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Schweiz

Delta-Variante verbreitet sich immer mehr in Deutschland

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Deutscher Wirtschaftsmotor brummt wie seit zehn Jahren nicht mehr

Die deutsche Konjunktur nimmt im Zuge der schrittweisen Öffnung der Wirtschaft in der abklingenden Pandemie-Krise kräftig Fahrt auf. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft – Industrie und Dienstleister zusammen – stieg im Juni auf 60,4 Punkte von 56,2 Zählern im Mai, wie das Institut IHS Markit am Mittwoch zu seiner monatlichen Umfrage unter Hunderten Firmen mitteilte.

Dies ist der höchste Wert seit März 2011. Das Barometer signalisiert ab 50 Punkten ein Wachstum. Von Reuters befragte Ökonomen hatten für die vorläufigen Juni-Daten lediglich 57,5 Zähler erwartet.

Coronavirus: Delta-Variante in Deutschland auf dem Vormarsch

Trotz insgesamt sinkender Corona-Zahlen ist die als ansteckender geltende Delta-Variante des Virus auch in Deutschland auf dem Vormarsch. Nachdem bereits mehrere Bundesländer gemeldet haben, dass der Anteil der Variante an den Neuinfektionen zuletzt spürbar gestiegen ist, werden an diesem Mittwochabend neue Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) – der Bundesbehörde für Infektionskrankheiten – erwartet. Es ist damit zu rechnen, dass sich die zunächst in Indien entdeckte Mutante in vielen Teilen Deutschlands weiter ausgebreitet hat – wenn auch auf insgesamt niedrigem Niveau.

 

Die Delta-Variante verbreitet sich immer mehr in Deutschland. (Bild: Keystone)

Der Virologe Christian Drosten plädiert angesichts der Entwicklung dafür, das Bewusstsein für die Bedeutung der Impfung zu stärken. «Das ist wirklich das, was wir jetzt machen müssen», sagte der Experte der Berliner Charité im Podcast «Coronavirus-Update» (NDR-Info).

Er legte sich nicht fest, ob es wegen der Ausbreitung der Delta-Variante bereits im Sommer oder erst im Herbst zu einer Trendumkehr kommen könnte. Im Herbst werde die Inzidenz auf jeden Fall wieder steigen, sagte Drosten und betonte die Wichtigkeit der Impfung bei Eltern von Schulkindern.

Sommaruga reist virtuell nach Kalifornien

Bundesrätin Simonetta Sommaruga macht einen virtuellen Arbeitsbesuch nach Kalifornien. (Bild: Keystone)

Bundesrätin Simonetta Sommaruga unternimmt vom 21. bis am 24. Juni 2021 einen Arbeitsbesuch, der sie virtuell nach Kalifornien führt. Das ist eine Premiere. Die UVEK-Vorsteherin spricht mit Politikern des US-Bundesstaats, so mit der kalifornischen Vize-Gouverneurin und dem Vorsitzenden der kalifornischen Energiekommission. Auf dem Programm stehen zudem Besuche von Firmen, die in eine klimafreundliche Zukunft investieren. Beim virtuellen Arbeitsbesuch handelt sich um einen Pilotversuch, der auf die Erfahrungen aus der Corona-Pandemie zurückgeht. Bundesrätin Sommaruga möchte ausloten, unter welchen Voraussetzungen diese klimafreundlichen Besuche für gewisse Destinationen Schule machen könnten.

WHO über Lockerungen an EM «besorgt»

Die Weltgesundheitsorganisation WHO zeigt sich «besorgt», weil einige Länder die Corona-Beschränkungen rund um die Spiele der laufenden Fussball-Europameisterschaft gelockert haben. Dies berichtet SRF. In einigen dieser Länder würden bereits steigende Infektionszahlen verzeichnet, sodie WHO auf Nachfrage der französischen Nachrichtenagentur AFP mit.

«Die WHO ist besorgt über die Lockerung der Beschränkungen in einigen der Gastgeberländer. Einige Länder, in denen das Turnier ausgetragen wird, erhöhen jetzt die Zahl der Zuschauer, die ins Stadion dürfen, um ein Spiel zu sehen», sagte Robb Butler, Exekutivdirektor beim WHO-Regionalbüro für Europa.

Erholung treibt Tec-Indizes in New York zu Rekorden

Die Wall Street ist am Dienstag auf Erholungskurs geblieben. Insbesondere die beiden wichtigsten Tech-Indizes Nasdaq 100 sowie Nasdaq Composite legten in New York weiter zu und erreichten jeweils Rekordhochs. Die Standardwerte hingegen präsentierten sich etwas weniger dynamisch.

So schwankte der Dow Jones Industrial um seinen Schlusskurs vom Vortag und ging 0,20 Prozent höher bei 33 945,58 Punkten aus dem Handel. Der US-Leitindex hatte sich bereits am Montag ein gutes Stück von einer verlustreichen Vorwoche erholt und 1,8 Prozent höher geschlossen.

Der den breiten Markt abbildende S&P 500 rückte um 0,51 Prozent auf 4246,44 Zähler vor. Der Nasdaq 100 stieg um 0,94 Prozent auf 14 270,42 Punkte. Das im Tagesverlauf erreichte Rekordhoch liegt nun bei 14 288 Punkten.

Die Aufmerksamkeit richtete sich auf eine öffentliche Anhörung von Zentralbankchef Jerome Powell vor dem US-Parlament. Powell sagte, die Inflation in den USA sei zwar zuletzt stärker gestiegen als erwartet. Allerdings wiederholte der Notenbank-Chef auch, dass der Anstieg wahrscheinlich nur vorübergehend sei. Dies spricht Börsianern zufolge eher gegen früher als bislang erwartete Zinserhöhungen, die Aktien gegenüber Anleihen weniger attraktiv erscheinen lassen würden.

Heute fällt der Bundesrat die nächsten Entscheide

Wie weiter mit der Maskenpflicht? Der Bundesrat entscheidet am Mittwoch über den nächsten Öffnungsschritt, der am 28. Juni in Kraft treten soll. Etwa soll die Maskenpflicht im Freien weitgehend aufgehoben werden. Auch die generelle Maskenpflicht am Arbeitsplatz soll wegfallen. In Restaurants sollen in Innenräumen sechs statt vier Personen an einem Tisch bewirtet werden dürfen. Auf Restaurantterrassen soll die Masken- und die Sitzpflicht aufgehoben werden. Die Kontaktdaten der Gäste sollen jedoch weiterhin registriert werden müssen. Auch Discos sollen für Personen mit einem Covid-Zertifikat wieder öffnen dürfen. Alles zum Thema lesen Sie hier. Die Medienkonferenz mit dem Bundesrat können Sie am Mittwochnachmittag (die genau Zeit ist noch nicht bekannt) dann hier mitverfolgen.

 

Wie lockert der Bundesrat weiter? Heute will die Regierung entscheiden. (Bild: Keystone)

Gratis-Impfung für Touristen in Abu Dhabi
 

In Abu Dhabi können sich Touristen kostenlos impfen lassen. (Bild: Keystone)

Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten bietet Touristen gratis Impfungen. In der App «Seha» der Gesundheitsbehörde von Abu Dhabi können sich Reisende dabei entweder für Biontech- oder Sinopharm-Impfungen registrieren, wie NTV berichtet. Ein Visum oder ein Einreisestempel im Pass sollen als Nachweis für die Impfberechtigung dienen. Die Vereinigten Arabischen Emirate hatten zuletzt den Impfturbo gestartet und erreichten zwischenzeitlich eine der höchsten Impfraten weltweit. Restaurants und Hotels haben nun wieder geöffnet, es gelten jedoch weiterhin Maskenpflicht und Abstandsregeln.

Oxford will mit Wurmmittel Corona-Patienten heilen

Die Universität Oxford die Wirksamkeit des Antiparasitikums Ivermectin bei Covid-19 Patienten. Das in der Humanmedizin als Wurmmittel zugelassene Medikament führe in Laborstudien zu einer Reduktion der Virusreproduktion, so die Universität. Wie NTV berichtet, zeige eine kleine Pilotstudie, dass eine frühe Gabe des Mittels die Viruslast und die Dauer der Symptome bei einigen Patienten reduzieren könnte.

Eigentlich haben die WHO sowie europäische und US-amerikanische Aufsichtsbehörden vom Einsatz von Ivermectin bei Covid-19-Patienten abgeraten. Dennoch wird es in einigen Ländern wie Indien zur Behandlung der Krankheit eingesetzt.

 

In Oxford wird ein Wurmmittel als Corona-Medikament getestet. (Bild: Keystone)

Ungarn hebt Corona-Grenzsperre weitgehend auf

Ungarn hat die im September des Vorjahres wegen der Corona-Pandemie verhängte Grenzsperre weitgehend aufgehoben. Menschen können aus jedem Nachbarland ausser der Ukraine ohne Auflagen und Einschränkungen auf dem Landweg nach Ungarn einreisen, heisst es in einer Verordnung von Ministerpräsident Viktor Orban, die am späten Dienstagabend im Ungarischen Amtsblatt erschien. Sie trat unmittelbar nach ihrer Veröffentlichung in Kraft.

Die Grenzsperre galt vor allem für Touristen, da es zahlreiche Ausnahmen für Geschäftsreisende, Pendler, Diplomaten und Sportler gab. Weiterhin gilt, dass touristische Einreisen mit dem Flugzeug nicht möglich sind.

Bidens Corona-Experten: USA verfehlen Impfziel zum 4. Juli

Die USA werden das von Präsident Joe Biden gesetzte Impfziel zum 4. Juli nach Einschätzung seiner Corona-Experten trotz zahlreicher Anreize verfehlen. Der Corona-Koordinator des Weissen Hauses, Jeff Zients, sagte am Dienstag, nach dem Unabhängigkeitstag werde es «noch ein paar Wochen» dauern, bis 70 Prozent aller Erwachsenen mindestens eine Impfdosis erhalten hätten.

In der Altersgruppe ab 30 Jahren sei dieses Ziel bereits erreicht. Am 4. Juli werde das für die Gruppe im Alter ab 27 Jahren gelten. Niedriger sei die Impfbereitschaft bei Menschen zwischen 18 und 26 Jahren. Biden selbst betonte auf Twitter dennoch: «Unser Impfprogramm ist eine amerikanische Erfolgsgeschichte.» Er rief besonders junge Amerikaner dazu auf, sich schnell impfen zu lassen. Die Zahl der Impfungen pro Tag ist seit dem Höhepunkt im April deutlich gesunken.

Bidens Corona-Berater Anthony Fauci sagte, 16 der 50 Bundesstaaten und der Hauptstadtbezirk Washington hätten das 70-Prozent-Ziel überschritten. In vier Bundesstaaten jedoch habe weniger als die Hälfte der Erwachsenen bislang mindestens eine Spritze bekommen.

Fauci warnte, auch in den USA verbreite sich die besonders ansteckende Delta-Variante des Coronavirus. Diese Mutante mache inzwischen mehr als 20 Prozent der Fälle aus, mehr als doppelt so viel wie noch vor zwei Wochen. «Die Delta-Variante ist in den USA derzeit die grösste Bedrohung für unseren Versuch, Covid-19 zu eliminieren.»

Schottland verschiebt Corona-Lockerungen

Schottland hat den nächsten Lockerungsschritt bei der geplanten Aufhebung der Corona-Massnahmen verschoben. Das teilte die Chefin der Regionalregierung, Nicola Sturgeon, am Dienstag im Parlament in Edinburgh mit. Demnach soll die niedrigste Stufe nicht bereits am kommenden Montag erreicht werden, sondern erst am 19. Juli. Das vollständige Ende aller Corona-Beschränkungen peilt Schottland für den 9. August an.

