
Corona-Inzidenz in Deutschland steigt seit über zwei Wochen

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen steigt in Deutschland seit über zwei Wochen kontinuierlich an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Mittwochmorgen lag sie bei 11,4 – am Vortag betrug der Wert 10,9 und beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli 4,9. Demnach haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem RKI zuletzt binnen eines Tages 2203 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Mittwochmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4:36 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1’548 Ansteckungen gelegen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen steigt in Deutschland seit über zwei Wochen kontinuierlich an. (Symbolbild: Keystone)

Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Deutschlandweit wurde den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 19 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 28 Tote gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3 748 613 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3’642’000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91’416.

Neun Corona-Infektionen: Hunderte Flüge in China gestrichen

Nach der Entdeckung von neun Corona-Infektionen unter Mitarbeitern des Flughafens von Nanjing sind in der ostchinesischen Stadt am Mittwoch mehr als 300 Flüge gestrichen worden. Schon am Vortag waren mehr als 100 Flüge abgesagt worden, wie die Behörden berichteten. In vier Gebieten nahe des Flughafens gab es Massentests. Wer die acht Millionen Einwohner zählende Metropole verlassen will, muss jetzt einen negativen Coronatest nachweisen. Die Infektionen waren bei Routinetests festgestellt worden. Die Angestellten kamen in Quarantäne. Weitere Mitarbeiter wurden getestet.

China hat das Virus weitgehend im Griff und verzeichnet seit mehr als einem Jahr meist nur lokal begrenzte, kleinere Ausbrüche. Gegenwärtig hat auch die südwestchinesische Provinz Yunnan, die an das schwer von Covid-19 heimgesuchte Myanmar grenzt, mit Infektionen zu kämpfen. Besonders die Präfektur Dehong ist betroffen. 267 Infizierte seien in Krankenhäusern, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Darunter seien 82 lokale Übertragungen. Auch wurden 31 asymptomatische Infektionen gemeldet.

IOC will ausländische Zuschauer bei Winterspielen in Peking

Das Internationale Olympische Komitee setzt für die Winterspiele in Peking im Februar 2022 auf die Rückkehr von Fans in die Arenen. «Wir wollen dort gern auch ausländische Zuschauer haben. Wir brauchen und wir wollen Zuschauer haben», sagte Juan Antonio Samaranch junior, der Chef der IOC-Koordinierungskommission für die Spiele, am Mittwoch, 21. Juli, bei der IOC-Session in Tokio.

Der eigentlich für Mai geplante Start des Ticketverkaufs für die Peking-Spiele wurde auf September verschoben. Bei den Sommerspielen in Tokio, die am Freitag eröffnet werden sollen, sind wegen der Corona-Pandemie Zuschauer ausgeschlossen.

Der Fackellauf für die Winterspiele in China werde aber anders als bei bisherigen Ausgaben organisiert, sagte Samaranch. Der Plan sei, die Fackel zunächst in Städten im ganzen Land auszustellen, ehe es zum Ende einen eher klassischen Staffellauf geben werde.

WHO-Chef vor Olympia: «Es gibt kein Nullrisiko im Leben»

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Olympia-Macher von Tokio für ihre Corona-Massnahmen gelobt. «Sie haben ihr Bestes getan, um diese Spiele so sicher wie möglich zu machen», sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch als Gastredner bei der 138. Session des Internationalen Olympischen Komitees.

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Der Chef der Weltgesundheitsorganisation hat die Olympia-Macher von Tokio für ihre Corona-Massnahmen gelobt. (Bild: Keystone)
Corona-Zahlen auf Mallorca steigen weiter

Die Corona-Zahlen auf Mallorca als liebster Ferieninsel der Deutschen sind weiter angestiegen. Die Zahl der Neuinfektionen je 100’000 Einwohner binnen sieben Tagen wurde nach aktuellen Angaben des spanischen Gesundheitsministeriums vom Dienstagabend mit 335 angegeben. Am Vortag hatte der Wert bei 310, vergangenen Freitag jedoch noch bei 270 gelegen.

Im Corona-Hotspot Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona gingen die Zahlen hingegen erstmals wieder leicht zurück. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank von 612 am Montag auf 579 am Dienstag. Alle Daten, auch die für ganz Spanien mit 327, liegen allerdings weit über der Marke von 200, ab der Deutschland eine Region oder ein ganzes Land zum Hochinzidenzgebiet erklären kann. Dann kommt auf Rückkehrer, die nicht vollständig geimpft oder von Corona genesen sind, eine Quarantäne von mindestens fünf Tagen zu.

Die Corona-Fallzahlen auf der beliebten Urlaubsinsel Mallorca steigen rasant an. (Bild: Keystone)

Da die Corona-Zahlen vor allem durch die vielen Infektionen junger, meist noch ungeimpfter Menschen stark angestiegen sind, will die Regionalregierung der Balearen, zu denen neben Mallorca auch Menorca, Ibiza und Formentera gehören, das Nachtleben ab dem Wochenende stark einschränken. Vor allem die sogenannten Botellones, Partys im Freien mit viel Alkohol, sollen verhindert werden, indem Strände und Parks zwischen 1 Uhr und 6 Uhr geschlossen werden und in der Zeit auch nur Treffen von Menschen aus demselben Haushalt erlaubt sein sollen.

Allerdings muss die Justiz noch grünes Licht geben, was nicht als sicher galt. In Navarra, wo die Sieben-Tage-Inzidenz bei fast 537 lag, lehnte das Oberste Landesgericht am Dienstag einen Antrag der Regionalregierung ab, eine nächtliche Ausgehsperre zu verhängen. In Katalonien und Valencia hatte die Justiz das jedoch zuvor erlaubt.

Griechisch-orthodoxe Kirche ruft Gläubige zur Impfung auf

Die Synode der griechisch-orthodoxen Kirche hat ein Rundschreiben mit zwölf Fragen und Antworten zum Thema Corona-Impfung verfasst, das in den Kirchen des Landes den Gläubigen verlesen werden soll. In dem vierseitigen Schreiben, das die griechische Zeitung «Kathimerini» am Dienstagabend veröffentlichte, werden nicht nur medizinische Fragen etwa nach der Wirkung der Impfung gegen die Delta-Variante behandelt. Es wird dort auch auf gängige Verschwörungstheorien eingegangen.

«Corona-Impfstoffe enthalten keine Mikrochips. Dies sind unrealistische Theorien, die auf Fehlinformationskampagnen im Internet beruhen», heisst es in dem Papier.

Die Corona-Zahlen in Griechenland sind in jüngster Zeit stark gestiegen, während die Nachfrage nach Impfungen sinkt. Am Dienstag meldete die griechische Gesundheitsbehörde 3565 Neuinfektionen binnen 24 Stunden für die rund 11 Millionen Einwohner.

Die Unterstützung der Kirche dürfte im Kampf für mehr Impfungen wertvoll sein. Gerade religiöse Menschen gehören in Griechenland zu den Impf-Skeptikern. Zudem sind rund 95 Prozent aller Griechen mindestens auf dem Papier griechisch-orthodox – die Orthodoxie ist in der Verfassung als herrschende Religion verankert.

Experten: Sicherheitslücke beim Grünen Corona-Pass in Österreich

Die App zur Speicherung des Grünen Corona-Passes in Österreich weist nach Darstellung von Experten Sicherheitsmängel auf. Der benötigte QR-Code lasse sich relativ leicht fälschen, berichtete das Onlinemedium futurezone.at unter Berufung auf Studierende der Hochschule Hagenberg am Dienstag.

In der App können Getestete, Geimpfte und Genesene ihre entsprechenden Nachweise speichern. Dafür müssen sie QR-Codes einscannen, die auf den offiziellen Dokumenten über die Webseite des Gesundheitsportals heruntergeladen werden können. Die Studenten stellten fest, dass dabei nicht geprüft wird, ob der QR-Code tatsächlich gültig ist. Die Überprüfung erfolge erst durch den Scan mit der zweiten App «Green Check» vor Ort durch das Personal in Restaurants, beim Friseur oder auf Reisen. Allerdings findet erfahrungsgemäss diese Überprüfung im Alltag nicht immer statt. Das Gesundheitsministerium kündigte eine Behebung der Sicherheitslücke mit dem nächsten Update an.

Clubs starten mit neuen Corona-Regeln in die Fussballsaison

Wenn am Wochenende die neue Saison der Superleague startet, dürfen die Fans wieder zu Tausenden in die Stadien – aber nur solche, die geimpft, getestet oder genesen sind. Die Clubs stellt das vor neue Probleme, der harte Kern der Fans reagiert verschnupft.

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Am Samstag um 18 Uhr wird mit dem Spiel FC Luzern gegen Young Boys die neue Saison gestartet. (Foto: Key)
Michael Herrmann: Jüngere und Impf-Unwillige über andere Kanäle ansprechen

Da sich jüngere Menschen und Impf-Unwillige meist nicht auf herkömmliche, klassische Art informieren, also über Massenmedien, müssten die Gesundheitsbehörden mit ihren Kampagnen zur Corona-Pandemie diese Menschen über andere Kanäle ansprechen.

