Die Impfquote bei Ausländerinnen und Ausländern ist im Kanton Basel-Stadt nur halb so hoch, wie bei Schweizerinnen und Schweizern. (Bild: Keystone)
Basel

Basel-Stadt kämpft gegen Sprachbarrieren bei Impfungen

Die Impfquote im Kanton Basel-Stadt ist bei Ausländern deutlich tiefer als bei Schweizern. Nun sollen die Betroffenen mit Dolmetscherinnen erreicht werden.

Die Zahl der AusländerInnen, die im Kanton Basel-Stadt gegen das Coronavirus geimpft sind, ist bedeutend tiefer als bei den SchweizerInnen: Nur halb so hoch ist die Impfquote derzeit. Das wollen die Behörden ändern.

Überraschend sei die Entwicklung nicht, wie Kantonsarzt Thomas Steffen gegenüber SRF sagt: «Wir wissen aus vielen früheren Präventionsprojekten, dass gerade Menschen mit Migrationshintergrund Schwierigkeiten haben können, bei der Gesundheitsversorgung zu ihrem Angebot zu kommen.»

Die Hürde dabei: Die Sprache. Mit sogenannten «Key-Persons» will der Kanton nun die Betroffenen erreichen. Rund 100 DolmetscherInnen unterschiedlichster Herkunft arbeiten daran, die Menschen besser zu erreichen. Dies unter anderem mit vorgefertigten Sprachnachrichten. In 20 Sprachen sind die Nachrichten verfasst. Darin wird erklärt, weshalb man sich impfen lassen sollte und wo man das machen kann.

Unsicherheiten bei Kosten

Wie zwei Dolmetscherinnen gegenüber dem Sender berichten, bestehen bei vielen Menschen Unsicherheiten bezüglich der Kosten der Impfung. Die Leute würden denken, die Krankenkasse würde die Impfung nicht übernehmen. Zudem hätten die AusländerInnen oft die gleichen Fragen, wie SchweizerInnen: Was beinhaltet die Impfung? Welche Nebenwirkungen hat sie? Wie lange bleibt man immun?

Die Impfbereitschaft sei nicht grundsätzlich tiefer. Die ausländische Bevölkerung sei jünger, deshalb seien viele nicht prioritär geimpft worden. Nach der Reisezeit im Sommer würde sich dies aber ändern, wie die Dolmetscherinnen voraussagen.

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