Schottland hat den nächsten Lockerungsschritt verschoben. (Bild: Keystone)

In Grossbritannien steigt die Zahl der Neuinfektionen inzwischen wieder, auch in anderen Landesteilen. Grund dafür ist die zuerst in Indien entdeckte Delta-Variante, die auf der Insel inzwischen dominant ist.

Europol: Terroristen nutzen Corona-Krise aus

Terroristen versuchen einem Europol-Bericht zufolge die Corona-Krise für ihre Zwecke auszunutzen.

«Terroristen nutzen jede Gelegenheit, um demokratische Strukturen auszuhöhlen, Angst zu verbreiten und die Gesellschaft zu polarisieren», heisst es in dem Jahresbericht zu Terrorismus in der EU, den Europol am Dienstag in Den Haag vorlegte.

Die Covid-19-Pandemie habe die politische Polarisierung verschärft, geht aus dem Bericht hervor. Die Intoleranz gegenüber politischen Gegnern habe zugenommen und mehr Personen würden verbal oder körperlich gewalttätig. Terroristen nutzten dies aus, um ihre gewalttätigen Ideologien zu verbreiten.

«Das Risiko der Radikalisierung online hat zugenommen», sagte Ylva Johansson, EU-Kommissarin für Inneres. Dies treffe vor allem auf rechtsextremen Terrorismus zu. Rechtsextremisten würden sich etwa Protesten gegen staatliche Corona-Massnahmen anschliessen. Sie würden auch zunehmend über Online-Foren oder Gaming-Portale jüngere und gut ausgebildete Anhänger gewinnen.

Die grösste Bedrohung in der EU geht dem Bericht nach von islamistischem Terrorismus aus. Islamisten waren 2020 für zehn Anschläge mit zwölf Toten verantwortlich. Dahinter steckten meist Einzeltäter, die von ausländischen Terrorgruppen wie dem IS beeinflusst waren.

2020 waren in der EU 57 Terroranschläge registriert worden, dazu zählt Europol auch geplante und vereitelte Attacken. 21 Menschen wurden dabei getötet und 449 Verdächtige festgenommen.

Biontech: Derzeit keine Impfstoff-Anpassung an Varianten nötig

Biontech-Chef Ugur Sahin hält trotz einer zunehmenden Verbreitung von Virusvarianten derzeit keine Anpassung seines Covid-19-Impfstoffs für nötig. Dies sagte er am Dienstag auf der Generalversammlung des deutschen Biotechunternehmens.

«Um vorbereitet zu sein und schnell reagieren zu können, falls eine dritte Dosis oder eine Anpassung an einen neuen Virusstamm erforderlich werden sollte, analysieren wir kontinuierlich die Wirksamkeit des Impfstoffs, auch gegen neu auftretende Varianten», sagte Sahin. «Derzeit gibt es keine Hinweise darauf, dass eine Anpassung unseres Impfstoffs an kursierende Varianten notwendig ist.»

Biontech-Chef Ugur Sahin. (Bild: Keystone)

Noch wisse man nicht, wann und wie oft eine Auffrischungsimpfung nötig sein werde. Er gehe aber davon aus, «dass eine dritte Impfung für die Auffrischung der Immunität von hohem Wert ist», sagte Sahin.

Der Biontech-Chef bekräftigte, dass das Unternehmen zusammen mit seinem US-Partner Pfizer in diesem Jahr eine Produktionskapazität von bis zu drei Milliarden Impfdosen anstrebt. Mehr als drei Milliarden Dosen sollen es 2022 werden, dabei werde Biontech mindestens die Hälfte herstellen.

Dramatische Corona-Lage: Moskau weitet Beschränkungen aus

Angesichts einer dramatischen Corona-Lage verschärft die russische Hauptstadt Moskau ihre Beschränkungen.

Vom kommenden Montag an dürfen nur noch Menschen nach einer vollständigen Impfung, mit einem negativen PCR-Test oder nach überstandener Covid-Erkrankung Restaurants und Bars besuchen, schrieb Bürgermeister Sergej Sobjanin am Dienstag in seinem Blog.

In Moskau sind 16 Prozent der Einwohner gegen das Coronavirus geimpft. (Bild: Keystone)

Kontrolliert werden soll das demnach über einen QR-Code. Zuvor hatte Sobjanin dies als «Experiment» für einzelne gastronomische Einrichtungen angekündigt.

Zudem begrenzt Europas grösste Metropole mit schätzungsweise zwölf Millionen Menschen mit sofortiger Wirkung Veranstaltungen auf maximal 500 Menschen. Zuvor waren noch 1000 erlaubt gewesen. «Fan-Zonen und Tanzflächen müssen schliessen», so Sobjanin.

Schweden will nun auch Jugendliche ab 16 Jahren gegen Corona impfen

In Schweden wird auch Jugendlichen im Alter von 16 und 17 Jahren eine Impfung gegen Covid-19 angeboten. Das hat die nationale Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten beschlossen, wie sie am Dienstag mitteilte.

Grund dafür sei vor allem die Teenager selbst vor einer Erkrankung zu schützen, aber auch zu einer insgesamt geringeren Infektionsausbreitung in der Bevölkerung beizutragen.

BAG empfiehlt Impfungen ab zwölf Jahren

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) und die Eidgenössische Kommission für Impffragen (EKIF) empfehlen allen Jugendlichen im Alter von zwölf bis 15 Jahren die Corona-Impfung. Die Impf-Empfehlungen wurden entsprechend ergänzt.

Swissmedic hatte bereits Anfang Juni den Impfstoff von Pfizer/Biontech für zwölf- bis 15-Jährige zugelassen.

Die Erfahrungen in der Corona-Pandemie hätten gezeigt, dass Kinder und Jugendliche nur ein geringes Risiko hätten, schwer an Covid-19 zu erkranken. Die meisten Infektionen verliefen symptomlos oder mild. Dennoch sollten auch junge Menschen die Möglichkeit erhalten, sich mit einer Impfung zu schützen, teilte das BAG am Dienstag mit.

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Über 30 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft

Ein nächster Meilenstein in der Bekämpfung der Covid-19-Pandemie ist erreicht: Über 30 Prozent der Schweizer Bevölkerung haben bereits zwei Impfdosen erhalten und sind damit vollständig geimpft.

Vom 14. Juni bis 20. Juni wurden in der Schweiz 611’689 Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht, , wie aus den Angaben hervorgeht, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag auf seiner Website veröffentlichte. Pro Tag wurden damit durchschnittlich 87’384 Impfungen durchgeführt. Im Vergleich zur Woche davor sank die Impfkadenz um 3 Prozent.

Über 30 Prozent der Schweizer Bevölkerung haben bereits zwei Impfdosen erhalten und sind damit vollständig geimpft. (Bild:Key)

Insgesamt wurden bis Sonntag 6’731’891 Impfungen durchgeführt. Bislang sind 2’648’104 Personen vollständig geimpft, das heisst 30,6 Prozent der Bevölkerung haben bereits zwei Impfdosen erhalten. Bei 1’435’683 Personen wurde bislang nur die Erstimpfung durchgeführt.

Beim Bund sind noch 556’675 Impfdosen gelagert.

Merkel warnt vor vollbesetzten Stadien in England

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat angesichts der aggressiven Delta-Variante des Coronavirus vor voll besetzen EM-Stadien in Grossbritannien gewarnt und die UEFA zu verantwortungsvollem Handeln gemahnt. «Ich hielte es nicht für gut, wenn es dort voll besetzte Stadien gäbe», sagte Merkel.

In Grossbritannien grassiert die Delta-Variante des Virus. Für die Endphase des Turniers sollen im Wembley bis zu 45’000 Zuschauer zugelassen werden, was 50 Prozent der Kapazität des Stadions entspricht. Laut englischen Medien gibt es auch Planspiele, dass der Final vor vollbesetzten Rängen stattfinden könnte. Auch von einer Verschiebung des Finals nach Budapest war immer wieder die Rede.

Europäische Corona-Hilfen: Deutscher Aufbauplan gebilligt

Deutschland hat grünes Licht aus Brüssel für seine Pläne zur Nutzung der europäischen Corona-Aufbauhilfen. EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen überbrachte den positiven Bescheid zum deutschen Aufbauplan am Dienstag persönlich an Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin. Deutschland erwartet 25,6 Milliarden Euro aus dem Corona-Aufbaufonds RRF.

Von der Leyen lobte vor allem die deutschen Pläne, massiv in Digitalisierung der Verwaltung und des Gesundheitswesens zu investieren. Mit einem Anteil von 52 Prozent der Ausgaben für solche Projekte sei Deutschland europaweit spitze, sagte die ehemalige Bundesministerin. Merkel begründete dies mit dem Nachholbedarf. Unter anderem die Arbeit der Gesundheitsämter werde sich stark verändern und verbessern. Die Kanzlerin lobte, dass die Umsetzung der europäischen Corona-Hilfen «in einem wahnsinnigen Tempo» gelaufen sei.

Corona-Krise hat Vertrauen in Institutionen laut Studie gestärkt

Während der Pandemie hat das Vertrauen von Schweizerinnen und Schweizern in den Bundesrat, das Parlament, die politischen Parteien und die Gerichte zugenommen.

Das zeigt die aktuelle Sicherheitsstudie der ETH Zürich. «Die Schweizer Stimmbevölkerung fühlt sich sicher und hat grosses Vertrauen in Schweizer Institutionen.» So lautet das Fazit der jährlich durchgeführten Untersuchung der Militärakademie (Milak) und dem Center for Security Studies (CSS) der ETH Zürich. Am Dienstag wurden deren Ergebnisse publiziert. Nach wie vor ist das Vertrauen in die Polizei, die Wissenschaft und in die Gerichte am grössten.

Angesichts der teilweise harschen Kritik von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft an der Corona-Politik überraschen die Ergebnisse: Das mittlere Vertrauen in Schweizer Institutionen sei im Januar 2021 überdurchschnittlich hoch und gegenüber Januar 2020 gestiegen, heisst es in einer Mitteilung. Dem Bundesrat werde ebenfalls überdurchschnittlich stark vertraut.

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130 Neuinfektionen am Dienstag

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag 130 neue Coronavirus-Ansteckungen innert 24 Stunden gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 13 Spitaleinweisungen und einen Todesfall.

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EU kauft weitere 150 Millionen Impfdosen von Moderna

Die EU-Kommission kauft weitere 150 Millionen Dosen Corona-Impfstoff vom US-Hersteller Moderna. Eine entsprechende Option aus einem Vertrag vom Februar wurde jetzt gezogen, wie ein Kommissionssprecher am Dienstag mitteilte.

Die Lieferung soll im dritten Quartal beginnen und sich bis ins Jahr 2022 hineinziehen. Die Kommission hat zwei Verträge mit Moderna: einen über 160 Millionen Dosen vom vergangenen Jahr und einen zweiten vom Februar. Mit dem zweiten Kontrakt waren 150 Millionen Impfdosen fest bestellt und weitere 150 Millionen Dosen als Option vereinbart worden. Um diesen Teil der Vereinbarung geht es nun.

Die EU könne damit an Virusvarianten angepassten Impfstoff sowie Impfstoffe für Kinder und für Auffrischungen kaufen, sagte der Sprecher. Der Vertrag garantiere zeitnahe Lieferung und die Möglichkeit, diese an den Bedarf der EU-Staaten und an die Pandemielage anzupassen. Die Mitgliedsstaaten könnten den Impfstoff auch weiterverkaufen oder spenden, um zur Versorgung anderer Staaten weltweit beizutragen.

(Bild: Keystone)

Der Impfstoff von Moderna gilt als sehr wirksam und sehr sicher. Das Präparat wurde in Europa inzwischen millionenfach verwendet. Es handelt sich wie beim Vakzin von Biontech/Pfizer um einen mRNA-Impfstoff.

