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Telebasel Report vom 30. Juni 2021.
Region

Gewalt und Drogen – eine Nacht im Basler Rotlichtviertel

Gewalt, Lärm und Drogen – die Anwohnenden im Basler Rotlichtviertel schlagen Alarm. Doch wie schlimm ist es wirklich? Der Report aus dem Basler Milieu.

«Your eyes look sad, you need something?», fragt der Typ am Eingang zur Ochsengasse. Es ist kurz nach Mitternacht. Er ist längst nicht der einzige, der da rumsteht. Entlang der Greifengasse und der Unteren Rebgasse gibt es dutzende Zweiergrüppchen, Dreiergrüppchen, die Passanten ansprechen. Drinnen, im Milieu, also an der Ecke Ochsen- und Webergasse, da sieht es nicht anders aus: «Nach zwölf stehen fast nur noch Männer auf der Strasse, Drogendealer», bestätigt ein Anwohner den Eindruck des Reports.

Rotlicht-Ambiente als Tarnung fürs Drogengeschäft? Anwohnende sind überzeugt davon. (Bild: Telebasel)

«Milieu hat sich stark verändert»

Generell hätte es in den letzten zwei, drei Jahren massive Veränderungen gegeben im Milieu. Vielleicht auch vier, fünf Jahre – je nachdem, mit wem man spricht.

«Als ich hierher zog, waren vor allem asiatische Frauen hier», erzählt etwa Jürg Luchsinger. Er hat sich vor 20 Jahren eine Wohnung gekauft im Viertel: «Das ist halt eine ruhige, zurückhaltende Kultur». Doch mittlerweile seien nur noch Schwarzafrikanerinnen auf der Strasse: «Die erkennen mich selbst nach mehreren Monaten immer noch nicht als Nachbarn», sagt Luchsinger. Immer wieder werde er als Kunde angesprochen. Vielleicht auch, weil der Druck auf die Damen extrem gestiegen sei.

Das Rotlicht-Milieu im Wandel – aber warum? Jürg Luchsinger wohnt seit 20 Jahren im Quartier und versucht, den Wandel zu erklären. (Video: Telebasel)

Angst vor Mafia

Der Tenor bei den Anwohnenden ist beinahe überall der selbe. Im Gegensatz zu Luchsinger getrauen sich aber nur die wenigsten, ihr Gesicht zu zeigen: «Wir reden hier von der Mafia. Die stechen auch mal einen ab, wenn’s sein muss», sagt etwa Stefan P. Er lebt seit zehn Jahren in der Webergasse. Es sich mit denen zu verscherzen, möchte er nicht wagen. Dennoch wünscht auch er sich wieder etwas mehr Sitte im Quartier: «Der Respekt voreinander ist verloren gegangen», stellt er fest.

Die Reportage «Eine Nacht im Rotlichtviertel – Wie gefährlich ist Basels Milieu?» sehen Sie am 30. Juni 2021 um 19:45 Uhr auf Telebasel und schon jetzt online.

6 Kommentare

  1. Die verhältnisse stimmen überhaupt nicht mehr,für einen kherichtsack den ich zu früh raus stelle,oder eine cigarette am boden schiesse krieg ich eine buse,ist mir selber passiert,aber dieler dürfen alles,wo führt das noch ahneReport

  2. Diese kleinen Drogendealer kommen alle aus Afrika wie unschwer zu erkennen ist. Und das ist Fakt. Ich habe dort 3 Jahre gewohnt und selber auch Konflikte mit denen gehabt. Ekelhaft einfachReport

  3. Die Regierung versagt auf ganzer Linie aber kein Wunder, in deren Quartieren und Nobelresidenzen ist es sicher deutlich ruhiger und der laestige Buerger soll gefaelligst Steuern zahlen und die Klappe halten…Report

  4. Ich war mal in einer Veranstaltung an einem Wochenende und wir hatten danach noch Hunger.Noch eine halbe Stunde und der McDonald’s (Ihr wisst schon welcher) macht zu.Wir bestellen und gehen an einem Tisch,wir fangen an zu essen.Und plötzlich fühlt sich der McDonald’s mit Drogendealer.Ne ganze Menge davon.Die Stimmung wird unangenehm.Wir packen ein und gehen.Der McDonald’s scheint ein nächtlicher Treffpunkt geworden zu sein der Dealer.Report

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