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Der Telebasel Newsbeitrag vom 14. Juni 2021.
Baselland

Reinacher Pöstler nehmen Plastikmüll direkt vor der Haustüre mit

Reinach startet ein Pilotprojekt mit der Post. Neu werden in der Baselbieter Gemeinde nicht nur Briefe zugestellt, sondern auch direkt Plastikflaschen abgeholt.

In Reinach nehmen die Briefboten seit dem 3. Juni nach der Zustellung der Briefe auch Plastikmüll mit. Für 1.80 Franken pro Stück können die gebührenpflichtigen Entsorgungs-Tüten dazu bei der Gemeinde bezogen werden.

So funktioniert’s

Die Recycling-Tüte wird von den ReinacherInnen mit Plastikmüll gefüllt. Es dürfen jedoch lediglich Plastikflaschen und Getränkekartons auf diese Weise entsorgt werden. Da die Schweiz in Sachen der Entsorgung von PET-Flaschen bereits vorbildlich ist, will man in Reinach mit dem übrigen Plastikmüll nachziehen.

Kartonverpackungen wie Tetra Paks und Kunststoff-Flaschen werden in Reinach neu abgeholt. (Bild: Telebasel)

Wenn die Mülltüten von einem Postboten oder einer Postbotin abgeholt werden, landen diese auf der Reinacher Poststelle. Von dort aus geht die Reise weiter nach Frauenfeld in ein Sortierwerk.

Nach der Sortierung wird das Material erneut zu Kunststoff verarbeitet. Dafür wird der Müll gereinigt, zerkleinert und danach zu Granulat verarbeitet.

Die Idee kommt von einem Basler KMU

Das Projekt «realCYCLE» stammt vom Basler KMU REDILO GmbH. Die Testphase wollte man ursprünglich im Oberwallis machen. Weil sich Reinach aber sowieso politisch für ein solches Entsorgungssystem engagierte, kam es zur Zusammenarbeit mit der Gemeinde.

Reinach ist zurzeit schweizweit die einzige Gemeinde mit diesem Angebot. Wenn das System jedoch gut funktioniert, könnte es sich bald schon weiter verbreiten. Nun gilt es herauszufinden, ob die PostbotInnen dafür genügend Kapazitäten haben.

Den Weg von Haustür bis zum Sortierwerk in Frauenfeld machen die verschiedenen Angestellten sowieso. Die grössere Herausforderung ist die Zeit und die Platzverhältnisse auf den Kyburz der Boten.

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