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Der Telebasel News-Beitrag vom 30. Juni 2021.
Baselland

Rheinuferweg zumindest für Fussgänger wieder offen

Die im Mai verfügte Schliessung des Baselbieter Rheinuferwegs im Hafen Birsfelden und im Auhafen Muttenz wird nach zahlreichen Protesten rückgängig gemacht.

Der Bermenweg wird zumindest für Fussgängerinnen und Fussgänger wieder geöffnet. Für den Veloverkehr bleibe der Weg entlang des Rheinufers jedoch aus Sicherheitsgründen geschlossen, teilte die Baselbieter Regierung am Dienstag, 29. Juni, mit. Mit ihrem Entscheid folgte die Exekutive dem Vorschlag einer Arbeitsgruppe, die im Zusammenhang mit der Schliessung des bei Fussgängern und Velofahrern beliebten Bermenwegs eingesetzt worden war.

Die Schliessung des Bermenwegs per 3. Mai 2021 durch die Schweizerischen Rheinhäfen stiess in der Öffentlichkeit auf breiten Widerstand. So wurde nach Angaben der Regierung eine Petition mit über 800 Unterschriften eingereicht. Zudem wehrten sich die Gemeinderäte von Muttenz und Birsfelden gegen die Massnahme. Und im Landrat wurde in dieser Sache ein Postulat für dringlich erklärt.

Sicherheits- und Haftungsgründe

Für ihren Entscheid, die Schliessung rückgängig zu machen, verweist die Regierung auf die Hafenordnung. Gemäss dieser könne sie auf dem Hafengebiet polizeiliche Bestimmungen und Anordnungen erlassen, die der allgemeinen Sicherheit dienen.

Angekündigt hatten die Schweizerischen Rheinhäfen die Schliessung des Bermenwegs schon Mitte März. Geltend gemacht wurden für diesen Schritt Sicherheits- und Haftungsgründe. Als Zwischenlösung blieb der Weg zunächst sonntags und an Feiertagen zugänglich. Was das weiterhin geltende Veloverbot betrifft, verwies die Regierung auf die übrigen Wege im Hafengebiet, die Velofahrer weiterhin nutzen können. Dies ist keine geeignete Option für Florian Schreier, Geschäftsführer vom VCS beider Basel, denn diese seien unübersichtlich und zum Teil durch den starken Güterverkehr im Gebiet des Hafens gefährlich für die Fahrradfahrer.

Auch die andere Ausweichroute, über die Hauptstrasse im Hardwald ist für Florian Schreier keine valable Option. «Besonders gemütlich ist es nicht und ich sage jetzt auch Mal, mit Familie und mit Kindern ist es auch nicht wahnsinnig sicher, weil mindestens ein Stück muss man immer auf der Strasse selber fahren und nicht auf einem Veloweg und ich denke jetzt, hier hätte man jetzt die Möglichkeit einen Spazier-, Ausflug- und Ferienweg, das hätte man alles hier», so Schreier.

Für Thomas Waltert, den Kantonsplaner des Baselbietes, ist das Veloverbot ein Wehrmutstropfen,  für ihn war aber ein anderer Punkt bei dieser Übereinkunft essenziell. «Grundsätzlich sind es öffentliche Areale. Bewusst von den beiden Regierungen so festgesetzt. Wir haben eine Hafenwirtschaft, die Schweizerischen Rheinhäfen, welche die Hafenwirtschaft betreiben im Auftrag der beiden Kantone – und gleichzeitig den Grundsatz, dass die wichtigen Areale am Rhein auch öffentlich zugänglich sein sollen.»

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