Schweizer sind auch im Corona-Jahr reicher geworden

Die Corona-Pandemie hat im vergangenen Jahr zwar zu wirtschaftlichen Turbulenzen geführt. Doch davon zeigte sich der Vermögensaufbau der Schweizer weitgehend immun. Sie sind gemessen am Vermögen pro erwachsener Person erneut wohlhabender geworden. Weltweit haben die Vermögen pro Erwachsenem einen neuen Höchstwert erreicht.

(Symbolbild: Key)

Konkret betrug 2020 das Vermögen pro Erwachsenem hierzulande 673’960 US-Dollar, ein Plus von 11,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie aus dem am Dienstag erschienen «Global Wealth Report» der Credit Suisse hervorgeht. Das Bruttovermögen stieg dabei mit einer ähnlichen Rate, was gemäss CS bedeutet, dass die Schulden (Hypotheken) etwa mit der gleichen Rate wie das Vermögen zugenommen haben.

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Duterte sorgt mit Botschaft an Corona-Impfverweigerer für Aufsehen

Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat mit einer markigen Botschaft an Corona-Impfverweigerer für Aufsehen gesorgt.

Duterte drohte, dass er Impfverweigerer festnehmen lassen werde – sein Justizminister relativierte die Aussage aber schnell wieder. Seiner Meinung nach habe der Präsident lediglich verdeutlichen wollen, wie wichtig es sei, sich schnell impfen zu lassen und die Herdenimmunität zu erlangen, sagte Minister Menardo Guevarra am Dienstag vor Journalisten.

Der Präsident des südostasiatischen Inselstaats hatte zuvor am Montagabend in einer Ansprache erklärt: «Es herrscht ein nationaler Notstand. Wenn Sie sich nicht impfen lassen wollen, werde ich Sie festnehmen lassen.»

Schwyzer reichen erneut Beschwerde gegen Covid-Gesetz ein

Mit einer Stimmrechtsbeschwerde fordern 38 Schwyzerinnen und Schwyzer die Abstimmung über das Covid-19-Gesetz zu annullieren und zu wiederholen. Sie waren bereits vor dem Urnengang mit einer Beschwerde vor Bundesgericht gescheitert. Nun bemängeln sie zusätzlich die Auszählungspraxis.

Die Beschwerdeführer wiederholten in der erneuten Eingabe ans Bundesgericht die Rüge an den Erläuterungen zum Abstimmungsgegenstand, wie sie am Dienstag mitteilten. Im Abstimmungsbüchlein hätten Informationen über die seit September 2020 erfolgten sechs Gesetzesänderungen und deren Auswirkungen gefehlt.

Immer noch mehr als 3000 Passagierjets in Europa am Boden

An Europas Flughäfen stehen wegen der Corona-Krise immer noch rund 3400 Passagierjets dauerhaft am Boden. Nach einer am Dienstag vorgestellten Auswertung der Luftverkehrsorganisation Eurocontrol ist das mehr als doppelt so viel wie im Vorkrisen-Sommer 2019 als ein Tiefstwert von 1470 nicht genutzten Jets registriert wurde. Auf dem Höhepunkt des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020 waren im Wochenschnitt sogar fast 7200 Flugzeuge inaktiv.

An Europas Flughäfen stehen wegen der Corona-Krise immer noch rund 3400 Passagierjets dauerhaft am Boden. (Symbolbild: Key)

Da es im Sommer regelmässig eine höhere Nachfrage nach Flügen gibt, sind saisonale Schwankungen laut Eurocontrol üblich. Auch Wartungen und planmässige Ausserbetriebnahmen werden in den Zahlen erfasst. Im Corona-Sommer 2020 waren noch 3575 Jets inaktiv, so dass nun eine gewisse Erholung sichtbar wird, die aber noch längst nicht das Vorkrisen-Niveau wiederherstellt. Seit Mai wurden rund 800 Flugzeuge wieder in Betrieb genommen.

Erstmals seit April mehr als 100 neue Corona-Fälle in Israel

Nach zuletzt wenigen Corona-Neuinfektionen in Israel sind erstmals seit rund zwei Monaten mehr als 100 neue Fälle an einem Tag nachgewiesen worden. 125 Personen seien am Vortag positiv getestet worden, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag mit.

Nach zuletzt wenigen Corona-Neuinfektionen in Israel sind erstmals seit rund zwei Monaten mehr als 100 neue Fälle an einem Tag nachgewiesen worden. (Archivbild: Key)

Der Generaldirektor des Gesundheitsministeriums, Chesi Levy, hatte dem israelischen Fernsehen zuvor gesagt, dass rund 70 Prozent der Neuinfektionen mit der Delta-Variante des Virus in Zusammenhang stehen. Die Hälfte der Neuinfizierten seien Kinder, ein Drittel der Betroffenen sei geimpft gewesen. Die Delta-Variante wurde zuerst in Indien entdeckt und gilt als besonders ansteckend.

US-Wirtschaft hat sich gemäss Fed-Chef von Corona-Einbruch erholt

Die US-Wirtschaft hat sich nach Einschätzung der US-Notenbank Fed von dem schweren Einbruch in der Corona-Pandemie erholt. Allerdings fallen die Fortschritte unstetig aus, heisst es in einer schriftlichen Erklärung von Zentralbankchef Jerome Powell, die am späten Montagabend veröffentlicht wurde.

Das Dokument enthält Ausführungen zu einer öffentlichen Anhörung vor dem US-Parlament, die am Dienstagabend (MESZ) stattfinden wird. Es geht um die Krisenpolitik der Fed und die aktuelle wie künftige Ausrichtung.

KOF erwartet raschere Erholung von Coronakrise

Die Schweizer Wirtschaft dürfte sich im laufenden Jahr rascher vom Coronataucher erholen als bislang erwartet. Und im nächsten Jahr dürfte sie die Krise dann ganz hinter sich lassen.

Davon geht die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) in ihrer neusten Prognose aus. Konkret hat sie die Vorhersage für das Wachstum des Bruttoinlandprodukt (BIP) im laufenden Jahr auf 4,0 von 3,0 Prozent angehoben, wie sie am Dienstag mitteilte.

Der Aufschwung sei da – früher und stärker als bislang erwartet, kommentierten die Ökonomen der Hochschule ihre Prognose. Zum Vergleich: Im Coronajahr 2020 ist die Schweizer Wirtschaft um 2,6 Prozent geschrumpft.

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Rekordzahl von Todesfällen im Corona-Jahr 2020

Im ersten Corona-Jahr sind in der Schweiz so viele Todesfälle verzeichnet worden wie noch nie: 2020 wurden 76’200 Todesfälle registriert – 12,4 Prozent mehr als 2019. Der Geburtenüberschuss ging um fast die Hälfte zurück, obwohl die Anzahl Neugeborener konstant blieb.

Zwei Sterbewellen waren zu beobachten, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) mit seinen definitiven Zahlen vom Dienstag nachweist: In den Monaten März und April kamen 14 Prozent mehr Menschen ums Leben als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Von Oktober bis Dezember schnellte die Zunahme sogar auf 45 Prozent gegenüber 2019 hoch.

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Jugendliche zeigen Zurückhaltung beim Impfen

Trotz Sommerferien erscheint die Impfbereitschaft bei Jugendlichen tiefer als erwartet. Wie SRF berichtet, könnten auch gerade die Ferien ein Grund für die Zurückhaltung bei den Jugendlichen gewesen sein. Es bestünde nun mal das Risiko, dass der zweite Impftermin in den geplanten Urlaub fällt.

Es sei nun vor allem wichtig, dass man diese Generation gut informiere und so auch den Unentschlossenen aufzeige, dass Impfungen Vorteile mit sich bringen. Dies sei einerseits der eigene Schutz, andererseits der der ganzen Gesellschaft. «Dass sie im Umgang mit ihren Nächsten wieder mehr Freiheiten erhalten und auch von gewissen Verantwortungen etwas erlöst werden», erklärt Philipp Luchsinger, Präsident des Verbands der Hausärztinnen und -ärzte Schweiz.

Während die Jugendlichen in Bern eher impffaul seien, sind in Basel-Stadt bereits rund 60 Prozent 16- und 17-Jährigen, für die Impfung angemeldet oder haben bereits die erste Impfung erhalten.

Mehrere Kantone begrüssen das Covid-Zertifikat

Der Bundesrat will am (morgigen) Mittwoch über die nächsten Lockerungen der Corona-Massnahmen ab Ende Juni entscheiden. Eine zentrale Rolle soll neu das Covid-Zertifikat spielen. Mehrere Kantonen begrüssen dies – doch es gibt auch Kritik. Zudem werden einfachere Regeln bei den Veranstaltungen gefordert.

Das Covid-Zertifikat für Geimpfte, Genesene und Getestete soll etwa als Bedingung für Grossanlässe gelten. Der Bundesrat sieht vor, dass bei Veranstaltungen mit Covid-Zertifikat als Bedingung ab Ende Juni drinnen maximal 3000, draussen 5000 Personen teilnehmen können.

Mehrere Kantone begrüssen die zentrale Rolle, die das Covid-Zertifikat spielen soll. Der Kanton Basel-Landschaft weist aber etwa darauf hin, dass dies für die betroffenen Betriebe und Organisationen zu einer zusätzlichen administrativen Belastung führt. Den Unternehmen sollten aber keine weiteren Aufgaben übertragen werden.

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«Ich war fast so aufgeregt wie vor einem Gurten»

Im Berner Konzertlokal Bierhübeli ist am Montagabend erstmals nach langer Corona-Pause wieder ein grosses Konzert über die Bühne gegangen. Der prominente Headliner war Patent Ochsner. Im März 2020 spielte Patent Ochsner als letzte Band im Bierhübeli, bevor der Lockdown kam. Frontmann Büne Huber beschreibt das Gefühl wie ein «nach dem Urlaub nach Hause kommen».

Frontmann Büne Huber nach dem ersten Auftritt. (Video: Key)

Das Schutzkonzept wurde gut umgesetzt und auch die Maskenpflicht tat der Konzertstimmung keinen Abbruch. Patent Ochsner spielt noch bis am Donnerstag mehrere Konzerte, die alle ausverkauft sind.

Buch: Wollte Trump infizierte Rückkehrer nach Guantánamo schicken?

Der damalige US-Präsident Donald Trump soll einem Buch zufolge zu Beginn der Corona-Pandemie erwogen haben, infizierte Landsleute nach der Rückkehr aus dem Urlaub zur Quarantäne nach Guantánamo zu schicken. Das berichtete die «Washington Post» am Montag vorab unter Berufung auf das noch unveröffentlichte Buch «Alptraum-Szenario: Die Reaktion der Trump-Regierung auf die Pandemie, die die Geschichte verändert hat», das zwei Mitarbeiter der Zeitung geschrieben haben. In Guantánamo Bay auf Kuba betreiben die USA einen Militärstützpunkt mit einem berüchtigten Gefangenenlager.

Der damalige US-Präsident Donald Trump soll einem Buch zufolge zu Beginn der Corona-Pandemie erwogen haben, infizierte Landsleute nach der Rückkehr aus dem Urlaub zur Quarantäne nach Guantánamo zu schicken. (Archivbild: Key)

«Haben wir keine Insel, die wir besitzen?», soll Trump im Februar 2020 im Weissen Haus gefragt haben, bevor sich das Virus dramatisch in den USA ausbreitete. Und dann: «Was ist mit Guantánamo?» Trump-Berater seien fassungslos gewesen, schrieb die «Washington Post». Letztlich sei die Idee verworfen worden, weil sich die Berater über die öffentliche Reaktion gesorgt hätten, wären Urlaubsrückkehrer auf demselben US-Stützpunkt untergebracht worden wie Terrorverdächtige.

