Die Zahl der gemeldeten Corona-Fälle weltweit ist vergangene Woche wieder leicht gestiegen. (Bild: Keystone)
International

Coronazahlen steigen weltweit wieder an

Die Zahl der gemeldeten Corona-Infektionen weltweit stieg letzte Woche erstmals seit Mitte April wieder leicht an. Das berichtete die WHO am Mittwoch in Genf.

Gleichzeitig wurden weltweit so wenig Todesfälle durch eine Corona-Infektion gemeldet wie seit November 2020 nicht mehr. Die Zahlen beziehen sich auf die sieben Tagen bis zum 27. Juni.

Die WHO ruft Behörden auf, besonders bei religiösen und sportlichen Grossveranstaltungen strikt auf die Einhaltung von Hygiene-Massnahmen zu achten. «Ungenaue Planung oder Einschätzung von Ansteckungsrisiken erlauben es dem Virus, sich auszubreiten», warnt die WHO.

Besorgniserregend seien die Zahlen aus Afrika. Dort stieg die Zahl der gemeldeten Infektionen im Vergleich zur Vorwoche um 33 Prozent, die Zahl der gemeldeten Todesfälle um 42 Prozent. In der WHO-Europa-Region stieg die Zahl der gemeldeten Fälle um zehn Prozent. Zu der Region gehören 53 Länder von Albanien bis Usbekistan.

Weltweit wurden vergangene Woche 2,6 Millionen Infektionen gemeldet, zwei Prozent mehr als in der Vorwoche, und 57 000 Todesfälle, zehn Prozent weniger als in der Vorwoche. Seit Beginn der Pandemie haben sich nach der WHO-Statistik mindestens 180 Millionen Menschen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert, fast vier Millionen sind ums Leben gekommen. Bei beiden Fällen dürfte es nach Expertenmeinung hohe Dunkelziffern geben, weil nicht in allen Ländern gleich viel getestet wird und nicht alle Infektionen und Todesfälle registriert werden.

In absoluten Zahlen gab es vergangene Woche die meisten Neuinfektionen in Brasilien, gefolgt von Indien, Kolumbien und Russland. Berechnet auf 100 000 Einwohner war der Anstieg besonders gross auf den Seychellen, in Namibia und der Mongolei.

Bis zum 29. Juni haben 96 Länder das Auftauchen der Virusvariante Delta gemeldet. Weil in vielen Ländern aber Kapazitäten zur Bestimmung der Varianten fehlt, geht die WHO davon aus, dass sie viel weiter verbreitet ist. Weil sie ansteckender ist als andere Varianten werde sie sich in den kommenden Monaten zur dominanten Variante entwickeln, so die WHO.

1 Kommentar

  1. Nach wie vor ist Vorsicht geboten. Nicht nur bei sportlichen oder religiösen Grossveranstaltungen, auch die sich immer häufenden Demonstrationen tragen ihren Beitrag dazu bei, dass die Zahlen wieder steigen.
    Unverständlich wenn ich die Menschenmassen ind Stadien der Fussballeuropameisterschaft sehe, und wie gleichgültig die Hygienemassnahmen eingehalten werden. Ich hoffe nur, dass wir dafür nicht noch eine saftige Quittung erhalten.Report

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