Justizministerin Karin Keller-Sutter analysiert ihre Partei in einem Zeitungsinterview. (Bild: Keystone)
Schweiz

Keller-Sutter: FDP ist wie ein Schmetterling

Bundesrätin Karin Keller-Sutter (FDP) vergleicht ihre Partei in einem Interview mit einem Schmetterling: Sie habe zwei Flügel, die Mitte halte diese zusammen.

«Die FDP ist wie ein Schmetterling», sagte Keller-Sutter im am Freitag veröffentlichten Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung» zur Feststellung, dass sich die FDP gerade in zwei Flügel teile. Die FDP habe Flügel, werde aber in der Mitte von einem Körper zusammengehalten, von den liberalen Grundwerten.

Unterschiedliche Meinungen habe es immer vertragen bei der FDP, sagte Keller-Sutter. «Der Schmetterling hatte immer Flügel.» Wichtig sei der Liberalismus als nicht teilbarer Kern, und die FDP brauche einen «positiven und konstruktiven Kampfgeist.» – «Man darf die Debatte nicht scheuen.»

Führungsstarke Persönlichkeit gesucht

Die Nachfolgerin oder der Nachfolger der zurücktretenden Parteipräsidentin Petra Gössi müsse eine führungsstarke Persönlichkeit sein, sagte Keller-Sutter. «Ich finde die Flügeldiskussion in dieser Frage destruktiv.»

Gössis Vorgänger Philipp Müller habe im Nationalrat am rechten Rand der FDP politisiert, aber er habe die Partei geführt. «Er wirkte als Parteipräsident integrierend. Deshalb war er erfolgreich.»

Gössi hatte am 14. Juni nach fünf Jahren an der Parteispitze ihren Rücktritt auf spätestens Ende Jahr bekanntgegeben. Die 45-jährige Juristin will sich vermehrt auf ihre berufliche Karriere konzentrieren. Am 2. Oktober will die FDP den Nachfolger oder die Nachfolgerin für Gössi wählen.

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