Indien impft 7,5 Millionen Menschen an einem Tag

Am Montag hat Indien mehr als 7,5 Millionen Menschen gegen Corona geimpft – mehr als je zuvor an einem Tag. Das zeigen Zahlen des indischen Gesundheitsministeriums.

In Indien leben insgesamt mehr als 1,3 Milliarden Menschen, es ist das Land mit der zweitgrössten Bevölkerung – nach China. Am Montag gab es zusätzliche Impfzentren, die Impfungen für alle Erwachsenen anboten.

Bislang lief die Impfkampagne in Indien allerdings deutlich langsamer als zunächst geplant. Weniger als fünf Prozent der Bevölkerung sind vollständig geimpft. Ein Grund dafür ist Impfstoffknappheit – unter anderem da die Regierung zunächst nicht versucht hat, genügend Impfstoff für die grosse Bevölkerung zu kaufen.

Inzwischen will die Regierung gegensteuern, etwa indem sie ein komplexes Impfstoffbeschaffungssystem vereinfacht hat. Davor kauften die Zentralregierung, die Regierungen der Bundesstaaten sowie Privatkrankenhäuser Impfstoffe zu verschiedenen Preisen.

WHO: Corona-Impfstoffproduktion in Afrika nun in Sicht

Die Pläne zur Herstellung von Corona-Impfstoffen in Afrika nehmen Gestalt an. In Südafrika werde mit Hilfe eines Konsortiums das erste Zentrum zur Herstellung von sogenannten mRNA-Impfstoffen entstehen, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Montag in Genf mit. Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa sprach von einem «phänomenalen Schritt». Es gehe darum, Afrika von Impfstoffen unabhängiger zu machen, die aus dem Ausland geliefert würden.

In Südafrika sollen auch Fachkräfte geschult werden, die für die Herstellung der Impfstoffe nötig seien. «Diese Initiative ist die erste von vielen, die wir unterstützen werden», erklärte Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron, der Südafrika kürzlich besucht hatte. «Dies ist eine grossartige Botschaft besonders für Afrika, das den geringsten Zugang zu Impfstoffen hat», sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus.

Im günstigsten Fall sei damit zu rechnen, dass erste Corona-Impfstoffe in Südafrika in neun bis zwölf Monaten produziert werden könnten, meinte WHO-Expertin Soumya Swaminathan. Die Modalitäten müssten aber noch geklärt werden. Südafrika und Indien gehören zu den Ländern, besonders stark darauf dringen, dass der Patentschutz für solche Impfstoffe fällt.

Türkei lockert Corona-Massnahmen – Irritation über Musik-Sperrstunde

In der Türkei werden die Corona-Beschränkungen weiter gelockert. Ab 1. Juli würden die Ausgangsbeschränkungen, die zurzeit noch abends und sonntags gelten, vollständig aufgehoben, kündigte Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan am Montag in Ankara an. Zudem würden Reisebeschränkungen entfallen.

Für Irritation sorgte Erdogan mit einer Äusserung über das zurzeit bestehende Verbot von Musik ab 22 Uhr. Die Sperrstunde werde verschoben und gelte ab Mitternacht, sie werde aber nicht ganz aufgehoben, sagte der Präsident: «Nichts für ungut, niemand hat das Recht, jemanden nachts zu stören.» Auf Twitter wurden daraufhin kritische Stimmen laut, aus deren Sicht Erdogan damit zugegeben hatte, dass die Pandemie nur eine Ausrede für das Verbot sei. «Wir haben von Anfang an gesagt, dass die Verbote ideologisch motiviert sind», schrieb Oppositionsführer Kemal Kilicdaroglu auf Twitter.

Während eines knapp dreiwöchigen Lockdowns im April und Mai hatte bereits für Unmut gesorgt, dass Supermärkte in der Zeit keinen Alkohol verkaufen durften und Spirituosenläden geschlossen blieben. Der Musiksektor in der Türkei ist durch die Pandemie stark getroffen. Vor wenigen Wochen forderten Musiker und andere Künstler mit einer Kampagne in den sozialen Medien eine Aufhebung der Beschränkungen für das kulturelle Leben.

London: Drastischer Corona-Anstieg in Cornwall nicht wegen G7-Gipfels

Die britische Regierung sieht nach eigenen Angaben keinen Zusammenhang zwischen dem G7-Gipfel in Cornwall in der vorvergangenen Woche und einem starken Anstieg von Corona-Fällen in der englischen Grafschaft. Das sagte ein Sprecher von Premierminister Boris Johnson am Montag im Gespräch mit Journalisten in London. Die Zahl der Neuinfektionen sei im Einklang mit denen in anderen Teilen des Landes. «G7-Teilnehmer wurden vor ihrer Ankunft getestet und fortlaufend während des gesamten Gipfels. Wir wissen nichts von Ansteckungen der örtlichen Bevölkerung (durch Gipfelteilnehmer)», so der Sprecher.

Medien hatten zuvor von einem erheblichen Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz – also der Zahl der Neuinfektionen pro 100’000 Einwohner und Woche  in den Konferenzorten St Ives und Falmouth berichtet. So soll der Wert in Falmouth in den sieben Tagen bis zum 13. Juni auf 600 gestiegen sein. Das entspricht einem Anstieg um 2’000 Prozent. Landesweit lag der Wert im gleichen Zeitraum bei rund 77.

Das Treffen der Staats und Regierungschefs der sieben führenden westlichen Wirtschaftsmächte in Cornwall vom 11. bis 13. Juni war der erste in Präsenz abgehaltene G7-Gipfel seit zwei Jahren.

Berset tauscht sich mit deutschem Amtskollegen Spahn aus

Gesundheitsminister Alain Berset hat sich am Montag in Berlin mit seinem deutscher Amtskollegen Jens Spahn zu Covid-19 ausgetauscht. Das eintägige Treffen sei angeregt gewesen, teilte Berset am Abend auf Twitter mit.

Im Zentrum der Gespräche waren die Fortschritte bei den Impfkampagnen in beiden Ländern, die Impfung von Jugendlichen sowie Auffrischungsimpfungen, wie Peter Lauener, Kommunikationsleiter beim Innendepartement EDI, der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte.

Zur Sprache kamen auch die Covax-Initiative, die zum Ziel hat, Länder mit kleinem und mittlerem Einkommen mit Corona-Impfstoffen zu versorgen und die anstehenden Lockerungsmassnahmen im Hinblick auf die Entwicklung der Pandemie. Die beiden Gesundheitsminister waren sich zudem einig, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gestärkt werden müsse.

Im Übrigen habe sich Spahn dafür interessiert, wie es zum Abbruch der Verhandlungen der Schweiz über das Rahmenabkommen mit der EU gekommen sei und wie die Schweiz das weitere Vorgehen sehe, sagte Lauener. Berset und Spahn hatten sich das letzte Mal vor einem Jahr in Genf persönlich getroffen.

Gesundheitsminister Alain Berset hat sich am Montag in Berlin mit seinem deutscher Amtskollegen Jens Spahn zu Covid-19 ausgetauscht – hier ein Bild vom letzten Treffen im Juli 2020. (Bild: Keystone)
Patent Ochsner geben Corona-Testkonzert

Im Berner Konzertlokal Bierhübeli ist am Montagabend erstmals nach langen Corona-Monaten wieder ein grosses Konzert mit einem prominenten Headliner über die Bühne gegangen. Patent Ochsner spielen noch bis am Donnerstag mehrere Konzerte, die alle ausverkauft sind.

Die Konzerte mit je 500 Besucherinnen und Besuchern gelten als Pilotanlässe im Kanton Bern. Mit Patent Ochsner stand am Montagabend jene Band auf der Bühne, mit der sich das Lokal im März 2020 in den Lockdown verabschiedet hatte.

Der Kanton Bern hat verschiedene Pilotanlässe bewilligt, für die unterschiedliche Schutzkonzepte gelten. Mit ihnen sollen Erfahrungen gesammelt werden für weitere Öffnungsschritte im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie.

Der Sprecher der bernischen Gesundheitsdirektion, Gundekar Giebel, lobte gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA die Zusammenarbeit mit der Bierhübeli-Crew.

Vor dem Musiklokal wurden verschiedene Eingänge mit Absperrungen und Sicherheitspersonal aufgebaut. Einlass erhielt nur, wer geimpft, genesen oder gültig getestet war. Ein paar Schritte vom Bierhübeli entfernt stand ein temporäres Testzentrum zur Verfügung.

Die Band Patent Ochsner spielt bei einem Pilotversuch vor Publikum, am Montag, 21. Juni 2021, in Bern. (Bild: Keystone)
Massnahmen-Gegnerin muss in Zürich vor Gericht

Weil sie mit den Corona-Massnahmen des Bundesrates nicht einverstanden war, hat eine 42-jährige Frau aus dem Aargau im Mai 2020 in Zürich an einer unbewilligten Corona-Demo teilgenommen. Nun muss sie sich Anfang Juli vor Gericht verantworten.

Die Corona-Pandemie ist mittlerweile in Form von zahlreichen Prozessen an den Zürcher Gerichten angekommen. Seit geraumer Zeit müssen sich immer wieder ÖV-Maskenmuffel, Wirte, Prostituierte oder Ladenbetreiber für die Missachtung der Corona-Regeln verantworten.

Der 42-jährigen Frau aus dem Aargau wird anfangs Juli der Prozess gemacht, weil sie am 23. Mai 2020 an einer Demonstration auf dem Sechseläutenplatz teilnahm. Zeitgleich gab es an diesem Samstag auch Demonstrationen in Bern und Basel.

Das absolute Demonstrationsverbot war am 23. Mai schon aufgehoben. Der Bundesrat überliess es damals den Kantonen und Städten, Ausnahmebewilligungen für Kundgebungen zu erteilen. Erlaubt waren allerdings nur Mini-Demos mit maximal fünf Personen pro Gruppe. Voraussetzung für eine Bewilligung war zudem ein Schutzkonzept.

Im Mai 2020 demonstrierten Lockdown-Gegner jeden Samstag gegen die Corona-Massnahmen des Bunderats. Nun muss sich eine Teilnehmerin vor Gericht verantworten. (Symbolbild: Keystone)

Die Lockdown-Gegner, wie die Massnahmen-Gegner kurz nach dem ersten Lockdown noch genannt wurden, hatten weder Schutzkonzept noch Bewilligung. Schon nach wenigen Minuten griff die Zürcher Stadtpolizei deshalb ein und rief die 60 bis 70 Teilnehmenden per Lautsprecher dazu auf, den Platz zu verlassen.

Die 42-jährige weigerte sich jedoch aus Prinzip, auch nachdem sie von Polizisten persönlich zum Weggehen aufgefordert wurde. Die Polizisten mussten sie schliesslich festhalten und die Demo-Teilnahme auf diese Art beenden.

Mit ihrem Verhalten habe die Beschuldigte die unbekannten Demo-Organisatoren massgeblich dabei unterstützt, dass der Anlass habe durchgeführt werden können, schreibt der Staatsanwalt in der Anklageschrift. Er fordert eine bedingte Geldstrafe von 15 Tagessätzen zu 100 Franken sowie eine Busse von 500 Franken. Der Prozess wegen Widerhandlung gegen die Covid-Verordnung findet am 5. Juli statt.

Partys in Frankreichs Clubs können ab 9. Juli wieder steigen

Aufatmen für Frankreichs Clubszene: Nach 15 Monate langer Zwangspause können Diskotheken vom 9. Juli an wieder öffnen.

