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Der Telebasel News Beitrag vom 27. Juni 2021.
Basel

Der Kampf für die Ehe für alle beginnt

In 23 Schweizer Gemeinden fanden am Sonntag Aktionen zur Ehe für alle statt. Auch in Basel wurde die Abstimmungskampagne für ein Ja lanciert.

Geht es nach dem Bundesrat und dem Parlament, dann soll die Institution Ehe künftig auch den gleichgeschlechtlichen Paaren offenstehen. Die Abstimmung über die sogenannte Ehe für alle ist zwar erst im September. Das Basler Ja-Komitee hat aber bereits am Sonntag im Schützenmattpark den Abstimmungskampf lanciert.

Die eine Ecke des Parks war am Nachmittag fest in den Händen der Befürworterinnen und Befürworter der Ehe für alle. Auf Tüchern am Boden sitzend versammelte sich eine bunte Truppe von Direktbetroffenen und von Menschen, welche das Anliegen unterstützen. Farbige Regenbogenflaggen zierten die Veranstaltung. An Infoständen gaben die Aktivistinnen und Aktivisten Auskunft.

Ely vom Kampagnenteam begründet ihre Motivation mit dem Recht auf Ehe und Familie in der Erklärung der Menschenrechte. «In der Schweiz ist das nicht gegeben». Der eingetragenen Partnerschaft würden viele Rechte fehlen. Mit der Ehe für alle soll es zum Beispiel für lesbische Paare einfacher werden, zusammen Eltern zu werden. Wenn die eine Partnerin bisher ein Kind bekam, dann wurde nachher ein aufwändiges Adoptionsverfahren nötig. Wie Aktivist Yannic sagt, sei dieses Verfahren bisher teuer und langwierig. Sollte die Mutter vor dem Abschluss des Verfahrens sterben, hätte die Partnerin rechtlich keinen Anspruch auf das Kind. Dieses hätte dann keinen gesetzlichen Elternteil mehr.

An der bisherigen Ehe für heterosexuelle Partnerschaften würde das neue Gesetz nichts ändern. Abgestimmt wird am 26. September.

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