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Der Telebasel News Beitrag vom 12. Juli 2021.
Baselland

Das Aescher Stimmvolk entscheidet an der Urne über den Dom

Zuerst an der Gemeindeversammlung, jetzt an der Urne: Über den Holz-Dom in Aesch wird ein weiteres Mal entschieden. Ein Komitee hat das Referendum eingereicht.

Mit 252-Ja-Stimmen gegen 116-Nein-Stimmen hat die Gemeindeversammlung von Aesch vor rund einem Monat den Bau des «Doms» gutgeheissen. Stolze 19,5 Millionen Franken kostet die Sport- und Eventhalle. 14,5 Millionen davon muss die Gemeinde Aesch selber bezahlen.

Unter anderem wegen dieses Preisschilds haben die Gegner das Referendum eingereicht. «Bei dieser Dimension des Projektes waren wir der Meinung, dass nicht nur eine Gemeindeversammlung darüber bestimmen soll, sondern dass die ganz breite Bevölkerungsschicht, die Stimmberechtigten von Aesch, darüber befinden können», sagt Ueli Siegenthaler vom Referendumskomitee.

Über 1’000 Unterschriften haben sie der Gemeinde übergeben. 500 Signaturen wären für das Referendum nötig gewesen. Dass man mehr als doppelt so viele gesammelt hat, wie benötigt, sieht man beim Referendumskomitee als Erfolg. Eine Urnenabstimmung mache das Resultat glaubwürdiger, weil auch die Gemeindeversammlungen ihre Tücken habe, so Siegenthaler: «Gewisse Leute haben Angst, sich an einer Gemeindeversammlung zu outen und ihre Meinung öffentlich kundzutun. Gewisse Leute können auch nicht, gewisse Leute dürfen nicht.»

Referendum hat Seltenheitswert

Auch die Befürworter vom Dom sehen kein Problem in dieser Abstimmung. So etwa FDP-Landrat Rolf Blatter. Er ist Aktivmitglied im Akkordeonorchester Aesch und Zeremonienmeister der Zunft zu Wein- und Herbergsleuten und Mitglied des Pro-Komitees. Blatter teilt die Meinung der Gegner, dass ein Urnengang den Entscheid legitimer macht. «Bei einer Investition dieser Grössenordnung ist es mehr als richtig, wenn jetzt das an der Urne vor allen Leuten bestehen muss.»

Weder Siegenthaler noch Blatter konnten sich daran erinnern, dass je ein Referendum gegen einen Gemeindeversammlungsbeschluss gefasst wurde. Es ist also ein Urnengang mit Seltenheitswert. Ein Termin für die Abstimmung ist noch nicht bekannt.

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