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Der Telebasel News-Beitrag vom 22. Juni 2021.
Basel

Politiker wollen Baumfällung an Margarethenstrasse verhindern

Weil die Tramhaltestelle Margarethen verschoben wird, sollen 17 kerngesunde Bäume gefällt werden. Politiker wollen nicht tatenlos zusehen.

Im Margarethenstich werden die Leitungen saniert. Im Zuge dieser Arbeiten baut der Kanton die Bus- und Tramhaltestelle Margarethen behindertengerecht um. Weil die Haltestellen ausserdem leicht verschoben werden, müssen 17 Kugelahorne gefällt werden. Diese Pläne stossen im Gundeli und bei PolitikerInnen aus dem Grünen Bündnis auf komplettes Unverständnis. Sie wollen nicht untätig zusehen.

«Die Situation hat sich verändert»

Dass die Bäume an der Margarethenstrasse der Umgestaltung des Areals zum Opfer fallen, ist schon länger bekannt. Unter anderem hat der WWF-Vorstand einen Einspruch erhoben, welcher vom Kanton «abschlägig behandelt» worden sei, sagt Harald Friedl, Grossrat Grüne, gegenüber Telebasel. «Der Klimawandel schlägt jetzt wirklich zu. Da muss man einfach die Chance nutzen und das Projekt nochmals anschauen», so Friedl.

Grossrat Harald Friedl ist der Meinung, dass seit der Verabschiedung der Pläne für die Margarethenhaltstelle bereits zu viel Zeit vergangen sei. Die Situation und die Welt hätten sich seither verändert. «Ich habe kein Verständnis dafür, dass das nicht berücksichtigt wurde.»

Wurden Alternativen geprüft?

Beat Leuthardt, BastA!, sieht in dieser Sache einen klaren Schuldigen, nämlich das Bau- und Verkehrsdepartement. Dieses habe die Alternativen nicht ordentlich geprüft. Seiner Meinung nach gebe es durchaus Wege, wie die Bäume erhalten bleiben könnten.

«Es gibt Ausnahmebewilligungen. Man muss endlich aufhören, Trams, Bäume und Behinderte gegeneinander auszuspielen. Das geht wunderbar aneinander vorbei», sagt Beat Leuthardt zu Telebasel. Er sei überzeugt, dass man mit einer leichten Versetzung der Tramgleise auf gerader Linie an den Bäumen vorbeikäme.

Anders sieht es das Vekehrsdepartement. BVD-Sprecher Daniel Hofer bezieht sich gegenüber Telebasel auf den Ratschlag, den die Regierung im Jahr 2013 verabschiedete. Dort habe man sehr wohl Alternativen geprüft. Man habe es hier jedoch mit einem Projekt zu tun, das schon sehr lange gedeihe und vielfach geprüft worden sei. «Jetzt kann nicht einfach die Verwaltung kommen und das über den Haufen werfen», heisst es seitens des BVD-Sprechers.

Dringliche Interpellation geplant

Die Fällung der Bäume scheint also beschlossene Sache zu sein. Aufgeben wollen die GegnerInnen jedoch noch nicht. Beat Leuthardt plant eine dringliche Interpellation am Mittwoch, 23. Juni, im Grossen Rat: «Wir versuchen zu machen, was zu noch machen ist.»

4 Kommentare

  1. Das ist eine Schande, gesunde Bäume zu entfernen, sind doch die Lunge für uns.
    Da gibt es sicher noch andere Wege dies zu ungehen.Report

  2. Warum werden in einem solchen Fall denn keine Unterschriften gesammelt????

    Ich denke, dass sehr viele mit dem absurden Baumfällen nicht einverstanden sindReport

  3. Gerade im Gundeli braucht es im Sommer gesunde Bäume, die die Menschen vor der Hitze schützen. Es ist unverantwortlich diese nun zu fällen, speziell wenn es eine Alternative gibt… nur weil es irgendwann mal beschlossen wurde.Report

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