Featured Video Play Icon
Der Telebasel Talk vom 15. Juni 2021.
Basel

Ex-Wirtin klagt: «Die Webergasse ist in der Hand von Drogendealern»

Jahrelang wirtete Andrea Strähl im Restaurant Alte Schmitti. Jetzt sieht sie das Quartier verelenden und gelangt mit einer Petition an die Regierung.

«Wir fordern mit dieser Petition, dass die zuständigen Behörden rasch Massnahmen zur Erhöhung der Sicherheit, der gebotenen Ruhe, Ordnung und Sauberkeit ergreifen», schrieb Andrea Strähl am 12. Juni und listete eine ganze Reihe von Misständen auf: 

  • Drogenszene: Es werden öffentlich Drogen konsumiert und es wird gedealt.
  • Die Webergasse ist in der Hand von Kügelidealern und deren Kunden.
  • Gewalt, Auseinandersetzungen zwischen Dealern und Konsumenten unter lautem Geschrei und Anwendung von Gewalt häufen sich. Die Hemmschwelle ist tief, die Gewaltbereitschaft hoch.
  • Lärm: Der nächtliche Lärm ist enorm – Ghettoblaster werden aufgedreht, Unterhaltungen werden quer über die ganze Gasse geführt.
  • Diebstähle und Überfälle im Quartier nehmen zu.
  • Vermüllung: Abfall wird zu jeder Zeit an jedem Ort entsorgt und bleibt tagelang liegen.
  • Urinieren: Es wird an Fassaden und Lokalscheiben uriniert und teilweise werden auch grössere Geschäfte oder Mageninhalte auf dem Trottoir hinterlassen.

Diese Beschreibungen klingen nicht neu. Aber laut Andrea Strähl verschlimmerten sich die Zustände wieder. Nachts wagten sich die Anwohner nicht mehr aus dem Haus. Trotz zahlreicher Anrufe bei der Polizei ändere sich nichts. «Anwohner, Seniorinnen, Gewerbetreibende und deren Kundinnen und Kunden möchten sich wieder sicher fühlen im Quartier», so Andrea Strähl.

GLP-Grossrat Johannes Sieber unterstützt die Petition in einem Blog-Beitrag: «Wenn der Hilferuf von ganz innen kommt, ist es höchste Zeit, zu handeln.»

Der Kummerkasten des Quartiers

Andrea Strähl war vier Jahre lang Wirtin im Restaurant Alte Schmitti, die sie von der Milieubar zum Kultschuppen mit Live-Musik umbaute. Heute sieht sie sich als Freundin und «Kummerkasten» des Quartiers und dessen Bewohnern. «Ich kenne alle schon lange. Diese Ecke und seine Menschen liegen mir am Herzen, und so ist dann diese Petition auch entstanden.» 

Im Talk: Andrea Strähl, Ex-Wirtin in der Alten Schmitti.

7 Kommentare

  1. Ich wohne seit 2008 in der Webergasse, Dreck u Lärm hat stetig zugenommen. Vor der Verkehrsberuhigung war es meiner Meinung nach wesentlich ruhiger! 🙈 Der heutige Lärm kommt nicht nur von den „Kügeli Dealern“. Partygäste, im Ausgang, von der Kaserne kommend, die um 3, 4 Uhr nachts lauthals reden u lachen. Ebenso Freier u seit einiger Zeit eine Gruppe von Afrikanern, das dürften dann die Dealer sein. Im Hochsommer, wenn wir mit der Hitze die Fenster offen haben, ist an Schlaf nicht zu denken. Am Morgen liegt dann oft vor der Haustüre Mc Donald, eine Bierdose oder Erbrochenes… Die Webergasse scheint zur Zone geworden zu sein, wo alles erlaubt ist u es kein Respekt u Rücksichtnahme gibt.Report

  2. Jetzt mahl Klartext betr. Nachtruhe, Abfall und den Drogen Dealern etc.

    @ Heidi:
    Nachtruhe:
    Ich denke das mit der Nachtruhe ist halt auch eine Veränderung in der Gesellschaft.
    Man könnte beispielsweise die Öffnungszeiten des Star Grills neu definieren:
    – So. – Do. bis um 01:00h.
    – Fr. + Sa. bis um 06:00h.

    Ich denke nicht, dass es vor 30 Jahren viel besser war.
    Auch gibt es sicherlich nicht mehr «Alkis».
    Es gibt nur mehr IdeotenInnen, welche sich gegenseitig noch anstacheln wer mehr trinken kann.
    Die Besoffenen merken auch nicht mehr wann es dann genug ist.
    Auch bezweifle ich mal, dass die heutige sozial Kompetenz unter den «Kollegen und Freunden»
    in der Gruppe wirklich vorhanden ist.
    Also zu meinen wilden Zeiten hat mich ab und an schon mal «ein Kollege oder Freunde» mit welchen ich auf der Welle war, beiseite genommen und mich heim gebracht.
    Was sich aber sicherlich geändert hat sind die Ausgangsgewohnheiten.
    Waren wir früher bis um vier Uhr unterwegs, ist die heutige Generation bis um sechs/sieben Uhr unterwegs.

    @ Harald Schirmer & Heidi:
    Ich bin mit euch nicht ganz einverstanden, denn ihr liegt leider mit euerer Einschätzung falsch.
    Die Untere Rebgasse ist zwar ein Wohnquartier, nur leider liegt sie halt Vis-a-Vis von der Toleranz Zone.
    Und die Einschätzung wonach die Untere Rebgasse nicht die Langstrasse in Zürich ist komplett falsch.
    Denn sie ist die Langstrasse… – Einfach die Langstrasse von Basel!

    Kügelidealer etc.:
    Also im Vergleich zu Rhygass vor 30 Jahren mit der offenen Drogenszene,
    ist das ganze jetzt wohl eher ein Kindergarten und nicht zu vergleichen.
    Aber im Ernst: Auch mich schiesst das ah, sehr sogar!
    Jedoch hätte ich da einen praktischen Vorschlag welcher sicherlich funktionieren würde.
    Denn mir ist es total egal wenn sich die Leute mit harten Drogen kaputt machen.
    Nicht egal ist mir aber, wenn ich immer belästigt werde.

    Also eigentlich währe es doch ganz einfach:
    1.
    Weiche Drogen (Canabis etc) an Erwachsene über 20 Jahre und mit Registrierung in der Apotheke abgeben.
    Vorteil:
    Der Staat kann es kontrollieren. Auch was die Qualität etc. angeht und es kann sogar eine Steuer so wie bei den Zigis drauf erhoben werden.
    Win – Win!

    Harte Drogen:
    Ich gehe einmal davon aus, dass die meisten harten Drogen Konsumenten ja eh schon
    im Sprützehüsli etc registriert sind.
    Warum also nicht auch diese Drogen in der Apotheke und in der Nachtapotheke abgeben?
    Vorteil:
    – Keine Beschaffungskriminalität mehr.
    – Kein verschnittener Stoff. Ergo also auch keine Nebenerkrankungen mehr dank sauberen Stoff.
    – Also viel weniger Ausgaben welche die Allgemeinheit berappen muss.
    – Aber jetzt kommt das Beste:
    – Wenn die Drögeler ihr Zeug gratis beziehen können, braucht es auch keine Kügelidealer mehr.
    Denn wer geht dann noch zu denen wenn sie es gratis haben können?
    Die währen als subito arbeitslos und verschwunden.

    WIN-WIN-WIN
    Ein grösseres WIN gibt es gar nicht.
    Sozusagen ein absoluter SUPERWIN !!!Report

  3. Die Untere Rrbgasse beim Star Grill hat auch das gleiche problem. Es wurde vor 2 Jahren Unterschriften gesammelt, dass der Star Grill früher zu geht nicht mehr bis 6.00 uhr morgens offen lässt dad auch an Feststagen. Dort treffen sich nach 2.00 morgens Alkoholiker, Drögeler,Prostutierte viele Dunkelhäutige die dort schon ewigs Dealen. Laute Musik mit Rekorder oder Natel aufgedreht und das bis 6.00 uhr morgens. Wir als Bewohner haben 7 Tsge keinen Schlaf. Der ganze Abfall bleibt dort liegen auf dem Trottoir und wird vom Star Grill einfach mit den Füssen weiter hinaus richtung Strassenrand geschoben, wird auchbeim Schuh Müller auf der Fensterfront entsorgt es wird überall Erbrochen, es wird In jeder Ecke uriniert, Scherben liegen herum, Zigaretten Kippen haufenweise. Bei der Kaserne hat es nur noch Betrunke die Schreien wie gestört. Polizei sehe ich praktisch nicht, wenn ja fahren sie nur vorbei. Hier kennt niemand die Ruhezeit. Wir Bewohner im Kleinbasel werden als Minderwertiges Volk angesehen und haben es laut Regierung nicht verdient auch eine Nachtruhe. Motorräder fahren mit so einem Dezibel durch die Klinhentslstrasse und Untere Rebgasse durch, das die Wände zittern. Musik von den Autos so aufgedreht dass es unmöglich ist den verdienten Schlaf zu bekommen. Früher hätte es so was nie gegeben. Jeder Gastronom oder das Volk respektierte das Gesetz. Wor hsben hier im Hause auch junge Leute, also kommt nicht mit dieser Antwort dass wir ältere Generation ausziehen sollen das ist eine frechheit. Das Kleinbasel war wirklich mal sehr schön als die Gastronomie bis 24.00 uhr offen hatten, um 22.00 Uhr die Fenster und die Aussenbewirtung zu gemacht hat und der Bewilligungsgeber besorgt war dass die Gäste sich normal benehmen und sich für Ruhe und Ordnung eingesetzt haben. Das Kleinbasel ist heute nur noch eine Schweinebucht und die Nachtmenschen sind Alkoholiker , Arbeitslose und Dealer und extrem viele Ausländer die keinen Respekt und Anstand gegenüber den Bewohner die hier Leben haben. Hier ist alles erlaubt, es gibt kein Eingreifen von der Regierung, Ordnungsaufsicht, Gastgewerbeinspektorat und Polizei. Ich sehe es nicht ein dass ein Star Grill bis 6.00 uhr morgens offen hat mit so einem extrem Lärm ohne Rücksicht auf die Bewohner. Es ist ein Wohn Quatier und nicht die Langstrasse in Zürich. Hier in der Unteren Rebgasse wohnen auch Babys die weinend aufwachen durch den ganzen Lärm. Wann bekommen wir nun mal Hilfe von der Stadt Basel. ? .
    Wo ist hier für uns der gleichstand wie im Grossbasel?Report

  4. Das Problem ist der Drogenhandel mit den entsprechenden Nebenerscheinungen. Die Frauen die anschaffen, machen das mit Bewilligungen und halten sich an die entsprechende Ordnung. Die Webergasse ist seit vielen Jahren eine durch Verordnung des Regierungsrates ausdrücklich definierte Toleranzzone, deshalb auch die grünen Markierungen.Report

  5. Das ist die Etikette des Basler Milieus, ein Schadfleck für Basel und die Besucher die Basel ganz anders
    kennen lernen möchten. Das wäre mal ein Beweis der neuen Justitz Ministern des Polizei-Departements im Bermuda Dreieck ordentliche Zustände zu schaffen, damit die Anwohner sich wieder sicher fühlen.
    Nichts machen und tolerieren bring nur noch mehr Unheil in diese Ecke von Basel.
    Also ist angesagt Handeln für unsere Bürger die ja Steuern bezahlen.!Report

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel