An der Aargauer Oberstufe der Volksschule fällt die bisherige Maskenpflicht. (Symbolbild: Keystone)
Schweiz

Aargau hebt Maskenpflicht an Volksschulen auf

An der Aargauer Volksschule müssen die Schülerinnen und Schüler ab Montag keine Masken mehr tragen. Das hat der Regierungsrat entschieden.

An den Mittel- und Berufsfachschulen gilt die Maskentragepflicht für die letzten Schultage vor den Sommerferien weiterhin. An der obligatorischen Volksschule gab es eine Maskentragepflicht zuletzt an der Oberstufe in den Innenräumen. Die Pflicht komme künftig nur noch situativ für Lehrpersonen beziehungsweise Erwachsene zum Tragen, wenn den Personenabstand von 1,5 Metern über längere Zeit nicht eingehalten werden könne, teilte der Regierungsrat am Freitag vor den Medien mit.

Schulreisen und Lager seien unter den bekannten Schutzvorkehrungen wieder möglich, sagte Bildungsdirektor Alex Hürzeler (SVP).

Regierungsrat: «Auf dem Weg zur Normalität»

Der Regierungsrat begrüsst nach eigenen Angaben den vom Bundesrat beschlossenen fünften Öffnungsschritt. Er bedeute «einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zurück in die Normalität».

Die Lage im Gesundheitswesen habe sich per Ende Mai entspannt, hiess es weiter. Die Anzahl der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen der Spitäler sei gesunken. Die Anzahl der Covid-19-Patienten in den normalen Abteilungen sei ebenfalls rückläufig. Seit anfangs Mai seien nur noch vereinzelte Todesfälle zu verzeichnen.

Wie es weitergehe, wisse jedoch niemand ganz genau, sagte Gesundheitsdirektor Jean-Pierre Gallati (SVP). Eine vierte Welle sei möglich. Die kantonale Krisenorganisation werde der Entwicklung der Lage angepasst. Das Covid-19-Programm werde weiterhin konsequent umgesetzt.

Impfen gewinnt an Bedeutung

Nach dem grossen Öffnungsschritt am morgigen Samstag gewinnt die Impfkampagne laut Regierungsrat nochmals an Bedeutung, um eine vierte Infektionswelle mit steigenden Infektionszahlen und einer drohenden Überlastung des Gesundheitswesens zu verhindern.

Die tiefen Fallzahlen führten dazu, dass sich zum Beispiel der Aufwand für das Contact Tracing merklich reduziert hat. Das Contact Tracing konnte daher einen Teil des Personals zur Bewältigung der Anfragen beim Ausstellen der Covid-Zertifikate zur Verfügung stellen, wie es hiess.

Seit Mitte Juni sind gemäss Regierungsrat über das kantonale Webportal rund 75’000 Impf-Zertifikate bezogen worden. Die Resonanz in der Bevölkerung sei positiv ausgefallen.

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