Für den Eintritt sollen Gäste einen Test-, Impf- oder Genesungsnachweis vorzeigen, wie der zuständige Minister für kleine und mittlere Unternehmen, Alain Griset, am Montag in Paris sagte. Die Clubs dürfen demnach drinnen vorerst nur eine begrenzte Zahl an Menschen empfangen. Maskenpflicht gelte aber nicht.

Auch Kulturfans können bald auf mehr Abwechslung setzen. Ab dem 30. Juni sind Konzerte mit festem Sitzplatz wieder erlaubt. Drinnen gilt auch hier, dass nur eine begrenzte Zahl an Menschen teilnehmen dürfen, wie Kulturministerin Roselyne Bachelot-Narquin sagte.

367 Neuinfektionen übers Wochenende

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag innerhalb von 72 Stunden 367 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 11 Spitaleintritte und vier neue Tote.

Am Montag vor einer Woche wurden 684 neue Coronavirus-Ansteckungen, drei Todesfälle und 19 Spitaleinweisungen gemeldet.

Auf 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen zwei Wochen 40,72 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag vor rund zehn Tagen bei 0,53.

Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zur Zeit 69,4 Prozent. 7,9 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten besetzt.

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Schottlands Shootingstar Gilmour fällt aus

Schottlands Shootingstar Billy Gilmour fällt nach einem positiven Corona-Test für das entscheidende Gruppenspiel gegen Kroatien aus. Wie der schottische Verband mitteilte, muss sich der Profi vom FC Chelsea für zehn Tage in häusliche Quarantäne begeben. Damit wäre der 20-Jährige auch im allfälligen Achtelfinal der Bravehearts nicht dabei.

Schottlands Shootingstar Billy Gilmour fällt nach einem positiven Corona-Test für das entscheidende Gruppenspiel gegen Kroatien aus. (Bild: Key)

Gilmour war beim 0:0 gegen England zum Spieler des Spiels gekürt worden.

Erste Corona-Geimpfte in England: Habt keine Angst vor einer Nadel

Vor gut einem halben Jahr ist die Britin Margaret Keenan als weltweit erster Mensch mit dem zugelassenen Vakzin von Biontech und Pfizer gegen das Coronavirus geimpft worden – nun hat die 91-Jährige andere Menschen ermutigt, ihrem Beispiel zu folgen.

«Egal, was ihr bisher darüber gedacht habt, lasst Euch impfen», sagte die Britin am Montag der BBC. «Es ist nichts dabei. Habt keine Angst vor einer Nadel», sagte sie. «Es schützt Euer Leben und das Leben Anderer.»

Vor gut einem halben Jahr ist die Britin Margaret Keenan als weltweit erster Mensch mit dem zugelassenen Vakzin von Biontech und Pfizer gegen das Coronavirus geimpft worden. (Archivbild: Key)

Bilder von Keenans Erstimpfung am 8. Dezember 2020 in Coventry waren um die Welt gegangen, am 29. Dezember hatte sie die für den vollständigen Schutz notwendige zweite Dosis erhalten. Die «Maggie» genannte Seniorin sagte nun, sie habe damals als Vorbild vorangehen wollen.

Coiffeur-Gate auch bei den Chilenen

Ein Coiffeur-Termin sorgt auch an der Copa America für Aufruhr. Spieler der chilenischen Nationalmannschaft empfingen einen Friseur in ihrem Hotel im brasilianischen Cuiaba und verstiessen damit gegen die Corona-Auflagen des Turniers. Das räumten das Trainerteam und der Verband des südamerikanischen Landes ein, nachdem sich zuvor Bilder in den sozialen Netzwerken verbreitet hatten. Die Beteiligten müssen eine Busse zahlen. Eine Summe wurde nicht genannt.

Zwar sei der Friseur zuvor negativ auf das Coronavirus getestet worden. Die Regeln des südamerikanischen Verbands Conmebol schreiben dennoch vor, dass Spieler während ihres Aufenthalts in einem Hotel keinen Kontakt zu Aussenstehenden haben dürfen. Man bedauere den Vorfall, hiess es. Die Mannschaft sei danach negativ auf Corona getestet worden.

Tausende neue Corona-Fälle in Moskau

Die russische Hauptstadt Moskau verzeichnet weiterhin Tausende Corona-Neuinfektionen.

Am Montag meldeten die Behörden 7580 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden. Das liegt unter dem Rekordwert vom vergangenen Samstag mit 9120 Neuinfektionen. Die Lage habe sich trotzdem nicht verbessert, sagte Vize-Bürgermeisterin Anastassija Rakowa der Agentur Interfax zufolge. Derzeit werden den Behörden zufolge mehr als 600 Menschen in Krankenhäusern künstlich beatmet.

Seit mehr als einer Woche gelten in Europas grösster Metropole mit schätzungsweise zwölf Millionen Einwohnern einige Einschränkungen. So sind grössere Veranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen verboten. Die Fanmeile zur Fussball-Europameisterschaft, die auf Anordnung der Stadt geschlossen wurde, werde abgebaut, schrieb die Zeitung «Kommersant».

Bis zu 10'000 japanische Zuschauer in Tokio zugelassen

rotz der andauernden Corona-Pandemie werden bis zu 10’000 einheimische Zuschauer bei allen Wettkämpfen der Sommerspiele in Tokio zugelassen.

Maximal darf die Hälfte der Plätze in den Arenen besetzt werden, wie die japanischen Gastgeber am Montag nach Beratungen mit dem Internationalen Olympischen Komitee entschieden. Da teilweise bereits mehr Tickets verkauft wurden, als nun verfügbar sind, sollen die Plätze Medien zufolge teilweise verlost werden.

Der Beschluss steht aber unter Vorbehalt. Sollte sich die Corona-Infektionslage bis zum 12. Juli verschlechtern und erneut ein Notstand ausgerufen werden müssen, könnten Zuschauer doch noch komplett ausgesperrt werden.

Blue Balls Festival findet auch 2021 nicht statt

Das Blue Balls Festival fällt auch diesen Sommer wegen der Corona-Pandemie aus. Die geplanten Konzerte im KKL können pandemiebedingt nicht durchgeführt werden.

Zwar hat der Veranstalter des Festivals, der Verein Luzerner Blues Session, die Durchführung kleinerer Formate geprüft. Da diese aber neben den normalen Ausfallkosten noch höhere Kosten verursachen würden, entschied er sich für die Absage des Festivals, wie er am Montag mitteilte.

Das Blue Balls Festival fällt auch diesen Sommer wegen der Corona-Pandemie aus. (Archivbild: Key)

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Pandemie treibt Preise von Gebrauchtwagen in die Höhe

Die Corona-Pandemie hat spürbare Auswirkungen auf den Gebrauchtwagenmarkt. Das Angebot an Occasionen ist zurückgegangen und gleichzeitig kämpfen die Autohersteller mit Produktionsschwierigkeiten. Ein Ende der Preiserhöhungen ist derweil nicht in Sicht. Davon profitieren auch die Anbieter von Auto-Abos.

Die Corona-Pandemie hat spürbare Auswirkungen auf den Gebrauchtwagenmarkt. (Symbolbild: Key)

Viele Kaufwillige entscheiden sich aufgrund der langen Wartezeiten für Neuwagen mittlerweile eher für ein Occassionsauto. Der Autoindustrie fehlt es an Nachschub: Bereits in der ersten Welle waren viele Autohersteller gezwungen, ihre Produktion zu drosseln. Die weltweite Knappheit an Mikrochips führt nun dazu, dass viele PKW-Bauer die anziehende Nachfrage nicht bedienen können.

Energieverbrauch im letzten Jahr um über 10 Prozent gesunken

Wegen der Corona-Pandemie und der wärmeren Witterung ist der Energieverbrauch in der Schweiz im letzten Jahr um über 10 Prozent gesunken: Es wurde weniger gefahren, gereist und geheizt.

So verminderte sich allein der Flugverkehr um 64 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mitteilte. Auch beim Strassenverkehr habe es eine Abnahme gegeben. Definitive Werte lägen jedoch noch keine vor. Gleichzeitig gingen die industrielle Produktion um 3,5 Prozent zurück und das Bruttoinlandprodukt um 2,9 Prozent zurück.

PropTech-Branche übersteht Corona-Krise gut

Die Schweizer PropTech-Branche hat die Corona-Krise laut einer Analyse der Credit Suisse bisher gut gemeistert. Der Sektor, der auf digitale Immobilienlösungen spezialisierte Firmen umfasst, ist nicht nur weiter gewachsen, er hat auch von der stärkeren Digitalisierung während der Covid-19-Pandemie profitiert.

Zu diesem Schluss kommt der am Montag veröffentlichte «Swiss PropTech Report 2021» der Credit Suisse. 2020 sei zwar auch für PropTech-Unternehmen «ein Jahr der Herausforderungen» gewesen. So sei etwa das investierte Risikokapital um ein Viertel geschrumpft, mit rund 80 Prozent habe aber der Grossteil der Branche trotzdem neue Mitarbeitende eingestellt und auch den Umsatz um mehr als 5 Prozent steigern können.

Berset und Spahn treffen sich in Berlin

Gesundheitsminister Alain Berset und sein deutscher Amtskollege Jens Spahn kommen am heutigen Montag in Berlin zu einem Arbeitstreffen zusammen. Sie wollen sich unter anderem mit der Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie, der Impfstoffverteilung, dem Covid-Zertifikat und dem Umgang mit besorgniserregenden Virusvarianten beschäftigen. Thema ist auch die Stärkung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), wie Bersets Departement im Vorfeld mitteilte. Berset und Spahn hatten sich das letzte Mal vor einem Jahr in Genf persönlich getroffen.

RKI meldet 346 Neuinfektionen

In Deutschland meldet das Robert-Koch-Institut (RKI) 346 neue Positiv-Tests. Am Montag vor einer Woche waren es noch 203 mehr. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 8,6 von 8,8 am Vortag, meldet n-tv. Der Wert berechnet, wie viele Menschen per 100.000 Einwohner sich in den letzten sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben.

Zehn weitere Personen sind am Coronavirus verstorben. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 90.395. In Deutschland wurden bisher insgesamt 3,7 Millionen positive Corona-Tests gemeldet.

Die Werte am Montag seien, laut n-tv, meist weniger aussagekräftig als die der restlichen Woche. Dies, da am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter ihre Daten an das RKI übermitteln und weniger getestet wird.

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Nach Pandemie-Pause: Yoga auf New Yorks Times Square zurückgekehrt

Nach einer Pandemie-Pause im vergangenen Jahr haben am Sonntag wieder hunderte Menschen auf dem New Yorker Times Square Yoga gemacht. Bei hohen Temperaturen versammelten sich vom frühen Morgen an Menschen zu einstündigen kostenlosen Kursen auf Verkehrsinseln des belebten Platzes in Manhattan. In diesem Jahr gab es weniger Kurse als vor der Pandemie, dafür wurden sie auch live im Internet übertragen.

Nach einer Pandemie-Pause im vergangenen Jahr haben am Sonntag wieder hunderte Menschen auf dem New Yorker Times Square Yoga gemacht. (Bild: Key)

Im vergangenen Jahr war das Spektakel, das jedes Jahr um den Weltyogatag (21. Juni) herum gezeigt wird, komplett ins Internet verlegt worden. «Finde dein inneres Zentrum an der Kreuzung der Welt», bewirbt der Nachbarschaftsverband Times Square Alliance die Veranstaltung, die bereits zum 19. Mal stattfand.