Er sei nicht Berater des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) sagte Politgeograf Michael Herrmann, Dozent an der Universität Zürich und Leiter der Forschungsstelle Sotomo, am Dienstag vor den Medien in Bern. Aber dies sei eine Empfehlung.

Politgeograf Michael Herrmann sprach am Dienstag vor den Medien in Bern. (Archivbild: Key)

Jüngere, die ja gerade den grössten Anteil der aktuell mit dem Coronavirus Neuinfizierten ausmachten, und Impf-Unwillige informierten sich eher bei Gleichgesinnten oder im Internet – jedenfalls nicht in den grossen herkömmlichen Medien, wo die Behörden-Kampagnen bisher hauptsächlich stattfanden.

Mitteleuropäische Staaten wollen Corona-Massnahmen koordinieren

Fünf Staaten Mitteleuropas wollen ihren Kampf gegen die Corona-Pandemie stärker koordinieren. Das beschlossen die Aussenminister von Österreich, Tschechien, Ungarn, Slowenien und der Slowakei am Dienstag bei einem Treffen im tschechischen Melnik bei Prag.

Ziel sei es, sich nicht gegenseitig mit einseitigen Massnahmen zu überraschen, sagte der tschechische Gastgeber Jakub Kulhanek. Zugleich betonte er, dass man angesichts neuer Virusvarianten achtsam bleiben müsse.

Alle fünf Politiker betonten die Wichtigkeit der Impfkampagnen. Die Pandemie sei noch nicht zu Ende, mahnte der österreichische Chefdiplomat Alexander Schallenberg. Sein ungarischer Kollege Peter Szijjarto warnte in diesem Zusammenhang vor «Fake News»: Wer Falschinformationen über die Impfung in Umlauf bringe, sei unmittelbar für die Opfer einer vierten Corona-Welle verantwortlich. Das erste Aussenministertreffen im sogenannten C5-Format, auch Central5 genannt, fand vor einem Jahr in Wien statt.

Nachverfolgung von Corona-Kontakten auf Mallorca wird schwieriger

Angesichts stark steigender Corona-Zahlen wird die Nachverfolgung enger Kontakte von Infizierten auf Mallorca einem Medienbericht zufolge zunehmend schwieriger.

Zurzeit gebe es auf den Balearen, zu denen neben Mallorca auch Menorca, Ibiza und Formentera gehören, insgesamt 7460 mit dem Virus Infizierte, schrieb die Zeitung «Diario de Mallorca» am Dienstag. Statistisch kämen auf jeden Infizierten fünf enge Kontakte – also insgesamt 37 300 Menschen, die sich für zehn Tage isolieren müssten.

Die Regierung Mallorcas hat auf das Wochenende wieder schärfere Einschränkungen angekündigt. (Bild: Keystone)

Für die Nachverfolgung so vieler Kontakte und die Kontrolle, ob sich die Menschen auch an die Vorgaben hielten, hätten die Behörden nicht ausreichend Personal, hiess es.

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BAG Zahlen vom Dienstag

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem BAG am Dienstag innerhalb von 24 Stunden 707 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Ausserdem  acht Hospitalisationen und ein weiterer Todesfall.

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Mehrere Coronafälle beim SC Kriens

Der FC Schaffhausen und Kriens starten verspätet in die neue Challenge-League-Saison. Das Duell vom Sonntag ist aufgrund von Corona-Fällen in der Krienser Mannschaft auf ein noch unbestimmtes Datum verschoben worden.

Wie die Liga mitteilte, wurde ein Teil des Personals des SC Kriens vom Kanton Luzern bis spätestens 27. Juli unter Quarantäne gestellt. Obwohl geimpfte und kürzlich von der Krankheit geheilte Spieler weiterhin normal trainieren können, verfügt Trainer Davide Morandi derzeit nicht über das Mindestkontingent an gesunden Spielern für die Partie. Die Neuansetzung erfolgt in den nächsten Tagen.

Am Samstag testete der SC Kriens gegen den FCZ. (Foto: Key)
Johnson wollte Queen trotz Corona persönlich besuchen

Der frühere britische Regierungsberater Dominic Cummings hat weitere Anschuldigungen gegen Premier Boris Johnson erhoben. In einem ausführlichen Interview, das die BBC am Dienstagabend in voller Länge ausstrahlen wollte, erzählt Cummings, Johnson habe zu Beginn der Pandemie die Queen trotz ihres hohen Alters weiterhin persönlich treffen wollen.

Er selbst habe seinen Chef davon überzeugen müssen, dass er die heute 95-jährige Monarchin damit umbringen könne, wenn er sie mit dem Virus anstecke, behauptete Cummings. Queen Elizabeth II. und Johnson hielten ihre wöchentlichen Audienzen schliesslich virtuell ab.

Uhrenexporte liegen im Juni wieder über Vor-Corona-Niveau

Die Ausfuhren von Schweizer Uhren haben im Juni im Vergleich zum Vorjahr deutlich zugelegt. Damit sind sie den vierten Monat in Folge wieder gestiegen und liegen nun wieder auf dem Niveau vor Ausbruch der Corona-Pandemie. Stark zugelegt haben die Exporte nach China.

Insgesamt beliefen sich die Uhrenexporte im Juni auf 1,96 Milliarden Franken, wie den Zahlen der Eidgenössische Zollverwaltung vom Dienstag zu entnehmen ist. Das entspricht einer Steigerung um nominal 71 Prozent.

Vor einem Jahr waren wegen des Shutdowns zur Eindämmung der Coronapandemie nur noch Uhren im Wert von 1,13 Millionen Franken ins Ausland abgesetzt worden.

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(Foto: Key)
Easyjet will Auslastung dank Abbau der Corona-Beschränkungen steigern

Mit dem Abbau der Corona-Reisebeschränkungen und der zunehmenden Reiselust soll die Auslastung des britischen Billigfliegers Easyjet kräftig steigen. Im Zeitraum Juli bis September soll die Kapazitätsauslastung 60 Prozent des Vorkrisenniveaus erreichen, wie Easyjet am Dienstag mitteilte.

Im Vorquartal waren es noch bei 17 Prozent. So stieg der Umsatz im dritten Quartal des Bilanzjahres 2020/21 auf rund 213 Millionen Pfund nach 7,2 Millionen vor Jahresfrist.

«In diesem Quartal haben wir die anhaltenden Herausforderungen der Pandemie erfolgreich gemeistert», sagte Konzernchef Johan Lundgren. Der Manager äusserte sich zuversichtlich, nach Kostensenkungen und Umstrukturierungen gestärkt aus der Corona-Pandemie herauszukommen.

(Foto: Key)
Medikamentencocktail von Roche und Regeneron in Japan zugelassen

Die japanischen Aufsichtsbehörden haben dem Medikamentencocktail aus Casirivimab und Imdevimab von Roche und Regeneron die Zulassung für die Behandlung von Patienten mit leichter bis mittelschwerer Covid-19 erteilt. Japan sei damit das erste Land, dass dem Mix mit dem Markennamen «Ronapreve» die Zulassung erteile, erklärte Roche am Dienstag in einer Medienmitteiliung.

Bei «Ronapreve» handelt sich um eine Mischung der beiden genannten künstlichen Antikörper, die eine Resistenz gegen das Virus erzeugen. Entwickelt hat das Mittel das US-Biotechnologieunternehmen Regeneron Pharmaceuticals in Partnerschaft mit Roche.

Gericht bestätigt vorläufig Corona-Impfpflicht an US-Universität

Ein Gericht hat die Impfpflicht gegen Covid-19 an einer US-Universität vorläufig für rechtmässig befunden. In Anerkennung der bedeutenden Freiheit der Studenten, unerwünschte medizinische Behandlungen zu verweigern, erlaube die Verfassung des Landes der Indiana University jedoch das Vorgehen mit Blick auf das legitime Interesse für die öffentliche Gesundheit, hiess es in dem Urteil. Acht Studierende hatten argumentiert, dass die Impfpflicht ihr Recht auf körperliche Unversehrtheit und Autonomie verletze. Ihr Anwalt hat am Montag Berufung angekündigt.

Der Richter betonte in seinem Urteil aber auch, dass es sich nicht um eine endgültige Entscheidung in der Sache handele. Vielmehr ginge es um den Fall um eine einstweilige Verfügung. Dank der Impfpflicht der Universität könnten Studierende, Lehrkräfte und Angestellte auf Masken und Abstandsregeln im Klassenzimmer, Labor oder in der Freizeit und bei ausserschulischen Aktivitäten verzichten, hatte die Indiana University in Bloomington ihr Vorgehen gerechtfertigt.

