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Der Telebasel-Newsbeitrag vom 6. Juli 2021.
Region

Die beiden Basel wollen noch mehr impfen

Die beiden Basel impfen im schweizweiten Vergleich viel und schnell. Doch die Kantone sind noch nicht zufrieden und wollen jetzt direkt auf Impfmuffel zugehen.

Annika aus dem Kanton Basel-Stadt steht im Impfzentrum des Congresscenters für ihre erste Impfung an. Wenige Minuten später ist die Prozedur auch schon vorbei. Sie hat sich erst vor kurzem für die Impfung registriert. Es waren Zweifel da: «Ich hätte es schon vor längerer Zeit machen können, weil ich arbeite im Gesundheitsberuf. Aber ich war dem gegenüber etwas skeptisch und schlussendlich macht man es halt, damit man mehr Freiheiten bekommt und wieder mehr reisen kann.»

Niederschwellige Angebote einführen

Menschen wie Annika, die eine Impfung nicht per se ablehnen aber skeptisch sind, gehören aktuell genau zu jener Zielgruppe, die der Kanton überzeugen will, erklärt Kantonsarzt Thomas Steffen: «Man weiss eigentlich dass die Menschen, die sagen, ich will auf keinen Fall impfen, eine kleine Gruppe ist. Bei vielen war es nicht die erste Priorität bis jetzt.» Impftermine seien aktuell genügend vorhanden.

Zwar ist man in Basel mit der Impfrate zufrieden, doch mehr sei immer besser. Besonders im Hinblick auf die agressive Delta-Variante. Deshalb werden nun niederschwellige Angebote wie Walk-In-Nachmittage für spontane Corona-Impfungen eingeführt. In einem weiteren Schritt sollen Bevölkerungsgruppen gezielt angesprochen werden, die bis dato noch eine tiefere Impfbereitschaft aufweisen. Im Stadtkanton sind dies junge Leute zwischen 12 und 18 Jahren und Menschen mit Migrationshintergrund.

Ländliche Bevölkerung ansprechen

Im Kanton Baselland haben bereits 60 Prozent der Impfberechtigten eine erste Dosis erhalten. Zufrieden ist man damit noch nicht, sagt der Stabschef Amt für Militär und Bevölkerungsschutz BL, Roman Häring: «Die 60 Prozent sind natürlich ein zu tiefer Wert. Wir streben einen Wert von 75 Prozent oder höher an. Und wir setzen jetzt alles daran, dass wir die Nachfrage nach impfwilligen Personen steigern können.»

Wie schon in der Stadt sind es auch auf dem Land die Jungen, die noch keinen Impftermin gebucht haben. Der Kanton verzeichnet aber auch bei Menschen, die in ländlichen Gemeinden wohnen, eine tiefere Impfquote. Deshalb will man künftig auch mit mobilen Impfzentren direkt in die Dörfer fahren. Ab August impfen im Kanton Baselland auch Hausärzte und Apotheken. Und auch Basel will schnellstmöglich ein solches System einführen.

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