Inselbewohner in Brasilien für Studie gegen Covid-19 geimpft

In einem Modellprojekt sind Bewohner der Ilha de Paquetá in Brasilien gegen das Coronavirus geimpft worden. Ziel der Aktion am Sonntag war es, alle 3’530 Erwachsenen der Insel in der Guanabara-Bucht bei Rio de Janeiro innerhalb eines Tages zu impfen, wie die brasilianische Nachrichtenplattform G1 berichtete. Der Feldversuch mit dem Vakzin von Astrazeneca soll Hinweise über die Sicherheit des Impfstoffs liefern und Aufschluss darüber geben, inwiefern die Immunisierung der erwachsenen Bevölkerung auch die nicht geimpften Kinder und Jugendlichen vor eine Infektion schützt, wie der Leiter des Gesundheitsamts von Rio de Janeiro, Daniel Soranz, erklärte.

Die Guanabara Bay in Rio de Janeiro. (Bild: Keystone)
Delta-Variante macht in Lissabon mehr als 60 Prozent aller Fälle aus

In der am Wochenende abgeriegelten portugiesischen Hauptstadt Lissabon sind bereits mehr als 60 Prozent aller neu erfassten Corona-Infektionen auf die Delta-Variante des Virus zurückzuführen. Das sei das vorläufige Ergebnis der bisher im Juni durchgeführten Sequenzierungen positiver Corona-Proben, berichteten die Zeitung «Público» und andere Medien am Sonntag unter Berufung auf das Nationale Gesundheitsinstitut Insa.

 

60 Prozent der Corona-Fälle in Lissabon sind bereits auf die hochansteckende Delta-Variante zurückzuführen. (Bild: Keystone)

Die Absperrung Lissabons für rund zweieinhalb Tage war wegen einer besorgniserregenden Ausbreitung der Delta-Variante angeordnet worden. Seit Freitagnachmittag und bis Montagmorgen dürfen die gut 2,8 Millionen Menschen mit Wohnsitz in Lissabon die «Area Metropolitana» nur aus triftigem Grund verlassen. Auswärtige dürfen nur in Ausnahmefällen einreisen. Ob die Absperrung an den nächsten Wochenenden wiederholt wird, soll kurzfristig entschieden werden.

Die zunächst in Indien entdeckte Delta-Variante machen die portugiesischen Behörden für eine Zunahme der Infektionsfälle in den vergangenen Tagen verantwortlich, von denen ein Grossteil in Lissabon entdeckt wurde. Die 14-Tage-Inzidenz stieg in Portugal Angaben der EU-Behörde ECDC zuletzt auf fast 90. Für Deutschland liegt der Wert mit Stand 17. Juni bei 41.

Keine Region in Deutschland mehr über 50er-Inzidenz

In Deutschland liege keine Region mehr über der Sieben-Tage-Inzidenz von 50 – am Vortag seien es noch zwei gewesen, wie «ntv.de» berichtet. Dies sei nun erstmals wieder seit dem 6. September 2020 der Fall. Die Zahl der Regionen mit einer Inzidenz von 0 sinke jedoch im Vergleich zum Vortag um 3 auf 8. Zusätzlich zu den Nuller-Regionen hätten es 401 weitere Regionen unter die «Zielmarke» 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche geschafft.

Corona-Ausbruch an Schulen: Maskenpflicht an zwei Orten in Israel

Nach einem neuen Corona-Ausbruch an israelischen Schulen ist in zwei Ortschaften wieder Maskenpflicht für Schüler verhängt worden. Das Gesundheitsministerium teilte am Sonntag mit, im Raum Binjamina südlich von Haifa sowie in Modiin-Makkabim-Reut müssten in Innenräumen sowie Aussenbereichen wieder Schutzmasken getragen werden. Die Maskenpflicht in Israel war erst vor fünf Tagen angesichts niedriger Infektionszahlen landesweit aufgehoben worden.

In einer Schule in Binjamina wurden jedoch 45 Studenten positiv auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet. Auch in Modiin – einer Stadt zwischen Tel Aviv und Jerusalem – gab es rund ein Dutzend neuer Fälle. Nach Medienberichten wird an beiden Schulen ein Zusammenhang mit Rückkehrern aus dem Ausland sowie der ansteckenderen Delta-Variante des Coronavirus vermutet. Sie war zuerst in Indien beobachtet worden.

In Israel ist bei zwei Ortschaften wieder Maskenpflicht für Schüler verhängt worden. (Bild: Keystone)
Über eine halbe Million Corona-Tote in Brasilien

Als zweites Land der Welt hat Brasilien mehr als eine halbe Million Corona-Tote zu beklagen. In dem grössten Land Lateinamerikas wurden bislang 500’800 Todesfälle im Zusammenhang mit der Krankheit Covid-19 registriert, wie das Gesundheitsministerium in Brasília am Samstag mitteilte. Bislang gibt es nur in den Vereinigten Staaten mit knapp 602’000 Opfern mehr Corona-Todesfälle.

In Brasilien haben sich bisher über 17,8 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Jeden Tag kommen derzeit rund 80’000 neue Fälle hinzu. Bislang haben knapp 30 Prozent der Brasilianer eine erste Impfdosis erhalten, etwa elf Prozent sind vollständig geimpft.

Impfstoffe wirken gut gegen Delta-Variante des Coronavirus

Die Schweiz ist nach Ansicht von Christoph Berger, Präsident der Eidgenössischen Kommission für Impffragen, auf die neue Delta-Variante des Coronavirus gut vorbereitet. Nach heutigem Wissenstand gebe es keinen Grund zur Beunruhigung.

Delta sei zwar ansteckender als andere Varianten, sagte Berger in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag». Doch die gute Nachricht sei, dass Personen, die zweimal mit einem mRNA-Impfstoff geimpft seien, zu fast 90 Prozent gegen die Delta-Variante geschützt seien.

Tausende Brasilianer protestieren gegen Corona-Politik der Regierung

In ganz Brasilien sind Tausende Menschen gegen die Corona-Politik des rechten Präsidenten Jair Bolsonaro auf die Strassen gegangen. In der Hauptstadt Brasília sowie 14 Provinzhauptstädten forderten sie am Samstag mehr Impfungen und wirtschaftliche Unterstützung in der Corona-Krise, wie die Nachrichtenplattform «G1» berichtete. Die Demonstranten verlangten zudem den Rücktritt Bolsonaros, mehr Anstrengungen im Kampf gegen den Hunger und die Umweltzerstörung sowie die Achtung der Rechte indigener Völker.

 

Tausende Brasilianer gehen gegen die Corona-Politik der Regierung auf die Strasse. (Bild: Keystone)

Brasilien ist noch immer ein Corona-Brennpunkt: Über 17,8 Millionen Menschen haben sich dort nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, fast eine halbe Million Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 bisher gestorben. Bolsonaro hat das Virus von Anfang an verharmlost und sich mit Verweis auf die wirtschaftlichen Folgen gegen harte Ausgangsbeschränkungen gestemmt. Zuletzt zog er auch den Sinn von Impfungen in Zweifel. Mittlerweile prüft ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss Bolsonaros Krisenmanagement in der Pandemie.

US-Spende: 2,5 Millionen Corona-Impfdosen für Taiwan

Taiwan soll dem American Institute in Taiwan (AIT) zufolge rund 2,5 Millionen Dosen an Corona-Impfstoff aus einer Spende der USA erhalten. Die Lieferung des Moderna-Mittels werde für Sonntag erwartet, teilte das AIT am Samstag auf Facebook mit. Das Institut ist für die Umsetzung der US-Politik gegenüber Taiwan verantwortlich. Anfang Juni hatten die USA zunächst angekündigt, 750’000 Corona-Impfdosen an das Land zu spenden. Die Lieferung umfasse 1,75 Millionen zusätzliche Dosen, hiess es nun.

Vier Personen an Demo gegen Corona-Massnahmen in St. Gallen gebüsst

In der Stadt St. Gallen haben am Samstag laut Polizeiangaben zweihundert Menschen an einer bewilligten Kundgebung gegen Corona-Massnahmen teilgenommen. Vier Personen wurden gebüsst. Sie hatten nicht wie vorgeschrieben eine Gesichtsmaske getragen. Ein Demonstrant wurde auf den Posten gebracht, weil er Polizisten angegangen hatte.

 

Die St. Galler Polizei hat bei einer Massnahmen-Demonstration vier Menschen gebüsst. (Archivbild: Keystone)

Der Mann wurde weggewiesen, und er muss mit einer Anzeige rechnen, wie die St. Galler Stadtpolizei mitteilte. Die meisten Teilnehmenden trugen laut Polizei keine Maske. Bei Kontrollen wiesen einige davon ein Zeugnis vor, wonach sie von der Maskentragpflicht befreit seien.

Die Demonstrierenden zogen nach 14.00 Uhr durch die Innenstadt. Die Veranstaltung verlief laut Polizei grösstenteils friedlich. Vereinzelt sei es zu Störaktionen und Wortgefechten gekommen. Die Polizei habe eine Eskalation verhindern können. Kurz nach 15.30 Uhr endete der Umzug.

Moskau kämpft mit hohen Ansteckungszahlen wegen Delta-Variante

Moskau hat wieder einen Rekordwert an Corona-Neuinfektionen verzeichnet. Die Behörden notierten am Samstag 9120 neue Fälle: So viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie, wie NTV berichtet. Der bisherige Höchststand in Europas grösster Metropole war erst am Tag zuvor mit rund 9000 Infektionen erreicht worden.

Moskau verzeichnet wegen der hochansteckenden Delta-Variante neue Rekorde bei den Corona-Neuinfektionen. (Bild: Keystone)

Laut Bürgermeister Sergej Sobjanin seien fast 90 Prozent der Erkrankungen auf die hochansteckende Delta-Variante zurückzuführen. Moskau und ganz Russland kämpfen derweil mit einer großen Impfskepsis der Bevölkerung. Erst etwa elf Prozent der Russen sind bisher vollständig geimpft.

Kein Public Viewing in Tokio
Wer mit anderen Sportfans bei den olympischen Spielen mit fiebern möchte, muss ins Stadion: Wegen der Pandemie gibt es keine Public Viewings. (Bild: Keystone)

Bei den Olympischen Spielen in Tokio wird es kein Angebot zum Public Viewing geben. Die Planungen, in Japans Hauptstadt sechs ausgewählte Stätten für das gemeinsame Verfolgen der Wettkämpfe einzurichten, seien aufgegeben worden, sagte Gouverneurin Yuriko Koike nach einem Treffen mit Regierungschef Yoshihide Suga. Die Massnahme soll zur weiteren Eindämmung der Corona-Pandemie beitragen.

Lissabonner nehmen Corona-Abriegelung gelassen hin

Die Menschen in Lissabon nehmen die zweieinhalbtägige Corona-Abriegelung der portugiesischen Hauptstadt diszipliniert und gelassen hin. Nur sehr wenige versuchten, ohne triftigen Grund den Grossraum der Metropole am Tejo zu verlassen, wie die Zeitung «Público» am Samstag unter Berufung auf die Polizei berichtete. Die für Samstag geplante Gaypride-Parade wurde am Freitag kurzfristig abgesagt. Ob die Abriegelung an den kommenden Wochenenden wiederholt wird, soll je nach Lage kurzfristig entschieden werden.

Syna-Delegierte fordern mehr Lohn und soziale Sicherheit

Die Gewerkschaft Syna fordert angesichts des zu erwartenden Wirtschaftsaufschwungs höhere Löhne vor allem für niedrige Einkommen und eine Stärkung der sozialen Auffangnetze. An der Delegiertenversammlung wurde die Befürchtung geäussert, dass auf das Corona- ein «Liberalisierungsvirus» folgt.

Nach der Corona-Krise drohe bereits neues Ungemach, heisst es in einer im Anschluss an die Delegiertenversammlung vom Samstag veröffentlichten Mitteilung. Aus Arbeitgeberkreisen würden die altbekannten Forderungen aus dem «neoliberalen Giftschrank» auftauchen.