Weltärzte-Präsident warnt vor übereilten Lockerungen

Angesichts erneut rapide steigender Infektionszahlen warnt Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery vor zu schnellen Öffnungen. Schon die kleineren Öffnungsschritte der vergangenen Wochen hätten die Inzidenzwerte anwachsen lassen, sagt Montgomery den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstagausgaben).

Momentan verdoppele sich die Zahl der Infizierten im Wochenrhythmus. «Jetzt die Einschränkungen unserer Kontakte einfach fallenzulassen und alles zu öffnen wäre brandgefährlich», erklärte der Mediziner. «Wer das tut, riskiert den Einstieg in die vierte Welle.» Stattdessen plädiert Montgomery für ein schrittweises und kontrolliertes Vorgehen.

(Foto: Key)
Mallorca tritt wegen hoher Corona-Zahlen auf die Party-Bremse

Angesichts stark steigender Corona-Zahlen werden auf der beliebten Urlaubsinsel Mallorca voraussichtlich wieder schärfere Einschränkungen ergriffen. Um Partys und Trinkgelage vor allem junger Leute unter freiem Himmel zu bekämpfen, sollen Strände und Parks künftig von 22 Uhr bis 6 Uhr geschlossen werden. Die Justiz muss den Plänen noch zustimmen, wie die «Mallorca Zeitung» am Montagabend berichtete. Teilnehmern solcher Partys drohen demnach künftig saftige Bussgelder in Höhe von 1000 Euro. Wenn ein Partygast mit seiner Teilnahme gegen eine Quarantäne verstösst, soll sich das Bussgeld auf 2’000 Euro erhöhen. Wenn der Teilnehmer positiv auf Corona getestet wurde, werden sogar 5’000 Euro fällig. Den Organisatoren illegaler Parties drohen Strafen von bis zu 100’000 Euro.

Auch Gaststätten müssen künftig wohl wieder etwas früher schliessen, und zwar um 1 Uhr statt um 2 Uhr. Maximal dürfen im Innenbereich von Gaststätten dann noch Gruppen von vier Personen an einem Tisch sitzen, im Aussenbereich acht. Von 1 Uhr bis 6 Uhr dürfen sich der Zeitung zufolge nur noch Personen treffen, die im selben Haushalt leben. Gemeinsam eingecheckte Hotel- oder Fincagäste sollen dabei als ein Haushalt gelten.

Auf Mallorca werden die Corona-Massnahmen voraussichtlich wieder verschärft. (Bild: Keystone)

Auf die eigentlich geplante Wiedereinführung der erst vor knapp einem Monat abgeschafften Maskenpflicht auch im Freien verzichtete die Regionalregierung nach Gesprächen mit Unternehmern und Gewerkschaften, wie die Zeitung berichtete. Allerdings werde dringend geraten, freiwillig einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Kann ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu Fremden nicht eingehalten werden, ist die Maske auch im Freien wieder Pflicht, in allen öffentlichen Innenräumen und in Bussen und Bahnen sowieso.

Die Corona-Zahlen sind auf den Balearen, zu denen ausser Mallorca auch die Inseln Menorca, Ibiza und Formentera gehören, wie in ganz Spanien stark angestiegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz kletterte nach Angaben vom Montagabend auf den Balearen auf 310, für ganz Spanien lag sie bei 323. Vor allem viele junge Leute infizieren sich derzeit mit Sars-CoV-2.

US-Behörde warnt wegen Corona-Welle vor Reisen nach Grossbritannien

Die US-Gesundheitsbehörde CDC warnt angesichts der starken Zunahme der Coronavirus-Infektionen in Grossbritannien vor Reisen in das Land. Der Reisehinweis wurde am Montag auf die Stufe vier von vier angehoben («Vermeiden Sie Reisen»). Angesichts der Infektionslage bestehe selbst für vollständig geimpfte Reisende das Risiko, sich zu infizieren und Varianten des Coronavirus weiterzuverbreiten, hiess es.

Die CDC-Mitteilung kam just an dem Tag, an dem die Regierung in Grossbritannien fast alle verpflichtenden Corona-Massnahmen für den Landesteil England aufhob.

Kanada öffnet Grenze für Corona-Geimpfte

Nach mehr als einem Jahr weitgehender Einreisebeschränkungen öffnet Kanada seine Grenze für geimpfte US-Amerikaner. Ab dem 9. August werde US-Bürgern und Menschen mit Wohnsitz in den Vereinigten Staaten die Einreise erlaubt, sofern diese mindestens zwei Wochen zuvor vollständig gegen Covid-19 geimpft worden seien, teilte die kanadische Gesundheitsbehörde am Montag mit. Ab dem 7. September sollen auch alle Staatsbürger anderer Länder einreisen dürfen, sofern sie durch Vakzine vor der Krankheit geschützt sind. Besucher müssten dann zuvor auf einem Internetportal Reisedaten hinterlegen – eine Quarantäne soll jedoch nicht nötig werden.

Die Impfkampagne in Kanada hatte zwar im Vergleich mit jener in den Vereinigten Staaten etwas schleppend begonnen, dann aber Fahrt aufgenommen. Etwa 69 Prozent der 38 Millionen Kanadierinnen und Kanadier haben bislang zumindest eine Dosis verabreicht bekommen, knapp 44 Prozent sind vollständig geimpft. Die Impfskepsis in Kanada scheint dabei niedriger als etwa in den USA zu sein. Die Grenzöffnung hatte Kanadas Premier Justin Trudeau angesichts der Fortschritte bereits vergangene Woche in Aussicht gestellt.

Britische Regierung: Impfung für Jugendliche nur bei Vorerkrankungen

Ähnlich wie in Deutschland sollen auch in Grossbritannien Jugendliche nur unter bestimmten Bedingungen gegen Corona geimpft werden. Nach aktueller Datenlage gebe es keine generelle Impfempfehlung für unter 18-Jährige, erklärte der britische Gesundheitsminister Sajid Javid am Montag in London.

Die Regierung folgt damit der aktuellen Einschätzung der britischen Impfkommission. Jugendliche mit Vorerkrankungen wie etwa Autoimmunkrankheiten sollten der Empfehlung zufolge eine Corona-Impfung bekommen, genauso wie 12- bis 17-Jährige, die mit besonders gefährdeten Menschen in einem Haushalt leben. Die Einschätzung könne sich jedoch ändern, wenn mehr Daten aus laufenden Studien vorlägen, so die Regierung.

Grossbritannien will im Herbst Impfnachweise für Nachtclubs verlangen

Die britische Regierung will in England ab dem Herbst verpflichtende Corona-Impfnachweise für Nachtclubs und andere Grossveranstaltungen verlangen. «Manche der grössten Vergnügen und Möglichkeiten des Lebens werden zunehmend von Impfungen abhängig sein», sagte Premierminister Boris Johnson am Montag in London. Bis Ende September hätten alle Erwachsenen in Grossbritannien die Möglichkeit, sich vollständig gegen Corona impfen zu lassen.

Bis dahin sind jedoch für Clubs und andere Grossveranstaltungen, die seit Montag wieder öffnen beziehungsweise stattfinden dürfen, keine solchen Nachweise erforderlich. Nachtclubs werden lediglich dazu ermutigt, den sogenannten NHS Covid Pass beim Eintritt zu verlangen.

Ab Herbst kommen in Grossbritannien wohl nur noch Geimpfte in die Clubs und an Grossveranstaltungen. (Bild: Keystone)

Bislang haben der britischen Regierung zufolge rund 35 Prozent der 18- bis 30-Jährigen noch keine erste Impfung erhalten, obwohl sie bereits ein Angebot bekommen haben.

Boris Johnsons Regierung macht lediglich die Corona-Politik für England – Schottland, Wales und Nordirland sind für ihre eigenen Massnahmen verantwortlich und gehen etwas vorsichtiger vor.

Edöb: Bevölkerung soll «Covid-Zertifikat Light» wählen

Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (Edöb) empfiehlt der Bevölkerung, künftig bei Veranstaltungen das «Covid-Zertifikat Light» zu verwenden. Dieses kann mit der neusten Version der «Covid Certificate App» generiert werden und enthält keine Gesundheitsdaten.

Im Zertifikat Light seien einzig jene Angaben enthalten, die zur Identifikation notwendig sind und eine elektronische Signatur enthalten, teilte der Edöb am Montag mit. Dadurch könne das Risiko eliminiert werden, dass Gesundheitsdaten wie etwa der verwendete Impfstoff unberechtigerweise ausgelesen werden.

Ein solch unberechtigtes Auslesen könne passieren, wenn das Zertifikat beispielsweise beim Eingang zu einer Veranstaltung mit einer anderen als der vom Bund zur Verfügung gestellten App kontrolliert wird.

Das «Zertifikat light» sei ebenfalls fälschungssicher, könne aber nur in der Schweiz verwendet werden und müsse jeweils nach 48 Stunden erneuert werden. Diese kurze Gültigkeitsdauer sei gewählt worden, damit keine Rückschlüsse darauf möglich seien, ob das Zertifikat basierend auf einem Test, einer Impfung oder einer Genesung ausgestellt wurde.

