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(Video: Telebasel)
Basel

Basler Ruder-Club verschiebt seine Boote wegen Hochwassers

Der Basler Ruder-Club verschiebt seine Boote rheinaufwärts nach Frankreich. Schuld ist das Hochwasser im Rhein.

Das Wasser im Rhein steigt und steigt. Die Ruderer vom Basler Ruder-Club sind aus Sicherheitsgründen dazu gezwungen, ihre Boote rheinaufwärts nach Niffer in Frankreich zu verschieben. Dort haben die Basler ein zweites Bootshaus und einen höher gelegenen Kanal um das Training fortzusetzen.

Keine andere Option

Die Hoffnung war anfangs noch gross, dass das Hochwasser doch nicht so schlimm kommen würde. Die letzten Tage haben den Ruder-Club aber zum Umdenken gezwungen. «Es ist immer mit einem erheblichen Aufwand verbunden. Auch wenn es nur zwanzig Minuten sind mit dem Auto. Aber eigentlich haben wir unseren Trainingsstandort hier. Hier haben wir alles was wir brauchen. Darum versuchen wir so lange wie möglich hier zu bleiben», so Headcoach Daniel Blaser. Insgesamt werden in einer ersten Fuhre acht Boote verladen. Nur Kleinboote. Der Vierer und der Achter bleiben in Basel am Rhein.

Eine andere Option gab es für die Ruderer nicht. Ab sieben Meter Wasserpegel hat der BRC die Devise, dass man mit den schmalen Booten nicht mehr aufs Wasser geht. In den vergangenen Tagen wurden sogar über neun Meter gemessen.

Training nicht mehr möglich

Das Hochwasser bringt zahlreiche Gefahren mit sich. Einerseits die Strömung, weil beim Kraftwerk Birsfelden alle Schleusen geöffnet sind. Das überschüssige Wasser wird abgeführt. «Das hat zur Folge, dass die Strömung viel stärker und schneller ist. Man müsse sich vorstellen, auf dem Wasser kentert ein Ruderer. Wenn ich nicht gleich zehn Meter mit dem Motorboot daneben bin, dann dauert es etwa drei Minuten, bis der Ruderer bei der Schleuse ist», so Blaser. Das sei zu gefährlich.

Auch die technische Ausführung des Ruderns sei bei den aktuellen Begebenheiten nicht mehr möglich. «Da schlägt dir das Boot hin und her. Man kann nicht richtig rudern. Auch harte Trainings kann man nicht mehr durchführen, wenn es dir das Ruder in einem Strudel nach unten zieht», erklärt der BRC-Headcoach.

Gefahr durch Treibholz

Auch das mitgeschwemmte Treibholz ist eine Gefahr. Nicht nur für die Ruderer, sondern in erster Linie für die hochsensiblen Carbon-Boote selber. «Diese Boote sind sehr teuer. Der einzige Nachteil beim Rudern ist, dass man rückwärts rudert. Man sieht nicht was kommt. Wenn man sich dann nicht umdreht und einen vollgesogenen Baumstamm übersieht, dann kann das ein Loch im Boot verursachen oder sogar einen Totalschaden», so Blaser.

Der Headcoach des Basler-Ruderclubs ist schon Jahre dabei und hat schon viele Situationen mit Hochwasser erlebt. Allerdings nicht in dieser Häufigkeit wie zuletzt: «Neun Meter Wasserpegel habe ich noch nie gesehen. Die Häufigkeit der Niederschläge nimmt zu. Das Wasser kann sich gar nicht mehr erholen.»

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