In den Aussenbereichen von Restaurants gibt es am Samstag kaum mehr Einschränkungen. (Symbolbild: Keystone)
Schweiz

Das ist mit den neusten Lockerungen ab heute wieder möglich

Am Samstag 26. Juni treten die neuen Coronaregeln des Bundes in Kraft. Das sind die wichtigsten Lockerungen in der Übersicht.

Maskenpflicht

Im Freien wird die Maskenpflicht aufgehoben. Keine Masken mehr getragen werden müssen in Aussenbereichen von öffentlich zugänglichen Einrichtungen, Freizeitbetrieben, Restaurantterrassen, Bahnhöfen und von Haltestellen, ebenso auf den Aussendecks von Schiffen und auf Sesselliften. Im öffentlichen Verkehr gelten Orte mit mindestens zwei grossen Öffnungen auf den Seiten wie Perronanlagen, Haltestellen, Unter- und Überführungen oder Hallen und Ladenpassagen als Aussenräume.

Wo ein Abstand von anderthalb Metern nicht eingehalten werden kann, sollen die Menschen aber weiterhin eine Maske tragen. In Innenbereichen gilt weiterhin eine generelle Maskenpflicht, etwa in geschlossenen unterirdischen Bahnhöfen wie dem Tiefbahnhof Zürich. Abgeschafft ist Maskenpflicht – bis auf Ausnahmen durch die Arbeitgeber – auch bei der Arbeit und an Schulen der Sekundarstufe II.

Homeoffice

Die Homeofficepflicht wird per Samstag abgeschafft. Die Arbeit von zu Hause aus wird vom Bund nur noch «empfohlen». Das Arbeiten in einer Firma vor Ort wird nicht mehr an die Pflicht zu repetitiven Tests gebunden.

Restaurants

Im Aussenbereich von Restaurants gibt es kaum mehr Einschränkungen. Bloss zwischen den Gruppen soll Abstand gehalten werden. Die Sitzpflicht ist aufgehoben. Es können wieder beliebig viele Leute an einem Tisch zusammensitzen. So auch in Innenbereichen, dort gilt wie bisher aber eine Sitzpflicht während des Konsums. Die Gäste müssen den Abstand zwischen den Gruppen einhalten. Weiterhin muss eine Person pro Gruppe ihre Kontaktdaten angeben. Auch die Maske ist weiterhin zu tragen, ausser wenn die Gäste am Tisch sitzen.

(Grafik: Twitter/@BR_Sprecher)

Grossveranstaltungen

Bei Grossanlässen, bei denen Gäste zum Einlass ein Zertifikat vorweisen müssen, gibt es keine Beschränkungen von Kapazität und Anzahl Personen mehr. Es können also bereits jetzt wieder Veranstaltungen mit mehr als 10’000 Personen stattfinden, und die Kapazität kann voll genutzt werden. Veranstaltungen ab 1000 Personen benötigen eine kantonale Bewilligung. Für Messen werden die Kapazitätsbeschränkungen aufgehoben.

Bei Veranstaltungen ohne Covidzertifikat können drinnen wie draussen maximal 1000 sitzende Besucher teilnehmen, wenn die Menschen stehen oder sich bewegen, drinnen maximal 250 und draussen maximal 500. Veranstaltungen und Konzerte ohne Zertifikat und mit tanzenden Besuchern sind verboten.

Privatanlässe

An privaten Veranstaltungen können sich weiterhin höchstens 30 Personen in privaten Innenräumen und höchstens 50 Personen in Aussenbereichen treffen.

Läden / Freizeitbetriebe / Sportanlagen

Läden, Freizeitbetriebe oder Sporteinrichtungen können ihre Kapazitäten wieder voll ausnutzen. Aquaparks dürfen wieder öffnen. Einzig an Veranstaltungen ohne Covidzertifikat gilt eine Beschränkung auf zwei Drittel der Kapazität.

Aktivitäten

Bei kulturellen und sportlichen Aktivitäten sowohl im Laien- wie auch im Profibereich gilt keine Masken- und Abstandspflicht mehr. In Aussenbereichen gibt es neu keine Einschränkungen mehr. Bei Aktivitäten in Innenräumen müssen die Kontaktdaten erhoben werden. Die Maskenpflicht, die Pflicht zur Einhaltung des Abstands sowie die Kapazitätsbeschränkungen werden aufgehoben.

Hochschulen

Die Personenbeschränkung für Präsenzveranstaltungen in der höheren Berufsbildung und in der Weiterbildung sowie an Fachhochschulen und Universitäten wird aufgehoben. Auch hier gilt keine Pflicht zu regelmässigen Tests mehr.

Diskos

Diskotheken und Tanzlokale dürfen wieder öffnen, wenn der Zugang auf Personen mit einem Covidzertifikat beschränkt wird. Wie bei allen Einrichtungen, deren Zugang auf Personen mit einem Zertifikat beschränkt ist, entfällt die Maskenpflicht.

Impfschutzdauer

Der Bundesrat erstreckt die Schutzdauer von in der Schweiz zugelassenen Impfstoffen für vollständig geimpfte Personen auf 12 Monate. In dieser Zeit sind Geimpfte von der Kontakt- und Reisequarantäne befreit. Die Regierung stützt sich auf die Empfehlung der Eidgenössischen Kommission für Impffragen (EKIF). In Übereinstimmung mit den Vorgaben der EU für das Covidzertifikat sind genesene Personen weiterhin während sechs Monaten von der Quarantänepflicht befreit. Die Gültigkeit von Antigenschnelltests wird von 24 auf 48 Stunden verlängert.

Selbsttests

Neu können validierte Selbsttests auch in Drogerien und im Detailhandel gekauft werden. Die vom Bund finanzierte Abgabe von fünf Selbsttests pro Person pro Monat erfolgt aber weiterhin nur in Apotheken. Sie wird auf Personen beschränkt, die nicht geimpft oder genesen sind. Neu in die Covid-19-Verordnung aufgenommen wird die Vergütung von Tests vor Lagern und beim Zutritt zu Veranstaltungen.

Einreise

Für Einreisen aus dem Schengenraum wird die Quarantänepflicht aufgehoben. Eine Testpflicht besteht nur noch für mit dem Flugzeug einreisende Personen, die nicht geimpft und nicht genesen sind. Die Kontaktdaten werden künftig noch bei der Einreise mit dem Flugzeug verlangt. Zudem lockert die Schweiz die Einreisebeschränkungen für nachweislich geimpfte Drittstaatsangehörige. Die Einreise von Drittstaatsangehörigen aus Ländern wie der USA, Albanien oder Serbien ist wieder möglich.

Risikoländerliste

Die bisherige Risikoliste des Bundesamts für Gesundheit wird reduziert. Sie enthält nur noch Staaten oder Gebiete, in denen für die Schweiz besorgniserregende Virusvarianten zirkulieren. Geimpfte und genesene Personen aus einem solchen Staat oder Gebiet können aber ohne Test- und Quarantänepflicht einreisen, solange sicher ist, dass die Impfung einen guten Schutz bietet.

Wer weder geimpft noch genesen ist, muss einen negativen PCR-Test oder Antigenschnelltest vorweisen und sich nach der Einreise in Quarantäne begeben.

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