Die Schweiz hat den Impfturbo angeschaltet: Aktuell wird hier schneller geimpft, als in anderen Ländern Europas. (Bild: Keystone)
Schweiz

Schweizer impfen schneller als andere europäische Länder

Die Schweiz impft laut Bundesamt für Gesundheit (BAG) schneller als andere Länder in Europa. Momentan sind es rund 70 Impfungen pro 100 Einwohner.

2,3 Millionen Menschen, also 27 Prozent der Bevölkerung, sei vollständig geimpft, sagte Virginie Masserey, Leiterin der Sektion Infektionskontrolle im Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag am Point de Presse auf Fachebene. Rund 44 Prozent hätten bisher eine Erstimpfung erhalten. 80 Prozent der gefährdeten Personen seien geimpft, das sei mehr als die erhofften 75 Prozent.

Die Impfkapazitäten in den Kantonen hätten sich gut entwickelt, sechs Millionen Dosen seien an die Kantone geliefert worden, die meisten davon seien verimpft. Im Juni würden über 2,5 Millionen Dosen geliefert. Gerade am Dienstag habe die Schweiz eine Lieferung von 100’000 Dosen Pfizer/Biontech bekommen, sagte Masserey weiter.

Freie Impftermine

Es gebe noch freie Impftermine, sagte Masserey. Einige Personen bräuchten noch etwas Zeit, um sich für eine Impfung zu entscheiden. Auf Bundesebene laufe in diesem Zusammenhang eine Kampagne.

Betreffend Nebenwirkungen sagte Masserey, diese seien aufgrund klinischer Studien zu erwarten gewesen. Das bedeute, dass das Immunsystem aktiviert werde und sei normal. Dies sei zwar nicht sehr angenehm, aber nach wenigen Tagen sei dies vorüber.

Laut Rudolf Hauri, Zuger Kantonsarzt und Präsident der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte, sind vor allem jüngere Menschen von Nebenwirkungen betroffen. Einen relevanten Unterschied zwischen den beiden in der Schweiz verwendeten Impfstoffen sehe er nicht.

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