Illegale Party verhindert - heftige Zusammenstösse in Frankreich

Wegen des Verbots eines illegalen Raves ist es im Nordwesten Frankreichs zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Partygästen und der Polizei gekommen. Dabei gab es mehrere Verletzte, wie die zuständige Präfektur am frühen Samstagmorgen auf Twitter mitteilte. Präfekt Emmanuel Berthier sagte, ein junger Mann habe bei der extremen Gewalt eine Hand verloren, fünf Gendarmen seien verletzt worden. Die Zusammenstösse hätten mehr als sieben Stunden gedauert. Einige Beteiligte hätten Molotowcocktails, Boulekugeln und Steine auf Sicherheitskräfte geworfen.

In der Nacht zum Samstag hatten etwa 1’500 Partygäste versucht, in dem kleinen bretonischen Ort Redon einen Rave zu veranstalten. Das wurde wegen der Corona-Lage jedoch verboten. Die Gendarmerie war mit etwa 400 Kräften im Einsatz. Am Samstagmorgen hatte sich die Situation Berthier zufolge wieder beruhigt. Die Staatsanwaltschaft habe Untersuchungen eingeleitet.

Merkel und Macron besorgt wegen EM-Finale

«Wenn ich vollkommen besetzte Stadien sehe in anderen Ländern Europas bin ich skeptisch, ob das die richtige Antwort auf die augenblickliche Situation ist», sagte die Kanzlerin am Freitag vor einem Treffen mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Berlin.

Auch Macron liess Sorge über die Sicherheit der Fans erkennen, wie «nau.ch» berichtet. Er betonte, Frankreich wie Deutschland hätten «strikte Regeln gegenüber Grossbritannien» verhängt, um die Ausbreitung der Mutante zu stoppen. Für Rückkehrer gilt eine strenge Test- und Quarantänepflicht.

Die UEFA prüft nach AFP-Informationen, das EM-Halbfinale und das Finale wegen der angespannten Corona-Lage aus dem Londoner Wembley-Stadion in die ungarische Hauptstadt Budapest zu verlegen. Der britische Premierminister Boris Johnson sagte dazu, seine Priorit.

UEFA prüft Verlegung des Finales von London nach Budapest. (Bild: Keystone)
Delta-Variante: «EM-Spiele in England sind unvertretbar»

Für SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach sei es nicht nachvollziehbar, dass Partien der Fussball-EM trotz aktuell steigender Infektionszahlen durch die Delta-Variante in London ausgetragen werden sollen, berichtet «ntv.de». Es sei unvertretbar, dass in England Fussballspiele mit Zuschauern stattfinden», so Lauterbach. Er halte das Risiko für zu hoch: «Die Delta-Variante ist einfach zu gefährlich. Das ist eine Gefährdung der Bürger Englands und der Bürger Europas. Man müsste die Spiele in ein anderes europäisches Land verschieben.» Neben den beiden EM-Halbfinalpartien findet auch das Finale in London mit Zuschauern statt.

Wegen Corona bricht in Deutschland Passagierzahl in ICEs um 50 Prozent ein

Die Deutsche Bahn bekommt die Folgen der Corona-Krise immer stärker zu spüren. In den ersten Monaten dieses Jahres brachen die Passagierzahlen des Staatskonzerns um 50 Prozent ein, wie die «Süddeutschen Zeitung» berichtet.

Im Fernverkehr zählte das Unternehmen im April mit 15,6 Millionen Passagieren nur die Hälfte der Reisenden im Vergleich zum April im Vorjahr. Im Regionalverkehr ging das Fahrgastaufkommen ebenfalls um gut 40 Prozent auf 278 Millionen Reisende zurück.

Rasant steigende Covid-Zahlen: Uganda erlässt Ausgangssperre von 42 Tagen

Ugandas Präsident Yoweri Museveni hat aufgrund rasant steigender Corona-Infektionen scharfe Restriktionen erlassen. Das ostafrikanische Land befinde sich ab sofort für 42 Tage im «totalen Lockdown», sagte Museveni am Freitag. Ugandas rund 45 Millionen Einwohner müssten zuhause bleiben. Lediglich Fahrzeuge, die wichtige Fracht oder kranke Menschen transportieren, seien auf der Strasse zugelassen.

 

Uganda erlässt wegen rasant steigenden Covid-Zahlen eine Ausgangssperre von 42 Tagen. (Bild: Keystone)

Die Zahl der Neuinfektionen in Uganda war nach Angaben der Africa CDC, der Gesundheitsorganisation der Afrikanischen Union (AU), mit 11 704 Neuinfektionem am Freitag im Wochenvergleich so hoch wie nie zuvor. Man habe die Nachbarländer um Sauerstoff gebeten, sagte die Gesundheitsberaterin Musevenis, Monica Musenero, der Deutschen Presse-Agentur. «Die Zahl der Fälle steigt stetig. Wir versuchen, woher auch immer, Sauerstoffzylinder zu beziehen», sagte Musenero. Man benötige mindestens 15 000 davon. Auch die Armee sei angewiesen, Sauerstoff zu produzieren, bestätigte eine Militärsprecherin der dpa.

In Uganda, wie auch in 13 weiteren afrikanischen Ländern, breitet sich die ansteckendere Delta-Variante des Coronavirus weiter aus. Insgesamt wurden laut CDC rund 5,1 Millionen Infektionen in Afrika dokumentiert. Den Angaben zufolge sind rund 136 000 Menschen an den Folgen gestorben. Die Dunkelziffer auf dem Kontinent mit seinen 1,3 Milliarden Menschen dürfte allerdings höher liegen.

Palästinenser sagen Impfdosen-Tausch mit Israel ab

Die Palästinensische Autonomiebehörde hat nach eigenen Angaben einen Tausch von rund einer Million Biontech/Pfizer-Impfdosen mit Israel im Kampf gegen die Corona-Pandemie abgesagt. Die bereits ins Westjordanland gebrachten Impfdosen würden nach Israel zurückgeschickt, teilte ein Sprecher der Autonomiebehörde am Freitagabend mit. Die Impfdosen entsprächen nicht den Vorgaben, sagte er mit Verweis auf deren baldiges Ablaufdatum. Israel hatte zuvor mitgeteilt, es habe bereits 100 000 Impfdosen geliefert.

Israel wollte nach eigenen Angaben aktuell rund eine Million Impfdosen an die Palästinenserbehörde liefern, deren Haltbarkeit in Kürze abgelaufen wäre. Israel sollte dagegen im gleichen Umfang Dosen aus einer Lieferung von Pfizer für die Palästinenserbehörde im Herbst erhalten, hiess es.

Israels Regierung hatte mitgeteilt, es gebe der Autonomiebehörde die Dosen, weil sein eigener Vorrat den aktuellen Bedarf im Land abdecke. In dem Neun-Millionen-Einwohner-Land sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums bereits knapp 5,5 Millionen Einwohner einfach geimpft, davon rund 5,1 Millionen bereits zweifach. Im Westjordanland und Gazastreifen mit seinen rund fünf Millionen Einwohnern sind laut Gesundheitsministerium in Ramallah dagegen nur rund 440 000 Menschen einfach geimpft, davon 261 000 bereits zweifach.

Biden ruft zu Impfungen auf - Delta-Variante verbreitet sich in USA

Angesichts sinkender Coronavirus-Impfraten und des Vormarschs der aggressiven Delta-Variante hat US-Präsident Joe Biden die Amerikaner eindringlich zur Impfung aufgerufen. Es ist eine Variante, die leichter übertragbar, potenziell tödlich und besonders für junge Menschen gefährlich ist, sagte Biden am Freitag im Weissen Haus. Biden hat als Ziel ausgegeben, dass bis zum Unabhängigkeitstag am 4. Juli rund 70 Prozent aller Erwachsenen mindestens die erste Impfung erhalten haben sollen. Bisher liegt diese Rate bei etwas über 65 Prozent. Biden sagte auf Nachfrage, angesichts der verbreiteten Impfungen gehe er nicht davon aus, dass es noch einmal zu einem Lockdown kommen werde.

 

Wegen der Delta-Variante ruft US-Präsident Joe Biden die Amerikaner eindringlich zum Impfen auf. (Bild: Keystone)

Merkel und Macron einig bei Corona, Russland und Türkei

Deutschland und Frankreich haben sich vor dem Gipfel der Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union geschlossen in der Steuerung der Corona-Pandemie sowie im Umgang mit der Türkei und Russland gezeigt. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte am Freitag in Berlin bei einem Besuch des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, sie sehe die EU mit Blick auf die beiden östlichen Nachbarländer der Staatengemeinschaft vor grossen Herausforderungen. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Niederlande heben meiste Corona-Massnahmen auf - "Ende der Krise nahe"

Die Niederlande werden fast alle Corona-Massnahmen aufheben. Ab dem 26. Juni gelte als zentrale Regel nur noch die Abstandsregel von 1,5 Meter, sagte Ministerpräsident Mark Rutte am Freitagabend in Den Haag. Veranstaltungen, bei denen kein Abstand eingehalten werden könne, seien möglich, wenn Besucher einen Test- oder Impfbeweis vorweisen. Das gelte auch für Sportwettkämpfe, Festivals, Gaststätten oder Theater. Auch die Maskenpflicht werde fast vollständig aufgehoben.

Die Niederlande heben viele ihrer Corona-Massnahmen wieder auf. (Bild: Keystone)

«Das Ende der Krise ist in Sicht», sagte Rutte, mahnte aber weiter zur Vorsicht angesichts neuer Virusvarianten. Gerade die Delta-Variante greife auch in den Niederlanden um sich. Wegen der stark zurückgehenden Zahl von Infektionen und den Fortschritten bei der Impfkampagne werden die Einschränkungen nach den Worten des Premiers schneller als geplant aufgehoben.

In Moskau hat es sich ausgefeiert

Die EM-Party in Moskau ist fürs Erste vorüber. Angesichts rasant steigender Corona-Zahlen wird die Fan-Zone der russischen Hauptstadt geschlossen. Es ist eine von mehreren Massnahmen, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Andere Veranstaltungen sollen auf maximal 1000 Personen begrenzt werden, hiess es in einer Erklärung der Stadt. «Ich wollte es nicht tun, aber ich werde es müssen», schrieb Bürgermeister Sergej Sobjanin. In der Fan-Zone unweit des Luschniki-Stadions waren bisher 5000 Fans mit Fiebermessen, Maske und vorheriger Meldung zugelassen.

Italien ist bei Corona weiter auf Lockerungskurs

Wegen sinkender Corona-Zahlen lockert Italien die Beschränkungen zum Gesundheitsschutz weiter. Ab Montag gehören alle Regionen in dem Mittelmeerland ausser dem kleinen Aostatal im Norden zur Weissen Zone mit den lockersten Regeln. Das teilte Gesundheitsminister Roberto Speranza am Freitag in Rom mit. Mit Wochenbeginn werde die Risikoeinstufung für sieben Regionen entsprechend abgeschwächt: Darunter sind so beliebte Reisegebiete wie Südtirol, die Toskana und Sizilien. Es gelten dann nur noch wenige Einschränkungen. Die Pflicht zum Tragen einer Schutzmaske im öffentlichen Raum, auch draussen, und die Abstandsregeln bleiben aber erhalten.

Das 60-Millionen-Einwohner-Land registrierte am Freitag knapp 1150 Neuinfektionen in 24 Stunden sowie 35 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen ist in Italien laut Experten auf etwa 16,7 gesunken.

So steht es um die Impfungen in der Schweiz
(Grafik: Keystone-SDA, Quelle: BAG)
Spanien erleichtert Einreise von Deutschen aus 14 Bundesländern

Die meisten Touristen aus Deutschland müssen ab Montag keinen negativen Corona-Test mehr vorlegen, um in Spanien auf dem Luft- oder Seeweg einzureisen – selbst wenn sie ungeimpft sind. Bis auf Baden-Württemberg und das Saarland wurden nämlich alle deutschen Bundesländer wegen der niedrigen Infektionszahlen von der spanischen Liste der Risikogebiete gestrichen, wie das Gesundheitsministerium in Madrid am Freitag mitteilte.

