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Lars Posch und Michel Tschanz zum Superfinal. (Video: Telebasel)
Baselland

Rio-Star Muttenz verliert spannenden Superfinal

Der TTC Rio-Star Muttenz verliert den hart umkämpften Superfinal im Tischtennis gegen den CTT ZZ-Lancy. Die Enttäuschung nach der Niederlage ist gross.

Am Sonntag stand in der Turnhalle Kriegacker in Muttenz der Final der Schweizermeisterschaft im Tischtennis an. Um 14 Uhr traf der heimische TTC Rio-Star Muttenz auf den CTT ZZ-Lancy aus Genf.

Spannung pur bis zum bitteren Ende

Der Start gelang den Muttenzern nicht nach Wunsch. Lars Posch verlor gegen Michel Martinez gleich mit 3:0 Sätzen. Danach konnten jedoch Lionel Weber (3:1 gegen Dorian Girod) und Pedro Ryu Osiro Shinohara (3:0 gegen Yoan Rebetez) Rio-Star in Führung bringen.

Das Duell zwischen Michel Martinez und Lionel Weber hätte die Vorentscheidung bringen können, hätte Weber die Partie gewonnen. Aber eben hätte. Lionel Weber führte in diesem Duell mit 2:0 Sätzen. Doch der stark aufspielende Michel Martinez hatte noch nicht genug, kam zurück und gewann am Ende mit 3:2. So entschied das Doppel um den Meistertitel. In dem setzten sich Dorian Girod und Yanick Taffé vom CTT ZZ-Lancy gegen Lars Posch und Pedro Ryu Osiro Shinohara mit 3:2 durch. Für Lancy ist es der erste Schweizermeistertitel.

Ein Nachmittag voller Emotionen

Die Ernüchterung nach dem verlorenen Final steht Lars Posch ins Gesicht geschrieben. «Der Start von mir selbst war nicht so gut für das ganze Team», sagt ein selbstkritischer Posch nach der Niederlage.

Lars Posch der selbst im Doppel gespielt hat, sah die Gegner im entscheidenden Spiel besser: «Im Doppel haben wir im ersten Satz 6:3 geführt und geben ihn noch 11:6 aus der Hand. Der zweite Satz geht in Ordnung, dass wir den verlieren. Im dritten Satz haben wir uns wieder zurück gekämpft und den vierten Satz gut gespielt. Dann im fünften Satz haben wir zu viele Eigenfehler gemacht. Da müssen wir uns selber an der Nase nehmen, dass wir verloren haben. Es ist einfach schade.»

Michel Tschanz, Präsident vom TTC Rio-Star Muttenz, hat an diesem Nachmittag alle Emotionen durchlebt. «Heute hat es brutal nerven gekostet. Also, um den Meistertitel zu spielen. Im letzten Satz, wenn nicht in den letzten zwei Punkten, zu verlieren, ist brutal. Leider hat es nicht ganz gereicht, aber ich glaube es war eine super Werbung für den ganzen Tischtennis-Sport», so der Präsident.

Dennoch ist er mit seiner Mannschaft äusserst zufrieden. «Die Leistung des Teams war sehr gut. Lionel Weber führte 2:0, hätte noch einen Satz gebraucht, dann wären wir Schweizermeister geworden. Aber Lancy kam zurück und führte 2:0 im Doppel. Da kamen wir wieder zurück. Es war brutal ausgeglichen aber Lancy wurde verdient Schweizermeister», sagt Michel Tschanz.

Corona als Spielverderber

Die Saison war wie in vielen Sportarten geprägt von Corona. Den TTC Rio-Star Muttenz traf es aber noch etwas heftiger, als die anderen Mannschaften. «Wir hatten eine schwierige Saison, wie alle anderen auch. Bei uns kam erschwerend dazu, dass einige Spieler, wie Cedric Tschanz mit einer Hüftoperation, ausfielen. Oder Lionel Weber der Krankheitshalber erst in den Playoffs zurück kam und wir mit Nachwuchsspielern spielen mussten. Aber wir kämpften uns in den Final und unterlagen in diesem nur knapp. Es war eine erfolgreiche, aber schwierige Saison», erzählt Michel Tschanz.

Ganz ähnlich hat auch Lars Posch die nun zu Ende gehende Spielzeit gesehen: «Corona hat uns etwas ausgebremst. Letze Saison waren wir sehr gut dran, dann kam Corona und die Saison wurde abgebrochen. Jetzt wurde die Saison nochmals unterbrochen, wir hatten viele Verletzte. Ich selbst hatte mit Long-Covid zu kämpfen und konnte deshalb nicht so viel trainieren wie erwünscht. Deshalb war es sicher eine schwierige Saison. Irgendwann werden wir sicher zufrieden sein mit dem zweiten Platz aber momentan ist die Enttäuschung noch gross.»

Die Kampfansage für das nächstes Jahr lässt nicht lange auf sich warten. «Wir greifen voll an. Wir möchten Schweizermeister werden, das ist unser Ziel. Ich bin überzeugt, dass wir den richtigen Weg gehen, weiter an dem Arbeiten und den Titel wieder nach Muttenz holen», sagt der stolze Präsident, Michel Tschanz.

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