BAG verteilt Kuchen an Passanten in Bern

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat am Montag auf dem Berner Bundesplatz Kuchen serviert. Es wollte sich damit bei den Geimpften bedanken und Spontanen die Möglichkeit geben, sich impfen zu lassen. Aus diesem Grund war auch ein Impftruck vorgefahren.

Angeschnitten wurde der rosa Kuchen in Dreiviertel-Form von Virginie Masserey, Leiterin Infektionskontrolle beim BAG, Patrick Mathys, Leiter Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit beim BAG, Pierre Alain-Schnegg, Gesundheitsdirektor des Kantons Bern und Gregor Kaczala, Impfchef des Kanton Bern.

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(Video: Keystone)

BAG Zahlen vom Wochenende

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag innerhalb von 72 Stunden 1560 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG vier neue Todesfälle und 29 Spitaleinweisungen.

Mit einem Anteil von 77,6 Prozent aller neuen Ansteckungen ist die Delta-Variante die dominante Virus-Mutation. Am Montag vor einer Woche waren 822 neue Ansteckungen, zwei neue Todesfälle und acht Spitaleinweisungen gemeldet worden.

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Am Wochenende wurden 29 Personen hospitalisiert. (Symbolbild: Key)
Myanmar trägt immer mehr Corona-Tote zu Grabe

Knapp sechs Monate nach dem Militärputsch in Myanmar sterben in dem Krisenland immer mehr Menschen an den Folgen von Covid-19. In den vergangenen Tagen seien allein in der grössten Stadt Yangon mehr als 1000 Tote auf drei grossen Friedhöfen beerdigt worden, berichteten lokale Medien und Bestattungsunternehmen. Die Lage bleibt aber unübersichtlich. Die wahre Zahl der Kranken und Toten soll laut Ärzten und Beobachtern viel höher sein als die offizielle Statistik der Junta.

«Viele Leute sterben, weil es nicht genug Sauerstoff gibt», sagte Shwe Shwe, die als freiwillige Helferin im Einsatz ist, um Sauerstoff für Kranke zu besorgen. «Wir versuchen alles, aber es ist sehr schwer, weil es unter der Junta keinerlei Krisenmanagement gibt», erzählte sie der Nachrichtenagentur DPA. Der private Verkauf von Sauerstoff war zuletzt stark beschränkt worden – dieser solle nur «unter Aufsicht» verwendet werden, hatten die Generäle angekündigt.

Brüssel genehmigt tschechischen Corona-Aufbauplan

Tschechien hat von der EU-Kommission grünes Licht für seinen Wiederaufbauplan nach der Corona-Krise erhalten. Tschechien erhält rund sieben Milliarden Euro aus dem gemeinsamen Corona-Hilfsfonds der EU. Bis zur Rückkehr zur Normalität sei es noch ein langer Weg, sagte der tschechische Ministerpräsident Andrej Babis am Montag in Prag bei einer Pressekonferenz mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

Der Grossteil der Mittel soll für den Ausbau der Infrastruktur, den sogenannten grünen Wandel sowie die Digitalisierung eingesetzt werden. Davon dürften auch viele deutsche Firmen profitieren, die Tschechien als sogenannte verlängerte Werkbank nutzen. Das Land war stark von der Corona-Pandemie betroffen: Mehr als 30 300 Menschen starben im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung.

Ferien-Reisewelle fordert Flughafendienstleister heraus

Trotz coronabedingt weniger Passagieren sind die Dienstleister an den Schweizer Flughäfen in diesen Sommerferien gefordert. Denn im Tourismus sind viele Mitarbeitende nach wie vor in Kurzarbeit. Die Reisespitzen am Flughafen müssen trotzdem bewältigt werden.

Rund 55’000 Passagiere werden an einzelnen Tagen am Flughafen Zürich, dem grössten Flughafen in der Schweiz, erwartet, wie Sprecherin Bettina Kunz gegenüber AWP sagt. Das sind zwar immer noch halb so viele wie im Vorkrisenjahr 2019. Trotzdem stellen die Spitzentage die Mitarbeitenden am Flughafen und ihre Firmen vor Herausforderungen – vor allem zu den Zeiten, in denen besonders viele Flugzeuge starten.

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Flughafen Zürich: Mehr als 100'000 Passagiere am Wochenende

Am vergangenen Wochenende bescherten die Sommerferien dem Flughafen Zürich so viele Passagiere wie schon lange nicht mehr: Je rund 56’000 Personen sind am Samstag und Sonntag über den Flughafen Zürich gereist.

Die 56’000 Passagiere entsprechen rund der Hälfte der Passagiere, die an Spitzentagen in den Sommerferien 2019 verzeichnet wurden, wie eine Sprecherin der Flughafen Zürich AG auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte.

Im Vergleich zu den Sommerferien 2020, in denen das Reisen aufgrund der Corona-Pandemie noch stärker eingeschränkt war als dieses Jahr, hat das Passagieraufkommen aber deutlich zugenommen. An Spitzentagen in den Sommerferien 2020 wurden lediglich rund 32’000 Passagierinnen und Passagiere gezählt.

(Foto: Key)
Anwendung des Covid-Zertifikats ausweiten

Um bei weiterhin hohen Corona-Fallzahlen die Wiedereinführung von einschneidenden Massnahmen zu verhindern, könnte die Anwendung des Covid-Zertifikats ausgeweitet werden. Diese Überlegung stellt der Präsident der Eidgenössischen Impfkommission an. Ungeimpfte müssten sich dann häufiger testen lassen, wenn sie etwa an kleineren Veranstaltungen teilnehmen wollen.

Er könne sich vorstellen, dass das Covid-Zertifikat für Geimpfte, Genesene und Getestete nicht mehr nur bei Grossveranstaltungen, sondern auch bei kleineren Veranstaltungen vorgewiesen werden muss, wenn die Zahlen «entsprechend hoch bleiben», sagte Christoph Berger am Montag im Schweizer Radio SRF sagte. Man könne das Zertifikat auch in Betrieben einsetzen. Dadurch könne dann das repetitive Testen ersetzt werden. Das sei ganz im Sinne des Arbeitgebers, glaubt Berger.

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Christoph Berger. (Foto:Key)
Rekruten dürfen wieder in den Ausgang und in den Urlaub

Ab dieser Woche dürfen die Rekrutinnen und Rekruten und Kader wieder einmal pro Woche in den Ausgang «ins zivile Umfeld». Auch der Wochenendurlaub wird wieder gewährt. 45 Prozent haben sich in der Rekrutenschule gegen das Coronavirus impfen lassen.

Der Ausgang ausserhalb der Waffenplätze werde allen Armee-Angehörigen der Rekrutenschulen gewährt, auch den Nicht-Geimpften, teilte die Armee am Montag mit. Von den Lockerungen ausgenommen seien nur positiv Getestete oder Personen, die sich in Isolation oder Quarantäne befänden.

45 Prozent der Rekrutinnen, Rekruten und Kader der Sommer-RS hätten das freiwillige Angebot für eine Corona-Impfung angenommen, hiess es weiter. Ein weiteres Viertel habe sich schon vorher impfen lassen. Die zweite Dosis werden die Soldaten in der sechsten RS-Woche erhalten.

(Foto: Key)
London lockert Pflicht zur Selbstisolation

Weil es beim Nationalen Gesundheitsdienst NHS in England zu immer mehr Personal-Engpässen kommt, hat die britische Regierung für die Mitarbeiter die Regeln zur Selbstisolation nach Kontakt mit Infizierten gelockert.

In Ausnahmefällen dürften zweifach geimpfte Mitarbeiter die eigentlich vorgeschriebene zehntägige Selbstisolation durch einen negativen PCR-Test und tägliche Antigen-Tests ersetzen und weiterhin zur Arbeit erscheinen, hiess es in einer Mitteilung der Regierung am Montag.

Einem Bericht zufolge befinden sich derzeit bis zu 1,7 Millionen Menschen in Grossbritannien in Selbstisolation. Das führte bereits dazu, dass Zugverbindungen ausfielen und Supermarktfilialen schliessen mussten, weil nicht mehr genügend Mitarbeiter da waren.

Kolumnistin muss Australien verlassen

Australien will die umstrittene britische Kolumnistin Katie Hopkins wegen Verstössen gegen die Corona-Regeln aus dem Land werfen. Die 46-Jährige, die für extrem rechte Ansichten bekannt ist, sollte dort an einer Reality-TV-Show teilnehmen. Sie befand sich in Sydney in Hotel-Quarantäne – fast alle Einreisenden müssen in Australien zunächst zwei Wochen in Isolation.

Hopkins hatte Berichten zufolge auf Instagram ein Video gepostet, in dem sie damit prahlte, Essenslieferanten nackt und ohne Maske die Tür ihres Hotelzimmers zu öffnen.

(Archivbild: Key)
Thurnherr: Schlechte Zusammenarbeit von Politik und Wissenschaft

Bundeskanzler Walter Thurnherr kritisiert die mangelnde Zusammenarbeit zwischen der Politik und der Wissenschaft während der Corona-Krise in der Schweiz .

In einem Interview mit dem «Tagesanzeiger» kommt Bundeskanzler Walter Thurnherr zu dem Schluss, das Verhältnis zwischen Politik und Wissenschaft sei in der Schweiz generell zu wenig geklärt und zum Teil angespannt.

Kontakte zwischen beiden Sphären seien rar. In der Pandemie habe es plötzlich Medienkonferenzen mit Wissenschaftlern gegeben, von denen die Politiker vorher noch nicht einmal gewusst hätten, dass es sie gab. So habe der Bundesrat in der Pandemie die Covid-Taskforce der Wissenschaft erst am 30. März 2020 eingesetzt. Das sei eindeutig zu spät gewesen, sagte Thunherr.

Bundeskanzler Walter Thurnherr (Foto: Key)
Ende der Corona-Regeln in England

Trotz dramatisch steigender Infektionszahlen sind am Montag in England fast alle Corona-Massnahmen aufgehoben worden. Weder das Tragen von Masken noch Abstandsregeln oder zahlenmässige Beschränkungen für Veranstaltungen sind im grössten britischen Landesteil fortan vorgeschrieben.

Premierminister Boris Johnson setzt auf die Eigenverantwortung der Menschen. Doch Experten warnen, dass die Situation trotz hoher Impfquote ausser Kontrolle geraten könnte. Bereits jetzt werden täglich zum Teil mehr als 50 000 Fälle registriert – beinahe so viele wie zum Höhepunkt der zweiten Welle zum Jahreswechsel.

Gewerkschaften und Unternehmerverbände sprachen sich unterdessen für eine Beibehaltung der Maskenpflicht und ein gleichzeitiges Ende der Pflicht zur Selbstisolation bei geimpften Kontaktpersonen aus. Schon jetzt kommt es in vielen Branchen, vor allem bei Verkehrsbetrieben, zu Engpässen, weil viele Mitarbeiter in Selbstisolation sind.

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Brand in Impfzentrum in Südwestfrankreich

In einem Impfzentrum im Südwesten Frankreichs hat es gebrannt. Das Feuer in Urrugne wurde vermutlich absichtlich gelegt, berichtete der französische Sender France Bleu unter Verweis auf den zuständigen Staatsanwalt am Sonntag. Demnach stand ein Teil des Zeltes des Impfzentrums in der Nacht auf Sonntag in Flammen. Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin verurteilte den Vorfall auf Twitter. Die Verantwortlichen müssten hart bestraft werden.

Erst am Vortag war Frankreichs Premierminister Jean Castex in den Südwesten gereist und hatte ein Impfzentrum etwa 20 Kilometer vom späteren Brandort entfernt besucht. Dem Sender France Info zufolge hatte es bereits in der Nacht auf Samstag einen Anschlag auf ein Impfzentrum gegeben. Die Einrichtung im südöstlichen Lans-en-Vercors sei verwüstet worden.

Nach Corona-Ausbruch: Malta erwägt Flüge in Heimat für Sprachschüler

Die Regierung Maltas erwägt einem Bericht der italienischen Nachrichtenagentur Ansa zufolge, Rückflüge für ausländische Sprachschüler zu organisieren, die sich derzeit in Quarantäne befinden. Betroffen seien Menschen aus Deutschland, Italien, Spanien und Frankreich, hiess es in dem Bericht. Die Schüler sind demnach entweder mit dem Coronavirus infiziert oder hatten Kontakt zu einer infizierten Person. Sie waren auf Malta, um Englisch zu lernen.

«Die deutsche Botschaft in Valletta steht in Kontakt zu betroffenen Sprachschülerinnen und Sprachschülern, zum Veranstalter und zu den zuständigen Behörden im Land», hiess es aus dem Auswärtigen Amt am Sonntag. Der Veranstalter stehe in Verbindung zu den zuständigen maltesischen Behörden mit Blick auf die Organisation etwaiger Rückholflüge. Das Auswärtige Amt verfolge die weitere Entwicklung eng.

Italien erwägt laut Berichten Corona-Nachweis für Restaurantbesuch

Italiens Regierung denkt laut Medienberichten darüber nach, einen Impf- oder Testnachweis für Restaurantbesuche in Innenräumen zu verlangen. Angesichts merklich wieder angestiegener Corona-Infektionszahlen sprach sich am Sonntag auch ein Experte des Gesundheitsministeriums in der Zeitung «La Repubblica» dafür aus, den sogenannten Grünen Pass zur Voraussetzung zu machen. Dieser bescheinigt, dass Menschen gegen Covid-19 durchgeimpft, genesen oder negativ getestet worden sind.

In Italien erwägen die Behörden, einen Corona-Nachweis bei Restaurantbesuchen zu verlangen. (Bild: Keystone)

Am Samstag verzeichneten die Behörden etwas mehr als 3100 Neuinfektionen. Höher lag die Zahl zuletzt nur am 29. Mai (3351 Fälle). Im Schnitt infizierten sich immer mehr jüngere Menschen.

Zuletzt wurde wieder von Corona-Ausbrüchen berichtet. In Rom führte die Gesundheitsbehörde Medien zufolge Dutzende Corona-Fälle auf einen Pub zurück, in dem die Infizierten das Viertelfinalspiel der Fussball-Europameisterschaft zwischen Belgien und Italien gesehen haben sollen. Auf der italienischen Insel Pantelleria zwischen Sizilien und Tunesien steckten sich laut der Nachrichtenagentur Adnkronos wohl mehrere Menschen bei einer privaten Feier an.

Mit Kuchen und Impftruck will BAG Impfbereitschaft erhöhen

Um die Impfkampagne in der Schweiz populärer zu machen, will das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag auf dem Berner Bundesplatz Kuchen servieren. In einem Impftruck kann man sich zudem spontan impfen lassen. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Zeitung: Delta-Variante auf Mallorca bei 85 Prozent

Auf Mallorca wird nach einem Bericht der Zeitung «Mallorca Zeitung» die als ansteckender geltende Delta-Variante des Corona-Virus inzwischen bei 85 Prozent aller Proben festgestellt. Die Sieben-Tage-Inzidenz sei bis Freitag auf gut 270 gestiegen. Für die Balearen insgesamt, also neben Mallorca auch Menorca, Ibiza und Formentera, werde dieser Wert mit 290 angegeben, schrieb die Zeitung am Sonntag. Der sogenannte R-Wert lag nach Angaben der Gesundheitsbehörde bei 1,63. Die Zahl bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 163 weitere Menschen anstecken.

Fast zwei Drittel der Bevölkerung über 16 Jahren (65,7 Prozent) haben zumindest eine Corona-Impfung erhalten, 51,8 Prozent sind vollständig geimpft. Die Positivrate der Corona-Tests lag bei 11,88 Prozent. Auch wenn sich vor allem junge Leute infizieren, die meist nur milde Krankheitssymptome aufweisen, kommt das Gesundheitssystem langsam wieder unter Druck. Inzwischen seien wieder zehn Prozent der Betten auf Intensivstationen mit Corona-Patienten belegt, schrieb die Zeitung.

Kehrtwende in London: Johnson will nun doch in Selbstisolation gehen

Der britische Premierminister Boris Johnson will nach Kontakt mit seinem an Covid-19 erkrankten Gesundheitsminister Sajid Javid doch in Selbstisolation gehen. Das teilte der Regierungssitz Downing Street am Sonntag mit – nur Stunden nachdem ein Sprecher das Gegenteil verkündet hatte.

Zuerst hatte es geheissen, Johnson und sein Finanzminister Rishi Sunak würden an einem Pilotprojekt teilnehmen und daher statt der Selbstisolation tägliche Tests absolvieren. Die Entscheidung hatte zu einem Aufschrei der Empörung geführt, weil derzeit Hunderttausende Briten Zuhause sitzen, nachdem sie vom Nationalen Gesundheitsdienst NHS wegen Kontakts mit einer infizierten Person zu einer zehntägigen Quarantäne aufgefordert wurden.

Die Masken fallen: Johnson öffnet England und erntet Kritik

Für den britischen Premierminister Boris Johnson hätte das Wochenende vor dem als «Freedom Day» bezeichneten Ende fast aller Corona-Massnahmen in England kaum schlechter laufen können. Ausgerechnet Gesundheitsminister Sajid Javid steckte sich mit dem Coronavirus an – und das obwohl er zweifach geimpft ist. In Selbstisolation werde sich Johnson trotz Kontakts mit Javid aber nicht begeben, teilte der Regierungssitz Downing Street am Sonntag mit. Stattdessen werde der Premier wie auch sein Finanzminister Rishi Sunak nun täglich getestet. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Erntet für seine Lockerungspläne Kritik: Boris Johnson. (Bild: Keystone)
Südkorea holt Anti-Piraterie-Einheit wegen Corona heim

Südkorea holt alle Mitglieder seiner Anti-Piraterie-Marineeinheit vor der Küste Afrikas wegen des Coronavirus-Ausbruchs auf einem Kriegsschiff heim. Zwei Transportflugzeuge der Luftwaffe seien am Sonntag abgeflogen, um die Besatzung des Zerstörers «Munmu der Grosse» abzuholen, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul mit. Nach Berichten der nationalen Nachrichtenagentur Yonhap wurden bisher 68 Mitglieder der 300 Mann starken Cheonghae-Einheit positiv auf Sars-CoV-2 getestet.

