Herr und Frau Schweizer backen und kochen seit der Corona-Krise häufiger. (Symbolbild: Pixabay)
Schweiz

Kochen, Backen und Spazieren wurden während Corona beliebter

Schweizerinnen und Schweizer haben im Zuge der Corona-Pandemie ihre Liebe zum Kochen und Backen entdeckt. Das zeigt eine Langzeitstudie der HSLU.

Neben der Liebe zum Kochen und Backen verbringt die Bevölkerung nun auch häufiger ihre Freizeit in der freien Natur, wie eine Langzeitstudie der HSLU zeigt.

Forschende der Hochschule Luzern (HSLU) fühlten dem Konsum- und Freizeitverhalten der Schweizer Bevölkerung während der Corona-Pandemie den Puls. Dazu befragten sie in vier Wellen im Laufe des vergangenen Jahres jeweils tausend Personen aus allen Sprachregionen, die bislang letzte Erhebung fand im April und Mai 2021 statt.

Demnach hätten sich gewisse Freizeitbeschäftigungen in der Bevölkerung inzwischen etabliert, wie die Hochschule am Dienstag mitteilte. So widmen die Befragten ihre Zeit häufiger der Familie und verbringen mehr Zeit in der Natur. Auch gehen sie öfters zu Fuss und backen und kochen häufiger, wobei hier die Möglichkeit bestehe, nach der Corona-Krise wieder in alte Muster zu verfallen, schreiben die Forschenden in ihrem Bericht.

Ferienlust steigt

Die Befragung ergab zudem, dass es die Menschen wieder in die Ferne zieht. Während ein Drittel der Befragten in den nächsten zwölf Monaten keine Ferien geplant haben, möchte die Hälfte in der Schweiz verreisen und etwas mehr als ein Drittel ins europäische Ausland.

Nur jede und jeder Zehnte plant Ferien in Übersee. In der ersten Erhebung im April 2020 hatte noch die Hälfte der Befragten keine Ferien geplant.

Mehr als nur gute Absichten?

Die Corona-Pandemie befeuerte auch den Trend, regional einzukaufen. So besorgen sich die Befragten ihre Lebensmittel inzwischen häufiger in Bäckereien, Metzgereien und beim Bauernhof – und möchten dies in Zukunft noch häufiger tun.

Gute Absichten sind allerdings schnell formuliert: Bei der Befragung im November 2020 gaben mehr Menschen an, auf Bauernhöfen einkaufen zu wollen, als sie dies im Mai 2021 dann tatsächlich taten. «Grundsätzlich braucht es beim Menschen sehr viel, bis sich Verhaltensweisen dauerhaft ändern. Auch wenn die Absichten oftmals gut sind, kommt dann eben doch der Alltag dazwischen», liess sich einer der Studienautoren, der Wirtschaftspsychologe Marcel Zbinden von der HSLU, in der Mitteilung zitieren.

Die Forschenden möchten die Befragung bis im Jahr 2022 weiterführen, um zu überprüfen, inwiefern die nun geäusserten Absichten tatsächlich in die Tat umgesetzt werden.

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