Bewohner der 14 Bundesländer dürfen ab Montag ohne Einschränkung einreisen. Sie müssen aber weiterhin ein Onlineformular ausfüllen und erhalten einen QR-Code, der bei der Einreise vorzuweisen ist.

Nach Corona-Pause: Kanadas "grösste Rodeo-Show der Welt" findet statt

Die 2020 wegen der Corona-Pandemie abgesagte kanadische Landwirtschaftsausstellung Calgary Stampede, die auch als grösste Rodeo-Show der Welt gilt, kann dieses Jahr wieder stattfinden – allerdings nur mit geimpften Rodeo-Teilnehmern. Alle Teilnehmer der Rodeos zwischen dem 9. und 18. Juli müssten mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft sein, teilten die Veranstalter mit.

Das Spektakel, das in früheren Jahren mehr als eine Million Menschen in die zentralkanadische Stadt Calgary gelockt hatte, werde «anders aussehen, aber eine einzigartige und unvergessliche Feier sein». 2019 hatte der US-Akrobat Nik Wallenda die Calgary Stampede auf einem Seil in 35 Meter Höhe überquert und damit den Rekord für den längsten Spaziergang auf einem Seil in einer städtischen Gegend gebrochen.

Schweizer Seilbahnen zählen im Sommer auf einheimische Gäste
 

Die Schweizer Seilbahnen rechnen in der Sommersaison 2021 mit vielen einheimischen Gästen. (Bild: Keystone)

Die Schweizer Seilbahnen blicken optimistisch auf die laufende Sommersaison. Vor allem Gäste aus der Schweiz könnten das Geschäft in der Ferienzeit und darüber hinaus beleben, während Touristen aus Übersee nach wie vor nur spärlich in der Schweiz ihre Ferien verbringen.

Beim Branchenverband Seilbahnen Schweiz geht man davon aus, dass auch in diesem Sommer viele einheimische Gäste ihre Ferien in den Schweizer Bergen verbringen werden. Darauf deute die gute Buchungslage an Destinationen mit einem traditionell hohen Anteil an Schweizer Gästen hin, schreibt der Verband am Freitag.

US-Notenbanker Bullard plädiert für Zinswende 2022

US-Währungshüter James Bullard plädiert für eine Zinswende bereits im kommenden Jahr. Mit dem nach der Corona-Krise einsetzenden Aufschwung seinen auch erhöhte Inflationsgefahren verbunden, sagte der Chef des Notenbankbezirks St. Louis am Freitag dem Fernsehsender CNBC.

Deshalb sei es klug, die Straffung bereits 2022 anzugehen, sagte Bullard weiter. Er war nach eigenen Angaben einer der sieben Währungshüter, die auf der jüngsten Sitzung bei ihren individuellen Prognosen eine Erhöhung im kommenden Jahr als angemessen erachteten.

Dritte Corona-Welle droht Uganda zu überrollen

Uganda droht von der dritten Corona-Welle überrollt zu werden. Die Zahl der Neuinfektionen in dem ostafrikanische Land war nach Angaben der Africa CDC, der Gesundheitsorganisation der Afrikanischen Union (AU), mit 11 704 Neuinfektionen am Freitag im Wochenvergleich so hoch wie nie zuvor.

Man habe die Nachbarländer um Sauerstoff gebeten, sagte die Gesundheitsministerin Dr Monica Musenero, der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am Donnerstagabend. «Die Fälle steigen stetig. Wir versuchen, woher auch immer, Sauerstoffzylinder zu beziehen», sagte Munero. Man benötige mindestens 15 000 Sauerstoffzylinder, sagte sie. Auch die Armee sei angewiesen, Sauerstoff zu produzieren, bestätigte eine Militärsprecherin der Nachrichtenagentur dpa.

In Uganda, wie auch in 13 weiteren afrikanischen Ländern, breitet sich die ansteckendere Delta-Variante des Coronavirus weiter aus. Insgesamt wurden bisher laut CDC rund 5,1 Millionen Infektionen in Afrika dokumentiert. Den Angaben zufolge sind rund 136 000 Menschen bisher an den Folgen gestorben. Die Dunkelziffer auf dem Kontinent mit seinen 1,3 Milliarden Menschen dürfte allerdings höher liegen.

WHO: Impfstoffverteilung lässt Corona-Gefahr in Afrika wachsen

Der sprunghafte Anstieg der Corona-Zahlen in Teilen Afrikas könnte nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine Folge der ungleichen Impfstoffverteilung sein.

In der vergangenen Woche habe sich die Zahl der Neuinfektionen zum Beispiel in Liberia, Sambia, Simbabwe und Ruanda verdoppelt, sagte WHO-Krisenkoordinator Mike Ryan am Freitag in Genf. Die Kurve sei sehr besorgniserregend.

«Das ist die Konsequenz der aktuell unfairen Verteilung von Impfstoffen», sagte Ryan. Nur ein ganz kleiner Teil der Bevölkerung sei trotz aller Appelle der WHO bisher geschützt. «Wir sind dabei, einen hohen Preis für diese Ungerechtigkeit zu zahlen.» Die Signale aus Afrika deuteten auf einen möglicherweise deutlichen generellen Anstieg hin.

Lissabon wegen Delta-Variante abgeriegelt

Wegen einer besorgniserregenden Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus ist Lissabon für zweieinhalb Tage abgeriegelt.

Vom Freitagnachmittag (16.00 Uhr MESZ) und bis zum Montagmorgen (6.00 Uhr) dürfen die gut 2,8 Millionen Bewohner der Hauptstadt Portugals den Grossraum Lissabon nur aus triftigem Grund verlassen. Auswärtige dürfen nur in Ausnahmefällen einreisen.

Touristen, die in Lissabon landen, um in einem anderen Landesteil Urlaub zu machen, oder auch Besucher, die nach Hause zurückfliegen, sind nicht betroffen. Man darf aber am Wochenende Lissabon als Tourist nicht besuchen, wenn man irgendwoanders untergebracht ist. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Weil sich die Delta-Variante in Lissabon besorgniserregend schnell ausbreitet, wird die Stadt für drei Tage abgeriegelt. (Bild: Keystone)

Jede dritte Nebenwirkung schwerwiegend

2944 Meldungen über Nebenwirkungen nach einer Corona-Impfung sind bisher beim Schweizerischen Heilmittelinstitut Swissmedic eingegangen. Weiterhin wird fast jede dritte Meldung als schwerwiegend eingestuft. Und wie bis anhin sind Frauen mehr betroffen als Männer.

 
Jede dritte gemeldete Nebenwirkung bei Corona-Impfungen ist schwerwiegend. (Bild: Keystone)

Bei fast zwei Dritteln der Betroffenen waren die unerwünschten Erscheinungen des Covid-19-Impfstoffes jedoch nicht schwerwiegend, wie Swissmedic am Freitag mitteilte. Da die meisten über mehr als eine Nebenwirkung berichteten, werde registrierte Swissmedic insgesamt 7738 Reaktionen. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Macron gibt wieder Wangenküsschen

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat bei einer Feier zwei Weltkriegsveteranen auf die Wangen geküsst. Anlass war die öffentliche Auszeichnung mit der Ehrenlegion. Der 43-Jährige trug dabei einen Mund-Nasen-Schutz, wie auf einem Video des Élyséepalastes am Freitag zu sehen war.

Macron kehrte mit «la bise» («Kuss») zu einer in Frankreich üblichen herzlichen Begrüssung zurück, vor der wegen der Corona-Pandemie allerdings lange gewarnt wurde. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Bund unterstützt öffentliche Kinderkrippen

Der Bund unterstützt von der öffentlichen Hand betriebene Kinderkrippen, die während des Lockdowns im Frühling 2020 finanzielle Verluste erlitten hatten, mit maximal 20 Millionen Franken. Der Bundesrat hat die entsprechenden Ausführungsbestimmungen zum vom Parlament geänderten Covid-19-Gesetz verabschiedet. Bisher hatten nur private betriebene Institutionen für familienergänzende Kinderbetreuung Anspruch auf diese Unterstützung. In der Frühjahrsession hat das Parlament das Covid-19-Gesetz geändert, um privat und von der öffentlichen Hand geführte Angebote gleichzustellen. Die Kantone können nun mit einer Bundesbeteiligung rechnen. Der Bund übernimmt einen Drittel der Ausfallentschädigungen. Die Verordnung tritt am 1. Juli in Kraft.

 

Der Bund unterstützt öffentliche Kinderkrippen, die während des Lockdowns im Frühling 2020 finanzielle Verluste erlitten haben. (Bild: Keystone)

Bundesrat passt Härtefallhilfen punktuell an

Der Bundesrat setzt zwei vom Parlament beschlossene Motionen um und passt die Härtefallhilfen für Unternehmen punktuell an. Der À-fonds-perdu-Beitrag für Hilfen an kleine Unternehmen mit hohen Umsatzeinbussen wird erhöht. Zudem erhalten die Kantone vom Bund 300 Millionen Franken zur Verfügung, um besonders betroffenen Unternehmen unter die Arme zu greifen. Die Kantone hätten darauf hingewiesen, dass einzelne Unternehmen zusätzliche Mittel benötigten, schrieb der Bundesrat.

AstraZeneca muss weitere 50 Millionen Impfdosen an die EU liefern

Ein belgisches Gericht hat AstraZeneca verurteilt, weitere 50 Millionen Impfstoff-Dosen an die EU zu liefern. Dies bis Ende September, wie «NTV» berichtet. Ausserdem müsse «ein fester Lieferplan eingehalten werden», so das Brüsseler Gericht erster Instanz gegenüber dem Sender. Anderenfalls würden Zwangsgelder drohen.

 

Ein belgisches Gericht urteilte, dass AstraZeneca 50 Millionen Impfdosen an die EU nachliefern musst. (Bild: Keystone)

Die EU-Kommission hatte AstraZenaca verklagt, nachdem der Hersteller viel weniger Impfstoff geliefert hatte, als im Vorfeld vertraglich vereinbart. Bis Ende Juni waren ursprünglich 300 Millionen Dosen bestellt worden. Im ersten Quartal wurden aber nur 30 Millionen statt 120 Millionen Impfdosen an die 27 EU-Staaten geliefert. Die Kommission verlangte per Eilverfahren Ende Mai die rasche Lieferung der ausstehenden 90 Millionen Dosen aus diesem ersten Quartal. Das Gericht gestand der EU mit seinem Urteil nun zumindest die rasche Lieferung von 50 Millionen Dosen zu.

Britische Wirtschaft erholt sich laut Experten rascher als gedacht

Das britische Bruttoinlandsprodukt (BIP) könnte schon Ende dieses Jahres wieder das Niveau von vor der Pandemie erreichen. Das geht aus einer Prognose des Verbands der britischen Industrie CBI (Confederation of British Industries) hervor, die am Freitag veröffentlicht wurde.

Die CBI-Experten sagen demnach in diesem Jahr ein BIP-Wachstum von 8,2 Prozent voraus, gefolgt von 6,1 Prozent im kommenden Jahr. Dreh- und Angelpunkt sei dabei das Verbraucherverhalten. Die Menschen könnten durch einen Anstieg der realen Haushaltseinkommen und mit Geld, das im vergangenen Jahr angespart wurde, wieder mehr ausgeben, so der Bericht.

Was bisher geschah

Die bisherigen Kurzmeldungen aus der Schweiz und der Welt zu Corona finden Sie hier.

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