Die Zahl der Infektionen könne noch steigen, da die Testergebnisse von etwa 200 Crewmitgliedern des Zerstörers noch ausstünden, berichtete Yonhap unter Berufung auf Militärvertreter. Die Besatzung soll demnach von 148 Soldaten abgelöst werden, die mit den Transportflugzeugen unterwegs waren. Der Zerstörer soll dann ebenfalls nach Südkorea gebracht werden.

Merkel: Aids-Pandemie darf wegen Corona nicht in Hintergrund rücken

Die rasante Entwicklung der Coronavirus-Impfstoffe muss auch die Bekämpfung der anderen weltweiten Pandemie, der HIV-Pandemie, beflügeln – mit diesem Aufruf begann am Sonntag die viertägige Tagung der Internationalen Aids-Gesellschaft (IAS) aus Genf.

Bundeskanzlerin Angela Merkel mahnt, dass die Aids-Pandemie nicht vergessen werden darf in Zeiten des Coronavirus. (Bild: Keystone)

«In der Coronavirus-Pandemie erleben wir, wie dank internationaler Zusammenarbeit in Rekordzeit mehrere wirksame Impfstoffe entwickelt wurden», sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel. «Aids darf durch die Coronavirus-Pandemie nicht in den Hintergrund rücken.» Sie begrüsste HIV-Forscherinnen und Forschern aus aller Welt. Die Tagung war eigentlich in Berlin geplant und fand wegen Corona nun online statt. Alle Hintergründe lesen Sie hier. 

Nach Erkrankung von Minister: Keine Selbstisolation für Johnson

Der britische Premierminister Boris Johnson wird nicht in Selbstisolation gehen, obwohl er Kontakt zu seinem an Covid-19 erkrankten Gesundheitsminister Sajid Javid hatte. Das teilte der Regierungssitz Downing Street am Sonntag mit. Johnson und Finanzminister Rishi Sunak seien von der Kontaktverfolgungseinheit des Gesundheitsdiensts NHS kontaktiert worden, nähmen aber an einem Pilotprojekt teil, das tägliche Tests anstatt Selbstisolation vorsieht, so die Mitteilung. Das erlaube ihnen, weiterhin von der Downing Street aus zu arbeiten. Gesundheitsminister Javid hatte am Samstag per Twitter mitgeteilt, das er positiv auf das Coronavirus getestet wurde.

In Grossbritannien wird derzeit eine grosse Zahl an Menschen dazu aufgerufen, ihr Zuhause für zehn Tage nicht zu verlassen, weil sie in Kontakt mit Infizierten gekommen sind. Hunderttausende Schüler können deswegen nicht am Unterricht teilnehmen. Obwohl die Infektionszahlen derzeit drastisch ansteigen, sollen von Montag an alle Corona-Massnahmen in England aufgehoben werden.

Neuenburger Klinik stellt nur geimpftes Personal ein

Während Bund und Kantone auf ein Impfobligatorium für das Pflegepersonal verzichten, ist eine Neuenburger Privatklinik vorgeprescht. Sie will nur Leute einstellen, die vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind, wie der «SonntagsBlick» berichtete. Das Centre Médical des Cadolles, das im Februar 2022 seine Tore öffnen will, hielt die Impfpflicht in einer schriftlichen Erklärung fest: «Künftige Mitarbeiter müssen ihr Impfzertifikat vorweisen.

Andernfalls werden sie nicht angestellt.» Die Regel gilt auch für das administrative Personal. Das medizinische Zentrum rekrutiert dem Bericht zufolge derzeit rund fünfzig Mitarbeitende. Geplant ist demnach eine Walk-in-Klinik mit zehn Arztpraxen, einem Radiologieraum, einem Labor, Physiotherapeuten und Zahnärzten. Frankreich, Italien, Grossbritannien und Griechenland etwa haben ein Impfobligatorium für das Pflegepersonal beschlossen.

Weniger Geschäftsausflüge nach der Pandemie

Schweizer Grosskonzerne planen nach der Corona-Pandemie weniger Geschäftsflüge. UBS, ABB, Autoneum, Credit Suisse, Lonza, Nestlé, Novartis, Roche, Schindler, Swiss Life und Zurich erklärten dem «SonntagsBlick», dass sie das Ausmass an Geschäftsreisen auch nach Ende der Pandemie tief halten wollen. «Unsere neue Reise-Policy sieht eine signifikante Reduktion von Geschäftsflügen gegenüber dem Niveau von vor der Pandemie vor», sagte eine Sprecherin des Pharmakonzerns Roche.

Eine Sprecher des Versicherungskonzerns Zurich erklärte: «Unsere Erfahrung im Jahr 2020 hat gezeigt, dass unsere Mitarbeitenden auch ohne Geschäftsreisen erfolgreich unsere Kunden mit vollständig digitalisierten Dienstleistungen bedienen können.» Dazu gehörten etwa die Bereitstellung von Schadensmeldungen per Video, die Verwendung elektronischer Unterschriften und virtuelle Risikobeurteilungen. Die Grosskonzerne sparten während der Pandemie Millionen Franken an Reisekosten. Bei der UBS verringerte sich der Reise- und Repräsentationsaufwand um 209 Millionen US-Dollar.

Bereits zwei Athleten im olympischen Dorf mit Covid infiziert

Das Coronavirus hat die ersten Athleten im olympischen Dorf in Tokio erreicht. Das Olympische Komitee Südafrikas bestätigte am Sonntag zwei positive Fälle in dessen Fussballteam, das die Unterkünfte im Dorf bereits bezogen hatte.

Nebst den beiden Spielern Thabiso Monyane und Kamohelo Mahlatsi wurde auch ein Betreuer positiv getestet. Das Trio befinde sich in Quarantäne, alle anderen Mitglieder des Teams seien zweimal negativ getestet worden, hiess es weiter.

Bereits vor dem Start der Olympischen Spiele in Tokio melden die Verantwortlichen zwei Covid-Fälle bei den Athleten. (Bild: Keystone)

«Wir halten das Risiko minimal, aber es ist unvermeidlich, dass wir einige Fälle haben», sagte IOC-Olympiadirektor Christophe Dubi, der zugleich einen Corona-Fall beim südkoreanischen IOC-Mitglied Seung-Min Ryu bestätigte. Der Tischtennis-Olympiasieger von 2004 sei bei seiner Ankunft in Tokio positiv getestet worden. Ryu habe das Ergebnis zuvor selbst veröffentlicht und befinde sich in Selbst-Isolation, sagte Dubi. Ein weiterer Athlet war am Sonntag ebenfalls bei der Einreise positiv auf das Virus getestet worden.

Insgesamt registrierten die Organisatoren am Sonntag zehn Neuinfektionen im Zusammenhang mit den Olympischen Spielen. Damit stieg die Gesamtzahl fünf Tage vor der Eröffnungsfeier auf über 50 Fälle. «Wir glauben, dass wir die Lage im Griff haben», sagte Hidemasa Nakamura, der Leiter der zuständigen Abteilung des Organisationskomitees der Tokio-Spiele.

BAG-Direktorin überrascht wegen starken Anstiegs der Corona-Fälle

Die Direktorin des Bundesamts für Gesundheit (BAG), Anne Lévy, hat sich in einem Interview besorgt geäussert über den Wiederanstieg der Corona-Zahlen. «Wir wussten, dass sie steigen, wenn wir öffnen. Aber wir haben nicht erwartet, dass sie so früh so stark steigen.»

Die Pandemie sei noch nicht vorbei, die Situation sei schwierig einzuschätzen, sagte Lévy der «NZZ am Sonntag». Zum Grund für den relativ starken Wiederanstieg meinte die 50-jährige Berner Chefbeamtin, die Leute seien generell weniger vorsichtig, seit geimpft werde und es kaum mehr Massnahmen gebe. Alles zum Thema lesen Sie hier.

 
BAG-Direktorin Anne Lévy zeigt sich überrascht wegen des starken Anstiegs der Corona-Fälle. (Bild: Keystone)
Niederlande und Griechenland jetzt Corona-Risikogebiete

Wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen gelten die Niederlande, Griechenland und Teile Dänemarks seit Mitternacht in der Nacht zum Sonntag für die deutschen Behörden als Risikogebiete. Nach der bereits am Freitag veröffentlichten Mitteilung des Robert Koch-Instituts rät das Auswärtige Amt von touristischen Reisen in diese Länder und Regionen ab.

