Featured Video Play Icon
Der Telebasel News-Beitrag vom 3. Juli 2021.
Basel

Soziologe Ueli Mäder: «Es muss ein soziales Miteinander sein»

Anwohner des Birsköpflis haben Genug von Lärm und Littering. Der Soziologe Ueli Mäder erklärt, warum das Birsköpfli im Moment so viele Junge anzieht.

Nicht nur ins Hafenareal, auch ans Birsköpfli zieht es derzeit viel Jungvolk. Das Gebiet an der Birsmündung zwischen Birsfelden und Basel ist insbesondere am Wochenende regelrecht überlaufen.

Anfangs Woche wurde bekannt, dass Anwohner des Birsköpflis mit einer Beschwerde an die Verwaltung gelangt sind. Sie fordern insbesondere die Regierung von Basel-Stadt dazu auf, etwas gegen die nächtlichen Lärm-Emissionen zu unternehmen. Die Seite auf Birsfelder Boden wird seit 2004 ab 22 Uhr gesperrt. Auf der städtischen Seite gibt kein solches Betretungsverbot. Die AnwohnerInnen sagen, ihre Nachtruhe werde gestört. Zudem gäbe es ein grosses Abfallproblem.

Soziologe Ueli Mäder lebte selbst einige Jahre in der Nähe des Birsköpflis. Für Telebasel analysiert er im Interview die Situation. Seiner Meinung nach sollte man eher das Gespräch suchen und ein soziales Miteinander anstreben, statt darauf zu pochen, dass die Behörden das Problem erledigen.

Zudem sei das Birsköpfli schon seit vielen Jahren insbesondere bei Abschlussklassen beliebt. Deshalb sollte sich das Problem während des Sommers entspannen.

3 Kommentare

  1. Man solle das Gespräch suchen für ein soziales miteinander?!? Ist es nicht viel mehr ähnlich wie bei der Kindererziehung. Es werden keine Grenzen mehr gesetzt und man lässt einfach alles laufen, um ja keine Eskalation zu provozieren. Das ist einfach nur lächerlich. Wie soll so der respektvolle Umgang stattfinden, wenn schon gar kein Respekt mehr vorhanden ist. Den Respekt muss man den Kindern nämlich zuerst beibringen. Und der entsteht auch nur dann, wenn auch gewisse Grenzen aufgezeigt werden. Zumal habe ich es auf diese Weise mal gelernt. Aber die Laisse fair Methode ist natürlich weniger anstrengend und bequemer, was auch unserem heutigen Zeitgeist entspricht. Genauso das litthering, das vor allem durch die Jungen fabriziert wird einerseits und andererseits schreit die gerade die Jugend nach mehr Umweltschutz. Was für ein Paradoxum und Widerspruch in sich. Das zeigt auch den heutigen Egoismus, denn immer die anderen sollen, selber ist man ja gut und muss selber nichts dazu tun, oder gar Verantwortung übernehmen. Ich wünschte, die Menschen würden endlich aufwachen und tatsächlich Verantwortung übernehmen….Report

  2. Es wird nicht aufhören, sondern schlimmer werden.
    Diese Technopartys finden jedes Wochenende an mehreren Orten statt und es wird nichts dagegen unternommen.
    Das wird sich steigern! Es muss wieder verboten werden.
    Basel ist am Wochenende eine einzige Lärmhölle.Report

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel