Die Basler Polizei verschärft die Verkehrsmassnahmen für das Hafengebiet. (Archivbild: Keystone)
Basel

Basler Polizei verhängt im Hafen ein Fahrverbot und setzt Securitas ein

Am Basler Hafen sind nach wie vor zu viele Autos unterwegs, findet die Polizei und greift durch: Es soll ein Fahrverbot und Securitas-Kontrollen geben.

Die Basler Polizei verschärft die im Mai 2021 getroffenen Massnahmen zur Erhöhung der Sicherheit im Hafen. Weil es dort immer noch zu viel Verkehr hat, geht es nun in erster Linie um verkehrsfreie Rettungsachsen.

Konkret wird für die Uferstrasse ein temporäres Fahrverbot erlassen. Dieses gilt während der Woche von 18 Uhr abends bis um 6 Uhr in der Früh, samstags und sonntags sowie an Feiertagen rund um die Uhr, wie das Justiz- und Sicherheitsdepartement Basel-Stadt am Montag, 5. Juli, mitteilte.

Um dieses Fahrverbot durchsetzen zu können, wird auf Höhe der Wiesenbrücke eine Schranke installiert. Auf der Uferstrasse wird zudem ein provisorischer Wendeplatz eingerichtet. Bestimmt ist er für Reisecars, die Passagiere für Rheinschiffe zum Hafen bringen.

Zudem wird die Zufahrt zur Westquaistrasse auf Höhe Hafenstrasse/Hochbergerstrasse von Donnerstag bis Samstag in den Abend- und Nachtstunden von der Securitas kontrolliert. Es dürfen nur noch so viele Fahrzeuge in die Westquaistrasse fahren, wie es dort Parkplätze hat. Diese Massnahme betrifft laut JSD vor allem die Autoposer-Szene.

Vorerst nur im Sommer

Schliesslich gilt für die Hafern-Kernzone an der Südquai- und an der Grenzstrasse ein Fahrverbot ab dem Kreisel in die Südquaistrasse und ab der Verzweigung Neuhausstrasse/Grenzstrasse. Nach Angaben des JSD gelten die Massnahmen vorerst für die Sommermonate.

Falls eine Auswertung im Herbst positiv ausfällt, steht für den Winter die definitive Einführung zur Diskussion. Nicht von den Einschränkungen betroffen sind Anrainer, Zubringer und weitere Berechtigte.

Erste Massnahmen für das Hafengebiet hatte die Basler Regierung im Mai nach einer ausufernden Partynacht mit 1’500 Personen erlassen. Die Party-Exzesse habe man inzwischen in den Griff bekommen, sagte ein JSD-Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Nach wie vor habe es aber im Hafengebiet zu viel Verkehr. Jetzt gehe es vor allem auch darum, für Notfälle Rettungsachsen freizuhalten.

2 Kommentare

  1. Wäre interessant zu wissen, wie die Polizei reagieren würde, wenn sich im Hafenareal jeweils die Klimajugend treffen und die Strasse belagern würde? Die Begründung der Polizei, man wolle an den Wochenenden die Verkehrssicherheit erhöhen und die Rettungsachsen freihalten, ist doch eine reine Schutzbehauptung und kann nicht ernst genommen werden. Mit diesem Argument müsste beispielsweise auch die ganze Steinenvorstadt abgesperrt und die Fasnacht müsste in Zukunft gleich ganz verboten werden!Report

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