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Sehen Sie hier die Medienkonferenz aus Bundesbern vom Donnerstag, 24. Juni 2021. (Video: Der Schweizerische Bundesrat)
Schweiz

GDK hält Lockerungen des Bundesrats für vertretbar

Angesichts der tiefen Fallzahlen teilt die Konferenz der GDK den Optimismus des Bundesrats. Die Lockerungen ab Samstag seien vertretbar.

Aufgrund der tiefen Fallzahlen teilt die Konferenz der Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) den Optimismus des Bundesrats. Die Lockerungen ab Samstag seien angesichts der epidemiologischen Lage vertretbar.

«Die Impfung erwies sich als wichtigstes Instrument zu Eindämmung des Coronavirus», sagte GDK-Präsident Lukas Engelberger am Donnerstag vor den Medien in Bern weiter. Zurzeit müsse aber vor allem die Delta-Variante des Virus beobachtet werden. Die doppelte Impfung schütze auch vor dieser Variante.

Gesundheitsminister Alain Berset betonte, die Impfungen müssten im Sommer fortgesetzt werden. Es sei wichtig, in den kommenden Wochen noch Unentschlossene zu erreichen. «Früher oder später werden wir mit dem Coronavirus in Kontakt kommen, entweder mit der Impfung oder mit einer Ansteckung», sagte Berset.

Bisher seien 4 Millionen Personen mindestens einmal geimpft. Bis Ende Juli erwarte die Schweiz 2,7 Millionen weitere Impfdosen, das seien dann insgesamt 9 Millionen.

Einhaltung von Schutzmassnahmen nötig

Wegen der Gefahr, dass sich die Delta-Variante ausbreite, sei es wichtig, Schutzmassnahmen wie das Maskentragen im Innern und die Kontrolle von Zertifikaten einzuhalten, sagte Berset. Nur mit Zertifikaten von Geimpften, Genesenen oder Getesteten könnten Veranstaltungen wieder stattfinden und Bars wieder öffnen. Berset warnte davor, dass es im Herbst zu einer Ansteckungswelle von Ungeimpften und darüber hinaus zu Grippe-Ausbrüchen kommen könnte.

Engelberger betonte, die Kantone müssten ihre Impf- und Contact Tracing-Strukturen auch im Hinblick auf künftige Auffrischungsimpfungen aufrechterhalten. Nötig seien weiterhin auch niederschwellige Testmöglichkeiten. So seien Schnelltest in Apotheken weiterhin gratis.

Der Bundesrat hat am Mittwoch entschieden, die Corona-Massnahmen zu lockern. Ab Samstag fallen viele Corona-Einschränkungen im öffentlichen Leben weg.

Die weitreichendste Änderung ist die Lockerung der Maskenpflicht: Wer sich im Freien aufhält, muss keine Maske mehr tragen. Das gilt auch für kulturelle und sportliche Aktivitäten sowie für Grossveranstaltungen mit Covid-Zertifikat. Im Büro und in höheren Schulklassen wird die Maskenpflicht ebenfalls aufgehoben.

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