Für die Niederlande und die dänische Hauptstadtregion um Kopenhagen ergeben sich daraus auch praktische Folgen: Wer von dort auf dem Landweg nach Deutschland einreist und nicht geimpft oder genesen ist, muss wieder einen Corona-Test machen. Auch die zum dänischen Königreich zählenden Färöer-Inseln sind jetzt Risikogebiet. Die Niederlande sind das erste der neun Nachbarländer Deutschlands, das wieder ganz als Risikogebiet eingestuft wird. Ausgenommen sind zum Königreich gehörende Überseegebiete.

In Griechenland sind zuletzt die Infektionszahlen gestiegen, seit die Regierung die Massnahmen für das Nachtleben gelockert hat und viele junge, noch ungeimpfte Leute feiern gehen. Wer aus dem Urlaub in Griechenland zurückkehrt, muss entweder getestet, genesen oder geimpft sein.

Corona-Neuinfektionen in Israel überschreiten wieder 1'000er-Marke

Die Zahl der innerhalb eines Tages gemeldeten Corona-Neuinfektionen in Israel hat erstmals seit vier Monaten wieder die 1’000er-Marke überschritten. Das Gesundheitsministerium teilte am Samstag mit, binnen 24 Stunden seien 1’118 neue Fälle gemeldet worden. Dies ist die höchste Zahl seit Mitte März. Während des Höhepunkts der Pandemie im Januar war die Zahl der täglichen Fälle in Israel allerdings auf über 10’000 gestiegen.

Der israelische Ministerpräsident Naftali Bennett hatte bei einer Beratung am Freitag gesagt, die Delta-Variante sorge zu einem weltweiten Anstieg der Corona-Fälle, «auch in geimpften Ländern wie Grossbritannien, den USA und Israel». Gegenwärtig setze sich die Einschätzung durch, «dass die Wirksamkeit der vorhandenden Impfstoffe gegen die Delta-Variante schwächer ist, als wir gehofft hatten». Es zeige sich, dass das Problem nicht allein durch Impfungen gelöst werden könne. Die Delta-Variante war zuerst in Indien entdeckt worden und gilt als besonders ansteckend.

Angesichts des neuen Anstiegs der Infektionen will Israel von Mittwoch an wieder Beschränkungen für Versammlungen von mehr als 100 Menschen in geschlossenen Räumen einführen. An solchen Veranstaltungen dürfen dann erneut wieder nur Geimpfte, Genesene oder Menschen mit negativem Testergebnis teilnehmen. Ausserdem gilt in geschlossenen Räumen wieder Maskenpflicht.

Proteste gegen strengere Corona-Regeln in Frankreich

In Frankreich haben mehr als hunderttausend Menschen gegen die von Präsident Emmanuel Macron angekündigte Verschärfung der Corona-Regeln demonstriert. Nach Angaben des Innenministeriums gingen landesweit knapp 114’000 Menschen bei mehr als 130 Protesten auf die Strasse. In der Hauptstadt Paris waren es demnach etwa 18’000 Demonstrierende.

Zu Beginn der Woche hatte Macron angesichts eines Anstiegs der Corona-Zahlen strengere Hygienemassnahmen angekündigt. So soll in Kürze deutlich häufiger ein Test-, Impf- oder Genesungsnachweis vorgezeigt werden müssen. Schon ab Mittwoch ist dies etwa für Kino- und Theaterbesuche der Fall, ab August soll dies auch für Fernzüge, Restaurants und Bars gelten. Ausserdem wurde eine Impfpflicht für Gesundheitspersonal verkündet.

Das Land kämpft momentan gegen eine vierte Corona-Welle. Die Delta-Variante macht mittlerweile fast alle Fälle aus. Die Zahl der Neuansteckungen pro 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner innerhalb einer Woche lag zuletzt bei rund 50. In einigen Gebieten wie dem Département Pyrénées-Orientales an der Grenze zu Spanien lag der Wert noch deutlich höher.

100 Personen demonstrieren in Frauenfeld gegen Corona-Massnahmen

Rund hundert Gegner der Massnahmen des Bundes im Kampf gegen die Corona-Pandemie haben sich am Samstagnachmittag in Frauenfeld TG zu einer nicht bewilligten Kundgebung versammelt. Die Demonstration verlief ohne Zwischenfälle. Die Polizei schritt nicht ein.

Nach Angaben der Kantonspolizei Thurgau versammelten sich die rund hundert Personen kurz nach 14 Uhr in der Altstadt von Frauenfeld. Der Demonstrationszug führte sie danach über die Zürcherstrasse und den Bahnhofplatz zurück in die Altstadt.

Corona-Ausbruch und Ausgangsverbot nach Partys auf Insel Mykonos

Auf der griechischen Jet-Set-Insel Mykonos gilt aufgrund missachteter Corona-Regeln in Bars für sieben Tage ein nächtliches Ausgehverbot. Die griechische Regierung verhängte die Massnahme überraschend am Samstag. Beginnend mit der Nacht zu Sonntag darf für die nächsten sieben Tage zwischen 1.00 Uhr und 6.00 Uhr niemand mehr auf die Strassen. Ausnahme gibt es nur für Notfälle und für Arbeitende in der Nacht. Auch Musik darf nicht mehr in allen Lokalen gespielt werden.

Wie der griechische Zivilschutz am Samstag mitteilte, fielen bei Corona-Schnelltest-Kontrollen in den vergangenen Tagen mehr als zehn Prozent der Tests positiv aus. Die Quarantäneunterkünfte seien bereits überfüllt, sagte die Chefin des Gesundheitsdienstes der Insel, Dina Sampsouni, im Staatsfernsehen. Griechische Medien berichteten, es habe einen «Hagel» stornierter Buchungen nach Bekanntgabe des lokalen Lockdowns gegeben.

Mykonos ist als beliebtes Reiseziel überwiegend reicher Menschen aus Ländern im östlichen Mittelmeer bekannt. (Bild: Keystone)
Trotz Impfung: Britischer Gesundheitsminister an Covid-19 erkrankt

Der britische Gesundheitsminister Sajid Javid ist trotz Impfung positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte Javid am Samstag in einer Videobotschaft auf Twitter mit. Er habe sich etwas angeschlagen gefühlt und dann einen Antigen-Test gemacht – der habe sich als positiv herausgestellt. Nun warte er auf das Ergebnis eines PCR-Tests. «Ich bin dankbar, dass ich zwei Impfdosen bekommen habe und bisher sind meine Symptome sehr mild», so Javid weiter. Er rief die Menschen auf, sich ebenfalls impfen zu lassen.

In Grossbritannien steigt die Zahl der Neuinfektionen seit Wochen wieder massiv an. Die 7-Tage-Inzidenz wurde zuletzt mit rund 345 angegeben (Stand: 11. Juli). Allein am Freitag wurden mehr als 50’000 Neuinfektionen registriert. Zurückgeführt wird das unter anderem auf die starke Ausbreitung der Delta-Variante.

Trotzdem sollen am Montag alle Corona-Massnahmen in England aufgehoben werden. Die Regierung argumentiert, durch das erfolgreiche Impfprogramm sei die Verbindung zwischen Infektionen und Krankenhauseinweisungen sowie Todesfällen geschwächt. Experten sehen vor allem den Verzicht auf die Maskenpflicht kritisch. In den kommenden Wochen wird mit bis zu 100 000 täglichen Neuinfektionen im Vereinigten Königreich gerechnet.

Flughafen Zürich dank Sommerferien mit deutlich mehr Passagieren

Das Passagieraufkommen am Flughafen Zürich liegt trotz Ferienbeginn noch immer um gut die Hälfte tiefer als vor der Corona-Krise. Das Passagieraufkommen ist aber im Vergleich zu den Vorwochen deutlich angestiegen. Damals lag der Wert bei noch fast 80 Prozent. Alles dazu gibt es hier.

 

Am Flughafen Zürich fliegen derzeit deutlich mehr Menschen als in den vergangenen Wochen in die Ferien. (Bild: Keystone)

Frust bei Briten über Quarantänepflicht für Frankreich-Urlauber

Die Kehrtwende der britischen Regierung bei den Regeln für Reiserückkehrer aus Frankreich hat bei der Tourismusbranche im Land und bei Urlaubern für Frust und Empörung gesorgt. Die Regierung in London hatte am Freitag überraschend mitgeteilt, dass die für Montag geplante Lockerung nicht für Frankreich gelten soll. Zweifach geimpfte Reiserückkehrer müssen demnach in England weiterhin für zehn Tage in Quarantäne, wenn sie sich zuvor in Frankreich aufgehalten haben. Grund ist demnach die verhältnismässig hohe Zahl an Infektionen mit der Beta-Variante des Coronavirus, die zuerst in Südafrika festgestellt wurde.

