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Basel

Wetterlage bleibt angespannt – Hitzewelle wird keine kommen

In der ganzen Schweiz spielt das Wetter derzeit verrückt. Meteorologin Barbara Ströbel erklärt, weshalb. Hoffnung auf baldiges Sommerwetter macht sie keine.

Gefühlt erleben wir keinen Sommer – es regnet, ist nass und kühl. Ist historisch gesehen eine solche Wetterphase im Sommer ungewöhnlich? Oder ist es gar nicht so schlimm?

Barbara Ströbel (Meteoblue): Das momentane Wetter ist nicht allzu ungewöhnlich. Wir sind natürlich auch verwöhnt von den letzten Jahren mit viel zu heissen Sommern. Das trübt auch das Empfinden, wenn jetzt ein kühleres Jahr folgt.

Wieso sind wir in dieser Grosswetterlage?

Im Moment haben wir ein Tief über Mitteleuropa. Deswegen kommt es zu den ständigen und heftigen Unwettern. Dieses Tief liegt quasi in der Mitte zwischen verschiedenen Luftmassen. Im Norden sind es eher kühlere und feuchtere Luftmassen und im Süden sehr heisse. Diese Unterschiede führen zu den heftigen Unwettern.

Heute zog ein heftiger Hagelsturm über Zürich. Droht uns das in nächster Zeit auch?

Solche Unwetter können immer entstehen. Wo und wie heftig diese dann ausfallen, ist schwer vorherzusagen. Deshalb ist es gut, die Wettervorhersage immer im Blick zu behalten und die Wetterwarnungen der Behörden regelmässig aufzurufen.

In Luzern und Thun drohen Hochwasser. Besteht in Basel auch die Gefahr, dass der Rhein über die Ufer tritt?

Im Moment und in den nächsten Tagen besteht noch akute Hochwassergefahr. Wie das in Basel ausfällt, ist für mich schwer zu sagen. Es wird mehr Regen kommen, der sich sammeln wird. Im Moment sind die Seen und Flüsse voll, die Böden sind gesättigt. Das heisst, jeder weitere Tropfen führt zum Ansteigen des Pegels, es könnte also in den nächsten Tagen noch Einiges kommen.

Können Sie uns Hoffnung machen, für den Rest der Sommerferien?

Es wird etwas schwierig, der Sommer bleibt weiterhin ziemlich durchwachsen. Zumindest noch bis Ende Juli, Anfang August. Eine Hitzewelle wird also eher nicht kommen, was aber auch vielleicht auch mal ganz entspannend ist.

Das ganze Interview mit Meteorologin Barbara Ströbel vom Wetterdienst Meteoblue. (Video: Telebasel)

5 Kommentare

  1. Ich bin froh das es nicht so warm ist wie im letzten Jahr,war kaum auszuhalten.
    Und es könnte schlimmer sein wenn wir die Welt anschauen.
    Ich liebe die Schweiz,so oder so 💜Report

  2. Ja, ja, immer diese Beschwichtigung, wir nun einfach den stetigen Klimawandel und dagegen können wir glücklicherweise nicht mehr sehr viel tun. Und genau das ist der Grund für das unschöne Wetter. Wir können eigentlich froh sein, daß es nicht noch schlimmer ausfällt. Leider wird immer wieder darum herum reden, um es nicht beim Namen nennen zu müssen und die Menschen nicht in Panik geraten. Aber leider, oder besser gesagt zum Glück, nimmt die Natur keine Rücksicht auf unsere Ausreden oder Schönschwäzereien. Wir können einfach nur froh sein, wenn wir keine größeren Katastrophen erleben müssen, wie das in anderen Ländern bereits zur Normalität gehört. Also nehmt es endlich so wie es ist und seid froh, wenn nichts noch Schlimmeres passiert.
    Schönen Tag…..Report

  3. Nein gar nicht. Also bitte. Die letzten Sommer waren zu heiss und vor allem viel zu trocken. Oder hat man das Jahr vergessen, 4 Jahre etwa, als es von April bis Oktober kaum oder gar Regen gab, viel zu trocken und zu heiss war?! Aber die Sommer und Hitze Junkies werden dafür null Ahnung von der Materie haben. Ist auch eine Kunst. Die Natur hier ist darauf nicht eingestellt und sie braucht Regenerierphasen, von daher ist dieser Sommer ideal dazu. Ja, es ist zu nass, aber von der Temperatur optimal.Report

  4. Von was verwöhnt in den letzten Jahren? Auch da hatten wir keinen richtigen Sommer jetzt ist es eine Katastrophe unter Sommer sorry verstehe ich etwas anderes jetzt kann man gut sagen wir haben 2 Jahreszeiten yHetbst und Winter!Report

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