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Der Telebasel News Beitrag vom 29. Juni 2021.
Basel

Bienenseuche in Riehen – «Können von Glück reden, dass der Imker schnell reagierte»

In einem Bienenstand in Riehen nahe der deutschen Grenze wurde die bakterielle Erkrankung Sauerbrut entdeckt. Die Seuche kann ganze Bienenvölker ausrotten.

Das Bieneninspektorat musste schnell reagieren, als am 14. Juni in Riehen die Sauerbrut in einem Riehener Bienenstock entdeckt wurde. «Wenn man bei Sauerbraut nicht sofort reagiert, hat man sehr schnell ein riesiges Problem», so der kantonale Bieneninspektor Hanspeter Schwaiger gegenüber Telebasel.

Um den betroffenen Stock wurde das Gebiet im Umkreis von einem Kilometer abgesperrt. «Innerhalb von diesem Kilometer werden alle Bienenstände kontrolliert», so Schwaiger. Bisher habe man noch keinen weiteren Fall festgestellt.

Imker reagierte entscheidend schnell

Wie es der Name sagt, leidet die Brut unter der Seuche. Die Krankheit greift also den Nachwuchs an. Da Bienen im Sommer nur 28 Tage alt werden, ist diese Seuche für sie sehr bedrohlich.

Durch zu wenig Nahrung verlieren die Bienen Energie und reinigen das Brutnest nicht mehr genügend. «Die Randbienen werden nicht mehr gepflegt und sterben ab. Diese Zellen werden dann auch nicht mehr rausgeputzt. Dann kann sich diese Krankheit entwickeln», erklärt der Bieneninspektor.

Die Krankheit wird durch die kranken Bienen oder auch durch Raubbienen verbreitet: «Schwache Völker ziehen andere Bienen an, um ausgeraubt zu werden. Dann wird die Krankheit von den Bienen, die am Räubern sind, in die gesunden Stöcke übertragen». So verbreitet sich die Seuche laut Schwaiger sehr schnell.

Tötung war unumgänglich

Für Menschen stellt die Krankheit gemäss Mitteilung keine Gefahr dar. Allerdings muss die bakterielle Erkrankung der Bienenmaden gemäss Tierseuchengesetzgebung bekämpft werden.

Rund 240’000 Bienen mussten in Riehen getötet werden. «Es gibt keine andere medikamentöse Behandlung. Es gibt kein Behandlungskonzept und keine Behandlungsmittel gegen Sauer- und Faulbraut», so Schwaiger. Die Vernichtung der Bienen sei unumgänglich gewesen.

Glücklicherweise tritt die Sauerbraut in der Region Basel nur selten auf: «Wir haben einen bemerkenswerten Rhythmus im Kanton Basel-Stadt. Obwohl wir eine solch hohe Bienendichte haben, haben wir relativ wenig Seuchen», erklärt Schwaiger. Laut dem Bieneninspektor hatte es den letzten Fall der Brutseuche vor vier Jahren gegeben.

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