Der Chef des Fluggesellschaften-Verbands Airlines UK, Tim Alderslade, bezeichnete die Entscheidung der Regierung als «willkürlich». Es sei unmöglich für Reisende und die Branche, Pläne zu machen, sagte er der BBC zufolge. Das Vertrauen der Verbraucher werde damit weiter untergraben, so Alderslade weiter. Easy-Jet-Geschäftsführer Johan Lundgren, warf der Regierung vor, «Verwirrung und Unsicherheit» zu stiften.

Erster Corona-Fall im Olympischen Dorf

Eine Woche vor der Eröffnung der Olympischen Spiele in Tokio gibt es den ersten Corona-Fall im Athletendorf. Ohne Angaben zur Person zu machen, bestätigte OK-Geschäftsführer Toshiro Muto den positiven Befund. Es würden alle erforderlichen Massnahmen zum Schutz vor einer Ausbreitung getroffen, damit sich jeder im Athletendorf sicher fühlen könne, hiess es in einer Mitteilung.

Bei den Athleten an den Olympischen Spielen in Tokio gab es einen ersten Corona-Fall. (Bild: Keystone)

Zuvor waren bereits fünf Athleten bei der Einreise nach Japan positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Athleten und ihre Begleitpersonen sind im Athletendorf von der Bevölkerung isoliert und müssen strenge Verhaltens- und Hygieneregeln befolgen. Insgesamt sollen gemäss der Nachrichtenagentur Reuters allerdings bereits über 40 Personen, die mit den Sommerspielen zu tun haben, positiv auf das Virus getestet worden sein.

Grossbritannien kündigt grösste Grippeimpfung seiner Geschichte an
Grossbritannien plant die grösste Grippe-Impfungskampagne der Geschichte. (Symbolbild: Keystone)

Mit der weitreichendsten Grippeschutzimpfung seiner Geschichte will Grossbritannien einen möglichen Corona-Rückschlag durch die Virensaison im Herbst verhindern. Mehr als 35 Millionen Menschen stehe von September an eine kostenlose Grippeschutzimpfung zur Verfügung, kündigte das Gesundheitsministerium in London am Samstag an. «Wenn sich das Land nun dem normalen Leben nähert, müssen wir lernen, neben anderen Viren auch mit Corona zu leben», sagte Ressortchef Sajid Javid. «Deshalb bieten wir Millionen weiteren Menschen die kostenlose Grippeimpfung an, um sie diesen Winter zu schützen.»

Erstmals bieten die Behörden allen Kindern und Jugendlichen auf weiterführenden Schulen eine Grippeschutzimpfung an. Ausserdem können unter anderem auch alle Kinder im Alter von zwei und drei Jahren, alle Grundschüler, Schwangere und alle über 50-Jährigen eine Dosis erhalten. Das Ministerium betonte, Ziel sei, den Erfolg des vergangenen Jahres zu übertreffen. Damals waren gut 80 Prozent der über 65-Jährigen in England gegen Grippe geimpft worden. Das liege über dem Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von 75 Prozent.

Biden: Corona-Falschinfos in sozialen Medien «bringen Menschen um»

Falschinformationen in sozialen Medien wie Facebook zum Thema Coronavirus und Impfungen sind nach Ansicht von US-Präsident Joe Biden für den Tod vieler Menschen verantwortlich. Auf die Frage eine Reporters, welche Botschaft er angesichts der Verbreitung von Falschinformationen für Plattformen wie Facebook habe, sagte Biden: «Sie bringen Menschen um». Die Pandemie in den USA sei zu einer «Pandemie unter Ungeimpften» geworden, sagte Biden am Freitag im Garten des Weissen Hauses.

Die US-Regierung macht Falschinformationen in sozialen Netzwerken mitverantwortlich für die abwartende oder ablehnende Haltung vieler Amerikaner gegenüber den Corona-Impfstoffen. In den USA ist die Zahl der Neuinfektionen zuletzt in Gebieten mit niedrigerer Impfquote wieder rasant angestiegen, angetrieben von der besonders ansteckenden Delta-Variante. Die Impfkampagne macht dagegen nur noch langsam Fortschritte. Der Gesundheitsbehörde CDC zufolge haben bislang gut 185 Millionen Menschen mindestens die erste Corona-Impfung bekommen – das entspricht rund 56 Prozent der gesamten Bevölkerung.

US-Präsident Joe Biden warnt vor Falschinformationen in den sozialen Medien zu Covid-19. (Bild: Keystone)
Biontech: Beschleunigtes US-Verfahren für reguläre Impfstoffzulassung

Der Mainzer Biotech-Konzern Biontech und sein US-Partner Pfizer könnten Anfang 2022 in den USA eine reguläre Genehmigung für ihren bislang nur per Notfallzulassung genehmigten Corona-Impfstoff erhalten. Die US-Gesundheitsbehörde FDA habe dem Mittel für die Impfung von Menschen ab 16 Jahren ein beschleunigtes Verfahren (Priority Review) für eine reguläre Zulassung erteilt, gaben Biontech und Pfizer am Freitag bekannt. Das Ziel sei es, eine Entscheidung im Januar 2022 zu treffen. Eine vollständige Zulassung des Impfstoffs könnte der zuletzt ins Stocken geratenen Impfkampagne in den USA womöglich frischen Wind verleihen.

Biontech und Pfizer könnten Anfang 2022 in den USA eine reguläre Genehmigung für ihren bislang nur per Notfallzulassung genehmigten Corona-Impfstoff erhalten. (Bild: Keystone)

So begründet eine nicht geringe Zahl an Impfskeptikern ihre Zurückhaltung damit, dass es aktuell nur eine Notfallzulassung gebe. Zudem könnte es dann für Arbeitgeber in den USA einfacher werden, von ihren Angestellten eine Impfung zu verlangen.

Anders als in den USA gab es in der EU keine Notfallzulassung. Stattdessen hatte die EU-Kommission dem Präparat von Biontech/Pfizer im Dezember eine sogenannte bedingte Marktzulassung erteilt.

Slowakei verschärft Quarantänepflicht für Ungeimpfte weiter

Die Slowakei hat ihre strengen Quarantänebestimmungen für Einreisende weiter verschärft. Ab Montag, 19. Juli, dürfen nur noch vollständig gegen Covid-19 geimpfte Personen ins Land einreisen, ohne eine Quarantäne antreten zu müssen. Das sieht eine am Freitag vom Amt für Öffentliche Gesundheit erlassene Verordnung vor. Die Quarantäne beträgt grundsätzlich 14 Tage, ab dem fünften Tag ist ein Freitesten möglich.

Die Vier-Parteien-Koalition des populistisch-konservativen Ministerpräsidenten Eduard Heger machte damit eine Verfassungsbeschwerde sozialdemokratischer Oppositionspolitiker unwirksam. Diese hatten sich beim Verfassungsgericht erfolgreich gegen eine ganz ähnliche Regelung beschwert, die seit 9. Juli galt. Ziel der Beschwerde war es eigentlich gewesen, die Quarantänepflicht für Ungeimpfte aufzuheben. Sie käme einer indirekten Impfpflicht gleich und sei diskriminierend.

Die Regierung drehte den Spiess jedoch um. Statt der Quarantänevorschrift strich sie kurzerhand die wenigen Ausnahmeregeln, die den ursprünglichen Verordnungstext verwässert und angreifbar gemacht hatten. Somit kam als Ergebnis der Beschwerde gegen die strenge Regelung eine noch strengere heraus. Besonders betroffen sind Berufspendler, denen die vom Verfassungsgericht aufgehobene Regelung wenigstens Übergangsfristen zum Nachholen der zweiten Impfung eingeräumt hatte. Die sind nun gestrichen, Pendler können in einer Übergangsphase aber mit negativem PCR-Test die Quarantäne vermeiden.

Apec-Gipfel: Pazifikstaaten fordern Ende des Impfnationalismus

Die Pazifikstaaten wollen ihre Anstrengungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie und für einen globalen Zugang zu Impfstoffen deutlich verstärken. «Wir werden diesen Gesundheitsnotstand nur überwinden, wenn wir einen gleichberechtigten Zugang zu sicheren, wirksamen, qualitätsgesicherten und erschwinglichen Covid-19-Impfstoffen beschleunigen», hiess es am Freitag am Ende eines digitalen Treffens der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft Apec in einer Mitteilung.

An dem ausserordentlichen Gipfel, zu dem die neuseeländische Ministerpräsidentin Jacinda Ardern kurzfristig eingeladen hatte, nahmen auch US-Präsident Joe Biden, Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping und der russische Präsident Wladimir Putin teil. Neuseeland hat in diesem Jahr den Apec-Vorsitz.

«Dies ist die grösste Gesundheits- und Wirtschaftskrise seit Menschengedenken», betonte Ardern anschliessend vor Journalisten. Es sei nun wichtig, jeden Impfnationalismus zu überwinden, so Ardern. «Niemand ist vor diesem Virus sicher, bis alle sicher sind.»

Was bisher geschah

Die bisherigen Kurzmeldungen aus der Schweiz und der Welt zu Corona finden Sie hier.

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