Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus nimmt in der Schweiz wieder zu. (Bild: Keystone)
Schweiz

619 neue Corona-Fälle am Freitag

Am Freitag meldet das Bundesamt für Gesundheit 619 Neuansteckungen mit dem Coronavirus. Rund 75 Prozent der relevanten Virus-Varianten fallen auf Delta.

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag innerhalb von 24 Stunden 619 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Zugleich wurden fünf Spitaleinweisungen und ein Todesfall verzeichnet.

Am Freitag vor einer Woche waren 323 neue Ansteckungen, ein neuer Todesfall und sechs Spitaleinweisungen gemeldet worden.

Delta-Variante herrscht immer mehr vor

Das Bundesamt für Gesundheit schätzt, dass im 7-Tages-Schnitt 77,6 Prozent der relevanten Virusvarianten auf die Delta-Variante fallen.

Auf 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen zwei Wochen 52,85 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag vor rund zehn Tagen bei 1,44.

Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zur Zeit 72,4 Prozent. 2,8 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten besetzt.

Bund reserviert Arznei gegen Coronavirus

Der Bund hat ein noch nicht zugelassenes Antikörper-Mittel gegen das Coronavirus reserviert. Das BAG schloss mit dem Unternehmen GlaxoSmithKline einen Vertrag für die Reservation von 3000 Dosen eines Arzneimittels gegen das neue Coronavirus ab. Es handelt sich um den monoklonalen Antikörper Sotrovimab, wie das BAG am Freitag mitteilte.

Das Antikörper-Mittel wird zur Behandlung von Covid-19 bei Patientinnen und Patienten mit erhöhtem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf eingesetzt. Monoklonale Antikörper sind laut BAG in Kultur geklonte Antikörper. Sie werden Patientinnen oder Patienten intravenös injiziert, um das Virus zu neutralisieren.

Das Arzneimittel ist gemäss BAG noch nicht zugelassen. Es könnte aber nach einer noch zu erfolgenden Anpassung der Covid-19-Verordnung 3 aufgrund eines Gesuches bereits während des laufenden Zulassungsverfahrens zur Behandlung von Covid-19-Patientinnen und -Patienten angewendet werden, wie das BAG schrieb.

Der Bund will die Kosten der Behandlungen im ambulanten Bereich übernehmen, solange sie noch nicht von der obligatorischen Krankenversicherung vergütet werden.

Rund 3,7 Millionen Menschen ganz geimpft

Insgesamt wurden bis Mittwochabend 8’444’375 Impfdosen an die Kantone und Liechtenstein ausgeliefert. Damit wurden 8’425’758 Dosen verabreicht. 3’740’195 Personen sind vollständig geimpft.

In den vergangenen 24 Stunden wurden dem BAG 36’440 neue Corona-Tests gemeldet. Seit Beginn der Pandemie wurden in der Schweiz und in Liechtenstein 8’735’091 Tests auf Sars-CoV-2 durchgeführt, den Erreger der Atemwegserkrankung Covid-19, wie das BAG weiter mitteilte. Insgesamt gab es 707’976 laborbestätigte Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus.

29’268 Personen mussten bisher wegen einer Covid-19-Erkrankung im Spital behandelt werden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung belief sich auf 10’375.

Aufgrund der Kontakt-Rückverfolgung befanden sich laut Angaben des BAG 2828 Menschen in Isolation und 3841 Menschen in Quarantäne. Zusätzlich befanden sich 940 Personen in Quarantäne, die aus einem Risikoland heimgekehrt waren.

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