Featured Video Play Icon
Der Telebasel News Beitrag vom 3. Juli 2021.
Basel

Drei Demos zogen an einem Nachmittag durch Basel

In der Basler Innenstadt fanden am Samstagnachmittag drei friedliche Demonstrationen statt. Das hatte Auswirkungen auf den Tramverkehr.

Gleich drei Demonstrationszüge marschierten am Samstagnachmittag durch Basel. Sowohl die kurdische Gemeinschaft, diverse Künstler als auch Kritiker des Regimes in Myanmar taten in der Innenstadt ihre Meinung kund. Alle drei Demos waren von der Polizei bewilligt.

Davon dass die anderen Demos die eigene Kundgebung in den Hintergrund rücken würde, gingen die VeranstalterInnen nicht aus. «In einer Stadt kann man so viele Aktionen machen, das stört uns nicht. Wir finden das gut, dass auch andere ihre Demos machen», so eine Initiantin der Kurdendemo.

Auch bei der eher kleineren Kundgebung für bessere Arbeitsbedingungen von KünstlerInnen klingt es ähnlich: «Das macht nichts, solche Bewegungen unterstützen sich gegenseitig. Das ist keine Konkurrenz», meint eine Initiantin zu Telebasel.

«Wir gehen davon aus, dass wir gehört werden»

Die Aufmerksamkeit auf die Zustände in Myanmar/Burma ist für die Initianten der dritten Kundgebung zu gering: «Also, wenn man sieht, was in den Medien stattfindet … Zu Beginn des Putsches kam ab und zu mal was aber jetzt – nein», wofür sie aber nicht anderen Demonstrationen die Schuld geben würde. Mittels Facebook Gruppe mache die Gruppierung nebst dieser Kundgebung auf ihr Anliegen aufmerksam: «Mehr können wir auch nicht machen.»

Am Samstag gab es in Basel einen «Demo-Hattrick». (Video: zVg/Telebasel)

Auch um auf die Angriffe des türkischen Militärs gegen Südkurdistan machen die InitiantInnen auf verschiedenste Wege aufmerksam. «Es gibt unterschiedliche Arten von Unterstützungs- und Solidaritätsarbeiten. Wir gehen davon aus, dass wir gehört werden. Wir spüren und sehen das auch», so die Initiantin gegenüber Telebasel.

Blockaden beim Tramverkehr

Die einzelnen Kundgebungen hatten Auswirkungen auf den öffentlichen Verkehr. Wie die Basler Verkehrs-Betriebe am Samstagnachmittag kurz nach 14:30 Uhr mitteilten, gebe es Verspätungen auf dem gesamten Netz.

Die Demonstrationszüge setzten sich im Abstand von jeweils einer halben Stunde in Bewegung. Die IG Kleinbasel hatte im Vorfeld der Kundgebungen vor diesen gewarnt, damit sich die Mitglieder der IG und deren Kunden auf den «Demo-Hattrick» vorbereiten konnten.

Die Routen der Demonstrationen haben sich am Samstag teilweise geschnitten. (Grafik: Telebasel)

Knapp zwei Stunden später, kurz vor 16:30 Uhr, begann sich die Verkehrslage wieder zu normalisieren, wie die BVB mitteilten. Es könne jedoch noch zu Folgeverspätungen kommen.

10 Kommentare

  1. Zum Glück können wir wieder in Lörrach shoppen gehen und sind nicht mehr auf die Stadt angewiesen. Drüben hat man seine Ruhe und Parkplätze. Wozu in die Stadt gehen? Ausser Demonstranten, Baustellen und Lärm gibt es nichts mehr in der Stadt.Report

  2. Leider meide ich so immer öfter die Basler Stadt, somit die Läden,Restaurants etc. Aber scheinbar sind die an einem Samstag nicht wichtig und brauchen keine Kundschaft. Nun geh ich mit dem Zug halt woanders shoppen. PSCReport

  3. Das ist eine absolute Sauerei. Das muss endlich unterbunden werden. Müssen wir uns das eigentlich praktisch jeden Samstag gefallen lassen, es reicht mit diesen Demos! Haben wir normalen Bürger eigentlich kein Recht? Man kann wirklich alles übertreiben!Report

  4. Langsam reicht es mit den Demonstrationen. Oft sind es Themen die uns hier nicht einmal betreffen und das nervt dann einfach nur, wenn immer die „Drämmli“ und Busse blockiert werden.Report

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel