Featured Video Play Icon
Der Telebasel-Newsbeitrag vom 27. Juni 2021.
Basel

Ein Museum zum Anfassen und Spielen

Das freut nicht nur Kinderherzen: Im neuen Museum Kultur und Spiel in Riehen darf man die Exponate nicht nur anfassen, sondern auch damit spielen.

Das alte Spielzeug-, Dorf- und Rebbaumuseum in Riehen wirkte in den letzten Jahren immer angestaubter und unattraktiver. Die Gemeinde entschloss sich deshalb zu einem radikalen Schritt. Über ein Jahr lang wurde das Museum geschlossen, das Gebäude wurde saniert und umgebaut. Die Ausstellung wurde komplett neu konzipiert. Insgesamt wurden rund vier Millionen Franken investiert.

Nun ist das Museum kaum wiederzuerkennen. Die Themenbereiche wurden neu gestaltet und die Ausstellung wurde viel interaktiver. Auch der Name hat gewechselt. Neu heisst es MUKS, Museum Kultur und Spiel Riehen.

Miriam Cohn vom Museumsteam sagt, der neue Name verdeutliche die inhaltliche Veränderung weg vom alten Dorfmuseum mit Spielzeugsammlung. «Wir wollen diese Sachen mehr in Verbindung setzen.» Das Museum konzentriere sich nun mehr auf Alltagskultur statt auf Kulturhistorik.

Anfassen ausdrücklich erlaubt

Die Ausstellung ist nicht mehr nach Kategorien wie Blechspielzeug oder Puppen geordnet, sondern orientiert sich an dem, womit man spielen kann. Und gerade auch die Kinder sollen die verschiedenen Gegenstände spielerisch und interaktiv erkunden. Alles, was nicht hinter Glas ist, darf berührt werden. Und nicht nur das, mit den Gegenständen darf ausdrücklich auch gespielt werden. Auch Schubladen dürfen geöffnet werden. Und ganz speziell für kleine Besucherinnen und Besucher gibt es gewisse Geheimgänge, die nur von Kindern erkundet werden können.

Laut Cohn gehört das Anfassen und Ausprobieren zum Konzept. Ganz im Gegensatz zu anderen Museen. Hier soll man nicht nur die Augen, sondern auch die Hände und den ganzen Körper benutzen, um die Ausstellung zu erleben. Die zwölfjährige Elisa kannte schon das alte Museum und ist vom neuen Konzept begeistert. «Ich finde es sehr toll, weil man auch sehr viel selber mitmachen kann.» Auch für etwas ältere Kinder sei das Museum durchaus interessant.

Ideal für ersten Museumsbesuch

Trotz der vielen Möglichkeiten für Kinder sei das neue MUKS aber nicht einfach nur ein grosser Spielplatz. «Nein, es ist kein Spielplatz. Es ist immer noch ein Museum», sagt Miriam Cohn. Und dieses nehme als Museum für die Kleinen eine wichtige Rolle in der Museumslandschaft ein. Denn hier kämen viele das erste Mal mit einer solchen Institution in Berührung. «Deshalb ist es uns auch wichtig, dass wir niemanden so frustrieren, das man nie mehr ins Museum will.»

Neben all dem Spielzeug hat übrigens auch die Dorfgeschichte von Riehen weiter einen Platz im Haus bekommen. Das Museum ist ausser Dienstags täglich geöffnet.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel