Auch via Briefmarken wird das 50-jährige Bestehen des Frauenwahlrechts gefeiert. (Bild: Keystone)
Schweiz

Vom Frauenstimmrecht zum feministischen Stimmrecht

Wie sähe die Schweiz aus, wenn nur Frauen und inter, non-binäre sowie trans Personen das Wahlrecht hätten? Diese Frage stellt das Festival Les Créatives.

Anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Frauenwahlrechts in der Schweiz will das Festival ein «nationales, feministisches Wahlrecht» organisieren, wie es am Montag, dem Tag des Frauenstreiks, in einer Mitteilung hiess. «Mit der symbolischen, performativen und nationalen Abstimmung VOTE 71/21, bei der die Stimmen von Frauen, inter, non-binäre und trans Personen zählen, tragen wir die wichtigsten Änderungsansätze bezüglich Gleichberechtigung direkt in die Schweizer Politik», hiess es.

«Wir wollen zeigen, dass Frauen und Minderheiten die politischen Entscheidungen in unserem Land stark beeinflussen können und dass es notwendig ist, sich die demokratischen Instrumente anzueignen und ihre Wahlbeteiligung zu erhöhen», wird Noemi Grütter, Koordinatorin des Projekts, in der Mitteilung zitiert.

Eine feministische Arbeitsgruppe wird demnach eine Liste mit Abstimmungsthemen erstellen, die dann zwischen Mai und September zur Konsultation mit Gruppen wie den feministischen Streikkollektiven, Anwältinnen, Migrantinnen- und LGBTQI+-Verbänden ausgeschrieben wird.

Nach der Verabschiedung in der Frauenparlamentssitzung Ende Oktober werden die Vorschläge vom 8. bis 24. November den Frauen und Geschlechter-Minderheiten zur Abstimmung vorgelegt, sowohl online als auch in der Landsgemeinde wie es weiter hiess.

Die Ergebnisse werden bei der 17. Ausgabe des Festivals Les Créatives am 25. November bekannt gegeben. Am Ende der Abstimmung würden Empfehlungen ausgesprochen und an die Parlamentarierinnen und Parlamentarier weitergeleitet. «Diese symbolische Abstimmung ist eine Premiere, denn weder in der Schweiz noch im Ausland wurde jemals eine Abstimmung dieser Art im grossen Stil organisiert», hiess es.

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